Das Wichtigste in Kürze
  • Benzin-Kehrmaschinen helfen nicht nur im Herbst das gefallene Laub zusammenzukehren, auch sind Einfahrt und Hof schnell von Schnee und Streugut befreit.
  • Eine Kehrmaschine, deren Bürste eine Breite von 80 cm oder mehr aufweist, eignet sich auch zur Säuberung von großen Flächen.
  • Nach dem Winter heißt es, alle Wege, Flächen und Rinnen vom Rollsplitt zu befreien. Mit einer Kehrmaschine mit Auffangbox geht das ohne Weiteres.
Benzin-Kehrmaschinen-Test: Eine Kehrmaschine erleichert das Säubern von Wegen und Flächen.

Die große Doppelgarage, den Hof oder die Gartenwege von Hand zu kehren, ist auf Dauer sehr anstrengend und zehrt an den Muskeln. Eine Benzin-Kehrmaschine lohnt sich schon ab einer Fläche von 300 m2 und das Säubern aller Flächen macht wieder Spaß und geht leicht von der Hand.

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich existiert die sogenannte Schneeräum- und Streupflicht. Im Winter müssen Gehwege und Einfahrten von Schnee befreit und gestreut werden. Die Stiftung Warentest weist zudem darauf hin, dass Sie auch als Mieter zum Räumen und Streuen verantwortlich sind, wenn dies in Ihrem Mietvertrag steht. Mit einer Benzin-Kehrmaschine befreien Sie Wege und Flächen nicht nur von Schnee, im Frühjahr kehren Sie auch das liegengebliebene Streugut, Schmutz und Laub weg.

Nach dem Räumen des Schnees geht das Streuen von Sand oder Splitt besonders einfach von der Hand mit einem Streuwagen. Egal, ob im Winter oder im Sommer – um immer besonders sicher zu arbeiten, empfiehlt sich außerdem das Tragen von Sicherheitsschuhen und Arbeitshandschuhen.

Die Benzin-Kehrmaschine sollte über eine besonders breite Bürste verfügen. So kehren Sie neben Sand und Schnee auch Laub und Staub ohne Probleme weg, damit Ihre Einfahrt oder der Gartenweg wieder aussieht wie neu.

Wir zeigen Ihnen in unserer Kaufberatung zum Benzin-Kehrmaschine-Vergleich 2020 außerdem, auf welche Kriterien Sie neben einer weite Kehrbreite achten müssen, um die beste Benzin-Kehrmaschine zu kaufen.

1. Erfordern große Flächen eine breite Bürste?

Je breiter die Bürste, desto schneller ist eine Fläche gereinigt.

Ein potenzieller Benzin-Kehrmaschinen-Testsieger sollte über eine mindestens 100 cm breite Bürste verfügen. Diese Breitenbürste erleichtert das Arbeiten und spart Zeit.

Eine mit Benzin betriebene Kehrmaschine lohnt sich schon ab einer Fläche von etwa 300 m². Diese Fläche kann sich dabei natürlich aus der Größe Ihrer Einfahrt, Ihrer Gartenwege oder der Gosse oder Bürgersteig vor Ihrem Haus zusammensetzen.

Mit einer besonders weite Kehrbreite benötigen Sie weniger Zeit, um solche Flächen und Wege von Schmutz zu befreien.

Das Team von Vergleich.org hat errechnet, wie viele Reihen Sie bei einer Bürstenbreite von 60 bis 120 cm gehen müssen, um eine ungefähre Fläche von 1.000 m² zu reinigen.

Es zeigt sich, dass Sie mit einer nur 20 cm breiten Bürste etwa 192 m weniger gehen müssen, um die gleiche Fläche zu fegen. Bei einer doppelten Bürstenlänge verringert sich dabei natürlich die Anzahl der zu gehenden Reihen um die Hälfte.

Breite der Bürste Reihen (quadratische Fläche von ca. 1.000 m²)
120 cm 26 Reihen
100 cm 32 Reihen
80 cm 40 Reihen
60 cm 53 Reihen

Je nachdem, für welche Wege oder Flächen Sie die Kehrmaschine einsetzen möchten, sollten Sie zuvor nachmessen, wie breit die schmalste Stelle Ihres Gartenweges tatsächlich ist. Ist der Weg lediglich 80 cm breit, würde eine 120 cm breite Bürste links und rechts in Ihrem Blumenbeet landen, was weniger vorteilhaft wäre.

Möchten Sie jedoch die Kehrmaschine zum Säubern von großen Flächen, wie einem Hofeingang, der Auffahrt oder einem Parkplatz nutzen, empfehlen wir eine Bürstenbreite von mindestens 100 cm zu wählen. Damit sparen Sie Zeit und erleichtern sich die Arbeit. So reinigen Sie pro Stunde eine Fläche von etwa 5.500 qm.

Machen Sie zu Hause selbst einen Benzin-Kehrmaschine-Test und stoppen Sie die Zeit, die Sie zum Säubern Ihrer Einfahrt per Hand und einmal mit einer Benzin-Kehrmaschine brauchen.

