Datenrettungsprogramm Vergleich 2026

Die beste Datenrettungssoftware im Vergleich.

Jacob Lange
Redakteur
schreibt über: Software
Lektorin: Nele B.
Seit 2018 erstelle ich regelmäßig Vergleiche zu den unterschiedlichsten Themen. Spezialist bin ich aber vor allem für Vergleiche im Bereich Elektronik. Mit einem fundierten Hintergrundwissen und meiner Leidenschaft für technische Innovationen biete ich so umfassende wie präzise Informationen zu elektronischen Geräten, Gadgets sowie Technologien. Meine Beiträge beinhalten detaillierte Produktvergleiche, Kaufberatungen und technische Analysen, um Verbrauchern dabei zu helfen, sowohl informierte Entscheidungen zu treffen als auch die besten elektronischen Lösungen für ihre Bedürfnisse zu finden.

Wichtige Dateien versehentlich gelöscht oder eine Festplatte formatiert? Datenrettungsprogramme sind darauf ausgelegt, verlorene, beschädigte oder gelöschte Dateien auf dem Speicher zu finden und wiederherzustellen. Dabei spielt es oftmals keine Rolle, ob es sich um einen PC, ein Smartphone, eine externe Festplatte oder ein anderes Speichermedium handelt. Erfahren Sie im Ratgeber, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

In unserer Vergleichstabelle finden Sie eine Reihe von Anbietern mit wichtigen Kriterien wie Funktionsumfang, Kompatibilität sowie Tarifkonditionen anschaulich gegenübergestellt.

Fakten zum Vergleich
43
Recherchierte
Produkte
6
Überprüfte
Produkte
37
Investierte
Stunden
85.680
Überzeugte
Leser
Aktualisiert: 12.03.2025

1 - 6 von 6: Beste Datenrettungsprogramme im Vergleich

Datenrettungsprogramm Test Vergleich
Stellar Data RecoveryStellar Data Recovery
Vergleichssieger
EaseUS Data Recovery WizardEaseUS Data Recovery Wizard
Autorentipp
RecuvaRecuva
Minitool Power Data RecoveryMinitool Power Data Recovery
DataRecoveryDataRecovery
Jihosoft File RecoveryJihosoft File Recovery
Abbildung*
Vergleichssieger
Stellar Data Recovery
Autorentipp
EaseUS Data Recovery Wizard
Recuva
Minitool Power Data Recovery
DataRecovery
Jihosoft File Recovery
Modell*

