- Ein Partition-Manager teilt Festplatten und SSDs in mehrere Bereiche auf, verändert deren Größe oder führt sie wieder zusammen.
- Kostenlose Programme decken die Grundfunktionen ab, kostenpflichtige Vollversionen bieten zusätzlich Klon-, Backup- und Migrationsfunktionen.
- Achten Sie neben dem Funktionsumfang auch auf Bedienbarkeit, integrierte Sicherheitsmechanismen und ein bootfähiges Rettungsmedium.

Ob Sie Windows und Linux parallel auf einem Rechner betreiben, Daten und Betriebssystem strikt voneinander trennen oder einfach mehr Ordnung auf Ihrer Festplatte schaffen möchten – für all das benötigen Sie mehrere Partitionen.
Mit den Bordmitteln von Windows lassen sich diese zwar grundlegend verwalten, an ihre Grenzen stoßen Sie aber schnell, etwa wenn Sie eine komplette Festplatte klonen möchten.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, die passende Partitionierungssoftware für Ihre Bedürfnisse zu finden. Wir verraten Ihnen, welche Funktionen ein gutes Programm bieten sollte, welche Dateisysteme unterstützt werden und mit welchen Kosten Sie je nach Anspruch rechnen sollten.
1. Was ist ein Partition-Manager und wofür benötigen Sie ihn?
Ein Partition-Manager ist eine Software, mit der Sie Festplatten und SSDs in mehrere logische Bereiche aufteilen, deren Größe verändern oder sie wieder zusammenführen können. Gegenüber den integrierten Funktionen von Windows, macOS oder Linux bieten externe Tools eine Reihe zusätzlicher Möglichkeiten.
1.1. Was ist eine Partition und warum wird eine Festplatte partitioniert?
Eine Partition ist ein eigenständig formatierter Bereich auf einer Festplatte oder SSD, der vom Betriebssystem wie ein separates Laufwerk behandelt wird. Viele Nutzer partitionieren ihre Festplatte, um Betriebssystem und persönliche Daten voneinander zu trennen. Dadurch kann die System-Partition bei einer Neuinstallation zurückgesetzt werden, ohne dass die separate Datenpartition ebenfalls formatiert werden muss.
Auch wer zwei Betriebssysteme parallel nutzen möchte, etwa Windows und Linux im sogenannten Dual-Boot-Betrieb, benötigt dafür mindestens zwei getrennte Partitionen.
» Mehr Informationen1.2. Was kann ein Partition-Manager, was die Windows-Datenträgerverwaltung nicht kann?
Die in Windows integrierte Datenträgerverwaltung beherrscht mehrere Standardaufgaben. Sie können damit Partitionen erstellen, löschen, formatieren sowie deren Größe innerhalb bestimmter Grenzen anpassen.
Sobald jedoch komplexere Änderungen anstehen, stößt die Windows-Verwaltung an ihre Grenzen. So lassen sich Partitionen beispielsweise nicht verschieben oder ohne Datenverlust zusammenführen.
Externe Partition-Manager bieten für solche Aufgaben komfortable Assistenten und Sicherheitsmechanismen, die vor riskanten Änderungen warnen und die Verwaltung von Festplatten und SSDs deutlich erleichtern.
Einige Zusatzfunktionen von Partition-Managern gegenüber der Windows-Datenträgerverwaltung im Überblick:
- Partitionen kopieren, verschieben und zusammenführen
- Partitionen verstecken oder sicher löschen
- Windows auf eine neue SSD oder Festplatte migrieren
- Bootfähiges Rettungsmedium erstellen
- Bootmanager für Mehrfach-Boot-Systeme
- Datenträger zwischen MBR und GPT konvertieren
- Dateisysteme umwandeln
- Partitionen aktiv oder inaktiv setzen
- Dynamische Datenträger verwalten
- Primäre und logische Partitionen auf MBR-Datenträgern umwandeln
2. Welche Funktionen sollte ein guter Partition-Manager mindestens bieten?
Die Grundfunktionen zu beherrschen ist für einen externen Partition-Manager Pflicht. Allerdings kommt es auch darauf an, wie intuitiv und zuverlässig die Programme diese umsetzen. Zusätzliche Features wie ein bootfähiges Rettungsmedium erhöhen den Mehrwert.
