Das Wichtigste in Kürze
  • Erhaltungsladegeräte mit einer Ladespannung von 12 Volt eignen sich für Motorräder und Autos. Für Wohnmobile, Transporter und LKWs sollten Sie Geräte mit 24 Volt wählen.
  • Die Nennkapazität wird in Amperestunden angegeben. Ihr Wert sollte beim Ladegerät stets höher als der Wert von Ihrer Batterie sein.
  • Wenn Sie die Batterie unkompliziert laden wollen, empfehlen sich Klemmen zum Anschließen. Ringösen sind jedoch sicherer und zuverlässiger.

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3,93 Millionen Mal rückte der ADAC im Jahr 2018 laut seiner Statistik aus, um bei Autopannen Hilfe zu leisten. Dabei zeigte sich, dass Autopannen nicht zwingend beim Fahrbetrieb entstehen, sondern bereits bevor man das Auto bewegt.

Laut einer weiteren ADAC-Statistik aus dem Jahr 2019 registrierte der ADAC bei mehr als 52 % der Pannen die Elektronik als Pannenursache. Dazu zählen auch Probleme mit der Autobatterie.

Wer kennt das nicht? Einmal über Nacht das Autolicht angelassen, schon springt der Wagen am nächsten Morgen nicht mehr an. Ein Missgeschick, das ebenso ärgerlich wie vermeidbar ist.

Mit einem Erhaltungsladegerät für Auto-, Motorrad- oder LKW-Batterien beugen Sie diesem Ernstfall vor. Erhaltungsladegeräte können außerdem die Lebensdauer der Batterie bis um das Dreifache verlängern.

In unserer Kaufberatung 2020 zum Erhaltungsladegeräte-Vergleich erklären wir Ihnen, wodurch sich solch ein Ladegerät von einem üblichen Batterieladegerät unterscheidet.

Wir erläutern, warum Sie für einen LKW ein Erhaltungsladegerät mit 24 V benötigen, während ein 6V Erhaltungsladegerät für Motorräder ausreichen kann. Wählen Sie zudem ein Erhaltungsladegerät mit Zigarettenanzünder-Anschluss, um die Batterie bequem über den Anzünder zu laden.

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1. Überwacht ein vollautomatisches Erhaltungsladegerät den Ladeprozess und verlängert die Lebensdauer der Batterie?

Zu Recht mögen Sie sich fragen, worin eigentlich der Unterschied zwischen einem herkömmlichen Batterieladegerät und einem Erhaltungsladegerät liegt. Der Unterschied steckt hier im Detail.

Tatsächlich bieten die meisten Ladegeräte für Autobatterien nämlich bereits die Erhaltungsfunktion – allerdings eben nicht alle.

Die hauptsächliche Funktion eines Erhaltungsladegeräts ist es, beim Laden einer Batterie wirklich nur dann zu laden, wenn dies notwendig ist. Damit werden zwei wesentliche Vorteile erreicht.

Zum einen beugen Sie somit einer Tiefenentladung Ihrer Batterie vor, da diese konstant bei 100 % gehalten wird. Ist sie jedoch einmal vollständig entleert, kann sie schnell Schaden nehmen und verliert deutlich an Lebensdauer.

Die Lebensdauer kann sich zudem ebenfalls verringern, wenn die Batterie überhitzt. Erhaltungsladegeräte überwachen vollautomatisch den Ladevorgang der Batterie und die Temperatur und schalten sich bei Anzeichen einer Überhitzung ab.

Verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer KFZ-Batterie: Dank der speziellen Funktionen eines Erhaltungsladegeräts können Sie die Lebensdauer Ihrer Batterie bis um das Dreifache verlängern. Wählen Sie dazu ein vollautomatisches Gerät aus unserer Vergleichstabelle.

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2. Online-Tests zu Erhaltungsladegeräten zeigen: Ladespannung und unterstützte Batterie-Art entscheiden über die Batterie-Kompatibilität

Die wichtigste Funktion von Erhaltungsladegeräten ist das konstante Laden der Batterie. Vergleich.org wirft daher zunächst einen Blick auf wichtige Merkmale wie Ladespannung, Batteriekapazität und die unterstützten Batterie-Typen.

2.1. Ladespannung: Erhaltungsladegeräte mit 12 Volt reichen für Motorrad und Auto

Was wird mit Volt angegeben?

Volt ist die physikalische Einheit der elektrischen Spannung. Sie gibt also an, wie hoch der Druck der freien Elektronen ist.

