Das Wichtigste in Kürze
  • Fensteralarme verstärken nicht den mechanischen Schutz vor Einbruch durch Beschädigung oder Aufhebeln des Fensters, sondern schlagen Einbrecher durch einen hohen Alarmton von bis zu 130 dB in die Flucht.
  • Einige Fensteralarme können Sie auch für Türen oder Vitrinen einsetzen. Am Medizinschrank kann ein Alarm etwa als Kindersicherung zum Einsatz kommen.
  • Fensteralarme sind auch in mehrteiligen Sets erhältlich. Wir empfehlen Ihnen, jedes Fenster mit einem Alarm auszustatten.

Fensteralarm Einbruch

Laut einer Polizeistatistik scheitern mittlerweile 45 % aller Einbrüche aufgrund von mechanischen und elektronischen Sicherheitsmaßnahmen, mit denen Menschen ihr Zuhause schützen. Die Anschaffung eines Fensteralarms stellt eine günstige und einfach zu montierende Maßnahme dar, mit der Sie für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen können.

In unserer Kaufberatung stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kategorien von Fensteralarmen hinsichtlich Verwendungszweck und Bedienung vor und zeigen Ihnen, wie Sie das Gerät befestigen. Dies und mehr finden Sie in unserem Fensteralarm-Vergleich 2020.

Fensteralarm Test

1. Stellen Fensteralarme eine günstige Maßnahme zur Einbruchsicherung dar?

1.1. In der einfachen Standardausführung erzeugt der Fensteralarm einen lauten Ton, der Einbrecher in die Flucht schlägt

Ein Fensteralarm besteht aus zwei Teilen, die zusammen ein Magnetfeld bilden. Wenn jemand das Fenster öffnet, wird das Magnetfeld unterbrochen und Sie werden durch ein lautes Alarmsignal informiert. Die Alarmdauer beträgt je nach Modell 30 bis 60 Sekunden.

Fensteralarm einfach

Wollen Sie den besten Fensteralarm günstig erwerben, empfehlen wir Ihnen z. B. Modelle von Burg Wächter.

Je nach Hersteller kann die Lautstärke des Alarms zwischen 95 und 130 dB liegen. Das entspricht der Lautstärke eines U-Bahnzugs oder einer Kettensäge. Gerade wenn Ihr Haus etwas abgelegen liegt, empfehlen wir Ihnen einen Fensteralarm, der mindestens 120 dB laut ist, um auch die Nachbarn zu informieren, z. B. von tiwee oder kh security.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Gehäuse des Fensteralarms aus robusten Kunststoff oder Metall besteht, damit der Alarm nicht durch einen Hammer o. Ä. deaktiviert werden kann. Hier bieten Marken wie beispielsweise Kobert Goods robuste Typen von Fensteralarmen.

Wir empfehlen Ihnen einen einfachen Fensteralarm, wenn Sie unkompliziert und günstig für mehr Sicherheit sorgen wollen, aber kein Geld für eine komplette Alarmanlage ausgeben möchten. Wir raten Ihnen jedoch, alle Fenster im Erdgeschoss zu sichern.

Tipp: Einige Fensteralarme, z. B. von easymaxx, geben Ihnen die Wahl zwischen verschiedenen Alarmtönen. Hier können Sie auch einen Türgong wählen. Wenn Sie den Fensteralarm an einer Tür installieren, kann dieser z. B. als Klingel dienen. Gerade für kleinere Geschäftsräume ist ein Fensteralarm eine günstige Lösung.

1.2. Ein Fensteralarm mit Magnetsensor und Vibrationssensor schlägt schon bei leichten Erschütterungen Alarm

Bei der einfachen Standardausführung löst die Unterbrechung des Magnetkontakts den Alarm aus. Daneben können Sie auch einen Fensteralarm kaufen, der zusätzlich über einen Erschütterungssensor verfügt. Der Vorteil besteht darin, dass der Alarm nicht erst aktiviert wird, wenn jemand das Fenster öffnet, sondern bereits wenn auf das Fenster mechanischer Druck ausgeübt wird, z. B. durch eine Brechstange.

Fensteralarm Glasbruch

Fenster und Türen gegen Einbrecher sichern: Den praktischen Einbruchschutz können Sie auch im Set kaufen.

