Das Wichtigste in Kürze
  • Eine der wichtigen Aufgaben des Lattenrosts ist es, für die Belüftung der Matratze zu sorgen. Durch die Räume zwischen den Latten kann Feuchtigkeit entweichen und so Schimmel verhindert werden.
  • Außerdem unterstützt der Lattenrost die Wirbelsäule des Schlafenden. Dank individueller Einstellungen für jedes Gewicht lassen sich so Rückenschmerzen verhindern.
  • Der Lattenrost im Format 100 x 200 cm ist die erste Wahl für Einzelbetten, kann aber auch im Duo bei Ehebetten auf das jeweilige Gewicht beider Partner angepasst werden.

lattenrost 100x200 test

Sie interessieren sich für andere Lattenrost-Formate und -Arten?

Gesunder Schlaf ist die Voraussetzung für einen produktiven Tag – aber für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. 45 % der Deutschen können nachts nicht durchschlafen, so eine Statista-Umfrage von 2016, und 38 % haben Probleme, überhaupt in den Schlaf zu finden.

Während die Rolle der richtigen Matratze für den Schlaf weithin bekannt ist, wird oft unterschätzt, dass auch der Lattenrost einen enormen Einfluss auf den Liegekomfort hat. Wir haben einen Vergleich von Lattenrosten im Format 100 x 200 cm gemacht und zeigen hier, worauf es bei der Wahl des besten Modells ankommt. Sie erfahren u.a.:

  • warum die Liegezonen beim Lattenrost so wichtig sind
  • wie Sie den Härtegrad des Lattenrosts selbst regulieren können
  • welche Einstellungen für Rücken-, Seitenschläfer und Co. am besten sind

1. Bietet das Maß eines 100×200-cm-Lattenrost einen erholsamen Schlaf?

Ein Lattenrost ist ein Gestell, das aus einem Rahmen mit Querstreben besteht und im Bettkasten als Auflagefläche für die Matratze dient. Der Rost sollte so beschaffen sein, dass er Bewegungen des Schlafenden gut abfedert und vor allem dessen Rücken schont. Daher sind die Holzlatten biegsam, aber stabil. Ein guter Lattenrost besteht aus robusten Holzarten wie Birke oder Buche, die auch über viele Jahre hinweg nicht verschleißen.

Doppelbett

Der Lattenrost 100 x 200 cm ist auch für Doppelbetten geeignet.

Ein Lattenrost mit den Maßen 100 x 200 cm eignet sich sowohl für Einzelbetten als auch für Doppelbetten, in denen zwei dieser Roste Platz finden: So können beispielsweise Ehepartner mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Härte ihrer Schlafunterlage ihren eigenen Lattenrost individuell einstellen. Allein verwendet entspricht der Lattenrost 100 x 200 cm dem am weitesten verbreiteten Maß für Kinder- und Singlebetten.

2. Welche Bauformen von Betten gibt es im Vergleich?

Neben dem klassischen Lattenrost gibt es auch die Variante des Boxspringbetts. Diese Kategorie von Lattenrosten stammt aus den USA und federt den Schlafenden durch Metallfedern (″boxsprings″).

Lattenrost

Boxspringbett

lattenrost-grafik boxspringbett grafik
Der Lattenrost ist die in Europa am weitesten verbreitete Unterlage für Matratzen. Die Querstreben haben einen Abstand von 3 bis 4 cm und können so mit jeder Art von Matratze kombiniert werden.

Pro: individuell an Rücken und gewünschten Härtegrad anpassbar

x Contra: muss mit Matratze kombiniert werden

In den Vereinigten Staaten findet man meist Boxspringbetten vor. Sie bilden ein Komplettpaket aus einem Bettgestell, der Unterlage mit Sprungfedern, einer Federkernmatratze und einer Auflage.

Pro: sehr bequem

x Contra: teurer, kann wuchtig wirken

3. Kaufberatung: Darauf müssen Sie achten, wenn Sie ein Lattenrost 100 x 200 cm kaufen

3.1. Material

Die meisten Lattenroste bestehen aus Holz, doch bei diesem Rohstoff gibt es je nach Sorte einige Unterschiede in Sachen Belastbarkeit. Die Holzarten Fichte und Kiefer sind vergleichsweise günstig, aber weniger robust als etwa Buche.

huepfende Kinder

Allem gewachsen: Buche und Birke halten hohen Belastungen stand.

Gerade Personen mit einem Körpergewicht von über 100 kg schätzen deshalb Lattenroste aus Buchenholz, die besonders stabil sind. Die Birke ist zwar weniger hart als Buche, ist aber als Mitglied der Buchenartigen genauso biegefest wie diese Holzart.

Die wichtigsten Merkmale dieser Hölzer lauten:

Buchenholzhart (Dichte ca. 720 kg/m³)
biegefest (Druck bis 120 N/mm²)

birke-infoweich (Dichte ca. 630 kg/m3)
biegefest (Druck bis 120 N/mm²)

Wie diese Übersicht zeigt, ist Buchenholz besonders dicht, besitzt aber die gleiche Biegefestigkeit wie Birke. Beide Hölzer halten einem Druck von 120 Newton stand, was einem ausgedehnten Matratzenspringen von mehreren Kindern entspricht.

