3.1. Beim Wassertank gibt es viel zu beachten
Bei allen Modellen ohne zusätzliche Druckerhöhung – wie etwa bei den Dampfablösern von Black + Decker, Dema oder auch bei Wagner-Dampf-Tapetenablösern – lässt sich am Inhalt des Wassertanks relativ gut die Benutzungsdauer (in min) ablesen. Mit ungefähr 4 l können Sie knapp 1 h Dampf erzeugen. Modelle, die einem höheren Druck standhalten, kommen dagegen mit weniger Wasser aus. Hier reicht in etwa die Hälfte der Wassermenge.
Allerdings fasst zum Beispiel ein Kärcher SC 1.010 nur 1 Liter, ein Wagner W16 kann 5 Liter aufnehmen, weshalb die Dampfzeit in diesem Modell von Wagner dennoch deutlich länger ist.
Auch die Füllmenge und die Leistungsaufnahme hängen direkt miteinander zusammen. Je mehr Wasser eingefüllt werden kann, desto länger dauert das Erhitzen. Ein stärkeres Heizelement kann die Aufwärmzeit (in min) spürbar senken. So benötigt zum Beispiel der Dampf-Tapetenablöser “Black + Decker KX3300T“ bei 4 l knapp 11 Minuten. Der Dampf-Tapetenablöser “Speedy Vap“ von Lehnartz braucht für 3 l ungefähr die gleiche Zeit, verfügt aber auch über ein 400 Watt schwächeres Heizelement.
Tipp: Auch die Geräte, die das Wasser einfach nur erhitzen, erzeugen einen gewissen Überdruck. Achten Sie beim Kauf eines Dampf-Tapetenablösers auf eine sichere Verbindung zwischen Deckel und Behälter für das Wasser. Auch Schlauch, Dampfplatte und Einfüllöffnung für das Wasser sollten, so die Empfehlung zahlreicher Dampf-Tapetenablöser-Tests, neben einer Schraubverbindung im besten Fall zusätzlich gesichert sein.
3.2. Schlauch und Aufsatz im praktischen Einsatz
Verdampfungswärme
Wasser wird bei 100 °C nicht einfach zu Dampf. Dafür muss noch einmal jede Menge Energie zugeführt werden. Später muss diese erst wieder an die Umwelt abgegeben werden, damit aus dem Dampf wieder Wasser wird. Erst dieses Phänomen sorgt dafür, dass der einmal erzeugte Dampf durch den gesamten Schlauch des Tapetenablösers gelangt, ohne sofort wieder zu kondensieren.
Eine hohe Dampfschlauchlänge sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. Dadurch kommen Sie seltener in die Verlegenheit, den Behälter mit erhitztem Wasser bewegen zu müssen. Vor allem bei hohen Wänden sollte der Schlauch nie kürzer als 3 m ausfallen.
Etwas mehr ist natürlich besser. Viel länger werden die Schläuche aber nie, weil der Wasserdampf auf dem langen Weg ansonsten wieder zu Wasser werden könnte. Deshalb ist auch eine gute Wärmeisolierung am Schlauch nötig, die gleichzeitig auch Ihre Hände bei der Arbeit schützt.
Die Größe der Dampfplatte am Ende des Schlauchs bestimmt, welche Tapeten-Fläche Sie mit einem Mal ablösen können. Der bei vielen Modellen ähnliche Aufbau vom Heizelement bis zum Wassertank führt dazu, dass fast immer gleiche Abmessungen anzutreffen sind. Vom Dampf-Tapetenentferner “Powx340“ von PowerPlus bis zum Wagner-Dampf-Tapetenlöser entspricht die Fläche stets einem DIN-A4-Blatt.
Anders zum Beispiel der Dampftapetenlöser SC 1.010 von Kärcher, der aber auch einen mit höherem Druck bereitstellt: Hier ist die Dampfplatte etwa anderthalbmal so groß, was bei einer kompletten Wand schon ins Gewicht fallen kann. Gleichzeitig ist der technische Aufwand jedoch ebenfalls höher, was das Gerät wiederum teurer macht.
3.3. Die Sicherheit ist wichtig

Auch älterer Tapetenkleister lässt sich mit Wasserdampf vergleichsweise gut lösen.
Wegen des hohen Strombedarfs und des Umgangs mit heißem Wasserdampf darf die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Dass die Verkabelung ausreichend sicher und für so viel Watt geeignet ist, dafür sorgt die Zulassungspflicht für Elektrogeräte in der EU, unabhängig davon, ob Sie den Dampf-Tapetenablöser bei OBI oder im Internet kaufen.
Bei einigen anderen Details sollten Sie aber genauer hinschauen. Online-Tests für Dampf-Tapetenablöser raten zu folgendem Check: Ist zum Beispiel der Griff der Dampfplatte so gebaut, dass Sie ihn stets schadlos anfassen können und auch mit Handschuhen sicher greifen? Sind die Verbindungen zwischen dem Schlauch und den anderen Element fest und verfügen über eine zusätzliche Sicherung, die ein unbeabsichtigtes Lösen verhindert?
Auch die Standsicherheit spielt eine Rolle. Da das Heizelement üblicherweise im Deckel ist, sinkt die Standfestigkeit bei nur noch geringer Füllmenge. Aus diesem Grund ist zum Beispiel der Dampf-Tapetenablöser “Black + Decker KX3300T“ so gestaltet, dass er nach unten deutlich breiter wird. So verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass er durch eine Unachtsamkeit umgestoßen werden kann.
Hinweis: Auch wenn das Detail auf den meisten Herstellerfotos fehlt: Wir von Vergleich.org empfehlen bei der Arbeit mit heißem Dampf, stets Handschuhe zu tragen. So schützen Sie sich auf einfache Weise vor schmerzhaften Verbrühungen.

Guten Abend,
wir haben sehr kalkhaltiges Wasser. Gibt es ein spezielles Mittel, mit dem ich den Tapetenablöser ohne viel Aufwand sauber machen kann?
Grüße
Fr. Schmid
Guten Tag Frau Schmid,
durch das Erhitzen des Wassers wird sich Kalk natürlich besonders stark absetzen. Wie bei anderen Geräten im Haushalt genügt schlichter Speiseessig zum Entfernen, sodass Sie auf besondere Kalklöser ohne weiteres verzichten können.
Noch besser: Nehmen Sie Essigessenz und verdünnen diese in etwa mit zwei Teilen Wasser. Sind alle Kalkrückstände aufgelöst, sollten Sie den Tapetenablöser gründlich mit klarem Wasser ausspülen.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team