Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Rasenrakel verteilt Sand oder Erde beim Topdressing gleichmäßig und gleicht Bodenwellen aus.
  • Modelle aus Edelstahl oder verzinktem Stahl kosten je nach Ausführung rund 20 bis 130 Euro.
  • In unserer Vergleichstabelle finden Sie passende Rasenrakeln für kleine und große Rasenflächen.

Rasenrakel im Test: Eine sehr breite Rakel und Sand auf einer Rasenfläche dahinter zwei schwarz bekleidete Beine
Wer Unebenheiten im Rasen ausgleichen oder eine neu angelegte Fläche sanden möchte, kommt an einer Rasenrakel kaum vorbei. Diverse Rasenrakel-Tests zeigen, welche Bauart zu welcher Rasenfläche passt. Im Folgenden erfahren Sie, welche Kaufkriterien wirklich zählen, wie Sie eine Rasenrakel richtig anwenden und wofür sich das Werkzeug im Gartenjahr eignet.

1. Was ist eine Rasenrakel und wofür wird sie gebraucht?

Eine Rasenrakel ist ein flaches Gartenwerkzeug mit gegittertem Blatt und einem langen Stiel. Sie verteilt ein Sand-Erde-Gemisch beim Topdressing gleichmäßig auf dem Rasen, gleicht Bodenwellen und Unebenheiten aus und hilft dabei, den Rasen zu ebnen und zu glätten, ohne die Grasnarbe zu beschädigen.
Wer nach Rasenrakel wofür sucht, möchte meist wissen, ob sich die Anschaffung für die eigene Fläche lohnt. Laut Herstellerangaben der von uns geprüften Modelle eignet sich eine Rasenrakel für Hausrasen, Gärten und Golfplätze gleichermaßen, einige Modelle auf dem Markt sind auch für Tennisplätze und Kunstrasen gedacht. Beim Rasen begradigen leistet eine Rasenrakel damit auf sehr unterschiedlichen Flächen gute Dienste. Wer eine Rasenrakel kaufen möchte, sollte deshalb zuerst den eigenen Einsatzbereich klären.

1.1. Wie grenzt sich eine Rasenrakel von Rasenwalze, Vertikutierer und Rasenrechen ab?

Andere Namen für eine Rasenrakel: Planierrechen, Levelrake, Landschaftsrechen. Gemeint ist stets dasselbe Werkzeug mit flachem, geschlossenem oder gegittertem Blatt. Verwechseln sollten Sie das Gerät dagegen nicht mit einem Rasenrechen, der mit einzelnen Zinken Laub und Moos aus dem Rasen kämmt, statt Material aufzufüllen.
Auch zu einer Rasenwalze gibt es einen klaren Unterschied: Eine Walze verdichtet den Boden, eine Rasenrakel trägt dagegen Material auf und ebnet die Oberfläche. Ein Vertikutierer wiederum entfernt Moos und Rasenfilz aus der Grasnarbe und wird meist vor dem Rakeln eingesetzt, nicht als Ersatz dafür.

Rasenrakel im Test: Eine Rakel und Sand auf einem Rasen mit unbewachsenem Randbereich.

Mit einer Rasenrakel lassen sich kahle oder unebene Randbereiche des Rasens gezielt mit Sand oder Erde auffüllen.

» Mehr Informationen

2. Welche Bauarten gibt es: Edelstahl oder verzinkter Stahl?

Bei einer Rasenrakel unterscheiden Händler beim Kopf vor allem zwei Materialarten: Edelstahl sowie verzinkten beziehungsweise pulverbeschichteten Stahl. Beide Bauarten unterscheiden sich in Gewicht, Rostschutz und Preis, wie diverse Rasenrakel-Tests und unsere Vergleichstabelle zeigen.
Eine Rasenrakel Edelstahl ist rostfrei und wartungsarm, dafür meist etwas teurer als vergleichbare Modelle aus beschichtetem Stahl. In unserer geprüften Auswahl kosten reine Edelstahl-Ausführungen zwischen rund 40 und 129 Euro. Pulverbeschichtete oder verzinkte Varianten aus Eisen oder Karbonstahl sind mit Preisen ab etwa 20 Euro deutlich günstiger, dafür schwerer und auf den Rostschutz der Beschichtung angewiesen.
Wer eine Rasenrakel günstig kaufen möchte, findet bei diesen beschichteten Modellen die niedrigsten Einstiegspreise. Prüfen Sie vor dem Kauf trotzdem gezielt das technische Datenblatt bei Amazon: In unserer Recherche gab es Produkttitel mit „Edelstahl“, während das strukturierte Datenfeld ein anderes Material nannte.

