- Anfänger sollten auf einfach bedienbare Software mit Vorlagen achten – für Fortgeschrittene zählen Quellen- und Medienverwaltung sowie DNA-Anbindung.
- Neben kostenlosen Programmen gibt es Kauf- und Abo-Modelle, die sich in Umfang, Aktualität und im Zugang zu Online-Archiven unterscheiden.
- Die GEDCOM-Kompatibilität entscheidet mit darüber, wie einfach Sie Ihre Daten später in ein anderes Programm übertragen können.

Die eigene Familiengeschichte zu erforschen wird immer beliebter, sei es aus persönlichem Interesse, zur Klärung familiärer Zusammenhänge oder um historische Dokumente systematisch auszuwerten. Eine gute Ahnenforschungs-Software hilft Ihnen dabei, Personen, Dokumente und Quellen übersichtlich zu verwalten, anstatt Informationen auf losen Notizzetteln oder in Tabellen zu sammeln.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die passende Software für Ihre Bedürfnisse zu finden. Sie erfahren, welche Funktionen eine gute Stammbaum-Software bieten sollte, wann kostenlose Programme ausreichen und wann sich kostenpflichtige Lösungen lohnen. Wir erläutern, warum das GEDCOM-Format so wichtig ist, welche Unterschiede zwischen lokaler Software und Online-Portalen bestehen und worauf Sie beim Datenschutz achten sollten.
1. Was ist eine Ahnenforschungs-Software?
Mit einer Ahnenforschungs-Software können Sie Ihren Stammbaum digital erfassen, Verwandtschaftsbeziehungen darstellen und Daten aus Archiven oder anderen Programmen importieren. In diesem Kapitel klären wir die wichtigsten Grundbegriffe.
1.1. Was bedeuten Ahnenforschung und Genealogie?
Ahnenforschung bezeichnet die systematische Suche nach den eigenen Vorfahren anhand von Urkunden, Archivunterlagen und Familienüberlieferungen. Der Fachbegriff dafür lautet Genealogie, weshalb auch häufig nach Genealogie-Software gesucht wird.
Ziel ist meist ein Stammbaum oder eine Ahnentafel. Der Unterschied zwischen beiden Darstellungen ist für Einsteiger nicht immer sofort ersichtlich:
Während der Stammbaum von einer Person ausgehend alle Nachkommen verzweigt darstellt, listet die Ahnentafel ausschließlich Ihre direkte Vorfahrenlinie auf – meist nummeriert nach einem festen Schema.
» Mehr Informationen1.2. Was ist das GEDCOM-Format?
Das GEDCOM-Format ist ein weit verbreiteter Standard zum Austausch von Stammbaumdaten zwischen unterschiedlicher Software und Online-Archiven. Unterstützt Ihr Programm den Import und Export von GEDCOM-Dateien, können Sie Ihre Daten später einfacher in ein anderes Programm übertragen. Dieser Standard ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer passenden Stammbaum-Software.
» Mehr InformationenHinweis: Achten Sie darauf, welche Version verwendet wird und welche Informationen tatsächlich übernommen werden. Während Personendaten und Verwandtschaftsbeziehungen meist zuverlässig übertragen werden, unterstützen nicht alle Programme zusätzliche Inhalte wie Fotos, Quellenangaben oder Notizen in gleichem Umfang.
1.3. Worin liegt der Unterschied zwischen einer Ahnenforschungs-Software und Online-Genealogie-Portalen?
Klassische Ahnenforschungs-Software speichert Ihre Daten überwiegend lokal auf Ihrem Computer. Dadurch behalten Sie die Kontrolle über Ihren Stammbaum und können auch ohne Internetverbindung arbeiten.
Online-Genealogie-Portale wie Ancestry, MyHeritage oder FamilySearch laufen dagegen in erster Linie im Browser und bieten unterstützend lokale Installationen als App. Eine direkte Anbindung an historische Archive ermöglicht die gemeinsame Bearbeitung mit anderen Familienmitgliedern. Diese Dienste bieten außerdem automatische Hinweise auf mögliche Vorfahren oder passende Archivfunde.
