Das Wichtigste in Kürze
  • Pferde-Fressbremsen mit Riemen sitzen besonders fest am Kopf Ihres Pferdes und verrutschen nicht.
  • Den höchstmöglichen Tragekomfort gepaart mit einer optimalen Luftzirkulation bieten Pferde-Fressbremsen mit gepolsterten Nylon-Riemen.
  • Fressbremsen mit einer besonders kleinen Fressöffnung hindern Ihr Pferd am zuverlässigsten vor einer übermäßigen Nahrungsaufnahme.

Fressbremse-Pferd-Test

Übergewicht bei Pferden ist immer häufiger ein Grund für Krankheiten. Daher sind Fressbremsen ein beliebtes Mittel, um die Tiere in ihrer Nahrungsaufnahme einzuschränken. Laut pferderevue nehmen sie so zwischen 30 und 86 Prozent weniger Futter auf.

In unserer Kaufberatung zum Pferde-Fressbremsen-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen die verschiedenen Typen von Fressbremsen vor. Auch auf welche Eigenschaften Sie beim Kauf eines solchen Futterregulators achten sollten, erläutern wir Ihnen.

Besonders vorteilhaft sind Pferde-Fressbremsen mit Nylon-Riemen und einem Gummistück im Maulbereich. Die Riemen sind weich und sorgen für eine angenehme Luftzirkulation im Innern. Das Gummistück im Maulbereich ist besonders robust und macht die Fressbremse langlebig, auch wenn Ihr Pferd beim Grasen damit häufig über den Boden streift.

1. Pferde-Fressbremsen-Typen: Sitzen Fressbremsen mit Riemen besser?

In Fressbremse-Pferd-Tests wird bewertet, wie gut diese die Nahrungsaufnahme hemmen.

Fressbremsen mit Riemen gibt es von Marken wie Amesbichler, Busse, USG, Waldhausen, Shires, ProTack und Epplejeck.

Fressbremsen für Pferde sind eine Art Maulkorb, die am Maulstück über eine oder mehrere Öffnungen verfügen, durch die Ihr Pferd noch ein wenig Nahrung aufnehmen kann.

Es werden Ansteck-Fressbremsen und Fressbremsen mit Riemen unterschieden.

Die Ansteck-Fressbremsen bestehen aus dem Maulkorb, der durch Riemen mit Schnallen seitlich an jedem Halfter Ihres Pferdes befestigt werden kann.

Möchten Sie die Fressbremse nur gelegentlich benutzen, dann empfehlen wir Ihnen eine Ansteck-Fressbremse zu kaufen. Diese kann ganz einfach an jedem Halfter befestigt werden.

Bei Fressbremsen mit Riemen ist der Maulkorb an einer Halfter-ähnlichen Konstruktion, die meist aus Genick- und Kehlriemen besteht, befestigt.

Die Riemen sollten so befestigt werden, dass das Maulstück mit den Fressöffnungen sicher in der gleichen Position vor dem Maul Ihres Pferdes gehalten wird. So kann Ihr Pferd beim Grasen auf der Weide noch einzelne Halme abzupfen.

Bei beiden Arten sollten Sie beim Anlegen darauf achten, dass zwischen Maul und Maulkorb Ihres Pferdes noch etwas Luft ist, sodass die Atmung nicht eingeschränkt wird.

Für eine optimale Positionierung und Anpassung der Fressbremse empfehlen wir Ihnen, ein Modell mit Riemen zu wählen. Diese lassen sich meist stufenlos verstellen und so genau auf die Kopfgröße Ihres Pferdes anpassen.

Leichtfuttrige Pferde ohne Fressbremse neigen dazu, zu viel Heu zu fressen.

Leichtfuttrige Pferde neigen dazu, übermäßig viel zu essen, wenn dies nicht durch Sie als Pferdehalter unterbunden wird.

Im Vergleich zu einem richtigen Maulkorb, kann Ihr Pferd beim Tragen einer Fressbremse noch Nahrung aufnehmen. Auch die Wasseraufnahme ist nach wie vor möglich.

