Von der Vorbereitung des Raumes bis hin zur Reinigung des Farbrollers am Schluss gehört alles zu einem erfolgreichen Anstrich dazu. Wir schildern Ihnen, wie Sie am besten Schritt für Schritt vorgehen, wenn Sie einen Raum streichen möchten. Zu jedem Arbeitsschritt haben wir hilfreiche Tipps für Sie zusammengefasst.

Der Hersteller dieser ProDec-Farbrollen bietet laut unseren Informationen ein vielfältiges Sortiment unterschiedlicher Farbrollen für diverse Einsatzzwecke.
3.1. Vorbereitung: Machen Sie den Raum und sich selbst streichfertig
Bevor Sie mit der Streicharbeit loslegen, sollten Sie den Raum oder die entsprechende Fläche, die einen neuen Anstrich bekommen soll, vorbereiten. Kleben Sie alle Fußleisten, Tür- und Fensterrahmen, Steckdosen und Lichtschalter sorgfältig ab. Den Boden bedecken Sie am besten mit Malervlies, um ihn vor Farbspritzern zu schützen.
Achten Sie darauf, keine gute Kleidung zu tragen. Beim Streichen bleibt es fast nie aus, auch selbst den ein oder anderen Farbspritzer abzubekommen. Einen gänzlich tropffreien Farbroller gibt es leider nicht.
Haben Sie alles abgeklebt und sich bequeme Streichkleidung angezogen, dann können Sie weitermachen und die Arbeitsutensilien zurechtlegen.

3.2. Wählen Sie den richtigen Farbroller und bereiten Sie die Farbe vor

Für Decken empfehlen wir Ihnen, einen Farbroller/eine Farbwalze mit Teleskopstange zu verwenden.
Für große Flächen nutzen sie am besten 20 bis 23 cm breite Farbwalzen. Für kleinere Bereiche wie Kanten oder um Fensterrahmen herum nutzen Sie Varianten mit einer Breite von 10 bis 12 cm. Für die Ecken können Sie spezielle Eck-Farbroller oder Pinsel benutzen.
Bevor Sie die Farbroller in die Farbe tauchen, sollten Sie diese erst einmal gut umrühren. Verwenden Sie dazu einen langen Holz-, Metall- oder Plastikstab. Rühren Sie die Farbe kräftig um, bis Sie an der Oberfläche kleine Bläschen sehen. Stellen Sie nun ein Abstreichgitter in den Farbeimer.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Farbroller in den Farbeimer passen. Gegebenenfalls müssen Sie Farbe in einen größeren Eimer umfüllen oder einen kleineren Farbroller benutzen.

Diese ProDec-Farbrollen sind laut Hersteller am besten für Dispersionsfarben geeignet.
Für Streicharbeiten mit dem Farbroller an Ecken und um Fensterrahmen herum empfehlen wir Ihnen, eine Farbwanne zu benutzen. In diese können Sie ein wenig Farbe abfüllen und müssen nicht immer mit den kleinen Farbrollern oder Pinseln in den großen Farbeimer eintauchen. In der Regel haben Farbwannen eine Abstreichfläche integriert, an der Sie überschüssige Farbe abstreifen können.
3.3. Das Streichen: Tipps für einen gleichmäßigen Farbauftrag
Tipp: Stiftung Warentest empfiehlt in Verbindung mit ihrem Wandfarben-Test, den Farbroller vor dem Verwenden etwas anzufeuchten. So wird die Farbe besser aufgenommen und Sie erhalten einen gleichmäßigeren Farbauftrag. Der Farbroller sollte aber nicht nass sein, das verwässert die Farbe.

Nutzen Sie immer ein Abstreichgitter, um die optimale Farbverteilung auf der Farbwalze zu erhalten.
Wir empfehlen Ihnen, mit dem Streichen der Ecken und Kanten zu beginnen.
Tauchen Sie den Pinsel nicht zu tief in die Farbe ein, sonst ist dieser mit zu viel Farbe getränkt und es können unschöne Farbnasen entstehen. Bei der Verwendung von kleinen Farbrollern oder Eckrollern sollten Sie, wie bei einer großen Rolle, diese in die Farbe eintauchen und dann am Abstreichgitter oder der Abstreichfläche der Farbwanne gut abrollen. Durch das Rollen wird zum einen die Farbe gleichmäßig auf der Rolle verteilt und zum anderen überschüssige Farbe abgestreift.