Die besten Online-Portale synchronisieren über ihre Cloud, sodass Sie offline arbeiten und Ihre Daten bei Bedarf über den Browser abrufen können.

Gute Stammbaum-Software bietet verschiedene Möglichkeiten, Daten zu verknüpfen und visuell darzustellen.
2. Welche Funktionen sind bei einer Ahnenforschungs-Software wichtig?
Entscheidend ist zunächst einmal eine gute Handhabung mit intuitiven Kernfunktionen. Je nach Anforderungsprofil sollten Sie auf eine möglichst detaillierte Quellen- und Medienverwaltung sowie die Anbindung an relevante Datenbanken achten. Wir zeigen Ihnen, welche Funktionen zu Ihrem Kenntnisstand passen und was kostenlose sowie kostenpflichtige Programme jeweils abdecken.
2.1. Welche Funktionen benötigen Einsteiger?
Als Einsteiger profitieren Sie vor allem von einer übersichtlichen Benutzeroberfläche mit deutscher Sprachunterstützung, Eingabeassistenten und vorgefertigten Ansichten für Stammbaum und Ahnentafel. Ebenso hilfreich sind verständliche Hilfefunktionen oder Tutorials, die Sie bei den ersten Schritten unterstützen.
» Mehr InformationenWichtig: Eine Plausibilitätsprüfung weist Sie auf widersprüchliche Datumsangaben oder doppelt angelegte Personen hin. So vermeiden Sie von Anfang an Fehler, die sich später nur mit großem Aufwand korrigieren lassen.
2.2. Welche Funktionen brauchen ambitionierte Ahnenforscher?
Wer bereits umfangreiche Stammbäume pflegt, benötigt eine Software, die auch große Datenmengen zuverlässig verwaltet und komplexe Familienkonstellationen abbildet – etwa mehrere Ehen, Adoptionen oder Patchwork-Familien. Hinzu kommen eine detaillierte Quellenverwaltung, eine Medienverwaltung sowie die Anbindung an Datenbanken, die auch den Zugang zu DNA-Testergebnissen bieten können.
Für die wissenschaftliche Genauigkeit spielt eine saubere Zitierweise von Quellen eine wichtige Rolle: Fortgeschrittene Programme erlauben es, jede Behauptung im Stammbaum mit einem konkreten Beleg zu verknüpfen, etwa einem Kirchenbucheintrag oder einer Melderegisterauskunft. So lässt sich später nachvollziehen, woher ein Geburtsdatum, ein Wohnort oder eine verwandtschaftliche Zuordnung stammt.
Sinnvoll ist zusätzlich eine saubere Verwaltung von Fotos, eingescannten Urkunden, historischen Dokumenten und Notizen. Dadurch entsteht mit der Zeit nicht nur ein Stammbaum, sondern ein digitales Familienarchiv.
» Mehr Informationen2.3. Die richtige Darstellung der Daten: Was für Möglichkeiten gibt es?
Die gesammelten Daten übersichtlich aufzubereiten ist eine wichtige Funktion der Programme. Im Folgenden haben wir Ihnen aufgeführt, in welcher Weise Sie die besten Stammbaum-Softwares aus unserer Vergleichstabelle dabei unterstützen.
| Darstellung | Nutzen |
|---|---|
| Ahnentafel |
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| Nachkommenstafel |
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| Sanduhrdiagramm |
|
| Stammbaumansicht |
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| Zeitachse |
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| Karten- oder Ortsansicht |
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| Statistiken und Diagramme |
|
| Berichte und Listen |
|
2.4. DNA-Analyse: Was können Sie erwarten?
Einige Stammbaum-Programme lassen sich mit den Ergebnissen kommerzieller DNA-Tests verknüpfen – meist wird dafür ein Entgelt verlangt. Für die Analyse selbst senden Sie eine Speichelprobe an den Anbieter. Anschließend werden Ihre genetischen Merkmale mit den Daten anderer Teilnehmer verglichen.
Die Auswertung kann Hinweise auf Ihre ethnische Herkunft geben und genetische Übereinstimmungen mit anderen Personen aufzeigen. Dadurch lassen sich bislang unbekannte Verwandte finden oder bestehende Forschungsergebnisse ergänzen.
