3.1. Eine DI-Box mit zwei Kanälen eignet sich für Stereo-Anwendungen
DI-Boxen werden mit unterschiedlich vielen Kanälen angeboten. Die meisten DI-Boxen verfügen über einen oder zwei Kanäle. Sie werden auch als 2-Kanal-Boxen (passiv oder aktiv) bezeichnet. Es gibt jedoch auch 4-Kanal-Boxen (aktiv oder passiv) und sogar Modelle, die über acht Kanäle verfügen und optisch einer Stage-Box oder einem Multicore entsprechen.
Da die meisten Anwender ein Instrument spielen, welches mono ist, d. h. auf einem Kanal das Signal ausgibt, ist eine DI-Box mit einem Kanal ausreichend. Gitarristen und Bassisten gehören zu dieser Gruppe. Wenn Sie jedoch ein Keyboard spielen, welches zwei Ausgangskanäle hat und Stereosound liefert, brauchen Sie eine DI-Box mit zwei Kanälen (eine passive Stereo-Box). Eine DI-Box mit zwei Kanälen ist auch dann nötig, wenn Sie diese zwischen Mischpult und Verstärker schließen möchten, um Brummschleifen zu verhindern.
Suchen Sie eine DI-Box für Bass oder Gitarre, so können Sie eine DI-Box mit nur einem Kanal kaufen. Für Instrumente, die über zwei Kanäle verfügen, wie beispielsweise Keyboards und Synthesizer, benötigen Sie eine DI-Box, die über zwei Kanäle verfügt, also eine aktive oder passive Stereo-Box (Passiv-Box mit 2 Kanälen).
3.2. Ein zusätzlicher Klinkenausgang ermöglicht Ihnen weitere Verbindungen
Splitter
Möchten Sie ein unsymmetrisches Signal, wie beispielsweise das einer Gitarre, auf zwei Kanäle aufteilen, die ebenfalls unsymmetrisch sind, brauchen Sie einen Splitter. Dieser verfügt über einen Klinkeneingang und zwei Klinkenausgänge. Mit einem Splitter können Sie beispielsweise ein Gitarrensignal an zwei Verstärker schicken.
Die besten DI-Boxen verfügen neben dem XLR-Ausgang noch über einen weiteren Ausgang für 6,3-mm-Klinkenstecker. Dieser Ausgang ist in der Regel mit der Bezeichnung Thru versehen. Im Gegensatz zum XLR-Ausgang liegt an dem Thru-Ausgang das unsymmetrische, also das Eingangssignal an.
Dank dieses Ausgangs können Sie das Eingangssignal splitten und somit sowohl mit der symmetrischen als auch mit der unsymmetrischen Version des Signals weiterarbeiten. Aufgrund dieser Möglichkeit werden DI-Boxen auch als Splitter bezeichnet.
Diese Funktion ist beispielsweise dann von Interesse, wenn Sie ein Instrument aufnehmen möchten. Sie schließen Ihre Gitarre an die DI-Box an. Das symmetrierte Signal schicken Sie per XLR-Kabel direkt in Ihr Audio-Interface. Das unsymmetrische Signal leiten Sie an Ihren Verstärker weiter, den Sie mit einem Mikrofon aufnehmen. Nun können Sie zeitgleich das saubere Signal über die Direct-Box als auch das verzerrte Signal Ihres Verstärkers aufnehmen.
Wenn Sie vorhaben, Ihre DI-Box zusammen mit einem Verstärker zu nutzen oder Aufnahmen mit der DI-Box zu machen, empfiehlt Ihnen die Vergleich.org-Redaktion eine DI-Box mit Thru-Ausgang.
3.3. DI-Box-Tests im Internet zeigen, dass eine DI-Box mit Ground-Lift Brummschleifen unterbindet

Durch das Aktivieren des Ground-Lift-Schalters unterbrechen Sie Brummschleifen.
Ein großes Problem, vor dem Musiker und Anwender von professionellem Audio-Zubehör immer wieder stehen, sind Brummschleifen. Diese können mehrere Ursachen haben. Am häufigsten wird das Brummen jedoch durch eine zur Schleife geschlossenen Masseverbindung einer elektrischen Verkabelung verursacht.
Um das Brummen loszuwerden, müssen Sie die Masseverbindung trennen. Eine DI-Box ist das hierfür passende Werkzeug. Jede XLR-Box verfügt über einen Ground-Lift-Schalter. Ist dieser aktiviert, besteht keine Masseverbindung mehr zwischen dem Klinkeneingang und dem XLR-Ausgang und das Brummen hat ein Ende.
Wenn Sie auf der Suche nach einer DI-Box sind, mit der Sie eine Brummschleife den Garaus machen wollen, können Sie sowohl eine passive als auch eine aktive DI-Box kaufen. Sie finden eine Aktiv- oder eine passiv-Box bei Palmer und bei zahlreichen anderen Marken. DI-Box-Tests im Internet zeigen, dass beide diese Aufgabe erfüllen. Aufgrund der geringeren Anschaffungskosten empfiehlt Ihnen die Vergleich.org-Redaktion für diesen Zwecke jedoch eine passive DI-Box.
3.4. Dank eines PAD-Schalters können Sie auch sehr laute Signalquellen an Ihre DI-Box anschließen

Für Keyboards und Synthesizer empfiehlt Vergleich.org eine DI-Box mit PAD-Schalter.
Soll Ihre DI-Box Testsieger-Qualitäten aufweisen, sollten Sie zu einer DI-Box mit PAD greifen. PAD steht für Passive Attenuation Device, was auf Deutsch „passives Abschwächsungsgerät“ heißt. Ein PAD sorgt dafür, dass die Stärke des Eingangssignals gemindert wird.
Eine PAD-Schaltung ist auf keine Spannungsquelle angewiesen, daher können auch passive DI-Boxen über ein PAD verfügen. Günstige DI-Boxen werden dennoch häufig ohne PAD verkauft. High-End-DI-Boxen verfügen hingegen immer über einen PAD-Schalter.
Sind Sie auf der nach der DI-Box für Keyboards oder Synthesizer, sollte diese unbedingt einen PAD-Schalter haben, da das Eingangssignal sonst zu laut sein kann. Wenn Sie Ihre DI-Box hinter einen Verstärker schließen wollen oder ein Signal mit Line-Level anschließen möchten, empfiehlt Ihnen Vergleich.org ebenfalls eine DI-Box mit PAD-Schalter.
Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer DI-Box, die ich auf meinem Pedal-Board installieren kann. Da ich nur super wenig Platz habe, hätte ich gerne sowas wie eine Mini-DI-Box. Gibt es sowas?
Viele Grüße
Hallo Torben,
danke für Ihr Interesse an unserem DI-Box-Vergleich.
Mini-DI-Boxen gibt es als eigene Produktkategorie nicht. Jedoch probieren viele Hersteller möglichst kompakte Geräte zu bauen. So gibt es DI-Boxen, die lediglich 11 x 7 x 4 cm groß sind und auf Ihrem Pedalboard Platz finden sollten.
Viele Grüße
Ihr Vergleich.org-Team