3.2. Liegezonen: Es sollten mindestens 7 sein

Ähnlich wie bei Matratzen gibt es auch bei Lattenrosten Modelle, die an die verschiedenen Zonen des Körpers angepasst sind. Wenn Sie eine solche Matratze wählen, ist es sinnvoll, eine Matratze mit der gleichen Zahl an Zonen zu kaufen. Am wichtigsten sind hierbei die Schultern, der Rücken und der Beckenbereich. Sie sind oft flexibler verstellbar als die Abschnitte für die Beine.

  • Schultern: Hier sind die Latten flexibler, damit auch das Liegen auf der Seite bequem funktioniert.
  • Rücken: Dieser Bereich ist verstärkt, um die Wirbelsäule zu stützen, kann aber auch weicher eingestellt werden.
  • Becken: Hier befinden sich nachgiebige Leisten, die ein angenehmes Liegen auf der Seite erlauben.
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Liegezonen im Lattenrost 100 x 200 cm Vergleich

Matratzen mit diesen Zonen lassen sich besonders individuell auf Ihre Schlafgewohnheiten und Ihr Gewicht einstellen. Daneben gibt es auch etwas simplere und somit günstige Lattenroste, die nur im Rückenbereich verstellbar sind. Achten Sie deshalb auf die Angabe beim Modell Ihrer Wahl zu den Verstellmöglichkeiten.

Tipp: Im Vergleich der besten Lattenrost 100 x 200 cm 2020 haben wir unter dem Kriterium ″verstellbarer Härtegrad″ verzeichnet, ob sich jeder Rost variieren lässt.

3.3. Anzahl und Abstand der Leisten: Schaffen Komfort und Durchlüftung

Die Leisten bilden das Herzstück des Lattenrosts und bestimmen den Schlafkomfort. Entscheidend sind hier sowohl Zahl als auch Abstand der Holzstangen. Bei der Wahl Ihres persönlichen Lattenrost 100 x 200 cm Testsiegers gilt:

Tipp: Je mehr Leisten der Rost hat, desto individueller lässt er sich einstellen.

Matratze

Schmale Leisten erleichtern die Luftzirkulation für die Matratze.

Auf einem Lattenrost mit geringem Abstand zwischen den Querstreben liegt es sich besonders bequem. Allerdings sollte der Abstand auch nicht zu gering sein, damit die Matratze ausreichend Feuchtigkeit an die Luft abgeben kann, wenn Sie in der Nacht schwitzen. Andernfalls kann sich Schimmel unter dem Bett bilden. Ein Abstand von etwa vier Zentimetern ist ideal.

Sie haben zudem die Wahl zwischen einem Lattenrost mit wenigen breiten Leisten und vielen schmalen. Wir empfehlen die Variante mit vielen Latten, da sich diese sehr individuell verstellen lassen, sofern der Rost variabel ist. In jedem Fall verbessert eine hohe Zahl von Latten mit entsprechend vielen Zwischenräumen die Luftzirkulation der Matratze.

3.4. Verstellbarkeit: Kopf- und Fußteil justierbar

Zweifach verstellbares Kopfteil

Zweifach verstellbares Kopfteil beim Rahmen von Ravensberger.

Wer gerne im Bett liest oder fernsieht, findet mit einem klappbaren Lattenrost im Format 100 x 200 cm die beste Lösung. Bei diesem Typ lassen sich Kopf- oder Fußteil anheben, so dass man bequem sitzen oder z.B. im Krankheitsfall die Beine hochlegen kann.

Das Kopfteil lässt sich bei einem guten verstellbaren Rost in einem Winkel von bis zu 45° anwinkeln. Beim Fußteil gib es weniger einheitliche Standards, aber eine Anhebung von ca. zehn Zentimetern wird bereits als entlastend empfunden.

Achtung: Wenn der Rahmen viele Verstellmöglichkeiten besitzt, kann das zu zum Quietschen bei Bewegungen im Schlaf führen. Dann sollten Sie die metallischen Teile ölen.

Hier finden Sie die Vor- und Nachteile eines verstellbaren Lattenrosts im Überblick:

  • gut zum Lesen und Fernsehen geeignet
  • praktisch bei Krankheit und Pflege
  • kann alternativ auch wie starrer Rost verwendet werden
  • kann durch bewegliche Teile quietschen

4. Gibt es das richtige Lattenrost für jede Schlafhaltung?

Unabhängig von Marken und Herstellern bilden auch die verschiedenen Schlafhaltungen ein Kriterium, das Ihnen bei der Wahl des besten Lattenrosts helfen kann.

4.1. Die Rücklage

Wenn Sie auf dem Rücken liegend schlafen, verteilt sich das Körpergewicht am gleichmäßigsten auf dem Bett und Sie entlasten so Ihre Wirbelsäule und den Hals. Ein Nachteil ist jedoch, dass die entspannte Haltung das Schnarchen begünstigt.