Die angegebenen Herkunftsregionen und Prozentwerte beruhen jedoch auf statistischen Vergleichen mit Referenzdatenbanken. Sie stellen keine exakte Bestimmung der Herkunft einzelner Vorfahren dar und können sich mit wachsenden Datenbeständen im Laufe der Zeit verändern.
» Mehr InformationenGut zu wissen: Eine DNA-Analyse kann die klassische Ahnenforschung sinnvoll ergänzen, ersetzt jedoch nicht die Recherche in Kirchenbüchern, Standesamtsregistern oder anderen historischen Quellen.
2.5. Welche zusätzlichen Funktionen können sinnvoll sein?
Weitere nützliche Funktionen in der Übersicht:
- Automatische Datensicherungen und Backups: Ahnenforschung erstreckt sich häufig über viele Jahre. Gehen die gespeicherten Daten durch einen Computerdefekt oder eine versehentliche Löschung verloren, lässt sich dieser Aufwand meist nicht ohne Weiteres wiederherstellen. Automatische Backups schützen Ihre Forschung, ohne dass Sie regelmäßig selbst Sicherungskopien anlegen müssen.
- Cloud-Synchronisation: Damit stehen Änderungen, die Sie beispielsweise am Desktop-PC vornehmen, anschließend auch auf dem Smartphone oder Tablet zur Verfügung.
- Mobile Apps: Diese sind besonders praktisch, wenn Sie Archive, Friedhöfe oder Familienmitglieder besuchen. Neue Informationen, Fotos oder Dokumente lassen sich direkt vor Ort erfassen und später mit der Hauptdatenbank synchronisieren.
- Nachbearbeitung von Fotos: Dadurch können verblasste oder beschädigte Aufnahmen besser lesbar gemacht und anschließend direkt den jeweiligen Personen im Stammbaum zugeordnet werden. Eine solche Funktion ist praktisch, da Sie nicht jedes Mal externe Bildbearbeitungssoftware einbinden müssen.
2.6. Wann lohnt sich eine kostenlose Ahnenforschungs-Software?
Kostenlose Programme wie Ahnenblatt oder Gramps decken in der Regel die Grundfunktionen zuverlässig ab: Personendaten erfassen, Stammbaum und Ahnentafel darstellen sowie ein einfacher GEDCOM-Export. Für kleinere Familienkreise oder den ersten Einstieg reicht das meist völlig aus – bei umfangreichen Stammbäumen mit vielen Tausend Personen nicht mehr.
- Vorteile
- Deckt die wichtigsten Grundfunktionen ab
- Ideal zum kostenlosen Ausprobieren
- Nachteile
- Meist ohne umfangreiche Quellenverwaltung oder DNA-Anbindung
- Selten technischer Support vorhanden
3. Was kostet eine Stammbaum-Software?
Neben kostenlosen Programmen gibt es lokal installierbare Software zur Einmalzahlung sowie Abo-Modelle mit Zugang zu Online-Archiven. Der Kauf einer Lizenz mit unbefristeter Nutzung ist meistens günstiger – jedoch veraltet diese Software auch schneller. Gute Jahrestarife als Abo kosten in der Regel mehr als 100 Euro.
3.1. Was kostet kostenlose Stammbaum-Software wirklich?
Einige Anbieter kostenloser Ahnenforschungs-Software verlangen zwar keine klassischen Lizenzgebühren, finanzieren sich aber teilweise über Spenden oder optionale Funktionen. Beim Download sollten Sie stets die offizielle Herstellerseite nutzen, damit Sie keine unerwünschte Zusatzsoftware installieren. Darüber hinaus können für den Zugang zu bestimmten Archivquellen Kosten anfallen.
» Mehr InformationenTipp: Nutzen Sie zunächst eine Testversion kostenpflichtiger Software, um sich mit der Bedienung vertraut zu machen. So können Sie besser einschätzen, ob sich der Kauf für Sie lohnt.
3.2. Wie funktionieren Einmalzahlungen bei kostenpflichtiger Software?

Dank Internet und weltweiter Vernetzung erübrigt sich für viele (Hobby-)Genealogen das Wälzen staubiger Bücher: Viele Bibliotheken und Ämter haben ihre Dokumente inzwischen digitalisiert.