Material Preis (unsere Auswahl) Eigenschaft
Edelstahl 40 – 129 € rostfrei, wartungsarm
Verzinkter/pulverbeschichteter Stahl ab 20 € günstiger, aber schwerer

2.1. Lohnt sich das Mieten oder Selbstbauen einer Rasenrakel?

Für den gelegentlichen Einsatz auf kleinen Flächen kann Rasenrakel zu mieten günstiger sein als der Kauf, etwa im Baumarkt-Verleih oder bei lokalen Gartengeräte-Verleihern. Bei regelmäßigem Einsatz – etwa jährlichem Nachsanden nach dem Vertikutieren – rechnet sich ein eigenes Gerät meist schneller.
Alternativ berichten manche Nutzer, wie sie eine Rasenrakel aus Holz selber bauen, etwa aus einer Holzlatte mit angeschraubtem Stiel. Im Handel gibt es eine solche Ausführung dagegen nicht zu kaufen: Alle von uns geprüften Modelle haben einen Kopf aus Metall. Wer eine Rasenrakel selbst bauen möchte, spart zwar Geld, erreicht damit aber kaum dieselbe Funktionalität, Stabilität und Langlebigkeit wie ein Metallmodell mit Gitterblatt.

Rasenrakel im Test: Eine Rakel auf sandiger Erde geführt.

Beim Führen der Rasenrakel verteilen überlappende Bahnen das Material gleichmäßig über die gesamte Fläche.

» Mehr Informationen

3. Welche Kaufkriterien entscheiden bei einer Rasenrakel?

Drei Kriterien bestimmen bei den meisten Rasenrakel-Tests vor allem, wie gut das Werkzeug zur eigenen Fläche passt: Arbeitsbreite, Stiellänge und Handhabung. Die folgende Übersicht fasst zusammen, worauf Sie bei jedem Kriterium konkret achten sollten.

Kriterium Worauf achten
Arbeitsbreite
  • 43 – 80 cm für Standardflächen
  • XL/XXL-Aufsätze bis 160 cm für größere Flächen
Stiellänge
  • 110 – 213 cm
  • passend zur eigenen Körpergröße und -kraft wählen
Material
  • Edelstahl rostfrei
  • verzinkter/pulverbeschichteter Stahl günstiger, aber schwerer
Stielsystem
  • mit eigenem Stiel
  • ohne Stiel z. B. für Gardena- oder Wolf-Garten-Systemstiele

3.1. Welche Arbeitsbreite passt zu welcher Rasenfläche?

Die Arbeitsbreite der von uns geprüften Modelle reicht von 43 Zentimetern bei kompakten Ausführungen bis 80 Zentimetern bei den breiteren Varianten. Rasenrakeln über 100 Zentimeter Breite sind im regulären Handel selten, für sehr große Flächen bieten manche Hersteller aber XL- und XXL-Aufsätze bis 120 beziehungsweise 160 Zentimeter Breite an.
Als Orientierung: Bis etwa 50 Quadratmeter reicht eine schmale Rasenrakel von ca. 43 Zentimetern und lässt sich wendiger durch verwinkelte Beete führen. Ab rund 150 Quadratmetern lohnt sich eine breitere Ausführung ab 76 Zentimetern oder ein XL-Aufsatz für weniger Durchgänge, dafür braucht das Führen mehr Kraft.

Tipp: Messen Sie die schmalste Stelle Ihrer Rasenwege zwischen den Beeten. Bei stark unterschiedlichen Breiten lohnen sich zwei Aufsätze in verschiedenen Größen.

» Mehr Informationen

3.2. Worauf kommt es bei Stiellänge, Stielart und Ergonomie an?

Die Stiellänge der geprüften Rasenrakeln liegt zwischen rund 110 und 213 Zentimetern. Wählen Sie die Stiellänge passend zu Ihrer Körpergröße, damit Sie beim Rakeln nicht dauerhaft gebückt arbeiten.
Auch Gewicht und Kopfwinkel wirken sich auf ermüdungsarmes Arbeiten aus: Die meisten Modelle wiegen zwischen 3,2 und 5,1 Kilogramm, für große Flächen oder häufigen Einsatz lohnt sich ein leichteres Modell. Es gibt Rasenrakel, deren Stiele bzw. Köpfe um 180 Grad drehbar und 5-fach neigbar sind, andere neigen sich nur zwischen 0 und 90 Grad. Große Beweglichkeit erleichtert die Anpassung an die eigene Körperhaltung – insbesondere an Steigungen.
Manche Hersteller, darunter Gardena, verkaufen ihre Rasenrakel bewusst ohne eigenen Stiel. Die Blätter sind stattdessen mit vorhandenen Systemstielen kompatibel, etwa mit dem Combisystem von Gardena. Der Hersteller Risisani bietet beispielsweise zusätzlich einen separaten Adapter an, mit dem sich seine Rasenrakel auch an Stielsysteme von Wolf-Garten anschließen lässt.

» Mehr Informationen

3.3. Wie wichtig sind Montage, Zerlegbarkeit und Lagerung?

Für die Lagerung im Gartenschuppen lohnt sich ein Blick auf die Zerlegbarkeit: Mehrere der geprüften Modelle lassen sich für den Transport oder die Aufbewahrung in Einzelteile zerlegen, andere kommen fertig montiert und dauerhaft zusammengesetzt. Ein Klick- oder Steckstiel spart Zeit bei der Erstmontage, ein geschraubter, mehrteiliger Stiel sitzt dafür oft stabiler bei kräftigem Gebrauch.