Für diese Position empfiehlt sich ein Lattenrost mit sieben Zonen in Kombination mit einem ergonomischen Kopfkissen. Alternativ werden auch Lattenroste mit einem anhebbaren Kopfteil genutzt: Sie unterstützen Kopf und Nacken und verhindern so Verspannungen in diesem Bereich. Alternativ dazu gibt es Rückenschläferkissen.

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4.2. Die Seitenlage

Wenn Sie bevorzugt auf der Seite schlafen, zählen Sie zu einer Mehrheit der Menschen. Auch in dieser Position können Wirbelsäule und Hals entspannen, aber dafür sind das richtige Kissen und der beste Lattenrost nötig. Beim Schlafen auf der Seite muss der Kopf so vom Kissen gestützt werden, dass der Hals eine gerade Linie mit der Wirbelsäule bilden kann.

Die seitliche Haltung stellt größere Anforderungen an den Lattenrost als die Rückenlage. Der Körper liegt im Profil auf drückt somit unterschiedlich stark auf Matratze und Rost. Für diese Haltung ist ein Lattenrost mit sieben Zonen daher besonders sinnvoll: An Rücken und Gesäß gibt solch ein Modell Halt und Unterstützung. Ein Seitenschläferkissen komplettiert das Set für erholsamen Schlaf.

 

seitenlage

4.3. Die Bauchlage

Wer auf dem Bauch schläft, tut seiner Wirbelsäule keinen Gefallen. In dieser Haltung kann sie kaum gerade liegen und eine Linie mit dem Hals bilden. So können Verspannungen entstehen.

Um eine Verformung der Wirbelsäule zu verhindern, empfiehlt sich ein fester Lattenrost. Besonders im Schulterbereich ist ein unflexibler Rost gesundheitlich ratsam. In Kombination mit einer unnachgiebigen Matratze und einem Bauchschläferkissen sorgt dies dafür, dass Sie nicht so stark einsinken und die Wirbelsäule überstrecken.

Wenn Sie Bauchschläfer sind, empfehlen wir Ihnen unseren Vergleich von Bauchschläferkissen.

5. Fragen und Antworten rund um Lattenroste

5.1. Wie reguliere ich die Härte des Lattenrosts?

lattenrost 100 x 200 cm test

Lattenrost 100 x 200 cm Test für das Schlafzimmer: Beispielhafte Einstellungen der Rückenzone.

Gute Lattenroste lassen sich in der Härte regulieren. Das funktioniert über Schieber an den Latten. Sie regeln, wie stark die Latten durch ein verdecktes Leistensystem unterstützt werden.

Auch viele einfachere Roste haben zumindest im Rückenbereich eine solche Verstellmöglichkeit. Daher haben wir in der nebenstehenden Grafik einige Beispiele für Sie dazu gesammelt, wie die Rückenzone eingestellt werden kann.

Je weiter Sie die Schieber in die Mitte bewegen, desto weniger Unterstützung erhalten sie und umso nachgiebiger sind sie folglich. Die maximale Unterstützung erhalten Sie in der äußersten Position, was gerade für Bauchschläfer empfohlen wird.

Ansonsten gilt: Bei geringem Körpergewicht bis 60 kg oder einer Vorliebe für eine weiche Unterlage können Sie die Schieber weit in die Mitte der Latten ziehen.

5.2. Lattenrost 100 x 200 cm Test – Was empfiehlt die Stiftung Warentest?

Das sagt Ökotest

Auch das Verbrauchermagazin Ökotest hat sich mit Lattenrosten befasst. Im Jahrbuch Bauen, Wohnen, Renovieren 2008 empfiehlt Ökotest Paaren jeweils eigene Lattenroste:

″Fürs Doppelbett lassen sich zwei getrennte Lattenroste besser auf die Bedürfnisse doppelter Bettenrostdes
einzelnen Schläfers einstellen.″

Wer auf der Suche nach einem Lattenrost-Test der Stiftung Warentest ist, wird auf der Website des Prüfinstituts fündig. In der Ausgabe 09/2015 untersuchte die Stiftung Matratzen und Lattenroste.

Fazit: Der Aufbau eines guten Lattenrosts ist so simpel, dass Sie ihn mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst konstruieren können. Wer also gerne selbst Hammer und Säge in die Hand nimmt, kann dort auch auf eine Anleitung zum Eigenbau eines Lattenrosts zugreifen. Dabei rät die Stiftung: ″Etwa die Hälfte der Matratze soll von unten Luft bekommen, sonst droht Schimmel.″

5.3. Wie lange hält ein Lattenrost?

Lattenroste sind in der Regel sehr robust und verschleißen im Gegensatz zu einer Matratze auch nach vielen Jahren nicht. Auch dazu äußert sich die Stiftung Warentest:

Ihnen schadet es weder, wenn ein Gewicht von 25 Kilogramm auf sie kracht, noch wenn eine 140-Kilo-Walze 60 000 Mal über sie rollt. Tipp: Nutzen Sie eine Matratze aus hygienischen Gründen nur acht bis zehn Jahre. Ein Rost hält aber lange doppelt so lange. (Ausgabe 09/2015)