Durch ihre löcherige Beschaffenheit gewähren Fressbremsen außerdem eine bessere Luftzirkulation im Nüsternbereich und schränken die Atmung Ihres Pferdes in keiner Weise ein.

Allerdings kann es dazu kommen, dass sich die Zähne Ihres Pferdes bei zu langem Tragen der Fressbremse abnutzen. Beim Abzupfen von Grashalmen beispielsweise streift Ihr Pferd mit den Zähnen meist stärker über den Boden beziehungsweise über die Innenseite des Maulkorbes als ohne diesen.

Die Vor- und Nachteile von Fressbremsen für Pferde im Vergleich zu Pferde-Maulkörben stellen wir Ihnen nun noch einmal übersichtlich zusammen:

  • Nahrungsaufnahme ist gehemmt möglich
  • bessere Luftzirkulation im Nüsternbereich
  • Wasseraufnahme wird nicht beeinträchtigt
  • bei zu häufigem Tragen Verschleiß der Zähne

2. Kaufkriterien für Pferde-Fressbremsen: Ist eine gute Luftzirkulation Voraussetzung für eine optimale Atmung?

2.1. Achten Sie auf die richtige Größe der Fressbremse für Ihr Pferd

Die Größen von Fressbremsen für Pferde werden – wie auch die von Pferde-Halftern – entsprechend der Rasse der Pferde angegeben. Es gibt in der Regel die Größen Shetty, Pony, Warmblut, Vollblut und Kaltblut.

Achten Sie auf die richtige Größe bei der Wahl der besten Fressbremse-Pferd.

Scheuerstellen durch die Riemen von Fressbremsen sind keine Seltenheit. Besonders gefährdet ist auch der Bereich hinter den Ohren.

Manchmal sind die Größen auch durch Bezeichnungen wie Cob oder Full angegeben. Cob entspricht hier Vollblütern und Full Warmblütern.

Die richtige Größe und der optimale Sitz sind unverzichtbar, denn eine Pferde-Fressbremse soll den Kiefer Ihres Pferdes in seiner Beweglichkeit nicht einschränken.

Liegt der Maulkorb zu eng an, dann ist es Ihrem Pferd nicht mehr möglich, entspannte Kaubewegungen durchzuführen. Um optimal atmen zu können, sollte die Nase Ihres Pferdes am besten einen Abstand von 2,5 cm bis zum Maulkorbboden haben.

Achten Sie außerdem darauf, die Fressöffnung der Fressbremse so zu positionieren, dass diese über der Maulspalte Ihres Pferdes sitzt. Nur so ist eine Nahrungsaufnahme durch die Fressbremse überhaupt möglich.

Kaufen Sie die Fressbremse für Ihr Pferd immer in der passenden Größe, denn ist sie zu klein, dann kann es schnell zu Druckstellen und Wunden im Nasenbereich Ihres Pferdes kommen.

2.2. Fressöffnungen im Maulstück: Je kleiner die Öffnung, desto weniger Nahrungsaufnahme ist möglich

Um Fressbremse-Pferd-Testsieger-Potenzial zu haben, muss eine optimale Luftzirkulation und ein hoher Tragekomfort gewährleistet sein.

Sowohl Produkte der Kategorie Ansteck-Fressbremse als auch derer mit Riemen schränken die Nahrungsaufnahme Ihres Pferdes zuverlässig ein.

Das Hauptaugenmerk bei Fressbremsen liegt auf den Fressöffnungen, die im Maulbereich eingearbeitet sind.

Es finden sich unterschiedliche Varianten und je nachdem, wie eingeschränkt die Nahrungsaufnahme für Ihr Pferd sein soll, sollten Sie eine Fressbremse mit mehreren Fressöffnungen wählen oder eine mit nur einer Fressöffnung.

Die meisten Pferde-Fressbremsen haben im Maulbereich lediglich ein kleines Loch mit einem Durchmesser von 2,5 cm, durch welches Ihr Pferd fressen kann. Das ist die Variante der Fressbremsen, die die Nahrungsaufnahme am meisten hemmen.