Stellar Data Recovery

EaseUS Data Recovery Wizard

Recuva

Minitool Power Data Recovery

DataRecovery

Jihosoft File Recovery

Vergleichsergebnis*
Informationen zur Produktsortierung und Bewertung
Unsere Bewertung
1,3
sehr gut
Stellar Data Recovery
09/2026
Unsere Bewertung
1,4
sehr gut
EaseUS Data Recovery Wizard
09/2026
Unsere Bewertung
1,5
gut
Recuva
09/2026
Unsere Bewertung
1,6
gut
Minitool Power Data Recovery
09/2026
Unsere Bewertung
1,7
gut
DataRecovery
09/2026
Unsere Bewertung
2,3
gut
Jihosoft File Recovery
09/2026
Zum Angebot*
Betrieb
Für HDD und SDD geeignet
für HDD und SSD
für HDD und SSD
für HDD und SSD
für HDD und SSD
für HDD und SSD
für HDD
Für externe Speicher-Systeme geeignet
Für Smartphones geeignet
nur für iPhones geeignet
Kostenlose Demoversion
Tarife
  • •Professional: 99 €
  • •Premium: 109 €
  • •Technician: 199 €
  • •Standard: 299 €/Jahr
  • •Premium: 399 €/Jahr
  • •Premium Lifetime: 799 €
  • •Professional: 24,95 €
  • •Personal: 69 $/Monat
  • •Personal Annual: 89 $/Jahr
  • •Personal Ultimate: 99 $
  • •DataRecovery: 24,99 €
  • •Windows: 49,95 $
  • •Mac: 89,95 $
Installation
auf folgenden Betriebssystemen
kompatibel mit Windowskompatibel mit Apple
kompatibel mit Windowskompatibel mit Apple
kompatibel mit Windowskompatibel mit Apple
kompatibel mit Windows
kompatibel mit Windows
kompatibel mit Windowskompatibel mit Apple
Funktionen
NTFS-Unterstützung
FAT-Unterstützung
VMDK-Unterstützung
RAW-Unterstüzung
Sichere Löschung
zum Entfernen von Daten
Data-Recovery-Typ
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •E-Mails
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •E-Mails
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •E-Mails
  • •Dokumente
  • •Fotos
  • •Videos
  • •Audios
  • •E-Mails
Vor- und Nachteile
  • als kostenlose Demo-Version erhältlich
  • auch für iPhones geeignet
  • einmaliger Kauf
  • RAW-Unterstüzung
  • für Windows und Mac geeignet
  • keine VMDK-Unterstützung
  • als kostenlose Demo-Version erhältlich
  • sicheres Löschen von Daten
  • VMDK-Unterstützung
  • RAW-Unterstüzung
  • für Windows und Mac geeignet
  • vergleichsweise hohe Preise
  • als kostenlose Demo-Version erhältlich
  • einmaliger Kauf
  • sicheres Löschen von Daten
  • RAW-Unterstüzung
  • für Windows und Mac geeignet
  • keine VMDK-Unterstützung
  • als kostenlose Demo-Version erhältlich
  • RAW-Unterstüzung
  • lediglich für Windows-Computer
  • auch für Smartphones geeignet
  • einmaliger Kauf
  • RAW-Unterstüzung
  • lediglich für Windows-Computer
  • keine VMDK-Unterstützung
  • als kostenlose Demo-Version erhältlich
  • auch für Smartphones geeignet
  • einmaliger Kauf
  • VMDK-Unterstützung
  • für Windows und Mac geeignet
  • keine RAW-Unterstützung
Zum Angebot*

Datenrettungsprogramme-Kaufberatung:
So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Datenrettungsprogramme Test oder Vergleich

Das Wichtigste in Kürze
  • Datenrettungssoftware kann gelöschte oder verlorene Dateien oft wiederherstellen, solange die betroffenen Speicherbereiche nicht überschrieben werden.
  • Neben kostenlosen Programmen gibt es Einzellizenzen und Abo-Modelle mit jeweils unterschiedlichem Funktionsumfang.
  • Wichtige Kriterien sind unterstützte Speichermedien und Dateisysteme, die Verfügbarkeit für Ihr Betriebssystem sowie Datenschutz.

Ein Mann sitzt an einem Laptop und führt eine Datenwiederherstellung durch.
Ob versehentlich gelöschte Fotos, eine formatierte Festplatte oder ein Systemabsturz: Datenverlust trifft viele Nutzer unerwartet. Eine gute Datenrettungssoftware hilft Ihnen dabei, verlorene Dateien in vielen Fällen wieder nutzbar zu machen.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Funktionen eine gute Datenrettungssoftware bieten sollte, welche Speichermedien und Dateisysteme unterstützt werden, wann kostenlose Programme ausreichen und in welchen Fällen sich kostenpflichtige Lösungen lohnen.

1. Was ist eine Datenrettungssoftware und wie funktioniert sie?

Eine Datenrettungssoftware durchsucht einen Datenträger gezielt nach noch nicht überschriebenen Dateien und stellt diese wieder her – leistungsfähiger als die integrierten Lösungen von Windows oder macOS. Datenverlust kann durch versehentliches Löschen, Hardwarefehler, Virenbefall oder beschädigte Dateisysteme entstehen.

Erfahren Sie, was Sie von einer solchen Software realistisch erwarten können und wann sich eine spezialisierte Lösung lohnt.

1.1. Was können Sie von einer Datenrettungssoftware erwarten?

Eine Datenrettungssoftware durchsucht den Datenträger nach Resten gelöschter Dateien, die das Betriebssystem zwar als frei markiert, aber noch nicht überschrieben hat. Gute Programme bieten dafür einen schnellen Scan sowie einen gründlichen Tiefenscan und zeigen gefundene Dateien vor der Wiederherstellung in einer Vorschau an.

