Das Wichtigste in Kürze
  • Je nachdem, ob Sie gedenken, den Mörtel im Innen- oder im Außenbereich des Hauses anzuwenden, sollten Sie auf die Wasserdurchlässigkeit des Produktes achten. Wasserdurchlässiger Mörtel ist nicht für eine Verwendung im Innenraum geeignet
  • Für eine hochwertige Optik Ihrer Fugen empfehlen wir Ihnen den Kauf eines feinkörnigen Pflasterfugenmörtels
  • Nicht alle Mörtel müssen vor der Verwendung mit Wasser angemischt werden. Einige Produkte werden Ihnen bereits gebrauchsfertig geliefert. Pflasterfläche nässen, Mörtel einarbeiten, Fläche abspülen, fertig!

pflasterfugenmörtel test

Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eines Hauses ist eine sorgfältig verfugte Pflasterfläche ein echter Blickfang. Egal, ob es der geflieste Badezimmerboden, der Gartenweg oder die Backsteinwand ist: Mit dem richtigen Pflasterfugenmörtel können Sie einer Pflasterfläche ein noch hochwertigeres Aussehen verleihen.

Finden Sie jetzt mithilfe unserer Kaufberatung Ihren Pflasterfugenmörtel Testsieger und achten Sie auch auf die Aushärtungszeit. Die Pflasterflächen sind je nach Aushärtungszeit des Mörtels eine Zeit lang nicht begehbar, doch nach spätestens 24 Stunden härten die meisten so weit aus, dass sie begehbar sind. In unserem Pflasterfugenmörtel-Vergleich 2020 verraten wir Ihnen, welche Typen von Pflasterfugenmörtel sich für Ihre Zwecke eignen und welche Eigenschaften der beste Pflasterfugenmörtel besitzen muss.

1. Eignet sich ein wasserdurchlässiger Mörtel auch für die Verwendung im Außenbereich?

Die Anwendungsmöglichkeiten von Pflasterfugenmörtel werden laut Pflasterfugenmörtel-Tests in erster Linie von Ihrer Wasserdurchlässigkeit begrenzt. Bei der Anwendung im Außenbereich empfiehlt sich immer die Verwendung von wasserdurchlässigem Pflasterfugenmörtel. So ermöglichen Sie beispielsweise das Abfließen von Regenwasser und verhindern die Pfützenbildung auf der Pflasterfläche.

Für die Anwendung im Innenbereich des Hauses sollten Sie immer wasserundurchlässigen Mörtel verwenden. Das gilt beispielsweise für Badezimmer und für Innenwände. So versiegeln Sie die Pflasterfläche und verhindern, dass Wasser in die Fugen eindringt und Schäden anrichtet.

Viele Baumärkte wie Obi oder Hellweg bieten neben dem Pflasterfugenmörtel bekannter Marken auch Mörtel aus günstigeren Preiskategorien an.

2. Härtet feinkörniger Pflasterfugenmörtel schneller aus?

Fliesenmörtel

Feinkörniger Mörtel sieht sehr hochwertig aus und eignet sich daher vor allem für die Anwendung im Innenbereich.

Unterschiedliche Pflasterfugenmörtel unterscheiden sich in erster Linie in der Körnigkeit des Produktes. Während grobkörniger Mörtel sich vor allem für die Anwendung bei höheren Pflasterfugen-Breiten eignet, kann feinkörniger Mörtel auch in schmale Fugen mit Fugenbreiten von unter 5 mm eingearbeitet werden. Für den Innenbereich des Hauses (beispielsweise in Badezimmern) empfehlen wir Ihnen, feinkörnigen Pflasterfugenmörtel zu kaufen. Dieser ist zwar meistens teurer als grobkörniger Mörtel, doch verleiht er den Fugen auch ein höherwertiges Aussehen, welches Besonders auf gefliesten Flächen im Innenraum gut zur Geltung kommt.

Im Außenbereich des Hauses (beispielsweise auf Gartenwegen) können Sie auch grobkörnigen Mörtel verwenden. Hinzu kommt, dass feinkörniger Mörtel deutlich schneller aushärtet als grobkörnige Produkte und oft bereits nach nur 6 Stunden Aushärtungszeit begehbar ist. Allerdings eignen sich diese Mörtel nicht für die Verwendung in Einfahrten oder Carports, da sie nicht für hohe Belastungen (wie beispielsweise durch PKWs) ausgelegt sind.

Vor und Nachteile von feinkörnigem Mörtel:

  • hochwertige Optik
  • härtet schnell aus
  • nicht für hohe Belastungen zugelassen

3. Achten Sie beim Kauf vor allem auf den Verbrauch pro Quadratmeter

Pflaster aus Naturstein ohne Fugenmörtel

Die Menge des Pflasterfugenmörtels spielt im Hinblick auf die zu verfugende Fläche eine große Rolle. Der Verbrauch hängt natürlich in erster Linie vom Steinformat und der Fugenbreite ab. Die folgende Tabelle verdeutlicht beispielhaft, mit welchem Verbrauch pro Quadratmeter Sie rechnen müssen. Der Verbrauch kann jedoch auch durch die Körnung des Pflasterfugenmörtels variieren. Auf der Verpackung finden Sie für gewöhnlich genauere Herstellerangaben zum Verbrauch.