2.1. Welche Grundfunktionen sind für Einsteiger wichtig?
Für die meisten Einsteiger reichen folgende Grundfunktionen völlig aus: eine neue Partition erstellen, eine bestehende Partition löschen oder formatieren sowie deren Größe verändern und verschieben.
Ebenfalls wichtig ist die Möglichkeit, Laufwerksbuchstaben frei zuzuweisen und Partitionen bei Bedarf umzubenennen. Achten Sie darauf, dass sich diese Grundfunktionen ohne komplizierte Zwischenschritte über eine grafische Oberfläche bedienen lassen, statt Kommandozeilen-Befehle eingeben zu müssen.
» Mehr Informationen2.2. Betriebssystem und Daten trennen: Wie einfach geht das?
Auf vielen PCs und Notebooks sind Betriebssystem und persönliche Daten standardmäßig auf derselben Partition gespeichert. Für eine übersichtlichere Datenverwaltung kann es sinnvoll sein, die vorhandene Partition zu verkleinern und den frei gewordenen Speicherplatz für eine separate Datenpartition zu nutzen.
Programme wie MiniTool Partition Wizard, Paragon Partition Manager und EaseUS Partition Master führen Sie dabei Schritt für Schritt durch den Vorgang. Die Größe der neuen Partition lässt sich meist bequem über eine grafische Vorschau oder einen Schieberegler festlegen, sodass Sie die geplante Aufteilung des Speicherplatzes bereits vor der Ausführung nachvollziehen können.
Die Windows-Datenträgerverwaltung ermöglicht diese Aufgabe ebenfalls. Die gewünschte Partitionsgröße muss jedoch als Zahlenwert in Megabyte eingegeben werden. Komfortfunktionen wie eine interaktive Größenanpassung, eine übersichtliche Vorschau der geplanten Änderungen oder weiterführende Funktionen zum Verschieben und Zusammenführen von Partitionen bieten Ihnen spezialisierte Partition-Manager.

Auf Nummer sicher: Geteilte Partitionen für Windows und Daten sorgen für mehr Datensicherheit und kleinere Systembackups.
2.3. Partition vergrößern: Worin liegt der Vorteil externer Software?
Ein häufiger Anwendungsfall ist eine zu klein gewordene Windows-Partition. Mit der Zeit benötigen installierte Programme, Updates und persönliche Dateien immer mehr Speicherplatz, sodass der freie Speicher knapp werden kann.
Befindet sich auf demselben Datenträger bereits eine zweite Partition mit ausreichend freiem Speicher, lässt sich deren Speicherplatz der Windows-Partition zuweisen. Die besten Tools in unserer Vergleichstabelle nehmen die Größenanpassung nachvollziehbar und weitgehend automatisch vor.
Die Datenträgerverwaltung in Windows kann Partitionen ebenfalls erweitern. Voraussetzung ist jedoch, dass sich direkt hinter der zu vergrößernden Partition nicht zugeordneter Speicherplatz befindet.
Da sich Partitionen mit Windows nicht verschieben lassen, sind viele Anpassungen mit den Bordmitteln nicht möglich. Die besten Partition-Manager bieten hier deutlich mehr Flexibilität.

Mehr Platz: Wird die Windows-Partition zu klein, kann man sie mit den Partitions-Managern aus unserem Vergleich einfach vergrößern.
2.4. Windows umziehen: Was können Sie erwarten?
Wer sein bestehendes Windows-System auf eine neue SSD oder Festplatte übertragen möchte, stößt mit internen Windows-Werkzeugen schnell an Grenzen. Sie bieten keine Möglichkeit, ein bestehendes Betriebssystem oder einzelne Partitionen auf ein anderes Laufwerk zu kopieren.
Programme wie MiniTool Partition Wizard, Paragon Partition Manager und EaseUS Partition Master verfügen dagegen über integrierte Migrationsassistenten. Diese führen Sie anschaulich durch den Umzug des Betriebssystems und übernehmen dabei die notwendigen Anpassungen an der Ziel-Festplatte.
Je nach Software lässt sich wahlweise nur die Windows-Partition oder der komplette Datenträger einschließlich aller Datenpartitionen auf das neue Laufwerk übertragen. Die meisten Programme passen die Größe der Partitionen dabei automatisch an die Kapazität der neuen SSD oder Festplatte an.