Der Schnellscan wertet meist den Dateisystem-Index aus und liefert schnelle Ergebnisse. Der Tiefenscan durchsucht den Datenträger dagegen Sektor für Sektor und kann dadurch auch Dateien finden, deren Verzeichniseintrag bereits verloren gegangen ist. Dafür benötigt er entsprechend mehr Zeit.

Eine Garantie auf vollständige Wiederherstellung gibt es nicht. Die Erfolgschancen sinken, je länger der Datenverlust zurückliegt und je mehr in der Zwischenzeit auf dem Datenträger gespeichert wurde. Mögliche Szenarien, bei denen Ihnen ein Datenrettungsprogramm aus unserem Vergleich helfen kann:

  • versehentlich gelöschte Dateien oder geleerte Papierkörbe
  • formatierte Festplatten, SSDs, USB-Sticks oder Speicherkarten
  • Datenverlust nach einem Systemabsturz oder Stromausfall während eines Schreibvorgangs
  • verlorene Partitionen oder fehlerhafte Partitionstabellen
  • Datenverlust durch Softwarefehler oder Schadsoftware, sofern die Daten nicht überschrieben wurden
» Mehr Informationen

1.2. Wann ist eine Software besser geeignet als interne Lösungen des Betriebssystems?

Windows und macOS bringen mit dem Papierkorb, dem Dateiversionsverlauf oder „Time Machine“ bereits einfache Wiederherstellungsfunktionen mit. Diese helfen allerdings nur, wenn die entsprechende Funktion vorher aktiviert war und die Datei nicht endgültig gelöscht oder der Datenträger formatiert wurde. Für solche Fälle lohnt sich eine spezialisierte Datenrettungssoftware.

Hinweis: Liegt dagegen ein physischer Defekt vor, etwa durch einen Sturz, Wasserschaden oder Elektronikschaden, hilft eine Datenrettungssoftware meist nicht weiter. In solchen Fällen sollten Sie den Datenträger nicht weiter verwenden und ein spezialisiertes Datenrettungslabor kontaktieren.

Auf einem Monitor wird ein Icon eines Backup-Programms angezeigt.

Tipp: Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen eine spezielle Software zur Erstellung regelmäßiger Backups. Dies verringert die Gefahr von Datenverlusten und ermöglicht Ihnen die einfache Wiederherstellung Ihrer Daten.

» Mehr Informationen

2. Welche Speichermedien, Dateisysteme und -formate sollte die Software unterstützen?

Eine gute Datenrettungssoftware liest Festplatten, SSDs, USB-Sticks und Speicherkarten zuverlässig aus und unterstützt gängige Dateisysteme wie NTFS, FAT32, exFAT und APFS. In diesem Kapitel erfahren Sie, worauf Sie bei Speichermedien, Dateisystemen und -arten konkret achten sollten.

2.1. Welche Speichermedien können wiederhergestellt werden?

Die meisten Programme lesen klassische Festplatten ebenso aus wie SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten und externe Laufwerke. Auch beschädigte SD-Karten aus Digitalkameras, Actioncams oder Drohnen lassen sich häufig noch auslesen, sofern kein physischer Defekt vorliegt.

Gut zu wissen: Bei modernen SSDs sollten Sie allerdings beachten, dass häufig der sogenannte TRIM-Befehl aktiv ist. Dabei werden gelöschte Speicherblöcke für die Wiederverwendung vorbereitet, wodurch sich die Erfolgschancen einer Datenrettung deutlich verringern. Bei klassischen Festplatten sind die Chancen oft besser, solange keine neuen Daten auf den betroffenen Speicherbereich geschrieben wurden.

» Mehr Informationen

2.2. Welche Dateisysteme und virtuellen Datenträger werden unterstützt?

Je nach Gerät und Betriebssystem kommen unterschiedliche Dateisysteme zum Einsatz: Windows nutzt überwiegend NTFS, USB-Sticks und Speicherkarten häufig FAT32 oder exFAT, Mac-Laufwerke dagegen APFS oder das ältere HFS+.

