Bei Stromausfall im Dunkeln sitzen? Jeder Zweite fühlt sich schlecht vorbereitet

Das Smartphone lädt über Nacht, Nachrichten sind jederzeit abrufbar und ein Griff zum Lichtschalter genügt, um sich zu Hause zurechtzufinden. Wie sehr das alles vom Strom abhängt, fällt im Alltag kaum auf. Erst wenn er ausbleibt, werden Alternativen wichtig – zunächst für Licht und Informationen, später auch für die nächste Mahlzeit oder das Nachladen leerer Akkus.

Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober richtet Vergleich.org den Blick deshalb auf die Vorbereitung zu Hause. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Resilience Starts at Home“. Unsere aktuelle Umfrage unter 518 Befragten zeigt: Gut die Hälfte fühlt sich auf einen länger andauernden oder mehrtägigen Stromausfall eher schlecht oder überhaupt nicht vorbereitet (51,5 Prozent). Dabei verfügen viele bereits über Geräte, die weiterhelfen können. Zwischen vorhandener Ausstattung und dem Gefühl, vorbereitet zu sein, bleibt allerdings eine Lücke.

Wer sich auf einen Stromausfall vorbereiten möchte, findet in unserer Themenwelt „Vorsorge bei Stromausfall“ Anregungen für die passende Ausstattung – von Lichtquellen über Stromreserven bis zu Hilfsmitteln fürs Kochen und Warmhalten.

Beitragsbild zur Pressemitteilung. Oben steht „Stromausfall zu Hause“, darunter „Diese Hilfsmittel sind bereits vorhanden“. In der Mitte sitzt ein Paar an einem Tisch und betrachtet eine leuchtende Campinglampe. Davor steht auf einer apricotfarbenen Fläche „51,5 % fühlen sich auf längere Stromausfälle eher schlecht oder gar nicht vorbereitet“. Drum herum sind Ergebnisse einer Vergleich.org-Umfrage zur vorhandenen Ausstattung dargestellt. Links oben ist eine Taschenlampe abgebildet, darunter steht „79 % Taschenlampe, Stirnlampe oder batteriebetriebene Leuchte“. Direkt darunter sind Batterien mit der Angabe „63 % Passende Ersatzbatterien“ zu sehen. Beide Angaben stehen auf einer durchgängigen salbeigrünen Fläche. Links unten stehen brennende Kerzen neben Streichhölzern und einem Feuerzeug, darunter „77 % Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeug“. Rechts oben ist ein tragbares Radio abgebildet, darunter „22 % Batterie- oder Kurbelradio“. Unten in der Mitte zeigt ein Foto eine Powerbank, die mit einem Smartphone verbunden ist, darunter steht „53 % Powerbank“. Rechts unten ist ein Campingkocher mit einem Topf auf einer Terrasse zu sehen, darunter „18 % Camping- oder Gaskocher sowie passender Brennstoff“. Die Grafik hat einen hellen cremefarbenen Hintergrund mit pastelligen Akzenten in Salbeigrün und Apricot sowie dunkelblauer Schrift. Unten links steht die Quellenangabe zur Vergleich.org-Umfrage vom 09.10.2026 mit 518 Teilnehmenden und dem Hinweis „Mehrfachnennungen möglich“. Unten rechts befindet sich das Vergleich.org-Logo.

Lichtquellen und Powerbanks sind weit verbreitet

Fällt das Licht aus, haben viele bereits eine Alternative zur Hand: 79 Prozent verfügen über eine Taschenlampe, Stirnlampe oder batteriebetriebene Leuchte. Die Leuchte vom Campingausflug kann den Küchentisch erhellen, während eine Stirnlampe beim Suchen im Schrank beide Hände frei lässt. Fast ebenso verbreitet sind Kerzen samt Streichhölzern oder Feuerzeug (77 Prozent). Gut die Hälfte besitzt außerdem eine Powerbank als kleine Stromreserve (53 Prozent).

Eine vorhandene Lichtquelle bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich Haushalte auf einen längeren Stromausfall vorbereitet fühlen: Unter den Befragten mit einer Taschenlampe, Stirnlampe oder batteriebetriebenen Leuchte geben 53 Prozent an, eher schlecht oder überhaupt nicht gerüstet zu sein. Licht deckt zwar einen wichtigen Bedarf ab, doch zum Alltag ohne Strom gehört mehr.