2. Wie ist der ideale Durchmesser der Bürste?

Die Bürste der Kehrmaschine fegt den Schmutz vor sich her.

Die Bürste der Benzin-Kehrmaschine rotiert gegen die Fahrtrichtung und fegt den Schmutz so vor sich her. Am Ende der Reinigung schaufeln Sie den Schmutz nur zusammen und entsorgen ihn. Haben Sie eine Auffangbox vor der Bürste installiert, leeren Sie diese am Ende der Reinigung nur aus.

Anders als Handkehrmaschinen von Herstellern wir Kärcher oder Haaga, die über zwei tellerförmige Bürsten verfügen, verfügt eine benzinbetriebene Kehrmaschine über eine zylindirsche Bürste.

Die Breite der Bürste legt fest, wie viel Fläche Sie in einer Fuhre von Schmutz befreien. Der Durchmesser der Bürste zeigt jedoch, für welche Art von Schmutz und Verunreinigungen Sie Ihre Kehrmaschine nutzen können.

Staub, kleine Stöcke und Laub sind im Vergleich zu Splitt oder Schnee sehr leicht. Mit einer kleinen Büste ist solch leichtes Kehrgut schnell weggekehrt, mit schwereren Materialien wie nassem Sand oder Schnee haben kleine Bürsten jedoch Schwierigkeiten.

Um Schnee und Streugut zu kehren, brauchen Sie jedoch eine größere Bürste, die schnell rotiert, damit so viel Schmutz wie möglich in einer Drehung der Bürste abgetragen wird. Ist das nicht der Fall, müssen Sie länger an einer Stelle verweilen, damit wirklich jeder Schneekristall oder jedes Steinchen weggefegt wird.

Der Durchmesser der Bürste sollte daher bei mindestens 35 cm liegen. Damit befreien Sie Ihre Einfahrt nicht nur von Laub und Dreck, sondern auch von Rollsplitt und Schnee.

3. Erreicht man mit einer schwenkbaren Bürste jede Ecke?

Einen handelsüblichen Besen müssen Sie ebenfalls drehen und wenden, um wirklich jeden Schmutz zu erreichen. Die Bürste einer Benzin-Kehrmaschine sollte daher ebenfalls schwenkbar sein.

Die Bürste wird durch einen Hebel am Schutzschild der Bürste geschwenkt. Der Hebel reicht bis zum Führungsholm und lässt sich manuell bewegen und je nach Ihren Bedürfnissen schwenken.

Der übliche Schwenkbereich liegt hierbei bei 15 Grad zu beiden Seiten der Bürste. Damit passen Sie die Bürste an die gegebenen Geländeeigenschaften an und Sie befreien auch schwer erreichbare Stellen von Staub.

Eine schwenkbare Bürste hat außerdem den Vorteil, dass der Schmutz auch zur Seite weggekehrt werden kann. Dieses Prinzip ähnelt dem der Profigeräte der Stadtreinigung oder den Räumfahrzeugen des Wetterdienstes.

4. Gepackte Kehrpower auch bei Schnee

Manche Hersteller bieten sogar zusätzliches Zubehör wie Anhänger für Ihre Kehrmaschine an.

Benzin-Kehrmaschine mit Aufsitz: Um den Anhänger zu ziehen, braucht die Maschine einen Motor, der mindestens 150 kg zusätzlich bewegen kann.

Besonders nasses Material ist schwer und lässt sich damit schwer kehren. Daher muss der Motor einer Kehrmaschine genügend Power mitbringen, um eben auch schweres Material zu kehren.

Auch im Sommer und im Herbst sammelt sich der Schmutz in der Einfahrt oder auf den Gartenwegen. Nach dem Rasenmähen liegt geschnittenes Gras auf den Wegen und im Herbst ist jede einzelne Fläche mit Laub bedeckt.

Damit nach der Gartenarbeit auch die Wege wieder glänzen und die Abflussrinne am Straßenrand von Schlamm und Schmutz befreit ist, hilft eine kraftvolle benzinbetriebene Kehrmaschine.

Besonders festgetretener Schnee lässt sich nur schwer wegkehren.

Der Winter wird zum wahren Benzin-Kehrmaschinen-Test: Schnee ist besonders schwer zu bewegen. Ein kraftvoller Motor von mindestens 6 PS hilft da sehr bei der Winterarbeit.

Mit einer Nennleistung von mindestens 6 PS verfügen Kehrmaschinen über genügend Kraft, um die Aufgabe des Winterdienstes problemlos zu meistern. Außerdem zieht der kraftvolle Motor das Gewicht der Kehrmaschine, sodass Sie bequem arbeiten, auch im Winter.

Möchten Sie die Kehrmaschine im ganzen Jahr für eine Vielzahl von Aufgaben einsetzen, empfiehlt das Vergleich.org-Team, eine Benzin-Kehrmaschine zu wählen, deren Leistung bei mindestens 6 PS liegt.

Erwägen Sie den Einsatz der Kehrmaschine auch als Schneefräse bei einer Schneehöhe von über 30 cm, lohnt sich eine Maschine mit einer Motorkraft von über 7 PS. Damit besteht kein Zweifel, dass die Kehrmaschine als Fräse sich ohne Weiteres durch den Schnee gräbt.