Diese Öffnung befindet sich meist in einem Gummistück, welches im Maulbereich eingesetzt ist. Das hat den großen Vorteil, dass es sich nicht so schnell abnutzt, wenn Ihr Pferd damit über den Boden streift.

Möchten Sie die Nahrungsaufnahme und das Grasen Ihres Pferdes extrem einschränken, dann empfehlen wir Ihnen eine Fressbremse mit nur einer Fressöffnung.

2.3. Tragekomfort und Luftzirkulation: Gepolsterte Nasenriemen verhindern Druckstellen

Beachten Sie, wenn Sie eine Fressbremse-Pferd kaufen, dass Sie diese nicht zum Reiten nutzen können.

Mit einem Maulkorb kann Ihr Pferd weder Nahrung noch Wasser aufnehmen.

Ein wichtiges Kaufkriterium bei Fressbremsen für Pferde ist der Tragekomfort und die Luftzirkulation. Da Ihr Pferd einen solchen Futterregulator meist über mehrere Stunden trägt, sollte dieser auch angenehm zu Tragen sein und keine Druckstellen hinterlassen.

Um das sicherzustellen, sollten Sie darauf achten, dass die Riemen der Pferde-Fressbremse aus weichem Nylon sind. Teilweise sind diese sogar gepolstert und bieten einen noch höheren Tragekomfort.

Mindestens genauso wichtig wie ein angenehmes Tragegefühl ist die Gewährleistung einer optimalen Luftzirkulation im Innern der Fressbremse. Dort sollte sich kein Hitzestau bilden und die Atmung Ihres Pferdes sollte in keiner Weise beeinträchtigt werden.

Achten Sie also darauf, dass der Maulkorb aus luftigen Nylon-Riemen besteht oder seitlich über große Löcher verfügt, durch die Luft ins Innere dringt.

Um eine optimale Luftzirkulation mit höchstem Tragekomfort zu vereinen, empfehlen wir Ihnen die Anschaffung einer Pferde-Fressbremse mit gepolsterten Nylon-Riemen.

3. Was sind die Gründe für eine Pferde-Fressbremse?

Für das Anlegen einer Fressbremse gibt es im Wesentlichen drei verschiedene Gründe. In der nachfolgenden Tabelle stellen wir Ihnen diese übersichtlich vor:

Grund Was verhindert die Fressbremse?
Übergewicht vermeiden

Fressbremsen verhindern Übergewicht bei Pferden

Übergewicht bei Pferden wirkt sich vor allem negativ auf das Atmungs- und Kreislaufsystem sowie auf die Gelenke und Hufe Ihres Pferdes aus.

Durch eine Fressbremse kann die Nahrungsaufnahme kontrolliert und gesteuert werden.

Hufrehe vermeiden

Laut Fressbremse-Pferd-Tests beugen diese einer zu hohen Weidengrasaufnahme und damit Hufrehe vor.

Durch zu viel Weidegras, welches sehr kohlehydratreich ist, entstehen häufig Stoffwechselstörungen. Das führt zu einer Übersäuerung und kann dadurch Hufrehe (Entzündung der Huflederhaut) bei Ihrem Pferd hervorrufen.

Durch das Tragen einer Fressbremse kann die Aufnahme von Weidegras minimiert werden.

Schutz nach einer OP

Fressbremsen für Pferde eigenen sich nach einer OP, wenn der Kreislauf der Tiere noch schwach ist.

Der Organismus Ihres Pferdes wird bei einer Betäubung auf Sparflamme gesetzt und so kann Nahrung nicht mehr so schnell verdaut werden. Deshalb ist es wichtig, die Nahrungsaufnahme zu verringern, um Schlund-Verstopfungen oder Koliken zu verhindern.

Eine Fressbremse hindert Ihr Pferd an einer zu üppigen Nahrungsaufnahme sowie am Aufbeißen von Nähten oder Wunden.