Bei einer Einmalzahlung erwerben Sie eine dauerhafte Lizenz für die jeweilige Programmversion. Diese kostet etwa zwischen 30 und 100 Euro. Updates auf eine neue Hauptversion sind dabei häufig nicht automatisch enthalten und müssen gegebenenfalls separat nachgekauft werden.
Dieses Modell eignet sich gut, wenn Sie Ihre Software langfristig ohne laufende Kosten nutzen möchten. Kleinere Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates innerhalb derselben Hauptversion sind bei den meisten Anbietern weiterhin kostenlos enthalten.
Informieren Sie sich vor dem Kauf, wie lange der Hersteller solche Updates für die jeweilige Version zusagt.
» Mehr Informationen3.3. Was kosten Abo-Modelle mit Zugang zu Online-Archiven?
Abo-Modelle berechnen meist einen monatlichen oder jährlichen Betrag und beinhalten dafür häufig den Zugriff auf umfangreiche Archivdatenbanken, etwa historische Kirchenbücher, Volkszählungsunterlagen oder Auswanderungslisten. Diese Kosten variieren je nach Umfang der eingebundenen Archive deutlich, weshalb sich ein Vergleich der enthaltenen Datenbanken vor Vertragsabschluss lohnt.
Ob ein Abonnement sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie intensiv Sie recherchieren möchten. Wer regelmäßig internationale Archive nutzt oder automatische Übereinstimmungen mit anderen Stammbäumen erhalten möchte, profitiert häufig von einem solchen Angebot. Arbeiten Sie dagegen überwiegend mit eigenen Familienunterlagen, genügt oft eine klassische Software ohne laufende Kosten.
» Mehr InformationenHinweis: Prüfen Sie vor dem Abschluss eines Abos, ob sich der Vertrag automatisch verlängert und welche Kündigungsfristen gelten. So vermeiden Sie, ungewollt für ein weiteres Jahr zu zahlen.
3.4. Mit welchen Zusatzkosten sollten Sie rechnen?
Zusätzlich zur eigentlichen Gebühr oder Lizenz können Kosten für Cloud-Speicher, DNA-Tests oder den Zugang zu einzelnen Archivdatenbanken anfallen. Auch der Druck großformatiger Stammbäume über einen externen Dienstleister zählt zu den möglichen Zusatzkosten, die viele Einsteiger zunächst nicht im Blick haben.
» Mehr Informationen4. Worauf sollten Sie vor dem Abschluss zusätzlich achten?
Eine gute Stammbaum-Software sollte zunächst einmal mit Ihrem Betriebssystem kompatibel sein, wenn Sie eine lokale Installation wünschen. Entscheidend ist darüber hinaus ein verlässlicher Datenschutz, mit dem Sie sich gerade bei US-Unternehmen genauer beschäftigen sollten. Außerdem verraten wir Ihnen, wie sich verschiedene Anbieter im Test der Stiftung Warentest behaupten.
4.1. Für welche Betriebssysteme ist die Stammbaum-Software im Vergleich verfügbar?
Viele etablierte Programme sind ursprünglich für Windows entwickelt worden, lassen sich teilweise aber auch über Umwege auf dem Mac nutzen. Wer von Anfang an eine native Mac-Lösung sucht, findet mit Programmen wie MacFamilyTree eine Alternative. Für Linux stehen ebenfalls Programme wie Gramps zur Verfügung, die insbesondere in der Open-Source-Community verbreitet sind.
Mobile Apps für Smartphone oder Tablet finden Sie nicht bei allen Dienstleistern – meist werden dann jedoch Versionen für iOS sowie Android angeboten.
» Mehr Informationen4.2. Worauf sollten Sie beim Datenschutz achten?
Da Ihr Stammbaum häufig auch Daten lebender Personen enthält, sollten Sie prüfen, ob die Software Ihre Daten lokal speichert oder in eine Cloud überträgt. Bei Cloud-Lösungen oder Online-Portalen lohnt sich ein Blick in die Datenschutzerklärung sowie die Möglichkeit, Freigaben für einzelne Personen oder ganze Zweige des Stammbaums individuell einzuschränken.