Batterieladegeräte werden üblicherweise per Netzteil an den Netzstrom angeschlossen. Zudem lassen sich einige Erhaltungsladegeräte am Zigarettenanzünder betreiben. Zu den Anschlüssen erhalten Sie unter Punkt 3.3. weitere Informationen.

Egal wo Sie ihr Erhaltungsladegerät anschließen, entscheidendes Kaufargument sollte die angegebene Ladespannung sein. Diese kann von 2 V bis hin zu Erhaltungsladegeräten mit 24 V reichen.

Geräte mit 2 V oder 4 V taugen lediglich zum Laden von Kleingeräten. Wer ein Erhaltungsladegerät für eine Motorrad-Batterie sucht, der sollte mindestens auf ein Modell mit 6-V-Ladespannung zurückgreifen.

Am gängigsten sind hingegen Erhaltungsladegeräte mit 12 V. Der Grund dafür ist, dass herkömmliche PKW-Batterien auf 12 Volt ausgelegt sind. Zudem kann mit einem 12-V-Erhaltungsladegerät auch eine Starterbatterie eines Motorrads geladen werden.

Demgegenüber benötigen LKW oder Wohnmobil Erhaltungsladegeräte mit mindestens 24 V. Achten Sie also darauf, dass Sie ein Batterieladegerät mit ausreichender Spannung wählen.

Praktisch: Diverse Hersteller wie beispielsweise CTEK bieten Erhaltungsladegeräte, die unterschiedliche Ladespannungen unterstützen, sich also umschalten lassen. Wählen Sie ein solches Batterieladegerät aus unserer Vergleichstabelle, wenn Sie Ihr Erhaltungsladegerät für Motorrad, Auto, Transporter und/oder Wohnmobil benötigen.

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2.2. Batteriekapazität: Je höher der Amperestundenwert, desto höher die Kapazität

Wofür steht Ampere?

Ampere ist die physikalische Einheit der Stromstärke und gibt an, wie viele Elektronen in einem Zeitraum einen Punkt passieren, also wie viel Strom in einem bestimmten Zeitraum fließt. Eine Amperestunde (Ah) gibt folglich an, wie viel Strom innerhalb einer Stunde durch einen Leiter fließt, wenn die Stromstärke bei konstant einem Ampere (1 A) liegt.

Neben der Ladespannung ist ein besonderes Augenmerk auf die Batteriekapazität zu legen.

Diese bestimmt darüber, wie viel Strom die Batterie fassen kann. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Nennkapazität.

Reguläre Autobatterien weisen üblicherweise eine maximale Kapazität von etwa 70 bis 100 Ah auf. Bei Motorrädern liegt diese etwa zwischen 5 und 20 Ah.

Die maximale Kapazität von Auto-Erhaltungsladegeräten übersteigt diese Werte und kommt auf bis zu 200 Ah, kann aber auch lediglich die Hälfte betragen.

Eine geringe Nennkapazität reicht für Motorräder: Ladespannung und Nennkapazität hängen physikalisch zusammen. So ist es nicht verwunderlich, dass Erhaltungsladegeräte mit 6 V oder niedriger auch eine niedrigere Nennkapazität aufweisen. Wählen Sie in jedem Fall ein Ladegerät aus der Vergleichstabelle, dessen Nennkapazität über der Ihres verwendeten Akkumulators liegt.

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2.3. Batteriearten: Ladegeräten unterstützen Bleiakkus, Gel- sowie AGM-Batterien

Selbst das beste Erhaltungsladegerät nützt Ihnen nichts, wenn Akkumulator und Erhaltungsladegerät nicht miteinander kompatibel sind. Daher ist es notwendig, vorher zu prüfen, ob das Ladegerät und Ihre verwendete Batterie zueinander passen.

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Ein Grund für Probleme mit einer Blei-Batterie kann auch ein zu geringer Wasserstand sein.

Beachten Sie, dass es verschiedene Batterie-Kategorien gibt. Zu den gängigsten gehören Blei-Säure-Batterien, Gel-Batterien und AGM-Batterien.

Eine Blei-Säure-Batterie ist auch als Bleiakkumulator oder kurz „Bleiakku“ bekannt. Sie basiert auf Elektroden aus Blei und einem Elektrolyt aus Schwefelsäure.

Seit Jahrzehnten wird diese Batterieart vor allem als Starterbatterie in Fahrzeugen eingesetzt. Sie gilt als günstig und besonders zuverlässig, weist jedoch ein hohes Gewicht auf und ist anfällig für Temperaturen.

