Das Wichtigste in Kürze
  • Stereomikroskope erzeugen mithilfe von zwei Okularen ein dreidimensionales Bild im Auge des Betrachters
  • In der Regel werden die Geräte per Steckdosenanschluss mit Strom für die Lichtquelle versorgt. Für die Verwendung in der Natur eignen sich Geräte mit einsetzbaren Akkus.
  • Die wichtigsten Kaufkriterien beziehen sich auf die Art der Beleuchtung und den Rahmen der Vergrößerung. Bekannte Marken sind Bresser, Novex, Omegon, Seben und Windaus.

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Wer den kleinsten und unscheinbarsten Dingen auf den Grund gehen möchten und die Seele eines Forschers oder Entdeckers in sich trägt, der kann mit der Investition in ein Stereomikroskop seiner Leidenschaft freien Lauf lassen und sich in den heimischen Wänden ein eigenes kleines Labor einrichten.

Moderne Stereomikroskope sind dabei keineswegs so schwer, dass sie nicht auch in der freien Natur verwendet werden können. Integrierte Akkus können dafür sorgen, dass große und kleine Forscher auch ohne Stromanschluss den nötigen Durchblick erhalten und somit mobil sind, während sie die Welt erkunden wollen.

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Stereomikroskope besitzen zwei Okulare für ein dreidimensionales Bild.

In unserem großen Stereomikroskope-Vergleich 2020 erfahren Sie, wie die Geräte faszinierende 3D-Bilder erzeugen und ob eine 10-fache Vergrößerung für Ihren Zweck ausreichend ist.

Am Schluss dieser Kaufberatung sollten Sie in der Lage sein, Ihren persönlichen Stereomikroskop-Testsieger zu küren, um mit dem besten Stereomikroskop auf Humboldts Spuren zu wandern.

Falls Sie neben den Stereomikroskopen auch ein Interesse an ähnlichen Gerätschaften besitzen, so empfehlen wir Ihnen einen kleinen Blick auf folgende Artikel:

1. Der Aufbau eines Stereomikroskops: Dienen zwei Okulare für ein entspanntes Beobachten?

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Wenn Sie ein Stereomikroskop kaufen möchten, verwechseln Sie dieses nicht mit einem normalen Mikroskop. Der Unterschied liegt in der Anzahl Okulare. Das Stereomikroskop hat zwei – für jedes Auge eins.

  • Das Stativ sorgt für Stabilität und dient der Befestigung der anderen Bestandteile.
  • Ein Objekttisch kann in der Regel in der Höhe verstellt werden und ist daher selten fest verankert.
  • Mithilfe des Grob- sowie Feintriebes lässt sich sich die Brennweite verändern und somit das Bild scharf stellen.
  • Der Kondensor wirkt wie eine Blende und reguliert den Lichteinfall.
  • Der Objekttisch dient den Präparaten als Unterlage und besitzt Objekthalter aus Metall zur Fixierung.
  • Der Objektiv-Revolver trägt die verschiedenen Objektive. Mithilfe des Revolverkopfes können die Objektive ausgetauscht werden.
  • Die Objektive besitzen unterschiedliche Vergrößerungsstufen und tragen entscheidend zur Bildschärfe, welche aus dem Abstand zum Objekt resultiert, bei. Dieser Abstand ist jederzeit frei regulierbar.
  • Mithilfe des Tubusträgers ist der Tubus verankert, wodurch eine komfortable Körperhaltung gewährleistet wird. Der Tubus ist eigentlich ein Rohr, dass die Brennweite vergrößert.
  • Das Okular ist eine Linse, welche das Bild vergrößert darstellt. Es funktioniert wie eine Lupe und vergrößert das bereits vom Objektiv vergrößerte Zwischenbild zusätzlich. Okulare besitzen verschiedene Vergrößerungsstufen und können bei vielen Mikroskopen gewechselt werden.
  • Als Lichtquelle dient oft ein Spiegel, welcher das natürliche Licht zum Mikroskopieren bereitstellt.

2. Die unterschiedlichen Typen: Ist Binokular gleich Stereo?

Hinweis: Ein binokulares Mikroskop ist nicht zwingend ein Stereomikroskop. Nur ein Stereomikroskop entwirft ein dreidimensionales Bild.

Typ Beschreibung
herkömmliches Mikroskopmikroskop kaufen Die Okulare erzeugen kein dreidimensionales Bild, weil jeweils nur ein einziges Objektiv das Bild entwirft.

Das Bild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt.

Der herkömmliche Vergrößerungsbereich liegt meistens zwischen dem 30- und 1000-fachen des Originals.

Stereomikroskopstereomikroskop kaufen Beim Stereomikroskop wird das Bild stets gleichzeitig von zwei Objektiven entworfen, welche das Objekt aus verschiedenen Winkeln abbilden, wodurch der Stereoeffekt letztlich entsteht.

Jedes einzelne Okular bekommt vom jeweiligen Objektiv ein eigenes Bild, welches sich vom anderen unterscheidet.