Rasenrakel im Test: Eine Hand reißt trockenes Gras aus einer Rasenfläche

Vor dem Einsatz der Rasenrakel entfernen Sie abgestorbenes Gras am besten von Hand oder mit dem Vertikutierer.

» Mehr Informationen

4. Wie wenden Sie eine Rasenrakel richtig an?

Mit der richtigen Rasenrakel Anwendung erzielen Sie ein deutlich gleichmäßigeres Ergebnis als beim Verteilen von Hand, wie diverse Rasenrakel-Tests in der Praxis zeigen.

4.1. Wann im Gartenjahr ist der richtige Zeitpunkt zum Rakeln?

Rakeln Sie Ihren Rasen bevorzugt im Frühjahr oder Spätsommer, wenn die Grashalme das aufgetragene Material schnell durchwachsen. Mähen Sie die Fläche vorher kurz und vertikutieren Sie sie bei Bedarf, damit Sand oder Erde direkt auf die Grasnarbe treffen statt auf abgestorbenem Rasenfilz liegen zu bleiben.

» Mehr Informationen

4.2. Welches Material eignet sich zum Auffüllen: Sand, Erde oder Gemisch?

Für kleine Unebenheiten reicht reiner Sand aus, für größere Vertiefungen empfiehlt sich ein Sand-Erde-Gemisch, das zusätzlich Nährstoffe für das Graswachstum liefert. Tragen Sie das Material in kleinen, dünnen Schichten auf und ziehen Sie es in überlappenden Bahnen und wechselnden Richtungen ab, statt es an einer Stelle zu dick aufzuhäufen. Grashalme sollten nach dem Rakeln noch sichtbar aus der aufgetragenen Schicht herausragen.

Tipp: Wässern Sie die Fläche anschließend, damit sich Material und Boden gut verbinden.

» Mehr Informationen

4.3. Welche Anwendungsfehler sollten Sie vermeiden?

Der häufigste Fehler ist zu viel Material auf einmal: Wird die Grasnarbe vollständig verschüttet, fehlt den Halmen Licht zum Nachwachsen. Ergänzen Sie nach dem Ebnen bei kahlen Stellen frische Rasensamen und pflegen Sie den Rasen mit Dünger weiter, damit die ausgebesserten Flächen zügig zuwachsen.

Rasenrakel im Test: Eine Rakel verteilt Humus auf einem Rasenstück.

Ein Sand-Erde-Gemisch mit Humus liefert beim Auftragen mit der Rasenrakel zusätzliche Nährstoffe für die Grasnarbe.

» Mehr Informationen

5. Rasenrakel-Tests: Gibt es Ergebnisse unabhängiger Prüfinstitute?

Nach aktuellem Stand liegt weder von der Stiftung Warentest noch von Öko-Test ein eigener Rasenrakel-Test vor. Der Rasenrakel-Testsieger fehlt in diesem Ratgeber daher. Aber unser Vergleich gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Kaufkriterien aus Herstellerangaben, Recherchen und Amazon-Kundenbewertungen. Neben international vertriebenen Marken wie Gardena und Risisani gibt es auch regionale Anbieter wie den österreichischen Hersteller Sonneck, der auf Amazon derzeit noch nicht vertreten ist.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Rasenrakel

Die folgenden Fragen ergänzen die Kaufkriterien aus den vorherigen Kapiteln um praktische Aspekte, die dort noch nicht zur Sprache kamen.

6.1. Wofür brauchen Sie eine Rasenrakel?

Eine Rasenrakel verteilt Sand oder Erde beim Topdressing gleichmäßig auf dem Rasen und gleicht dabei Bodenwellen und Unebenheiten aus. Sie kommt vor allem nach dem Vertikutieren oder bei der Ausbesserung kahler, unebener Stellen zum Einsatz und ersetzt das mühsame Verteilen von Hand.

» Mehr Informationen

6.2. Welche Alternative gibt es zur Rasenrakel?

Als Rasenrakel-Alternative eignet sich eine einfache Abziehlatte für kleine Flächen oder eine Rasenwalze, wenn es vor allem um das Verdichten statt um das Auffüllen von Unebenheiten geht. Beide Alternativen erreichen aber nicht dieselbe gleichmäßige Materialverteilung wie eine Rasenrakel mit gegittertem Blatt.

» Mehr Informationen

6.3. Können Sie eine Rasenrakel mieten?

Ja, viele Baumärkte und lokale Geräteverleiher bieten eine Rasenrakel mieten als Alternative zum Kauf an. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie das Werkzeug nur einmalig oder sehr selten benötigen, etwa nach einer Rasenneuanlage.

» Mehr Informationen

6.4. Wann sollten Sie den Rasen rakeln?

Rakeln Sie den Rasen am besten im Frühjahr oder Spätsommer, wenn das Gras aktiv wächst und die aufgetragene Schicht schnell durchwächst. Vermeiden Sie das Rakeln bei Trockenheit oder Frost, da sich Material dann schlechter mit dem Boden verbindet.

» Mehr Informationen