Das Wichtigste in Kürze
  • Funk-Alarmanlagen haben den Vorteil der besonders leichten Installation. Selbst wenn Hilfe vom Fachmann empfohlen wird, sind keine Umbaumaßnahmen nötig, sodass sich Alarmanlagen mit Funk gut für Mietwohnungen eignen.
  • Oft lässt sich gleich ein Funk-Alarmanlangen-Set kaufen: Dann haben Sie bereits eine Alarmanlage mit Kamera und Bewegungsmeldern und müssen diese Komponenten nicht einzeln nachkaufen. Viele Geräte sind um weitere Module und Sensoren erweiterbar, falls der Set-Umfang nicht ausreicht.
  • Viele der Geräte lassen sich per Smartphone steuern. Auch Benachrichtigungen über ausgelöste Alarme lassen sich bequem aufs Handy schicken. So sind Sie permanent auf dem Laufenden über das Geschehen bei Ihnen zu Hause – selbst wenn Sie im Urlaub sind.
Funk-Alarmanlage Test

Die wohl wichtigste Komponente vom Smart-Home: Ein vernetztes Alarmsystem, das für Sicherheit sorgt.

Dunkle Jahreszeiten und Urlaubsreisen – die typischen Zeiträume für Einbrüche bei Dämmerung oder Dunkelheit. Nicht jeder hat dann einen „Kevin allein zu Haus“, der mit Glück und Raffinesse wenig gerissene Einbrecher in Schach halten kann. Deswegen setzen immer mehr Menschen in Deutschland auf eine vernetzte Alarmanlage, wobei der Kaufpreis durchaus hoch sein darf, schließlich werden auch kostbare Besitztümer damit geschützt. So gaben im Jahr 2017 fast die Hälfte der Besitzer von vernetzten Alarmanlagen über 500 € dafür aus (Quelle: Statista).

Höchste Zeit also für unseren Funk-Alarmanlagen-Vergleich 2020! Hier stellen wir Ihnen nicht nur die besten Funk-Alarmanlagen vor, wir verraten Ihnen in unserer Kaufberatung außerdem die wichtigsten Eigenschaften, die eine Alarmanlage aufweisen sollte. Unter anderem erfahren Sie, was alles mitgeliefert wird, ob Bewegungsmelder oder Kameras zum Lieferumfang gehören und was eigentlich passiert, wenn einmal der Strom ausfällt.

1. Die Zuverlässigkeit: Schützen teure und namhafte Produkte besser?

Vor dem Kauf stellen wir uns oft die gleiche Frage: Ist das Markenprodukt tatsächlich besser als das günstige Konkurrenzprodukt? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es natürlich nicht, aber oft genug können die unbekannten Marken überraschen und zumindest mit den namhafteren Herstellern mithalten.

Funk-Alarmanlage Vergleich

Die Abus-Smartvest-Funk-Alarmanlage kostet über 400 Euro, bietet dafür aber auch eine ordentliche Basisausstattung mit insgesamt 8 Überwachungsmodulen.

Bei Funk-Alarmanlagen zeigt sich ein ambivalentes Bild: Eine Abus-Alarmanlage für über 400 € (nur das Zentralmodul!) oder über 600 € (inkl. weiterer Module) bietet tatsächlich mehr Sicherheit als günstige Funk-Alarmanlagen im Bereich 100 bis unter 400 €.

Allerdings können auch günstigere Modelle in Funk-Alarmanlagen-Tests ordentliche, wenn auch keine Spitzenergebnisse erzielen. In unserem Alarmanlage (Funk) Vergleich machten Sie den Spitzengeräten deutlich Konkurrenz.

Problematisch wird es bei der besonders günstigen Kategorie: Alarmsysteme für unter 50 € sind häufig weniger zuverlässig und leichter auszuhebeln. Wenn Sie eine Funk-Alarmanlage kaufen möchten, sollten Sie also schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Was bedeutet Zuverlässigkeit beim Einbruchschutz? Eine der Schwierigkeiten ist die Kommunikation der einzelnen Module untereinander. Da die Alarmanlage über Funk verbunden ist, können hier natürlich auch Unterbrechungen vorkommen. So können zum Beispiel bauliche Gegebenheiten Einfluss auf die Funk-Verbindung nehmen.