Hinweis: Gehen Sie mit genetischen Daten besonders sorgfältig um. DNA-Informationen gehören zu den sensibelsten personenbezogenen Daten und betreffen nicht nur Sie selbst, sondern auch biologisch verwandte Familienmitglieder. Informieren Sie sich deshalb vor dem Einsenden einer Probe über die Datenschutzbestimmungen, die Speicherdauer der Daten und die Möglichkeiten, Ihre DNA-Probe oder Ihr Nutzerkonto später wieder löschen zu lassen.

Die größten Datenbanken der Anbieter beinhalten bis zu 18 Millionen Personen mit DNA-Tests.
4.3. Wie schneidet Ahnenforschungs-Software bei der Stiftung Warentest ab?
Die Stiftung Warentest hat im April 2025 5 Ahnenforschungs-Portale getestet – Voraussetzung war, dass diese auch eine DNA-Analyse direkt anbieten. Getestet wurde etwa die Qualität der DNA-Sequenzierung und die Vorhersagbarkeit, die Verwaltung von Stammbäumen und Medien sowie die Möglichkeit des Imports von GEDCOM-Dateien.
Dabei wurden beim DNA-Test unterschiedliche Schwerpunkte deutlich: So schnitten die Portale Ancestry und MyHeritage bei der Suche nach entfernten Verwandten gut ab – hervorgehoben wurden die großen Datenbanken.
Das Portal FamilyTreeDNA liefert laut Stiftung Warentest dagegen besonders genaue Daten für die direkte Vater- und Mutterlinie. Wie genau eine DNA-Analyse ist, hängt demnach sowohl von der Größe der Datenbank als auch davon ab, wie stark welche Region darin vertreten ist.
Die strengen Datenschutzvorgaben der EU erfüllten im Test jedoch lediglich Ancestry und MyHeritage.
» Mehr Informationen5. Wie starten Sie eine Ahnenforschung und was benötigen Sie dafür?
Am Anfang stehen die passende Software sowie einige grundlegende Unterlagen zu Ihrer Familie. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie starten und wie Sie Lücken in der Familiengeschichte schließen.
5.1. Welche Unterlagen benötigen Sie für den Einstieg?
Für die ersten Generationen reichen meist bereits vorhandene Dokumente wie Geburts- und Heiratsurkunden, Sterbeurkunden, Familienstammbücher oder alte Fotos mit Beschriftung. Auch Erzählungen älterer Familienmitglieder liefern häufig wertvolle Anhaltspunkte, etwa zu Geburtsorten oder früheren Wohnorten.
Legen Sie sich außerdem frühzeitig eine einfache Ablagestruktur für Kopien und Scans dieser Unterlagen an. So können Sie Dokumente später leichter in Ihre Software einpflegen und einzelnen Personen im Stammbaum zuordnen.
» Mehr Informationen5.2. Der erste Schritt: Wie erstellen Sie Ihren Stammbaum mit Software?
Beginnen Sie mit sich selbst als Ausgangsperson und tragen Sie anschließend Ihre Eltern, Großeltern und weitere Vorfahren ein, soweit Ihnen die Daten bereits vorliegen. Erweitern Sie den Stammbaum anschließend Generation für Generation und ergänzen Sie nach und nach Quellenangaben zu den einzelnen Personen.
Notieren Sie bei Unsicherheiten lieber ein geschätztes Datum mit entsprechendem Vermerk, statt eine Angabe ganz wegzulassen. So behalten Sie auch bei lückenhaften Informationen die Struktur des Stammbaums im Blick und können die Angaben später gezielt nachrecherchieren.
» Mehr Informationen5.3. Wie schließen Sie Lücken in der Familiengeschichte?
Für fehlende Informationen lohnt sich ein Blick in öffentliche Archive wie Kirchenbücher, Standesamtsunterlagen oder digitalisierte Archivbestände, die viele Landesarchive mittlerweile online zur Verfügung stellen. Auch das Gespräch mit älteren Familienmitgliedern liefert häufig wertvolle Hinweise, die in keinem Archiv zu finden sind.