Die meisten Datenrettungsprogramme im Vergleich unterstützen die genannten Dateisysteme. Bei älterer oder kostenloser Software kann der Funktionsumfang jedoch eingeschränkt sein. Einige Tools erkennen zusätzlich Linux-Dateisysteme wie ext4.

Im Folgenden geben wir Ihnen eine Übersicht über gängige Dateisysteme und deren Eigenschaften:

Dateisystem / Format Wichtige Eigenschaften
NTFS
  • Standard-Dateisystem moderner Windows-PCs und vieler externer Festplatten
  • wird von jeder guten Datenrettungssoftware unterstützt
FAT32
  • häufig auf älteren USB-Sticks, Speicherkarten und kleineren Wechseldatenträgern
  • weit verbreitet und plattformübergreifend kompatibel
exFAT
  • Standard auf vielen modernen USB-Sticks und SDXC-Speicherkarten
  • gut geeignet für große Dateien und wird von Windows, macOS und vielen Kameras verwendet
APFS
  • aktuelles Standard-Dateisystem von macOS
  • Unterstützung wichtig für die Datenrettung auf neueren Macs
HFS+
  • älteres Mac-Dateisystem
  • kommt noch auf älteren Laufwerken und Sicherungsmedien vor
ext4
  • weit verbreitetes Linux-Dateisystem
  • wird nicht von allen Datenrettungsprogrammen unterstützt
VMDK
  • virtuelles Festplattenformat von VMware
  • einige professionelle Datenrettungs-Tools können Daten direkt aus VMDK-Dateien oder virtuellen Maschinen wiederherstellen
» Mehr Informationen

2.3. Für welche Dateiarten eignen sich die einzelnen Datenrettungstools?

Die meisten Programme können eine Vielzahl gängiger Dateitypen wiederherstellen. Unterschiede bestehen vor allem bei der Unterstützung spezieller Dateiformate sowie bei der Anzahl der Dateisignaturen, die eine Software erkennt.

Zum Standardumfang gehören in der Regel Office-Dokumente wie Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien sowie PDFs und Textdateien. Ebenso lassen sich häufig Fotos in Formaten wie JPEG, PNG oder TIFF wiederherstellen. Wer mit einer digitalen Spiegelreflex-, System- oder Drohnenkamera arbeitet, sollte darauf achten, dass die Software auch RAW-Formate wie CR2, CR3, NEF, ARW oder DNG unterstützt.

Darüber hinaus werden Videos und Audiodateien von den meisten Programmen erkannt. Dazu zählen unter anderem MP4, MOV, AVI oder MKV sowie Audioformate wie MP3, WAV, AAC oder FLAC. Einige Tools unterstützen außerdem Archive wie ZIP oder RAR sowie E-Mail-Datenbanken, beispielsweise PST-Dateien von Microsoft Outlook oder MBOX-Dateien verschiedener E-Mail-Programme.

Ein Smartphone liegt auf einem Collegeblock, auf dem Display wird der Fortschritt eines Systemupdates angezeigt.

Bei Systemupdates können immer wieder Fehler auftreten und Daten verloren gehen. Haben Sie vorab kein Backup erstellt, ist ein Datenrettungsprogramm eine gute Möglichkeit, um Ihre Daten wiederherzustellen.

» Mehr Informationen

3. Welche Funktionen sollte eine gute Datenrettungssoftware bieten?

Der nötige Funktionsumfang hängt davon ab, welchen Anspruch Sie an die Software haben. Für viele Anwender reichen ein einfacher Scan und eine unkomplizierte Wiederherstellung gelöschter Dateien aus. Wer häufiger Daten rettet oder mit beschädigten Datenträgern arbeitet, profitiert dagegen von erweiterten Funktionen wie der Erstellung eines Festplatten-Images oder der Wiederherstellung von Netzwerkspeichern.