Der Vergrößerungsbereich ist wesentlich kleiner und liegt in der Regel beim 4- bis 40-fachen des Originals. Stärkere Vergrößerungen sind zudem nicht sinnvoll, da die Auflösung und der Effekt sonst zu stark abnehmen.

Hinweis: Für das kindliche Vorstellungsvermögen sind Stereomikroskope besser geeignet, weil sie das Objekt nicht wie im Mikroskop seitenverkehrt abbilden.

Wer etwas tiefer in die Materie eindringen möchte und kein Neuling mehr auf dem Gebiet ist, für den möchten wir noch einen kleinen Ausblick in die Welt der Elektronenmikroskope bieten.

Elektronenmikroskope erzeugen die Vergrößerung von Objekten nicht mithilfe von Lichtstrahlen, sondern durch die Elektronenstrahlung. Das liegt daran, dass die Wellenlänge des Lichts die Auflösung bei einem Lichtmikroskop begrenzt.

Die Vor- und Nachteile eines Elektronenmikroskops haben wir Ihnen noch einmal übersichtlich dargestellt:

  • viel stärkere Vergrößerung
  • höhere Auflösung
  • lediglich für tote Objekte, da nur sehr dünne Schichten eingeschoben werden können
  • Bilder erscheinen nur in schwarz-weiß

3. Die wichtigsten Kaufkriterien für Stereomikroskope: Eignen sich Akkus für die Verwendung in der Natur?

3.1. Die Lichtquelle

Wer hat das Mikroskop erfunden?

Der holländische Händler Zacharias Janssen baute zu Beginn des 17. Jahrunderts das erste Mikroskop aus zwei Linsen, die in einer länglichen Röhre am hinteren und vorderen Ende befestigt wurden.

Die Art der Lichtquelle orientiert sich vornehmlich am Einsatzzweck. Während Biologen Mikroskope mit Durchlicht verwenden, damit das Licht das sehr schmale Präparat durchdringen kann, kommt für Techniker und Geologen oft ein Mikroskop mit Auflicht zum Einsatz. Dieses durchleuchtet die Präparate nicht, sondern beleuchtet die Fläche von oben. Bei der Untersuchung von Mineralien, Gesteinen und anderen Gegenständen ist diese Form der Beleuchtung besonders wichtig.

Für diejenigen, die ein Mikroskop auch draußen in der Natur verwenden möchten, empfehlen wir außerdem ein Gerät, das mit Hilfe von Batterien oder Akkus betrieben werden kann.

3.2. Die Vergrößerung

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Die Okulare sind meistens für unterschiedliche Vergrößerungen auswechselbar.

Die Vergrößerung eines Stereomikroskops ist grundsätzlich kleiner als die der herkömmlichen Mikroskope. Mit einer Vergrößerung im Bereich des 40-fachen und selten 100-fachen ist es nicht möglich, winzige Zellstrukturen zu erkennen. Für die Beobachtung von beispielsweise Insekten ist diese Vergrößerung allerdings mehr als ausreichend. Mit einem höheren Vergrößerungsgrad wird das Bild außerdem oft sehr unscharf, was eine genaue Untersuchung erschweren kann.

Um die genaue Vergrößerung berechnen zu können, haben wir Ihnen eine einfache Formel angegeben, in welcher die Nennzahlen der wesentlichen Bestandteile einfach multipliziert werden.

Beispiel:

10x (Okular) * 20x (Objektiv) = 200 fache Vergrößerung

4. Fragen und Antworten zu Stereomikroskopen

4.1. Hat die Stiftung Warentest Stereomikroskope getestet?

Die Stiftung Warentest bietet in ihren Kategorien leider keinen Stereomikroskop-Test an und kürt folglich auch keinen Stereomikroskop-Testsieger. Selbst klassische Mikroskope sind bei der Stiftung Warentest nicht von Interesse.

4.2 Was kann mit einem Stereomikroskop betrachtet werden?

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Zusätzliche Dauerpräparate können gekauft werden. Stereomikroskop-Tests zeigen allerdings, dass manche Mikroskope bereits einige Präparate dabei haben.

Zur Verwendung des Mikroskops bieten viele Hersteller verschiedene Arten von Dauerpräparaten an. So gibt es auf dem Markt zahlreiche Präparate von kleinen Insekten (wie Käfern), bis hin zu Proben von beispielsweise Körperzellen. Vor allem Insekten und Gesteinsproben, welche sich oft im Lieferumfang von Stereomikroskopen befinden, eignen sich hervorragend für den Einstieg und können eine große Begeisterung bei Groß und Klein auslösen.

4.3. Sind binokulare Mikroskope für die Augen gesünder?

Jahrelanges blicken durch monokulare Mikroskope kann erhebliche Folgen für den Körper nach sich ziehen. Das Großhirn reduziert die Versorgung des nicht genutzten Auges, wodurch sich die Durchblutung der Augenmuskeln verringert. Die Netzhaut verliert an Leistungsfähigkeit und hat eine verminderte Sehkraft zur Folge.