5. Schnelles Arbeiten im Vorwärts- und Rückwärtsgang

Tempomat in der Kehrmaschine

Der Tempomat bei einer Kehrmaschine funktioniert ähnlich wie bei einem Auto. Geben Sie die gewünschte Höchstgeschwindigkeit ein und los geht’s. Bei der Kehrmaschine sollten Sie diese jedoch an Ihre Gehgeschwindigkeit anpassen, damit Sie der Kehrmaschine nicht hinterher joggen müssen.

Bei einem durchschnittlichen Gewicht von etwa 100 kg gehören Benzin-Kehrmaschinen nicht unbedingt zu den Leichtgewichten unter den Maschinen.

Mit bis zu vier Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen wird das Kehren mit dem Motorbesen zum Kinderspiel. Denn mit einem Mehrgang-Getriebe bleibt die Kehrmaschine nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts sehr gut rangierbar.

Nicht jeder Weg oder jede Fläche ist eben; oft winden sich Wege über kleine Hügel oder die Einfahrt zur Garage ist abfallend. Das Mehrgang-Getriebe hilft hier dabei, damit die Kehrmaschine auch im Gelände zu managen bleibt, sodass Sie hier die Möglichkeit haben eine Kehrmaschine einzusetzen.

Bei mehr als drei Gängen lässt sich außerdem die Arbeitsgeschwindigkeit der Kehrmaschine gut justieren und an Ihre Schrittgeschwindigkeit anpassen. Um so schnell und einfach wie möglich zu arbeiten, sollten Sie sich für eine Kehrmaschine mit einem 4-Gang-Getriebe (3 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang) entscheiden.

6. Dauereinsatz dank großem Tank

Wie Sie Ihre Benzin-Kehrmaschine richtig warten, finden Sie im Handbuch.

Alle Kehrmaschinen-Modelle benötigen Wartung. Nach dem Gebrauch sollten Sie die Maschine immer säubern und auf Schäden überprüfen. Ebenso will der Tank geleert werden, sollten Sie den Motorbesen nicht in den nächsten 14 Tagen nutzen.

Nichts ist ärgerlicher, als nach nur wenigen Minuten Arbeit den Tank der Kehrmaschine auffüllen zu müssen. Daher bietet sich eine Tankgröße von mindestens 3,5 l an.

Zwar muss hier das Gewicht des Tankguts auf das Eigengewicht des Motorbesens addiert werden, da die Benzin-Kehrmaschine jedoch dank Mehrfach-Getriebe von allein läuft, stellt das absolut kein Problem dar.

Bevor Sie den Tank befüllen, stellen Sie sicher, welchen Kraftstoff Ihre Kehrmaschine benötigt. Manche Kehrmaschinen laufen nur mit Superbenzin, andere nur mit Normalbenzin. Kleinere Motorbesen benötigen sogar ein Gemisch aus Öl und Benzin, das es an der Tankstelle vorgemischt in Kanistern zu kaufen gibt.

Bevor Sie die Kehrmaschine nach der Nutzung in die Garage stellen, sollten Sie nachschauen, wie viel Kraftstoff sich noch im Tank befindet. Eine kleine Menge kann im Tank bleiben, ist aber mehr als etwa 1 Liter im Tank und Sie möchten die Kehrmaschine in den nächsten 14 Tagen nicht nutzen, sollten Sie den Tank leeren. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass der Tank und der Motor Schaden nehmen.

Um auch nach nur 2.000 m2 nicht zur Tankstelle fahren zu müssen, sollten Sie eine Kehrmaschine mit einem Tankvolumen von mindestens 3,5 l wählen.

7. Zubehör macht auch den Wintereinsatz möglich

Viele Hersteller statten auch günstige Benzin-Kehrmaschinen mit dem für den Winterdienst typischen Zubehör aus. Dazu gehören das Schneeschild und die Schneefräse.

Während sich das Räumschild besonders gut für leichten Schneefall eignet, befreit die Schneefräse Ihre Wege und Freiflächen auch von kniehohem Schnee.

Neben der Fräse und dem Räumschild sind einige Marken-Produkte auch mit einem Auffangbehälter für Kehrgut wie Staub, Schmutz und Laub ausgestattet. Dieses Zubehör kommt besonders in den wärmeren Jahreszeiten zum Einsatz und erleichtert die Entsorgung des Schutzes.

In Verbindung mit dem Zubehör wird die Benzin-Kehrmaschine zur wahren Universal-Maschine, die sich in vielen Kategorien der heimischen Arbeiten einsetzen lässt.

Pro und Contra einer Kehrmaschine mit Zubehör:

    Vorteile
  • Wintereinsatz auch mit Schild und Fräse möglich
  • kein Nachkaufen von Zubehör
    Nachteile
  • zum Teil ein höherer Preis

Bildnachweise: amazon.com/Cramer, amazon.com/texas, amazon.com/kannppwulf, amazon.com/scheppach, adobe stock/Yevgeniy Rogov, adobe stock/photosaint (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)