2.1. Ihr Kopf muss zu jeder Zeit optimal vor jeglichen Umwelteinflüssen geschützt sein
Das MIPS-Sicherheitssystem
MIPS ist eine Abkürzung und steht für Multi Directional Impact Protection System. Der Schutzmechanismus wurde von schwedischen Forschern entwickelt und beschreibt einen besonderen Typ von Helmen, bei dem in der Helmschale noch eine zweite, bewegliche Schale verbaut wurde. So wird die bei einem Aufprall auftretende Rotationskraft bei einem MIPS-Helm nicht auf den Kopf übertragen, sondern durch die Bewegung zwischen den Schalen abgebaut. Als Vorbild für dieses Sicherheitssystem diente übrigens das menschliche Gehirn, welches durch eine Flüssigkeitsschicht zwischen Hirn und Schädelwand vor Rotationskräften geschützt wird.
Ganz besonders bei Fullface-Helmen spielt die Sicherheit eine große Rolle, da sie vor allem von Extremsportlern beim Downhillfahren, Mountainbiking oder beim Motorcross eingesetzt werden. Bei diesen Sportarten erreichen die Fahrer für gewöhnlich ein hohes Tempo, wodurch auch die Verletzungsgefahr dementsprechend hoch ist.
Einige Hersteller greifen beim Bau Ihrer MTB-Helme auf das sogenannte MIPS-System zurück, welches den menschlichen Schädel vor Aufschlägen und Erschütterungen aus verschiedenen Richtungen beschützen soll. Viele Fullface-Helm-Tests haben die Wirksamkeit und Effektivität des MIPS-Systems bereits geprüft und bestätigt. Allerdings gibt es auch billige MIPS-Helme, die nicht zwangsläufig gut sind. Aus diesem Grund gilt auch hier: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Kaufen Sie lieber einen teuren Helm, als bei einem Sturz eine Verletzung zu riskieren.
Vorteile- schützt den menschlichen Kopf besser vor Erschütterungen von allen Seiten
- baut Rotationskräfte ab
Nachteile- teurer als normale Helme
2.2. Der richtige Helm fühlt sich wie ein Teil des Kopfes an

Der Fullface Helm wurde dafür konstruiert, Ihren Kopf selbst bei schweren Stürzen ideal zu schützen. Aus diesem Grund bietet der Helm einen Schutz, der weit über das Level eines normalen Fahrradhelms hinausgeht.
Der Tragekomfort ist bei einem Fullface-Helm essenziell und sollte bei Ihrer Kaufentscheidung eine wichtige Rolle spielen. Wenn Ihr Helm nicht richtig bequem sitzt, sind Sie bei den Abfahrten schnell abgelenkt und nicht mit 100 Prozent bei der Sache, was zu üblen Stürzen und Verletzungen führen kann, die Sie hätten vermeiden können. Mehrere Faktoren haben Einfluss auf das Tragegefühl eines Helmes. Profis beschreiben, dass sich der richtige Helm wie ein Teil des Kopfes anfühlen sollte. Sie sollten kaum bemerken, dass der Helm überhaupt da ist.
Der erste große Faktor ist die Belüftung. Da der Helm den gesamten Kopf umschließt, um ihn optimal schützen zu können, kann es im Helm schnell warm und unangenehm werden, wenn er nicht über die richtige Belüftung verfügt. Deswegen ist es wichtig, dass Sie beim Kauf des Helmes auf eine möglichst gute Belüftung achten. Diese hält Ihren Kopf kühl und gewährleistet, dass Sie den Helm ohne Probleme auch über mehrere Stunden tragen können. Während Fullface-Helme mit Belüftungsschlitzen besonders gut durchlüftet werden, sorgt eine Vortex-Belüftung dafür, dass die Windgeräusche im Helm so gut wie neutralisiert werden.
Auch der Verschluss des Fullface-Helmes kann sehr wichtig für den Tragekomfort sein. Ein schlecht eingestellter Sicherheitsriemen kann dafür sorgen, dass der Helm entweder drückt, weil er zu fest anliegt, oder zu lose ist und damit ein Sicherheitsrisiko ist. Manche Verschlüsse verfügen auch über Nottfallentriegelungen, sodass der Helm im Falle eines Unfalls entfernt werden kann, ohne die empfindliche Hals- und Nackenregion zu belasten und somit zu gefährden.
Zum Tragekomfort gehört auch das Sichtfeld. Viele Helme verfügen über eine große Sichtöffnung um die Augenpartie. Das ist auch gut so, da Sie besonders auf schwierigen Trails mit einem eingeschränkten Blickfeld nur benachteiligt wären. Wenn der Helm Ihr Sichtfeld einschränkt, übersehen Sie möglicherweise Gefahrenquellen bei der Abfahrt, die zu einem Sturz und zu Verletzungen führen können.