Bei Gel-Batterien liegt die Schwefelsäure als Elektrolyt in gebundener Form als Gel vor. Elektrolyte können somit nicht austreten. Das macht die Batterie sicher und erspart Ihnen häufige Wartungen. Jedoch ist sie besonders anfällig für Temperaturschwankungen.

Die AGM-Batterie (Absorbent Glass Mat) verfügt über ein Glasfaservlies, welches die Elektrolyte bindet. Sie gilt als besonders sicher und steht für eine hohe Leistung bei hervorragender Lebensdauer. Doch auch hier ist der Fortschritt mit höheren Kosten verbunden.

Die unterschiedlichen Batteriearten haben wir für Sie hier in einer kurzen Übersicht zusammengestellt:

Batterie-Typ Merkmale
Blei-Säure-Akkumulator
  • sehr preiswert
  • besonders zuverlässig
  • hohes Gewicht
  • temperaturanfällig
Gel-Batterie
  • gute Leistung
  • besonders sicher, da Elektrolyt gelartig gebunden ist
  • anfällig für Temperaturschwankungen
AGM-Batterie
  • sehr lange Lebensdauer
  • hohe Leistung
  • besonders sicher, da Elektrolyt nicht ausdringen kann
  • hohe Anschaffungskosten

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3. Weitere Merkmale: Einfach anzuschließen dank Klemmen, sichere Anwendung dank Schutzfunktionen?

Damit das Anschließen eines Erhaltungsladegerätes nicht zur lästigen oder gar gefährlichen Aufgabe wird, empfiehlt Ihnen Vergleich.org, die Anschlussmöglichkeiten und Schutzfunktionen in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen.

Anhand diverser Tests von Erhaltungsladegeräten im Internet kann man die gängigen Funktionen der Ladegeräte auf einige wenige zusammenfassen.

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3.1. Mit Klemmen lässt sich schneller arbeiten, mit Ringösen zuverlässiger

Das Anschließen eines Erhaltungsladegerätes an den Akkumulator ist mit wenigen Handgriffen getan und unterscheidet sich nicht vom Anschlussverfahren eines herkömmlichen Batterieladegerätes.

Achten Sie darauf, dass die Batterie vom Auto getrennt ist. Schließen Sie das Ladegerät an den Polen an. Blau steht für den Minuspol, Rot kennzeichnet den Pluspol.

Im Anschluss kann das Gerät eingeschaltet werden bzw. der Netzstrom in die Autobatterie fließen. Das Abklemmen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Im Zweifel den Fachmann wechseln lassen: Sollten Sie noch nie eine Batterie geladen haben, empfehlen wir Ihnen, einen Fachmann zu Rate zu ziehen oder zumindest jemandem über die Schulter zu schauen, der bereits Erfahrung mit dem Laden einer Batterie hat. Vergleich.org empfiehlt zudem, vor dem Erstbetrieb unbedingt die Gebrauchsanweisung des Ladegerätes zu studieren.

Bei Erhaltungsladegeräten für KFZ-Batterien haben sich vor allem zwei Anschlussvarianten durchgesetzt: Krokodilklemmen und Ringösen.

Klemmen sind besonders praktisch, da diese in Sekundenschnelle angebracht sind. Allerdings können Sie auch von den Polen rutschen und damit den Ladeprozess unterbrechen oder gar einen Kurzschluss auslösen.

Ringösen werden hingegen fest an der Autobatterie montiert. Dies ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, verspricht jedoch einen störungsfreien Ablauf des permanenten Ladeprozesses.

Die Vor- und Nachteile von Krokodilklemmen gegenüber Ringösen im kurzen Überblick:

  • Anschließen von Erhaltungsladegerät schnell und unkompliziert
  • kein zusätzliches Werkzeug nötig
  • Klemmen können abrutschen und Ladung unterbrechen
  • höhere Verletzungsgefahr

Praktisches Laden über den Zigarettenanzünder: Einige Marken bieten die Möglichkeit, die Unterstützungsladung per Zigarettenanzünder einzuspeisen. Dazu müssen Sie die Batterie weder abklemmen, noch die Motorhaube öffnen. Schließen Sie das Ladegerät einfach an den Zigarettenanzünder an und kontrollieren Sie somit die permanente Stromzufuhr. Doch auch hier sollten Sie sich zunächst darüber informieren, ob Ihr Fahrzeug dieses Vorgehen zulässt. Setzen Sie sich am besten mit dem Hersteller oder einer entsprechenden Werkstatt in Verbindung. Wählen Sie ein Erhaltungsladegerät mit Zigarettenanzünder-Anschluss aus unserer Vergleichstabelle, wenn Sie Ihre Batterie regelmäßig laden müssen und den damit verbunden Aufwand gering halten wollen.