Ortswechsel: Das MiniTool Partition Wizard Pro zieht die Windows-Partition oder gleich die komplette Festplatte auf Knopfdruck um.
2.5. Bootfähiges Rettungsmedium: Warum ist das sinnvoll?
Ein bootfähiges Rettungsmedium ermöglicht es, einen Partition-Manager unabhängig vom installierten Betriebssystem zu starten. In der Praxis wird das Rettungsmedium heute meist auf einem USB-Stick erstellt, teilweise ist auch eine ISO-Datei oder ein Start von CD beziehungsweise DVD möglich.
Viele Partition-Manager – darunter MiniTool Partition Wizard, Paragon Partition Manager und Acronis Disk Director – bieten in ihren kostenpflichtigen Versionen die Möglichkeit, ein solches Rettungsmedium zu erstellen. Häufig basiert dieses auf dem Windows Preinstallation Environment (WinPE) und bietet eine vertraute grafische Benutzeroberfläche.
» Mehr InformationenEinige Programme unterstützen alternativ auch eine Linux-basierte Bootumgebung., wie etwa das Open-Source-Programm GParted.
2.6. Welche Zusatzfunktionen benötigen fortgeschrittene Nutzer?
Fortgeschrittene Nutzer profitieren von zusätzlichen Werkzeugen wie dem Erstellen eines vollständigen Backup-Images einzelner Partitionen, dem Zusammenführen mehrerer Partitionen ohne Datenverlust sowie der Reparatur eines beschädigten Bootmanagers.
Manche Programme ermöglichen zudem, einzelne Partitionen zu verschlüsseln oder mit einer bereits BitLocker-verschlüsselten Windows-Partition zu arbeiten, ohne diese vorher entschlüsseln zu müssen.
» Mehr Informationen3. Für welche Dateisysteme ist Partitionssoftware geeignet?
Gute Partitionssoftware unterstützt gängige Dateisysteme wie NTFS, FAT32, exFAT oder APFS zuverlässig. Darüber hinaus ermöglichen es einige Programme, verschiedene Formate sowie Partitionsschemata in andere zu konvertieren. Für fortgeschrittene Nutzer kann die Erstellung von dynamischen Volumes interessant sein.
3.1. Welche Dateisysteme sollte die Software unterstützen?
Je nach Betriebssystem und Speichermedium kommen unterschiedliche Dateisysteme zum Einsatz:
| Dateisystem | Einsatz |
|---|---|
| NTFS | Windows-Festplatten und -SSDs |
| FAT32 / exFAT | USB-Sticks, Speicherkarten, externe Laufwerke |
| APFS | Mac-Festplatten und -SSDs |
| ext4 | Linux-Systeme |
» Mehr InformationenHinweis: Die Partition-Manager in unserem Vergleich erkennen und bearbeiten alle gängigen Dateisysteme. Unterstützt die Software ein Dateisystem hingegen nicht, lässt sich die betroffene Partition oft nur eingeschränkt oder gar nicht bearbeiten.
3.2. Was bedeuten MBR und GPT bei der Partitionierung?
Die Partitionstabelle legt fest, wie eine Festplatte oder SSD organisiert ist. Sie bestimmt unter anderem, wie viele Partitionen angelegt werden können und welche Datenträgergrößen unterstützt werden.
- Der ältere Standard MBR (Master Boot Record) unterstützt Festplatten mit einer Kapazität von bis zu 2 Terabyte und erlaubt maximal vier primäre Partitionen. Sein Vorteil besteht in der hohen Kompatibilität mit älteren BIOS-basierten Systemen.
- Der moderne Standard GPT (GUID Partition Table) unterstützt deutlich größere Datenträger und erlaubt unter Windows standardmäßig bis zu 128 Partitionen. Soll Windows von einem GPT-Datenträger gestartet werden, ist dafür in der Regel ein UEFI-System erforderlich.
Ein Partition-Manager sollte beide Partitionsstile unterstützen und – sofern möglich – eine Konvertierung zwischen MBR und GPT ohne Neuformatierung ermöglichen. Das erleichtert beispielsweise den Umstieg auf moderne SSDs oder den Wechsel auf ein aktuelles UEFI-System.