Praktisch finden wir bei diesem Gratoni-Fullface-Helm auch, dass der Kinnbügel ohne Werkzeug herausgenommen werden kann.
Zusätzlich gibt es noch viele kleine Faktoren, die Einfluss auf den Tragekomfort haben können. Ein O2-Gelpad in der Stirnregion des Helmes sorgt beispielsweise für zusätzliche Kühlung des Kopfes. Wenn Sie während des Tragens des Helmes Kopfhörer oder ein Bluetooth-Headset tragen wollen, machen Sie sich keine großen Sorgen. Fast alle Fullface-Helme bieten genug Platz, um Kopfhörer oder ein Headset darin unterzubringen. Auch Brilenträger sollten keine Probleme haben und können Ihre Brillaohne Probleme auch mit dem Helm tragen.
Achten Sie vor dem Kauf darauf, wie die Verarbeitung der verschiedenen Teile am Helm ist. Wenn beispielsweise das Visier lediglich mit Schrauben aus Kunststoff fixiert werden kann, gibt die schon Anlass zur Sorge, was die Stabilität des Helmes betrifft. Alle Helmschrauben sollten aus Metall sein, um maximale Stabilität und Sicherheit gewährleisten zu können.
2.3. Die Einleger/Polster sollten sich herausnehmen lassen und waschbar sein
Auch wenn es bei den meisten Helmen selbstverständlich ist, gibt es dennoch Billigexemplare, bei denen die Polstereinlagen aus dem Helm nicht herausnehmbar und damit nicht waschbar sind. Das führt bereits nach wenigen Benutzungen dazu, dass das Tragen des Helms schnell unangenehm wird, weil die Polster durch den aufgenommenen Schweiß ein unangenehmes Tragegefühl entwickeln und schlechte Gerüche entstehen. Wenn Sie also den besten Fullface-Helm kaufen wollen, sollten Sie auf herausnehmbare und waschbare Polster Wert legen.
2.4. Ein abnehmbarer Kinnschutz sorgt für mehr Flexibilität

Der Kinnschutz ist ein essenzieller Teil eines Fullface-Helmes und einer der größten Unterschiede im Gegensatz zu einem herkömmlichen Fahrradhelm. Dennoch kann er von Zeit zu Zeit als störend empfunden werden. Wenn Sie zum Beispiel nicht Downhill fahren, sondern an einem schönen Sonntag nur eine kleine Fahrradtour auf Ihrem Bike durch die Stadt unternehmen wollen, ist ein Fullfacehelm nicht vonnöten.
Zu diesem Zweck haben einige Hersteller bekannter Marken den Kinnschutz an Ihren Fullface-Helmen so verbaut, dass Sie ihn ohne Probleme abnehmen können, wenn Sie ihn nicht benötigen sollten. So sparen Sie clever Geld, weil Sie sich die Anschaffung eines zusätzlichen, herkömmlichen Helms sparen können.
2.5. Das Gewicht ist kein ausschlaggebender Faktor für die Kaufentscheidung
Vom Gewicht her unterscheiden sich die meisten Fullface-Helme nur minimal voneinander. Die meisten Helme wiegen zwischen 500 und 1.000 Gramm. Hierbei lässt sich kein eindeutiges Verhältnis zur Qualität herstellen. Allerdings gibt es einige billige Exemplare, die mit ihrem ultraleichten Gewicht werben. Seien Sie hier vorsichtig. Der beste Fullface-Helm sollte etwa 500-1.000 Gramm schwer sein. Auch in Fullface-Helm-Tests fließt ein leichtes Gewicht meistens kaum in die Bewertung mit ein.
Hallo Leute!
Der Sohnemann hat zum Geburtstag ein schickes Rad bekommen und will jetzt mit Kumpels in die Berge fahren gehen. Gibt es bei Fullface-Helmen für Kinder Besonderheiten auf die geachtet werden sollte?
Hallo Samuel,
vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Frage zu unserem Fullface-Helm-Vergleich.
Generell unterscheiden sich die Fullface-Helme für Kinder nicht groß von den Helmen für Erwachsene. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass Kinder noch wachsen und daher schnell aus den Helmen herauswachsen.
mit freundlichen Grüßen,
Ihr vergleich.org-Team