Ein rutschfester Griff sorgt für einen sicheren Halt.
Achten Sie darauf ausreichend Druck auf die Farbwalze auszuüben. Sind Sie zu vorsichtig, dann kann es passieren, dass Sie die Rolle nur nach unten und oben schieben, ohne dass sich diese dreht. Das ergibt ein unsauberes und streifiges Ergebnis.
Nachdem Sie etwa drei Bahnen Farbe auf die Wand aufgetragen haben, sollten Sie noch einmal über diese Fläche rollen. Dieser Vorgang wird „verschlichten“ genannt und sorgt für eine gleichmäßige Farbverteilung. Anschließend tauchen Sie die Rolle wieder in die Farbe und die nächsten drei Bahnen werden gestrichen. So geht es weiter, bis die gesamte Fläche mit dem neuen Anstrich versehen ist.
Tipp: Wollen Sie Ihre Malerarbeiten nur für eine kurze Zeit unterbrechen, dann sollten Sie die Farbroller vor einer Austrocknung schützen. Wickeln Sie die Rolle einfach in eine Plastiktüte und verschließen Sie diese am Griff luftdicht. So bleibt der Farbroller feucht und Sie können die Plastikfolie wieder öffnen und den Farbroller weiterverwenden.

3.4. Nachbereitung: Lassen Sie die Farbe richtig trocknen
Haben Sie die gesamte Fläche gestrichen, dann geben Sie der Farbe ausreichend Zeit zu trocknen. Oft mag Ihnen die frisch gestrichene Wand fleckig erscheinen und Sie sind versucht, noch einmal zu Farbroller und Pinsel zu greifen. Seien Sie beruhigt, die fleckige Optik verschwindet meist nach dem richtigen Trocknen. Die Flecken resultieren daraus, dass die Farbe noch unterschiedlich feucht ist und je nach Lichteinfall heller oder dunkler erscheint.
Das finale Streichergebnis sehen Sie, wenn die Farbe vollständig durchgetrocknet ist. Das dauert in der Regel 6 Stunden. Lassen Sie solange am besten auch die Ränder noch abgeklebt. Ziehen Sie das Klebeband zu früh ab, dann kann es zu Farbverläufen kommen.
3.5. Farbroller reinigen: So geht’s

Vor allem bei Langflor-Farbrollern ist das Auswaschen etwas mühsam, aber es lohnt sich, denn so können Sie die Farbwalze lange und oft benutzen.
Nach dem Streichen sollten Sie die verwendeten Farbroller gut auswaschen. Hängt noch Restfarbe in den Fasern, dann verklebt diese die Floren und das Material wird brüchig. Außerdem wird durch Restfarbe in den Farbrollern unter Umständen beim nächsten Anstrich die neue Farbe verfärbt.
Bevor Sie den Farbroller ausspülen, sollten Sie die Farbe, die noch in der Rolle ist, mit einem Spachtel aus ihr heraus schaben. Stellen Sie die Farbwalze dazu hochkant in ein Waschbecken. Halten Sie die Rolle fest und streichen Sie mit einem Spachtel von oben nach unten die Farbe aus der Rolle.
Spülen Sie anschließend den Farbroller/die Farbwalze unter fließendem Wasser aus. Erst wenn das Wasser wieder klar ist, ist die Farbwalze auch wirklich sauber. Sie benötigen kein Spülmittel und auch keine Seife, um den Farbroller gründlich zu reinigen. Lassen Sie nun den Farbroller gut trocknen, bevor Sie ihn wieder wegräumen.
Hallo Vergleich.org-Team,
ich finde das Auswaschen der Farbroller doch immer etwas mühsam. Gibt es auch so etwas wie Farbroller-Reinigungsgeräte, die einem das leidige Auswaschen erleichtern?
Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort.
Viele Grüße
Paul
Lieber Paul,
ja, es gibt tatsächlich auch Reinigungsgeräte für Farbroller.
Das sind meist runde Plastikbehälter, die in etwa einen Durchmesser von 20 cm haben. In der Regel wird ein Schlauch an die Geräte angeschlossen, um Wasser hineinzupumpen. Das Wasser läuft durch ein Abflusssystem von Löchern am Boden des Behälters während des Vorgangs ab. Stellen Sie den Behälter also immer in ein Waschbecken oder an einen Ort, an dem problemlos viel und auch verschmutztes Wasser abfließen kann.
Die Farbrolle wird im Inneren des Behälters gedreht, entweder durch den Druck des Wassers, das hineingepumpt wird und auf die Rolle gerichtet ist, oder durch eine Kurbel, die Sie mit der Hand betätigen. Durch das Wasser, das mit Druck hineingedrückt wird und die Drehbewegung wird der Farbroller relativ schnell von der restlichen Farbe befreit.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Freundliche Grüße
Ihr Vergleich.org-Team