Pflasterart Steinformat Fugenbreite ungefährer Verbrauch (bei Fugentiefe 30 mm)
Großpflaster 14 x 17 cm 8 mm 5 kg/m²
Kleinpflaster 10 x 11 cm 3 mm 2,5 kg/m²
Mosaik 5 x 7 cm 3 mm 5 kg/m²

4. Gibt es bereits gebrauchsfertige Pflasterfugenmörtel, die nicht angemischt werden müssen?

Pflasterfugenmörtel mit wasser gemischt

Zum Anrühren des Pflasterfugenmörtels empfiehlt sich die Verwendung eines Rührwerks.

Es gibt zwei Arten von Pflasterfugenmörtel:

  • Gebrauchsfertiger Pflasterfugenmörtel
  • Pflasterfugenmörtel zum Anmischen

Gebrauchsfertiger Pflasterfugenmörtel (auch Quick Mix-Mörtel genannt) muss nicht erst mit Wasser angemischt werden, sondern kann direkt auf der Pflasterfläche verteilt und großzügig eingeschlämmt werden. Für gewöhnlich besteht der gebrauchsfertige Pflasterfugenmörtel aus etwas grobkörnigerem Material, wodurch er sich besonders gut für das Verfugen großer Fugenbreiten eignet. Die Anwendung bei kleineren Fugenbreiten wird nicht empfohlen, da der grobkörnige Mörtel nur schwer in die Fugen einzuarbeiten ist.

Pflasterfugenmörtel zum Anmischen ähnelt in seiner Verwendungsweise normalem Baumörtel, da er vor der Verwendung erst mit Wasser angerührt werden muss. Für gewöhnlich hat dieser mit Wasser angerührte Pflasterfugenmörtel bessere Fließeigenschaften und ist feinkörniger als gebrauchsfertiger Mörtel, weshalb er sich auch zur Verwendung bei geringen Fugenbreiten eignet.

Während alle Pflasterfugenmörtel der Belastung durch Personen ohne weiteres standhalten können, sind spezielle Pflasterfugenmörtel so beschaffen, dass sie auch der höheren Belastung durch PKWs standhalten. Diese Produkte eignen sich beispielsweise für die Verwendung in Garageneinfahrten oder Carports.

5. So verwenden Sie Pflasterfugenmörtel richtig

Achtung! Gefahren beim Heimwerken

Wie die Stiftung Warentest berichtete, unterschätzen viele Heimwerker laut dem Institut für Risikobewertung das Risiko bei der Arbeit mit Mörtel und Zement. Eine Auswertung von Daten aus den Jahren 2000 bis 2003 ergab, dass das Risiko für Hautverätzungen und Augenverletzungen besonders oft unterschätzt wird. Aus diesem Grund gibt das Verbrauchermagazin die folgenden Sicherheitshinweise:

  • Tragen Sie beim Anrühren von Beton oder Mörtel immer eine Schutzbrille und eine Atemmaske
  • Tragen Sie bei der Arbeiten in feuchten Bereichen Baumwollhandschuhe statt Lederhandschuhe, da diese nicht so schnell durchnässen
  • Wechseln Sie nasse und verschwitzte Kleidung, um Hautverätzungen zu vermeiden

Bevor Sie den Pflasterfugenmörtel verwenden, sollten Sie die Pflasterfläche zunächst gründlich nässen. Dadurch können Sie nach Ende der Prozedur den verbleibenden Restmörtel leichter von den Pflastersteinen abspülen.

Für den Fall, dass Sie Pflasterfugenmörtel zum Anrühren verwenden, sollten Sie im nächsten Schritt den Mörtel mit Wasser in einem großen Behältnis anrühren. Bei der Verwendung von gebrauchsfertigem Pflasterfugenmörtel entfällt dieser Schritt. Nun erfolgt das Auftragen des Fugenmörtels, welchen Sie großzügig auf der Pflasterfläche verteilen.

Während Sie gebrauchsfertigen und grobkörnigen Mörtel ohne Probleme mit einem Besen verteilen und in die Pflasterfugen einarbeiten können, empfehlen Pflasterfugenmörtel-Tests zum Verteilen von feinerem und dünnflüssigem Mörtel, einen Wasserschieber zu verwenden.

Nachdem Sie den Mörtel gründlich in die Fugen eingearbeitet haben, sollten Sie den Restmörtel sofort von der Pflasterfugenmörtel abziehen, sodass nur noch ein dünner Film auf den Pflastersteinen zurückbleibt. Wenn Sie grobkörnigen Fugenmörtel verwenden, können Sie diesen einfach mithilfe einer Gartenbrause einschlämmen. Nun erfolgt eine Einwirkzeit von etwa 30 bis 90 Minuten. Diese variiert je nach Hersteller und Witterungsbedingungen.

Abziehen des Restmörtels mit einem Besern

Nach dieser Einwirkzeit entfernen Sie die den zurückgebliebenen Mörtelfilm mit reichlich Wasser. Beachten Sie, dass die Aushärtungszeit der meisten Fugen je nach Hersteller bis zu einer Woche betragen kann. Nach dem Ablauf dieser Zeitspanne ist die Pflasterfläche voll belastbar. Vorher sollten Sie auf eine Vollbelastung der Fläche verzichten.

Pflasterfugenmörtel-Tests zufolge kann die Pflasterfläche nach etwa 24 Stunden Aushärtungszeit begangen werden. Feinkörniger Mörtel härtet allerdings schneller aus und kann oft bereits nach einer Aushärtungszeit von 6 Stunden begangen werden.