In diesem Kapitel erfahren Sie, welche Funktionen für unterschiedliche Anwendungsfälle wichtig sind und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

3.1. Welche Funktionen sind für Einsteiger ausreichend?

Für die meisten Anwender genügt eine Datenrettungssoftware mit den grundlegenden Funktionen. Dazu gehören ein Schnellscan für kürzlich gelöschte Dateien, ein Tiefenscan für umfangreichere Suchvorgänge sowie eine Vorschaufunktion.

Ebenso hilfreich sind Filter- und Suchoptionen. So können Sie die Ergebnisse beispielsweise nach Dateityp, Dateigröße oder Änderungsdatum eingrenzen und relevante Fotos, Dokumente oder Videos schneller finden. Das spart Zeit und erleichtert die Auswahl, insbesondere wenn der Scan mehrere Hundert oder Tausend Treffer liefert.

Tipp: Eine Vorschaufunktion ist besonders nützlich, wenn Dateinamen fehlen oder beschädigt sind. Anhand der Vorschau können Sie prüfen, ob es sich tatsächlich um die gewünschte Datei handelt, bevor Sie die Wiederherstellung starten.

» Mehr Informationen

3.2. Welche zusätzlichen Funktionen benötigen fortgeschrittene Nutzer?

Eine Festplatte ist von einer Metallkette umschlungen und im Vordergrund steht ein Vorhängeschloss.

Datenrettungsprogramme im Test: Gute Software kann Daten wiederherstellen – ob verschlüsselt oder unverschlüsselt. Als Zusatzfunktion können Sie mit einigen Tools auch Datenträger nachhaltig löschen.

Fortgeschrittene Nutzer profitieren von Funktionen, die über die reine Wiederherstellung gelöschter Dateien hinausgehen. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, vor der eigentlichen Datenrettung ein vollständiges Festplatten-Image zu erstellen.

Anschließend kann die Wiederherstellung auf der Kopie erfolgen, ohne den Originaldatenträger durch weitere Lesezugriffe zu belasten. Darüber hinaus können viele Programme einen bootfähigen USB-Stick erstellen, für den Fall, dass Windows nicht mehr startet.

Wer regelmäßig mit RAID-Systemen oder Netzwerkspeichern arbeitet, sollte darauf achten, dass die Software auch diese Speicherumgebungen unterstützt. Dafür muss die Software unter anderem RAID-Konfigurationen und die verwendeten Dateisysteme korrekt erkennen und auswerten. Solche Funktionen gehören meist zum erweiterten Leistungsumfang.

Mit einer Kommandozeilen- oder Skript-Unterstützung lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren oder mehrere Datenträger effizient nacheinander analysieren – Funktionen, die vor allem in Unternehmen, IT-Abteilungen oder der digitalen Forensik genutzt werden.

» Mehr Informationen

3.3. Können auch verschlüsselte Datenträger wiederhergestellt werden?

Viele moderne Computer verschlüsseln ihre Datenträger standardmäßig oder bieten entsprechende Funktionen wie BitLocker unter Windows oder FileVault unter macOS. Grundsätzlich können auch von solchen Datenträgern Daten wiederhergestellt werden – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Entscheidend ist, dass der Datenträger mit dem richtigen Passwort, Wiederherstellungsschlüssel oder Benutzerkonto entschlüsselt werden kann. Erst danach kann die Software auf die gespeicherten Daten zugreifen und gelöschte oder verlorene Dateien wiederherstellen. Ohne die erforderlichen Zugangsdaten sind die Daten in der Regel nicht lesbar und können auch von der besten Datenrettungssoftware nicht entschlüsselt werden.

Achten Sie darauf, ob die Programme die von Ihnen verwendete Verschlüsselung unterstützen. Einige können verschlüsselte Datenträger direkt einbinden oder mit bereits entschlüsselten Laufwerken arbeiten. Insbesondere in Unternehmen oder bei sensiblen Daten kann diese Funktion ein wichtiges Auswahlkriterium sein.

» Mehr Informationen

4. Was kostet eine Datenrettungssoftware und welches Lizenzmodell lohnt sich?

Datenrettungssoftware gibt es kostenlos, als Kauflizenz oder im Abo – mit jeweils unterschiedlichem Funktionsumfang und Kosten. In diesem Kapitel erfahren Sie, worin sich Kauflizenz und Abo unterscheiden, welche Vor- und Nachteile beide Modelle haben und mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen sollten.