Damit erfüllt Ihr Fensteralarm auch die Funktion eines Glasbruchmelders. Der Nachteil der Kombi-Lösung besteht darin, dass es nun häufiger zu Fehlalarmen kommen kann, z. B. wenn von außen ein Fußball oder ein Vogel gegen die Scheibe fliegt.

Sowohl bei Fensteralarmen mit Magnetsensor, als auch bei Typen mit Magnet- und Vibrationssensor ist die Frage wichtig, wie der Alarm aktiviert und deaktiviert wird. Viele Fensteralarme verfügen über einen Knopf oder einen kleinen Schalter. Wenn Sie das Fenster öffnen wollen, können Sie den Alarm so leicht deaktivieren.

Allerdings können auch Einbrecher, die das Fenster von außen geöffnet und den Alarm ausgelöst haben, diesen schnell per Knopfdruck deaktivieren. Hier raten wir Ihnen zu einem Fensteralarm, dessen Ein- und Ausschalter nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Im Fall von Visor Tech besteht dieser beispielsweise in einem kleinen Kippschalter an der Seite des Fensteralarms.

Eine weitere Lösung zur Aktivierung und Deaktivierung sind Fernbedienungen, die bei Fensteralarmen von Herstellern wie beispielsweise easymaxx enthalten sind. Somit haben Einbrecher keine Möglichkeit, den Alarm zu deaktivieren. Für Sie ist es dagegen einfach, den Alarm auszuschalten, wenn Sie das Fenster öffnen möchten.

1.3. Smart-Home Fensteralarme erzeugen keinen Alarmton, sondern benachrichtigen Sie bei Auslösung

Neben den Fensteralarmen, die einen lauten Alarmton von sich geben, stehen Ihnen auch Geräte zur Verfügung, die Sie bei Auslösung benachrichtigen. Dazu wird der Fensteralarm durch eine App registriert. Nun können Sie jederzeit mobil sehen, ob Ihre Fenster geöffnet oder geschlossen sind.

Fensteralarm App

Machen Sie selbst den Fensteralarm-Test und sehen Sie nach, ob bei geöffnetem Fenster eine Benachrichtigung an Sie gesendet wird.

Wir empfehlen Ihnen app-basierte Fensteralarme, wenn sich Ihr Haus nicht in Hörweite von Nachbarn befindet und ein Alarmsignal nicht gehört wird, wenn niemand im Haus ist. So können Sie auch im Urlaub jederzeit sicherstellen, dass keine Einbruchversuche erfolgt sind. Wenn ein Alarm ausgelöst wird, müssen Sie je nach Gerät selbst die Polizei informieren, oder aber eine automatische Nachricht wird an eine Sicherheitszentrale gesendet.

Insbesondere Smartphone-Nutzern können wir einen Smart-Home-Fensteralarm, z. B. von innogy oder Lupus, empfehlen. Da der Umgang mit Handy-Apps Voraussetzung zur Bedienung ist, ist für weniger geübte Handynutzer ein Standardalarm mit Signalton besser geeignet.

Bei einigen Hersteller von app-basierten Fensteralarmen, z. B. Lupus, wird die Benachrichtigung über den ausgelösten Alarm nicht nur an Sie, sondern auch an eine Sicherheitszentrale gesendet. Insbesondere wenn Sie im Urlaub sind, wird Ihnen damit das Reagieren erleichtert.

Im Fensteralarm-Vergleich finden Sie die passende Kategorie für Ihre Ansprüche:

einfacher Fensteralarm Kombi-Fensteralarm app-basierter Fensteralarm
Fensteralarm Test Fensteralarm Glasbruch Fensteralarm App

Alarm bei Öffnen des Fensters

Alarm bei Öffnen des Fensters

Alarm bei Öffnen des Fensters
x
kein Alarm bei Vibrationen am Fenster

Alarm bei Vibrationen am Fenster
x
kein Alarm bei Vibrationen am Fenster
+++
Lautstärke bis zu 130 dB
+++
Lautstärke bis zu 130 dB

kein akustisches Alarmsignal
+++
teilweise sehr bruchsicheres Gehäuse
+++
teilweise sehr bruchsicheres Gehäuse
++
bruchsicheres Gehäuse

batteriebetrieben

batteriebetrieben

batteriebetrieben

Batterien teilweise im Lieferumfang enthalten

Batterien teilweise im Lieferumfang enthalten

Batterien teilweise im Lieferumfang enthalten
+++
sehr einfache Installation
+++
sehr einfache Installation
+++
sehr einfache Installation

Fensteralarm App

2. Sorgt ein guter Fensteralarm für Sicherheit, behindert aber nicht im Alltag?

Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Kriterien bei Fensteralarmen.