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3.2. Sicherheit geht vor: Schutzmechanismen garantieren sichereres Arbeiten mit dem Ladegerät

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Eine falsch angeklemmte Batterie kann einen Kurzschluss oder gar Schäden an der Bordelektronik auslösen.

Wenn Sie ein Erhaltungsladegerät kaufen wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass dieses mit bestimmten Sicherheitsfunktionen ausgestattet ist.

Wie Online-Tests von Erhaltungsladegeräten gezeigt haben, zählen Verpolungsschutz, Überladungsschutz und ein Schutz vor Kurzschlüssen zur üblichen Grundausstattung.

So schützt ein Verpolungsschutz automatisch vor Schäden, falls Sie beim Anschließen die Pole, also Plus und Minus, vertauschen. Ohne diese Funktion könnte es zu Schäden kommen.

Ein Überladungsschutz ist ohnehin gängiger Standard bei Erhaltungsladegeräten. Das gleiche trifft üblicherweise für den Kurzschlussschutz zu.

Letzterer schützt davor, dass beispielsweise beim Zusammentreffen der Klemmen das Gerät Schaden nimmt oder Funken entstehen. Er wird daher auch als Funkenschutz bezeichnet.

Vergleich.org empfiehlt Ihnen, ein Gerät aus der Vergleichstabelle zu wählen, welches alle drei Schutzarten vereint. So sind Sie und die Technik stets auf der sicheren Seite, keinen Schaden zu nehmen.

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4. Gibt es im Internet eine große Auswahl von Herstellern und Marken von Erhaltungsladegeräten?

Batterieladegeräte werden von einer Vielzahl von Herstellern angeboten. Zu den beliebtesten Modellen zählen Erhaltungsladergeräte von CTEK.

Weitere besonders verbreitete Marken sind unter anderem:

  • Einhell
  • Dino
  • Bosch
  • Absaar
  • CTEK

In entsprechenden Angebotswochen können Erhaltungsladegeräte bei Lidl und Co. gefunden werden. Sollten Sie Erhaltungsladegeräte bei Aldi oder anderen Einzelhandelsketten erwerben, müssen diese keinesfalls schlechter sein.

Achten Sie aber in jedem Fall auf die Verarbeitung und Qualitätsmerkmale wie Ladespannung, Nennkapazität und Schutzmechanismen.

Günstige Erhaltungsladegeräte finden Sie am besten im Internet bei Online-Versandhändlern wie Amazon oder auf Vergleichsportalen wie Vergleich.org.

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5. Von Nutzern im Internet häufig gestellte Fragen zum Thema Erhaltungsladegerät

Sollten noch Fragen bei Ihnen offen geblieben sein, so hilft vielleicht der Blick auf unsere Vergleich.org-Antworten auf die im Internet am häufigsten zum Thema Erhaltungsladegerät gestellten Fragen.

  • Was sagen Erhaltungsladegeräte-Tests der Stiftung Warentest?

    Aktuelle Tests zu Erhaltungsladegeräten von der Stiftung Warentest finden sich derzeit leider nicht in deren Online-Angebot. Falls Sie also auf der Suche nach Kaufempfehlungen oder Erhaltungsladegeräte-Testsiegern sind, empfehlen wir Ihnen, Vergleichsportale wie Vergleich.org zu Rate zu ziehen. In unserer Vergleichstabelle weisen wir außerdem auf Vergleichssieger und Preis-Leistungs-Sieger hin.
  • Welches Erhaltungsladegerät sollte für ein Wohnmobil verwendet werden?

    Die Antwort auf diese Frage ist abhängig von der Art des Wohnmobils und der verbauten Batterie. Ein Erhaltungsladegerät mit 12 Volt kann unter Umständen ausreichen. Wir empfehlen Ihnen jedoch den Kauf eines Ladegerätes mit einer Spannung von 24 V, um ausreichend Leistung für den Ladevorgang des Akkus zu garantieren. Gerade LKW und Wohnmobil-Batterien kommen meist nicht mit einer Ladespannung von unter 24 Volt aus.