Auch kann die Funk-Verbindung von Einbrechern gestört werden. Die Zuverlässigkeit bemisst sich also nicht zuletzt daran, wie sicher die Alarmsysteme gegen solche Störungen/Angriffe sind.

2. Der Lieferumfang: Wer nicht gerne selbst zusammenstellt, sollte gleich ein Set kaufen

ABUS Funk-Alarmanlage

Hochwertig, aber ohne Sensoren. Wer das Abus-Secvest-Basismodul kauft, erwirbt Qualität, muss aber alle weiteren Module selbst hinzukaufen.

Beim Lieferumfang unterscheiden sich die Produkte zum Teil erheblich. So wird beim Abus Secvest beispielsweise nur das Zentralmodul geliefert, weitere Sensoren wie Kameras für die Videoüberwachung oder Funk-Bewegungsmelder mit Alarm müssen zusätzlich gekauft werden.

Der Kauf des bloßen Zentralmoduls ist für solche Interessenten empfehlenswert, die ihren Einbruchschutz individuell an die eigenen Bedürfnisse und die räumlichen Gegebenheiten des Zuhauses anpassen wollen.

Wer sich diesen Aufwand hingegen nicht aufbürden möchte oder es sich schlicht und ergreifend nicht zutraut, im Dschungel der Zusatzmodule die richtigen herauszufinden, der ist wiederum mit einem möglichst üppig ausgestatteten Set am besten beraten.

Ein Set umfasst in der Regel maximal 15 Module inklusive Basiseinheit/Zentralmodul. Häufig sind die Sets darüber hinaus erweiterbar, bis über 100 weitere Module können sich je nach Gerät anschließen lassen.

Manche Sets sind jedoch von Beginn an rudimentärer ausgestattet, sodass Sie nur mit drei oder fünf Modulen starten. Dies kann einen gelungenen Kompromiss zwischen solider Basisausstattung und der Möglichkeit der individuellen Anpassung darstellen.

3. Das Scharfstellen: Lässt sich die Alarmanlage fürs Haus von unterwegs ansteuern?

Nur bestimmte Bereiche überwachen?

Manchmal möchte man gar nicht das ganze Haus, sondern womöglich nur einen bestimmten Teil bewachen. Dies kann zum Beispiel vorkommen, wenn man das Wohnzimmer selbst nutzen, das am anderen Ende gelegene Büro oder die Garage hingegen geschützt sehen möchte. Hierfür ist die Möglichkeit einer Teilscharfstellung unerlässlich.

Möchten Sie auf diese Option nicht verzichten, achten Sie bitte in unserer Produkttabelle auf das grüne Häkchen in der entsprechenden Zeile.

Funkalarmanlagen werden in der Regel mit einer Fernbedienung ausgestattet: Wenn Sie die Alarmanlage über Funk ansteuern möchten, müssen Sie also nicht immer zur Basiseinheit gehen.

Allerdings gibt es bereits so viele Geräte mit Fernbedienungen, dass Sie gut und gerne auf eine weitere verzichten können? Dann sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr persönlicher Funk-Alarmanlagen-Testsieger auch mit dem Smartphone bedienen lässt.

Die Alarmanlage muss dafür nicht im WLAN sein, damit Sie sie über die Alarmanlagen-App bedienen können. Mit einer simplen Pre-Paid-SIM-Karte fürs Handy, die in die Alarmanlage gesteckt wird, lässt sie sich über gewöhnliche Mobilfunknetze ansteuern.

Funkalarmanlage

Bequem aus der Ferne bedienen – per Smartphone-App bei einigen Geräte möglich.

So kann das Überwachungssystem auch von unterwegs, ja selbst aus dem Urlaub heraus kontrolliert werden. Auch etwaige Meldungen der Hausalarmanlage können dann gleich auf das Smartphone geschickt werden, sodass Sie immer in Echtzeit den Überblick darüber behalten, was sich gerade in Ihren vier Wänden abspielt.

