
Besonders heiße Gaslötkolben eignen sich auch für Brandmalerei. So können Sie Holzgravuren entweder verschönern oder direkt einbrennen.
Die höchstmögliche Temperatur einer Lötkolbenspitze bestimmt ebenfalls die Auswahl der möglichen Einsatzzwecke. Zwischen 200 °C und 350 °C sind bereits simple Lötarbeiten möglich. Diese Temperaturen schaffen aber selbst billigste Lötkolben und sind optimal für Computerplatinen.
Profis löten Computerplatinen beispielsweise meist am oberen Limit für Computerchips mit 350 °C, da sie so besonders schnell arbeiten können.
Sobald Sie aber hartlöten wollen, brauchen Sie Temperaturen von über 450 °C. Je mehr Celsius, desto besser. Ab 450 °C beginnen Hartlote überhaupt erst nutzbar zu schmelzen. Bei unter 450 °C schmelzen sie zwar auch, aber nicht so, dass man damit löten könnte.
Zum Brandmalen und Heißschneiden sind ebenfalls Temperaturen von mehr als 450 °C wichtig. Je nach Härte des Holzes kann es sein, dass Sie vermutlich mehr als 500 °C brauchen. Bei besonders heißen Gaslötkolben erhalten Sie häufig gleichmäßigere Ergebnisse.
Hier heben sich renommierte Hersteller von billigen Marken ab: Meist bieten Gaslötkolben von Würth, Ersa, Weller, Dremel und Proxxon mindestens 500 °C.
Mehr als 450 °C lässt verschiedene Projektarten zu:
Damit Hartlöten, Brandmalen oder Heißschneiden überhaupt erst mit dem Gaslötgerät möglich werden, muss der Mini-Lötkolben heißer als 450 °C werden. Mit Temperaturen darunter gewinnt das Gerät keinen Gaslötkolben-Test.

Der Aufbewahrungskoffer von Proxxon schützt gut vor Hausstaub.
Hier eine kleine Übersicht der wichtigsten Temperaturen zum Weichlöten:
| Zin-Blei-Verhätnis vom Weichlot | Schmelzpunkt |
| 60 % Zin | 40 % Blei | ab 190 °C |
| 50 % Zin | 50 % Blei | ab 214 °C |
| 95 % Zin | 5 % Blei | ab 224 °C |
| 40 % Zin | 60 % Blei | ab 230 °C |

Moin moin,
ihr schreibt, dass man die Lötspitzen vorher verzinnen soll. Sind die das denn nicht ab Werk?
Gruß Karl
Sehr geehrter Herr Dirksen,
vielen Dank für Ihre interessante Frage zu unserem Gaslötkolben-Vergleich.
Die meisten Lötkolbenspitzen sind zwar ab Werk nicht verzinnt, haben aber in der Regel eine Chromschicht.
Dadurch sind sie eigentlich vor Oxidierung geschützt, doch beim Werkeln wird früher oder später diese Schicht zerkratzt.
Sobald die Chromschicht beschädigt ist, beginnt die Spitze zu oxidieren, daher lohnt es sich von Anfang an, auf korrektes Verzinnen zu achten.
Wie wünschen Ihnen viel Spaß beim Werkeln!
Ihr Vergleih.org-Team