2.1. Die meisten Fensteralarme werden über einen Knopf oder Schalter aktiviert und deaktiviert

Das An- und Ausschalten des Alarms per Knopfdruck oder Schalter hat für Sie den Vorteil, dass der Alarm schnell ausgeschaltet ist, wenn Sie das Fenster zum Lüften öffnen möchten. Der Nachteil besteht darin, dass auch Einbrecher, die das Fenster geöffnet und den Alarm ausgelöst haben, diesen per Knopfdruck schnell deaktivieren können.

Eine Alternative hierzu stellen Fensteralarme mit Fernbedienungen dar, z. B. von easymaxx. Die Fernbedienungen haben eine Reichweite von bis zu 10 m. So können Sie beispielsweise vor dem Schlafengehen bequem alle Fensteralarme aktivieren. Sollten Sie allerdings die Fernbedienung verlegen, haben Sie unter Umständen keine Möglichkeit, Ihr Fenster ohne Auslösen des Alarms zu öffnen. Hersteller wie Sharelot liefern deshalb gleich zwei Fernbedienungen pro Fensteralarm mit.

Eine andere Lösung stellt die Eingabe eines PIN-Codes zur Aktivierung und Deaktivierung des Alarms dar, z. B. vom Hersteller Kobert Goods. Der Vorteil besteht darin, dass Einbrecher den Alarm nicht deaktivieren können, Sie aber keine Fernbedienung brauchen. Dafür ist es etwas umständlicher, vor dem Öffnen des Fensters stets den PIN eingeben zu müssen.

Den PIN-basierten Fensteralarm können Sie auch als Kindersicherung einsetzen. So werden Sie unverzüglich informiert, wenn Ihr Kind z. B. den Medizinschrank zu öffnen versucht.

Fensteralarm Brecheisen

2.2. Ein robuster Fensteralarm erhöht die Sicherheit in den eigenen vier Wänden

Zusätzlicher Schutz

Sie können die Sicherheit nochmals erhöhen, indem Sie Ihren regulären Fenstergriff durch einen abschließbaren Fenstergriff austauschen. So brauchen Einbrecher nicht nur länger, um das Fenster zu öffnen, sondern werden anschließend mit einem Alarmsignal konfrontiert.

Ein bruchsicheres Gehäuse erhöht den Sicherheitsfaktor eines Fensteralarms zusätzlich. Ein Gerät aus Metall, z. B. von Kobert Goods, verfügt über ein festes Metallgehäuse, das auch mehreren Schlägen mit einem Hammer oder einem Brecheisen standhält. Nachdem der Einbrecher das Fenster geöffnet und den Alarm ausgelöst hat, lässt sich dieser nicht schnell abschalten.

Eine Alternative hierzu bietet ein Fensteralarm, der über einen Bewegungsmelder verfügt und nicht am Fenster selbst, sondern über dem Fenster befestigt wird. Alarmgeräte von Herstellern wie beispielsweise Indexa registrieren das Öffnen des Fensters und schlagen Alarm. Für Einbrecher ist es jedoch viel schwieriger, einen Fensteralarm mit Bewegungsmelder zu deaktivieren, der an der Zimmerdecke befestigt ist.

Fensteralarm Beweungsmelder

2.3. Fensteralarme mit Vibrationssensor und Magnetsensor haben unterschiedliche Einsatzgebiete

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen einem einfachen Fensteralarm, der nur das Öffnen des Fensters registriert, und einem Gerät mit Vibrationssensor, das auch bei Erschütterungen an Scheibe und Fensterrahmen Alarm schlägt.