Mit einer Fressbremse ist die Nahrungsaufnahme nur verlangsamt möglich. So können Sie Ihr Pferd bedenkenlos den ganzen Tag auf der Weide stehen lassen, ohne sich Gedanken zu machen, ob dieses zu viel frisst. Dabei ist der Vorteil, dass Fressbremsen weder das Trinken noch die Atmung beeinträchtigen.

Fazit: Haben Sie gute Gründe, um Ihrem Pferd eine Fressbremse anzulegen und kaufen Sie ein Produkt in der richtigen Größe, dann ist das Tragen einer Fressbremse für Pferde alles andere als Tierquälerei. Sie schützen Ihr Pferd vor Übergewicht und Krankheiten und damit einhergehenden Beschwerden.

In Fressbremse-Pferd-Vergleichen wird besonders auf den Tragekomfort und die Verstellbarkeit geachtet.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Pferde-Fressbremse

4.1. Wie sitzt eine Fressbremse richtig?

Eine Pferde-Fressbremse darf weder zu eng noch zu locker sitzen. Um den Futterregulator richtig anzulegen, erläutern wir Ihnen nun einige Richtlinien, an denen Sie sich orientieren können.

Pferde-Krankenversicherung

Stiftung Warentest empfiehlt: Achten Sie vor dem Abschluss einer Krankenversicherung für Ihr Pferd besonders darauf, welche Leistungen oder Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind und welche nicht.

Zwischen dem oberen Riemen der Fressbremse und der Nase Ihres Pferdes sollten zwei Finger Platz haben. Denn die Riemen dürfen nicht zu eng sitzen und keine Druckstellen am Kopf Ihres Pferdes hinterlassen.

Zwischen dem Maul Ihres Pferdes und dem Boden des Maulkorbes sollten ca. 2,5 cm Platz sein. So wird ein problemloses Atmen ermöglicht und ggf. ein Wundscheuern der Nüstern verhindert.

Die Größe des Maulkorbes muss es Ihrem Pferd ermöglichen, sein Maul problemlos und ausreichend öffnen zu können.

Das Loch der Fressbremse sollten Sie so platzieren, dass es genau über der Maulspalte Ihres Pferdes sitzt.

4.2. Wie lange darf oder soll ein Pferd eine Fressbremse tragen?

Günstige Fressbremsen für Pferde von Greenguard sind aus Kunststoff.

Günstige Fressbremsen für Pferde haben meist Nylon-Riemen.

Ihr Pferd sollte die Fressbremse nur solange wie nötig tragen. Die Futterregulatoren sind für den stundenweisen Einsatz gedacht und keinesfalls eine Dauerlösung.

Hersteller wie Greenguard geben bei Ihren Fressbremsen zwar eine Tragezeit von bis zu 24 Stunden an, diese sollten Sie allerdings nicht unbedingt ausreizen.

Laut pferderevue sollten Fressbremsen nicht länger als 10 bis 12 Stunden am Stück getragen werden.

Die Tragedauer hängt außerdem sehr von Ihrem Pferd ab und wie dieses den Futterregulator akzeptiert. Bei einigen Tieren kann es nach dem Abnehmen der Fressbremse dazu kommen, dass sie dann besonders gierig Fressen und die verlorene Zeit wieder aufholen.

Achten Sie darauf, Ihrem Pferd in der Zeit, in der es keine Fressbremse trägt, nur wenig Futter zur Verfügung zu stellen, sodass dieses nicht unkontrolliert frisst.

4.3. Welche Alternativen zur Pferde-Fressbremse gibt es?

Eine richtige Alternative zu einer Fressbremse gibt es in dem Sinne nicht. Wollen Sie Ihrem Pferd keinen Maulkorb anlegen, dann können Sie lediglich Einfluss auf die Futteraufnahme Ihres Pferdes nehmen.

Dies können Sie tun, indem Sie den Weidegang auf entsprechende Zeitspannen begrenzen oder Weideflächen wählen, auf denen kaum Gras wächst. Außerdem können Sie Ihrem Pferd speziell kalorienreduziertes Futter geben, um Übergewicht zu vermeiden.