4. Ist man mit einem Notfall-Akku zuverlässig bei Stromausfall geschützt?

Die beste Sicherheitstechnik in Form einer Einbruchmeldeanlage wird zur Makulatur, wenn sie nicht mit Strom versorgt wird. Damit beim Stromausfall nicht alle Sicherheitssysteme im Haus ausfallen, haben die Hersteller ihre Geräte mit einem Notfall-Akku ausgestattet.

Wenn die Stromzufuhr über die Steckdose unterbrochen wird – sei es durch einen Stromausfall oder durch eine bewusst herbeigeführte Unterbrechung – versorgen die Notfall-Akkus die Geräte weiterhin mit Strom, sodass Einbrechern auch in einem solchen Fall ein Riegel vorgeschoben wird. In der Tabelle zu unserem Funkalarmanlage-Vergleich haben wir angegeben, bei welchen Produkten das der Fall ist.

Alarm Notfall-Akku

Auch bei Stromausfall lassen Sie die meisten Geräte nicht im Stich – bis zu 24 Stunden kann der fehlende Strom je nach Gerät kompensiert werden.

Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie also darauf achten, dass ein solcher Notfall-Akku in Ihrer Funkalarmanlage verbaut ist.

Oft halten die Akkus dann rund acht Stunden, was in Deutschland jedem Stromausfall trotzen sollte. Wer sich darauf nicht verlassen möchte, greift am besten zu einer Hausalarmanlage, deren Notfall-Akku bis zu 24 Stunden Strom fließen lässt.

5. Was ist besser: Funk- oder kabelgebundene Alarmanlage?

Sie sind nicht sicher, ob nicht doch eine kabelgebundene Alarmanlage die bessere Option ist? In der folgenden Tabelle legen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Typen kurz und bündig dar.

Alarmanlage kabelgebunden Alarmanlage Funk
alarmanlage-kabelgebunden alarmanlage-funk
oft günstiger (auch die einzelnen Module)
oft störungsresistenter
kein regelmäßiger Batterienwechsel nötig
x Einbau schwierig und kostenintensiv
x in Mietwohnungen nicht ohne Weiteres installierbar
einfache Montage
flexibler positionierbar
leichtere Montage: Keine Kabellegen nötig
x permanente elektromagnetische Strahlung
x regelmäßige Batteriekontrolle/-wechsel nötig

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Funk-Alarmanlage

Zum Schluss haben wir zwei der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Funk-Alarmanlage für Sie gebündelt und beantwortet. Sollten Sie trotzdem noch Fragen zu unserem Funkalarmanlagen-Vergleich haben, schreiben Sie uns jederzeit gerne einen Kommentar, wir antworten zeitnah.

6.1. Hat die Stiftung Warentest einen Funk-Alarmanlagen-Test durchgeführt?

Ja, im Jahr 2017 hat die Stiftung einen Test durchgeführt, dabei allerdings nur vier Produkte unter die Lupe genommen. Neben zwei mangelhaften und einer ausreichenden Bewertung konnte die Abus-Funk-Alarmanlage Smartvest immerhin ein befriedigendes Ergebnis einfahren.

Dabei erwiesen sich die robuste Verarbeitung, die elektrische Sicherheit sowie die Sicherheit gegen Hackerangriffe als sehr gut.

6.2. Wie laut sind Funk-Alarmanlagen für gewöhnlich?

Dies hängt natürlich stark vom jeweiligen Modell ab. Allerdings lässt sich eine grobe Spanne nennen, in der sich die meisten Funk-Alarmanlagen bewegen.

Die leiseren Modelle bringen es auf ca. 90 dB. Im Vergleich ist die Alarmanlage in etwa so laut wie heftiges Türknallen oder ein nahe vorbeifahrender LKW.

Sirene Lautstärke Alarmanlage Funk

Kettensägenlärm mitten in der Nacht – die Sirenen von Alarmanlagen wissen effektiv auf sich aufmerksam zu machen.

Besonders laute Sirenen können bis zu 120 dB erreichen. Vergleichbar sind hier eine Kettensäge oder aber ein Presslufthammer.

Bildnachweise: shutterstock/Andrey Suslov, shutterstock/Andrey_Popov, shutterstock/vchal, shutterstock/ALPA PROD, shutterstock/plantic, shutterstock/Katarzyna Mazurowska, (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)