4.1. Was ist der Unterschied zwischen Kauflizenz und Abo?

Bei einer Kauflizenz zahlen Sie einmalig einen festen Betrag und nutzen die Software danach dauerhaft, meist jedoch nur für die gekaufte Programmversion – die Update-Unterstützung läuft möglicherweise irgendwann aus. Abo-Modelle berechnen dagegen einen monatlichen oder jährlichen Betrag, die Nutzung ist entsprechend zeitlich befristet.

Weitere Vor- und Nachteile eines Abos gegenüber einer Kauflizenz haben wir Ihnen anschaulich gegenübergestellt:

    Vorteile
  • automatische Updates sowie neue Funktionen während der gesamten Vertragslaufzeit
  • zum Teil monatlich flexibel kündbar
    Nachteile
  • auf lange Sicht meist teurer als ein Einzelkauf
» Mehr Informationen

4.2. Was bietet kostenlose Datenrettungssoftware?

Kostenlose Programme decken meist die Grundfunktionen ab: einen einfachen Scan sowie die Wiederherstellung einer begrenzten Datenmenge, oft zwischen 500 Megabyte und 2 Gigabyte. Für die Rettung einzelner, versehentlich gelöschter Dateien reicht das in der Regel aus.

Bei umfangreicherem Datenverlust stoßen kostenlose Versionen jedoch schnell an ihre Grenzen. Häufig fehlen außerdem technischer Support oder eine Installation ohne zusätzliche Softwareangebote.

Tipp: Fast alle Anbieter stellen eine kostenlose Testversion bereit. Damit können Sie vorab prüfen, ob die Software Ihre verlorenen Dateien überhaupt findet. Die eigentliche Wiederherstellung ist in der Testversion meist erst nach dem Kauf möglich.

» Mehr Informationen

4.3. Wie teuer sind kostenpflichtige Programme?

Kostenpflichtige Datenrettungssoftware kostet als Einzellizenz je nach Funktionsumfang häufig zwischen etwa 40 und 100 Euro. Abo-Modelle bewegen sich oft zwischen 5 und 15 Euro pro Monat.

Der Preis hängt vor allem davon ab, wie viele Geräte Sie lizenzieren möchten und ob erweiterte Funktionen enthalten sind. Für Unternehmen oder Nutzer mit mehreren Rechnern bieten viele Hersteller zudem Mehrplatz- oder Familienlizenzen an, die pro Gerät günstiger ausfallen können als der Einzelkauf mehrerer Lizenzen.

» Mehr Informationen

4.4. Was kostet die Datenrettung im Labor?

Eine Laborrettung ist deutlich teurer als der Kauf einer Software. Je nach Schadensbild und Speicherkapazität müssen Sie mit mehreren hundert bis über tausend Euro rechnen. Dafür sind die Erfolgschancen bei physischen Defekten wie einem Sturz oder Wasserschaden deutlich höher als bei Datenrettungssoftware-Testsiegern.

Hinweis: Schalten Sie einen Datenträger mit ungewöhnlichen Geräuschen sofort aus und versuchen Sie keinen weiteren Software-Scan – das Risiko eines endgültigen Totalausfalls steigt mit jedem weiteren Zugriff.

Eine Festplatte wird mit einem Hammer zerschlagen.

Wird eine Festplatte mit Gewalt zerstört, nutzt in der Regel auch die beste Datenrettungssoftware nichts.

» Mehr Informationen

5. Die beste Datenrettungssoftware: Worauf sollten Sie zusätzlich achten?

Neben der reinen Wiederherstellungsleistung entscheiden auch Systemunterstützung und Bedienkomfort, ob eine Software zu Ihnen passt. Verfügen Sie etwa über eine große Anzahl an sensiblen Daten auf verschiedenen Betriebssystemen, sollten Sie auf eine breite Kompatibilität achten. Besonders für Anfänger sollte die Software anschaulich durch die Prozesse führen.