Umwandeln leicht gemacht: Programme wie EaseUS Partition Master Pro und MiniTool Partition Wizard unterstützen das Konvertieren von GPT- und MBR-Partitionen.
3.3. Software-RAID und mehr: Welche Vorteile bieten dynamische Volumes?

Variabel: Im Gegensatz zu einem Basis-Datenträger erstreckt sich ein dynamischer Datenträger über mehrere Festplatten.
Die Partitionsschemata MBR und GPT können sowohl auf Basis- als auch auf dynamischen Datenträgern verwendet werden. Im Alltag kommen auf den meisten Windows-PCs jedoch Basis-Datenträger zum Einsatz. Dynamische Datenträger spielen vor allem in speziellen Anwendungsfällen eine Rolle.
Ihr Vorteil besteht darin, dass sich Volumes flexibler verwalten lassen. So können beispielsweise mehrere physische Datenträger zu einem gemeinsamen Volume zusammengefasst oder bestimmte RAID-Konfigurationen per Software eingerichtet werden – ganz ohne separaten Hardware-RAID-Controller. Dadurch lassen sich je nach Konfiguration die Speicherkapazität erhöhen oder die Ausfallsicherheit verbessern.
Für Privatanwender sind dynamische Datenträger heute allerdings nur noch selten relevant. Microsoft empfiehlt für neue Windows-Installationen stattdessen häufig Speicherplätze (Storage Spaces), die ähnliche Aufgaben übernehmen und einfacher zu verwalten sind.
Benötigen Sie dennoch Unterstützung für dynamische Datenträger, sollten Sie vor dem Kauf prüfen, ob der gewünschte Partition-Manager diese Funktion ausdrücklich unterstützt.

Das ist Standard: Windows verwendet NTFS als Dateisystem für Festplatten-Partitionen, das auch von den Partitionsprogrammen wie MiniTool Partition Wizard unterstützt wird. USB-Sticks sind oftmals im FAT32-Dateisystem formatiert.
4. Welche Bezahlmodelle gibt es und was kostet ein Partition-Manager?
Partitionierungssoftware gibt es kostenlos, als klassische Kauflizenz oder im Abo – mit jeweils unterschiedlichem Funktionsumfang und Kosten. Erfahren Sie, worin sich die Modelle unterscheiden, was ein kostenloses Programm leistet und mit welchen Kosten Sie je nach Lizenzmodell rechnen sollten.
4.1. Worin unterscheiden sich kostenlose und kostenpflichtige Versionen?
Ein kostenloser Partition-Manager deckt in der Regel Grundfunktionen ab. Eine kostenpflichtige Version lohnt sich vor allem, wenn Sie regelmäßig komplette Festplatten klonen oder die Software auf mehreren Rechnern gleichzeitig einsetzen möchten – für gelegentliche Aufgaben wie das Vergrößern einer Partition reicht dagegen meist eine Freeware aus.
» Mehr Informationen4.2. Was ist der Unterschied zwischen Einmalkauf- und Jahreslizenz?
Bei einer Kauflizenz zahlen Sie einmalig einen festen Betrag und nutzen das Partitionierungsprogramm danach dauerhaft, meist jedoch nur für die gekaufte Version – ein Update auf die nächste Hauptversion ist häufig erneut kostenpflichtig.
Ein Jahresabo berechnet dagegen einen regelmäßigen Betrag, beinhaltet dafür aber laufende Updates und neue Funktionen während der gesamten Vertragslaufzeit.
» Mehr InformationenTipp: Fast alle Anbieter stellen zudem eine kostenlose Testversion bereit, mit der Sie den Funktionsumfang vorab prüfen können.
4.3. Mit welchen Kosten müssen Sie je nach Modell rechnen?
Kostenpflichtige Partitionsprogramme kosten als klassische Kauflizenz meist zwischen 30 und 70 Euro, abhängig davon, ob Sie die Software auf einem oder mehreren Geräten nutzen möchten. Ein Jahresabo liegt häufig zwischen 20 und 40 Euro pro Jahr.
Für Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen fallen die Kosten pro Lizenz bei Mehrplatzpaketen in der Regel spürbar niedriger aus als beim Einzelkauf mehrerer Lizenzen.