Als Ergänzung greifen einige Ahnenforscher zusätzlich auf einen DNA-Test zurück, um Verwandtschaftsverhältnisse zu bestätigen oder bislang unbekannte Verwandte zu identifizieren.
» Mehr Informationen5.4. Wie teilen oder exportieren Sie Ihren Stammbaum?
Die meisten Programme ermöglichen den Export als GEDCOM-Datei, PDF oder Druckansicht, sodass Sie Ihren Stammbaum mit der Familie teilen können. Achten Sie beim Teilen darauf, Daten lebender Personen nur mit deren Einverständnis weiterzugeben, insbesondere wenn Sie den Stammbaum online veröffentlichen möchten.
» Mehr Informationen6. Häufige Fragen von Lesern, die nach Stammbaum-Software-Tests- oder -Vergleichen suchen
6.1. Welche Ahnenforschung-Software ist die beste?
Die beste Ahnenforschungs-Software hängt von Ihrem Kenntnisstand ab: Einsteiger sind mit einer einfachen Lösung als lokale Installation oft gut beraten, während fortgeschrittene Ahnenforscher von umfangreicheren Portalen mit Quellenverwaltung und DNA-Anbindung profitieren. Achten Sie in jedem Fall auf eine gute GEDCOM-Kompatibilität.
» Mehr Informationen6.2. Gibt es kostenlose Software für die Ahnenforschung?
Mehrere Programme für die Ahnenforschung, wie etwa Ahnenblatt, sind kostenlos nutzbar und decken die wichtigsten Grundfunktionen ab. Für kleinere Stammbäume reichen diese meist aus, bei umfangreicher Forschung stoßen kostenlose Versionen aber häufig an ihre Grenzen.
» Mehr Informationen6.3. Kann ich Ahnenforschungs-Software auf dem Mac nutzen?
Es gibt sowohl native Mac-Programme wie MacFamilyTree als auch plattformübergreifende Lösungen in der Cloud. Prüfen Sie vor dem Kauf immer die angegebene Systemkompatibilität. Das Angebot an lokalen Windows-Installationen ist allerdings größer als beim Mac.
» Mehr Informationen6.4. Wie sicher sind meine Familiendaten in einer Ahnenforschungs-Software?
Bei lokal installierter Software bleiben Ihre Daten auf Ihrem eigenen Rechner gespeichert. Nutzen Sie hingegen eine Cloud-Lösung oder ein Online-Portal, sollten Sie dessen Datenschutzerklärung prüfen und darauf achten, Freigaben für Daten lebender Personen gezielt einzuschränken.
» Mehr Informationen




























Auch bei Heredis ist eine Plausibilitätsprüfung möglich, zu finden im Menü Person – Konsistenz überprüfen.
Da fehlt ein wichtiges Programm, nämlich GHome von der Firma SuhrSoft! :o)
Hallo Michael,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Ahnenforschungs-Software-Vergleich.
Leider hat es das von Ihnen gewünschte Produkt zur Zeit des Produktauswahlverfahrens nicht in die Tabelle geschafft.
Wir haben Ihre Anmerkung aber notiert und werden bei der nächsten Aktualisierung prüfen, ob eine Aufnahme Sinn ergibt.
Wir weisen zudem darauf hin, dass die Auswahl stets auch von tagesaktuellen Kriterien (Produktaktualität, Verfügbarkeit, Preis, Lieferzeiträume) abhängig ist.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Vielen Dank für Ihre Antwort. Fühlen Sie sich frei, mich bei Fragen aller Art bezüglich des Produkts anzuschreiben oder anzurufen.
Schönen Gruß – Michael Suhr
Hallo,
eine Frage (auch bzgl. Datenschutz): Muss man seine Ergebnisse online stellen bzw. teilen?
Beste Grüße
Hans-Georg
Sehr geehrter Herr Richter,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ahnenforschung-Software-Vergleich.
Sie müssen Ihre Forschungen nicht teilen – wenn Sie die Software nur für sich nutzen möchten, ohne die Ergebnisse in Datenbanken zur Verfügung zu stellen, können Sie diese in den Einstellungen auf „privat“ setzen.
Viele Grüße
Ihr Vergleich.org-Team