Darüber hinaus ist auch die datenschutzrechtliche Ausgestaltung von Bedeutung – im Idealfall werden keine sensiblen Daten an externe Server übermittelt.

5.1. Für welche Betriebssysteme ist die Software verfügbar?

Die meisten Programme sind für Windows verfügbar, wobei mehrere Anbieter auch eine Mac-Version bereitstellen. Einige unterstützen außerdem Linux. Für Android gibt es Datenrettungssoftware als spezialisierte Apps, die allerdings häufig Root-Rechte benötigen, um tief liegende Datenreste auszulesen.

Startet Ihr Computer nach dem Datenverlust gar nicht mehr, bieten einige Dienste zusätzlich eine bootfähige USB- oder DVD-Version an. Damit können Sie den Datenträger unabhängig vom eigentlichen Betriebssystem auslesen.

» Mehr Informationen

5.2. Wie einfach ist die Bedienung von Datenrettungssoftware?

Gerade als Einsteiger sollten Sie auf eine übersichtliche, deutschsprachige Benutzeroberfläche mit klar geführtem Scan- und Wiederherstellungsprozess achten.

Die meisten Datenrettungsprogramme aus unserem Vergleich führen Sie über einen schrittweisen Assistenten durch den gesamten Vorgang. So werden Sie auch ohne technisches Vorwissen vom Anschließen des Datenträgers bis zur fertigen Wiederherstellung geleitet.

Gut zu wissen: Programme wie EaseUS Data Recovery Wizard, Stellar Data Recovery oder Disk Drill setzen dabei auf besonders anwenderfreundliche Oberflächen, während sich Werkzeuge wie TestDisk oder PhotoRec eher an erfahrene Nutzer richten und aufgrund ihrer technischen Bedienung eine längere Einarbeitung erfordern.

» Mehr Informationen

5.3. Worauf sollten Sie beim Datenschutz achten?

Da Datenrettungssoftware Zugriff auf teils sensible, gelöschte Dateien erhält, sollten Sie prüfen, ob das Programm Daten lokal verarbeitet oder Informationen an einen Server des Herstellers überträgt. Seriöse Anbieter legen offen, welche Daten zu welchem Zweck erhoben werden, und verzichten auf eine Übertragung Ihrer wiederhergestellten Dateien ohne Ihre Zustimmung.

Achten Sie auf eine transparente Datenschutzerklärung und eine DSGVO-konforme Datenverarbeitung. Ein Unternehmens- oder Serverstandort innerhalb der EU kann dabei ein zusätzlicher Vorteil sein.

Hinweis: Speichern Sie wiederhergestellte Dateien nie auf demselben Laufwerk, von dem sie gelöscht wurden – sonst riskieren Sie, weitere wichtige Datenreste zu überschreiben.

» Mehr Informationen

6. Häufige Fragen von Lesern, die nach Datenrettungssoftware-Tests oder -Vergleichen suchen

6.1. Welche Datenrettungssoftware ist die beste?

Die beste Datenrettungssoftware hängt von Ihrem Anwendungsfall ab. Für einzelne, versehentlich gelöschte Dateien reicht oft schon ein Datenrettung als Freeware. In unserer Vergleichstabelle finden Sie aber mehrere professionelle Tools, die Sie zunächst einmal testen können.

Bei umfangreicherem Datenverlust, beschädigten Dateisystemen oder RAID-Systemen ist eher eine kostenpflichtige Lösung mit erweiterten Funktionen sinnvoll. Hierfür sind etwa höhere Tarife der Lösungen EaseUS Data Recovery oder Stellar Data Recovery geeignet.

Achten Sie in jedem Fall auf unterstützte Dateisysteme, eine verständliche Bedienung sowie darauf, ob Ihr Betriebssystem offiziell unterstützt wird.

» Mehr Informationen

6.2. Ist kostenlose Datenrettungssoftware sicher?

Kostenlose Programme etablierter Anbieter sind in der Regel sicher, solange Sie sie ausschließlich von der offiziellen Herstellerseite herunterladen. Achten Sie beim Installationsprozess darauf, keine unnötige Zusatzsoftware zu aktivieren.