Die Programme im Vergleich erstellen Ihnen Partitionen auf verschiedenen Datenträgern.
5. Die beste Partitionssoftware: Worauf sollten Sie zusätzlich achten?
Bevor Sie eine Partitions-Software kaufen, ist es wichtig zu wissen, welche Programme für Windows, macOS und Linux verfügbar sind. Darüber hinaus sollten Sie sich auch über Sicherheitsfunktionen und hilfreichen Support Gedanken machen.
5.1. Für welche Betriebssysteme ist ein Partition-Manager verfügbar?
Die meisten Partition-Manager sind in erster Linie für Windows ausgelegt, da hier die größte Nutzergruppe liegt. Für macOS bringt Apple mit dem Festplattendienstprogramm bereits ein brauchbares Werkzeug mit, einige Hersteller bieten zusätzlich spezialisierte Mac-Versionen mit erweitertem Funktionsumfang an.
Dazu zählt etwa das Programm EaseUS Partition Master. Unter Linux greifen viele Nutzer auf kostenlose Open-Source-Lösungen wie GParted zurück.
» Mehr Informationen5.2. Welche Sicherheitsmechanismen schützen vor Datenverlust während der Nutzung?
Die beste Partitionssoftware führt Änderungen an Partitionen in der Regel nicht sofort aus. Stattdessen werden die geplanten Schritte zunächst in einer Vorschau angezeigt und erst nach Ihrer ausdrücklichen Bestätigung übernommen. So können Sie die geplanten Änderungen vor der Ausführung noch einmal überprüfen und bei Bedarf anpassen oder verwerfen.
Einige Programme bieten darüber hinaus zusätzliche Sicherheitsfunktionen, etwa die Möglichkeit, vor größeren Änderungen ein Backup anzulegen. Solche Funktionen können helfen, Daten im Fehlerfall wiederherzustellen.
Besondere Vorsicht ist bei SSDs geboten: Durch den TRIM-Befehl werden gelöschte Daten häufig dauerhaft entfernt, sodass eine Wiederherstellung nach einer fehlerhaften Partitionierung deutlich schwieriger sein kann als bei einer herkömmlichen Festplatte.
» Mehr InformationenTipp: Erstellen Sie vor jeder Änderung an der Partitionierung eine vollständige Datensicherung. Ein Stromausfall, ein Systemabsturz oder ein Bedienfehler während des Vorgangs kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Daten verloren gehen.
5.3. Bietet die Software deutschsprachigen Support?
Auch wenn die Partition-Manager im Vergleich viele Aufgaben Schritt für Schritt erklären, können bei komplexeren Änderungen Fragen oder Probleme auftreten. Ein deutschsprachiger Support per E-Mail, Live-Chat oder Telefon erleichtert es, Fehler schnell zu klären und Unsicherheiten vor einer Änderung an der Partitionierung auszuräumen.
Achten Sie außerdem darauf, ob der Hersteller eine deutschsprachige Online-Hilfe, ein Handbuch oder eine Wissensdatenbank bereitstellt.

In unserem Vergleich von Datenrettungsprogrammen finden Sie Lösungen, falls Sie versehentlich gelöschte oder verlorene Daten wiederherstellen möchten.
6. Welche Software ist für welche Nutzer am besten geeignet?
Welcher Partition-Manager die beste Wahl ist, hängt vor allem davon ab, welche Aufgaben Sie erledigen möchten. Erhältlich sind Allround-Programme wie MiniTool Partition Wizard, Paragon Partition Manager oder EaseUS Partition Master, die für viele Privatanwender gut geeignet sind.
Sie sind recht einfach zu bedienen und decken viele Funktionen gut ab. Tools wie GParted richten sich eher an fortgeschrittene Anwender oder diejenigen, die viel mit Linux arbeiten.
6.1. MiniTool Partition Wizard: Für die meisten Privatanwender
Das MiniTool Partition Wizard zählt zu den bekanntesten Partition-Managern für Windows und bietet einen umfangreichen Funktionsumfang bei gleichzeitig übersichtlicher Bedienung. Bereits die kostenlose Version eignet sich für typische Aufgaben wie das Erstellen, Vergrößern, Verkleinern oder Verschieben von Partitionen.