Besonders wenn Sie abgelegene Räumlichkeiten wie Keller und Schuppen einbruchsicher machen wollen, empfehlen wir Ihnen einen Fensteralarm mit einem eingebauten Vibrationssensor. So können Sie unter Umständen Sachschäden verhindern, da der Alarm losgeht, sobald jemand versucht, das Fenster oder die Tür zu beschädigen.

Einfache Fensteralarme sind dagegen in der Regel günstiger und können neben der Sicherung von Fenster und Türen auch an Arzneimittel- und Putzschränken eingesetzt werden. Geräte, die einen verstellbaren Alarmton haben, sind teilweise auch als Türgong einsetzbar.

Die Vor- und Nachteile von einfachen Fensteralarmen gegenüber Kombi-Lösungen im Überblick:

  • günstiger in der Anschaffung
  • weniger Fehlalarme aufgrund von Vibrationen am Fenster
  • auch als Kindersicherung und Türgong einsetzbar
  • Sachschaden kann nicht verhindert werden, da Alarm erst bei aufgebrochenem Fenster ertönt

Fensteralarm Einbruchschutz

3. Erfolgt die Montage des Fensteralarms mit Klebestreifen?

Da die Stromzufuhr bei Fensteralarmen mit Batterien erfolgt, ist keine zusätzliche Verkabelung nötig. Um das Alarmgerät zu montieren, setzen Sie zuerst die Batterien in das Fach, das sich auf der Rückseite befindet und schrauben die Abdeckung an.

Nun können Sie mit dem doppelseitigen Klebeband, das im Lieferumfang enthalten ist, den Fensteralarm ankleben. Zu jedem Alarm gehört das Hauptstück, das das Alarmsignal erzeugt, und ein kleinerer Magnetkontakt. Dieser darf in den meisten Fällen nicht mehr als 1 cm entfernt vom Hauptstück angebracht werden.

Kleben Sie einen Teil an das Fenster und den anderen Teil an den Fensterrahmen. Achten Sie darauf, dass kein Stück des Fensteralarms vorsteht sowie darauf, dass Magnetkontakt und Hauptstück bei geschlossenem Fenster nicht mehr als 1 cm voneinander entfernt sind.

Achtung: Die Batterien für Fensteralarme halten im Schnitt ca. 2 Jahre. Die meisten Geräte verfügen über eine LED. Wenn diese dauerhaft leuchtet, sollten Sie die Batterien wechseln.

abschliessbarer-fenstergriff

4 Häufige Fragen zu Fensteralarmen

4.1. Welche weiteren Optionen gibt es zum Schutz der Fenster?

Fensteralarme stellen eine elektronische Sicherheitsmaßnahme zur Fenstersicherung dar. Daneben gibt es noch eine Reihe mechanischer Sicherungen, die Sie verwenden können, um das Aufbrechen oder Aufhebeln des Fensters zu erschweren.

Mit abschließbaren Fenstergriffen können Sie bequem das Öffnen des Fensters von Innen und Außen verhindern. Ein weiteres Mittel sind Rahmensicherungen. Diese werden an Öffnungs- und Scharnierseite des Fensters angebracht und sorgen dafür, dass das Fenster beidseitig gegen Öffnungsversuche geschützt ist. Dabei sind beide Maßnahmen erheblicher günstiger als komplette Alarmanlagen.

Wir empfehlen Ihnen abschließbare Fenstergriffe als günstige und leicht zu montierende, zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Machen Sie selbst den Fenster-Alarmanlage-Test und überzeugen Sie sich von elektronischem und mechanischem Schutz.

4.2. Welcher Fensteralarm stellt die beste Wahl dar?

Welches Produkt Sie wählen sollten, hängt davon ab, ob sie eher ein Kellerfenster, einen Schuppen oder Ihr Wohnzimmerfenster einbruchsicher machen wollen. Für abgelegene Orte, an denen eine Beschädigung der Scheibe wahrscheinlich ist, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines Kombi-Fensteralarms mit Magnet- und Vibrationssensor.

Für Fensteralarme liegt bisher noch kein Fensteralarm-Test der Stiftung Warentest vor. Ein Fensteralarm-Testsieger sollte über ein bruchsicheres Gehäuse verfügen und einen möglichst lauten Alarmton von mindestens 120 dB erzeugen.