» Mehr Informationen

6.3. Kann Datenrettungssoftware Cloud-Dateien wiederherstellen?

Datenrettungssoftware kann keine Dateien direkt aus Cloud-Speichern wie OneDrive, Google Drive oder iCloud wiederherstellen. Wurden Dateien jedoch lokal auf Ihrem Computer synchronisiert und anschließend gelöscht, kann eine Wiederherstellung unter Umständen möglich sein – sofern die entsprechenden Daten auf dem Datenträger noch nicht überschrieben wurden.

Prüfen Sie bei einem Datenverlust daher zunächst den Papierkorb oder die Versionsverwaltung des jeweiligen Cloud-Dienstes. Häufig lassen sich gelöschte Dateien dort innerhalb eines bestimmten Zeitraums unkompliziert wiederherstellen.

» Mehr Informationen

Quellenverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist eine Datenrettungssoftware und wie funktioniert sie?
  2. Welche Speichermedien, Dateisysteme und -formate sollte die Software unterstützen?
  3. Welche Funktionen sollte eine gute Datenrettungssoftware bieten?
  4. Was kostet eine Datenrettungssoftware und welches Lizenzmodell lohnt sich?
  5. Die beste Datenrettungssoftware: Worauf sollten Sie zusätzlich achten?
  6. Häufige Fragen von Lesern, die nach Datenrettungssoftware-Tests oder -Vergleichen suchen
Jacob Lange
Jacob LangeRedakteur für Software
Nele B.
Nele B.Lektorin für Software
Vergleichssieger
Stellar Data Recovery
Stellar Data Recovery
Unsere Bewertung:
sehr gut
Unsere Produktvergleiche sind:

Immer aktuell:

Spätestens nach 120 Tagen aktualisieren wir jede Rubrik mit neuen Produkten und recherchieren Entwicklungen in den Bestenlisten. Dadurch sind unsere Empfehlungen jederzeit aktuell.

Neutral und unabhängig:

Unsere Tests und Vergleiche sind objektiv und faktenbasiert. Hersteller haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Wir sorgen für mehr Transparenz auf dem Markt und fördern so die Produktqualität.

Anspruchsvoll:

In unseren Tests & Vergleichstabellen nehmen wir nur Produkte auf, die unsere Mindeststandards erfüllen können. So stellen wir sicher, dass Sie aus einer großen Auswahl genau das richtige Produkt für Ihre Anforderungen finden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar zum Datenrettungsprogramm Vergleich!

Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier.

Kommentare (4) zum Datenrettungsprogramm Vergleich 2026
  • Rainer Bürgel

    Hallo,

    sind Update im jeweiligen Tarif inklusive?

    • Jacob Lange - Vergleich.org

      Hallo Herr Bügel,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Datenrettungsprogramm-Vergleich.

      Bei vielen Tarifen sind Updates für 1 Jahr inklusive, vor allem wenn es sich um ein entsprechendes Abo handelt. Kaufen Sie eine Software direkt, fallen unter Umständen zusätzliche Kosten für Updates an.

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.

      Beste Grüße
      Ihr Vergleich.org

  • Der alte Pjörn

    wozu muss so eine daten-RETTUNGS-software eigentlich daten löschen können?

    • martingebauer

      Lieber Leser,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Datenrettungsprogramm Vergleich.

      Das Löschen von Daten auf dem PC haben wir in Kapitel 1 unseres Ratgebers erläutert:

      Eine Datei kann logisch, aber auch physisch gelöscht werden.

      Sollten Sie eine prekäre Datei oder ein unliebsames Dokument, wie etwa ein missglücktes Selfie, für immer verschwinden lassen wollen, müssen Sie es physisch löschen. Dazu benötigt man jedoch meist ein separates Programm – einige Datenrettungsprogramme können diese Aufgabe jedoch für Sie übernehmen.

      Wir hoffen, Sie können all Ihre verlorenen Daten retten!
      Ihr Vergleich.org Team

Ähnliche Tests und Vergleiche - Software