Wer zusätzliche Funktionen wie die Migration von Windows auf eine SSD oder die Verwaltung dynamischer Datenträger benötigt, muss jedoch zur kostenpflichtigen Pro-Version greifen. Damit eignet sich MiniTool besonders für Privatanwender, die eine leistungsstarke und leicht verständliche Software suchen.
6.2. Paragon Partition Manager: Für Backup und Datensicherheit
Paragon richtet sich vor allem an Nutzer, die Datenträgerverwaltung und Datensicherung miteinander kombinieren möchten. Je nach Edition gehören Funktionen wie Festplatten-Backups, Klonen von Laufwerken und das Erstellen bootfähiger Rettungsmedien zum Leistungsumfang.
Dadurch eignet sich die Software besonders für Anwender, die ihre Daten regelmäßig sichern und Änderungen an Partitionen möglichst risikofrei durchführen möchten.
6.3. EaseUS Partition Master: Für den Umzug auf eine neue SSD
EaseUS Partition Master verfügt über eine moderne Benutzeroberfläche und zahlreiche Assistenten, die auch weniger erfahrene Nutzer sicher durch komplexere Aufgaben führen. Besonders praktisch sind die Funktionen zum Klonen von Festplatten und zur Migration eines bestehenden Windows-Systems auf eine neue SSD.
Die wichtigsten Verwaltungsfunktionen stehen bereits kostenlos zur Verfügung, während erweiterte Features den kostenpflichtigen Versionen vorbehalten sind.
6.4. GParted: Für erfahrene Anwender
GParted ist ein kostenloses Open-Source-Programm, das oft als bootfähiges Live-System gestartet wird. Es unterstützt zahlreiche Dateisysteme und eignet sich deshalb auch für Linux- oder Dual-Boot-Systeme sowie für Datenträger, die Windows nicht vollständig verwalten kann.
Da die Bedienung erweitertes technisches Grundwissen voraussetzt, richtet sich GParted in erster Linie an erfahrene Anwender.

Bootet von CD, DVD oder einem USB-Medium: das Programm GParted.
7. Häufige Fragen von Lesern, die nach Partition-Manager-Tests oder -Vergleichen suchen
7.1. Funktioniert ein Partitionsmanager auch mit externen Festplatten und USB-Sticks?
Die meisten Programme unterstützen neben internen Festplatten und SSDs auch externe Laufwerke, USB-Sticks und Speicherkarten – vorausgesetzt, das verwendete Dateisystem wird von der Software erkannt.
» Mehr Informationen7.2. Welcher Partition-Manager ist auch kostenlos gut nutzbar?
Für einfache Aufgaben wie das Erstellen, Löschen oder Vergrößern einer Partition reicht in der Regel bereits eine kostenlose Partitionssoftware aus. In verschiedenen Partition-Manager-Tests schneiden kostenlose Programme bei den Grundfunktionen kaum schlechter ab als kostenpflichtige Versionen.
Benötigen Sie zusätzlich das Klonen einer Festplatte oder technischen Support, lohnt sich der Blick auf eine kostenpflichtige Vollversion.
» Mehr Informationen7.3. Kann ich eine Partition vergrößern, ohne Daten zu verlieren?
Mit einem Partition-Manager lässt sich eine Partition in vielen Fällen vergrößern, ohne dass die darauf gespeicherten Daten verloren gehen. Voraussetzung ist ausreichend freier Speicherplatz auf dem Datenträger. Erstellen Sie vor jeder Änderung dennoch ein aktuelles Backup, da Stromausfälle oder andere Fehler während der Partitionierung zu Datenverlust führen können.
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Der Satz „Gratis-Version besitzt kaum Einschränkungen“ zu Minitool Partition Wizard zeugt von totaler Ahnungslosigkeit des Testers oder Test einer Uralt-Version. Heise weiß es besser.
Hans J. Holm
Lieber Herr Holm,
danke für den Hinweis, wir schauen uns das umgehend an.
Beste Grüße
Ihr Vegrleich.org-Team
Den Paragon Partition Manager gibt es so wie angegeben nicht mit den Leistungen für den Preis, also keine Ahnung wie da ein Preis-Leistungssieger zustande gekommen ist.