Nur gut jeder Fünfte hat ein netzunabhängiges Radio

Neben Licht braucht es verlässliche Informationen: Wie groß ist der betroffene Bereich und wann kommt der Strom voraussichtlich zurück? Solange Internet und Mobilfunk verfügbar bleiben, liefert das Smartphone aktuelle Nachrichten. Ohne Netzzugang fallen auch Radio-Apps aus, die ihre Programme online übertragen. Ein eingebauter Radioempfänger ermöglicht dagegen den Empfang unabhängig vom Internet.

Ein Radio mit Batteriefach oder ein Kurbelradio kann dann weiterhelfen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt solche Geräte, um Behördenmeldungen ohne Steckdose und Internet zu empfangen. Während viele Haushalte bereits eine netzunabhängige Lichtquelle besitzen, ist ein solches Radio deutlich seltener vorhanden (22 Prozent).

Zugleich wünschen sich 19 Prozent am ehesten mehr Orientierung dazu, wie sie ohne Internet und Mobilfunk informiert bleiben können. Ein erster Schritt ist, das vorhandene Radio auszuprobieren und zu prüfen, ob der Empfang funktioniert und die Bedienung vertraut ist.

Für längere Stromausfälle fehlen häufiger Alternativen

Bei einem längeren Stromausfall braucht es auch Möglichkeiten, leere Akkus nachzuladen und andere Geräte weiter zu nutzen. Eine tragbare Powerstation, die 13 Prozent der Befragten besitzen, kann auch Geräte mit Netzstecker mit Strom versorgen. Die Leistung einer Powerstation bestimmt, welche Geräte sie versorgen kann, während die gespeicherte Energiemenge und der Verbrauch der angeschlossenen Geräte darüber entscheiden, wie lange der Strom ausreicht. Zwölf Prozent besitzen außerdem ein Solarladegerät oder mobiles Solarpanel, dessen Energieertrag unter anderem von der Sonneneinstrahlung abhängt.

Spätestens zur nächsten Mahlzeit wird auch eine Alternative zum elektrischen Herd wichtig. Einen Camping- oder Gaskocher samt Brennstoff haben 18 Prozent zu Hause – hier kann Ausrüstung aus der Freizeit auch bei einem Stromausfall weiterhelfen. Da viele dieser Kocher ausschließlich für den Einsatz im Freien vorgesehen sind, braucht es dafür einen geeigneten Platz, etwa auf dem Balkon oder im Garten.

Fehlt diese Möglichkeit, erleichtern Lebensmittel, die auch kalt schmecken, die Versorgung ohne Herd. Auch beim Warmhalten helfen einfache Alternativen: Fällt zusätzlich die Heizung aus, tragen warme Kleidung, Decken oder Schlafsäcke zunächst dazu bei, die Körperwärme zu halten.

Fast jeder Dritte sucht Orientierung bei der Grundausstattung

Am häufigsten wünschen sich die Befragten Orientierung dazu, welche Grundausstattung für ihren Haushalt sinnvoll ist (31 Prozent). Ein Blick auf die eigenen Gewohnheiten hilft einzuschätzen, was auch ohne Strom gebraucht wird und welche Geräte dafür bereits zur Verfügung stehen. Ergänzende Hinweise bieten die BBK-Ratgeber zu Stromausfällen und Informationen in der Krise.

Die Geräte gelegentlich auszuprobieren, macht ihre Bedienung vertraut und hilft, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Damit sie einsatzbereit bleiben, sollten Akkus nach Gebrauch geladen werden. Ein fester Platz für die Ausstattung samt passenden Ersatzbatterien und Zubehör erleichtert zudem den Zugriff bei einem Stromausfall.

Die Umfrage zeigt, dass viele Haushalte bei der Vorbereitung auf einen Stromausfall nicht bei null anfangen. Entscheidend ist, die vorhandene Ausstattung sinnvoll zu nutzen und zu wissen, welche Möglichkeiten sie im Ernstfall bietet. So wird auch deutlich, was noch fehlt und sinnvoll ergänzt werden kann.

Quellenangabe

Bildnachweise: VGL/KI-generiert (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

Inhaltsverzeichnis
  1. Lichtquellen und Powerbanks sind weit verbreitet
  2. Nur gut jeder Fünfte hat ein netzunabhängiges Radio
  3. Für längere Stromausfälle fehlen häufiger Alternativen
  4. Fast jeder Dritte sucht Orientierung bei der Grundausstattung
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