1 7 von

8 der besten Campingstühle im Test:

Aktualisiert: 03.11.2017

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4,5/5 aus 18 Bewertungen

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Westfield Discoverer PB Westfield Discoverer PB
Uquip Roxy Uquip Roxy
Outwell Goya Outwell Goya
Brunner Raptor Classic Brunner Raptor Classic
bel-sol Tension Seat bel-sol Tension Seat
Helinox Chair One Helinox Chair One
Nexos ZGC34381 Nexos ZGC34381
LEKI Breeze LEKI Breeze
Abbildung
Modell Westfield Discoverer PB Uquip Roxy Outwell Goya Brunner Raptor Classic bel-sol Tension Seat Helinox Chair One Nexos ZGC34381 LEKI Breeze
TestergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
Kundenwertung
bei Amazon
100 Bewertungen
19 Bewertungen
34 Bewertungen
5 Bewertungen
noch keine
57 Bewertungen
307 Bewertungen
2 Bewertungen
Einschätzung des Test-Redakteurs
Bestwerte bei Sitzkomfort und Stabilität – der Westfield Discoverer ist der bequemste Stuhl im Test. Wander- oder Festival-Equipment ist unser Testsieger aber nicht: Das sperrige Packmaß und die fehlende Tragetasche verlangen für den Transport ein Auto.
Uquip besticht im Test mit sehr guter Stabilität und ordentlicher Ergonomie. Schönes Detail: Der einklappbare und stabile Getränkehalter ist der beste im Test. Nachteile offenbaren sich hingegen beim Zusammenfalten und beim leicht überdurchschnittlichen Gewicht.
Der Preis-Leistungs-Sieger von Outwell hat seine Stärken ebenfalls in der Stabilität – hier sticht die gute Ergonomie heraus, die sich nur hinter dem Testsieger einreihen muss. Der Allrounder muss jedoch auch Abzüge hinnehmen: So wird mit 100 kg die geringste maximale Belastbarkeit im Test erreicht.
Wenige Spitzenwerte, aber auch wenige Ausreißer nach unten: Der Brunner Raptor ist ein Allrounder mit ordentlichem Komfort und guter Stabilität. Abzüge gibt es vor allem für die geringe maximale Belastbarkeit, die ausbaufähige Ergonomie und den fehlenden Getränkehalter.
Bel-sol schickt einen robusten Stuhl ins Rennen, der sich gut für Festivals eignet: Stabil, ordentliches Packmaß und Gewicht, reißfeste Tragetasche und Getränkehalter fürs Bier. Einer besseren Bewertung stehen vor allem der ausbaufähige Sitzkomfort und die nicht sonderlich hohe Ergonomie im Wege.
Volle Punktzahlen bei Packmaß und Gewicht (jeweils der geringste Wert im Test) machen den Helinox Chair One zu einem Outdoor-Stuhl, der selbst auf längeren Wanderungen oder beim Backpacking Einsatz findet. Dafür offenbaren sich klare Abstriche bei Komfort, Ergonomie und Standfestigkeit.
Der mit Abstand günstigste Stuhl in unserem Test kann vor allem beim Transport punkten: Einfacher Auf- und Abbau sowie kinderleichtes Verstauen in der Tragetasche holen die meisten Punkte für Nexos. Negativ machen vor allem Sitzkomfort, Ergonomie und Standfestigkeit auf sich aufmerksam.
Der LEKI Breeze ist vergleichbar mit dem Helinox Chair One und punktet in unserem Test demnach in denselben Bereichen: Kleines Packmaß und geringes Gewicht machen ihn zum idealen Stuhl für das Mitnehmen im Rucksack. Allerdings ist der Sitzkomfort noch geringer als beim Chair One.
Testergebnisse: Sitzkomfort
Gewichtung: 50 % des Gesamtergebnisses
Bequemlichkeit + + +
extrem kom­for­tabel
+ +
sehr kom­for­tabel
+ +
sehr kom­for­tabel
+ +
sehr kom­for­tabel
+
kom­for­tabel
+
kom­for­tabel
-
nicht son­der­lich kom­for­tabel

vor allem für große Men­schen unkom­for­tabel
Ergonomie Im Gegensatz zu Bürostühlen müssen Campingstühle nicht die höchsten Anforderungen an die Ergonomie erfüllen.

Für Menschen mit Rückenproblemen und solche, die sich länger in den Stühlen aufhalten möchten, ist dieser Punkt dennoch relevant.
+ + +
sehr ergo­no­misch
+ +
ergo­­no­­misch
+ +
ergo­no­misch
+
leicht ergo­no­misch
+
leicht ergo­no­misch
-
recht uner­­go­­no­­misch
-
recht uner­go­no­misch
-
recht uner­­go­­no­­misch
Armlehnen + + +
könnten noch etwas breiter sein
+ +
könnten länger und breiter sein
+ +
könnten länger und breiter sein
+ +
könnten länger und breiter sein
+
könnten länger und breiter sein

keine Arm­lehnen vor­handen
-
recht instabil

keine Arm­lehnen vor­handen
Kopfstütze + +
gepols­tert

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen

keine Kopf­stütze vor­handen
Getränkehalter
kein Geträn­k­e­halter vor­­handen
+ + +
stabil und ein­klappbar

kein Geträn­k­e­halter vor­handen

kein Geträn­k­e­halter vor­handen
-
vor­handen, aber instabil und schwer­gängig

kein Geträn­k­e­halter vor­handen

vor­handen, aber instabil
-
vor­­handen, aber instabil und nur per Klett befes­tigt
Ergebnis im Bereich Sitzkomfort
441 von 500 (88 %)

358 von 500 (72 %)

348 von 500 (70 %)

320 von 500 (64 %)

270 von 500 (54 %)

161 von 500 (32 %)

123 von 500 (25 %)

114 von 500 (23 %)
Testergebnisse: Stabilität
Gewichtung: 25 % des Gesamtergebnisses
Standfestigkeit Ein guter Campingstuhl bietet auch auf unebenen Untergründen stabilen Halt. Ist dies nicht oder nur eingeschränkt der Fall, wurden die Stühle in dieser Kategorie abgewertet. + + +
extrem stand­fest
+ + +
extrem stand­fest
+ + +
extrem stand­fest
+ + +
extrem stand­fest
+ + +
extrem stand­fest
-
Stan­d­­fes­­ti­g­keit könnte höher sein
-
Stand­fes­tig­keit könnte höher sein
-
Stan­d­­fes­­ti­g­keit könnte höher sein
Belastbarkeit
Durchschnitt im Test:
120,4 kg
Menschen mit höherem Körpergewicht sollten unbedingt darauf achten, einen Stuhl mit angemessener maximaler Belastbarkeit zu kaufen.
+ + +
140 kg
+
120 kg
-
100 kg
-
102 kg
-
102 kg
+ + +
145 kg
+
120 kg
+ + +
145 kg
Verarbeitungsqualität Wie stabil und langlebig sind die Gelenke? Wie reißfest der Bezug? + + +
hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
+ + +
hoch­­wer­­tige Ver­­ar­bei­­tung
+ + +
hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
+ + +
hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
+ + +
hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
+ +
gute Ver­­ar­bei­­tung
+
ordent­liche Ver­ar­bei­tung
+ +
gute Ver­­ar­bei­­tung
Ergebnis im Bereich Stabilität
235 von 250 (94 %)

222 von 250 (89 %)

211 von 250 (84 %)

208 von 250 (83 %)

206 von 250 (82 %)

117 von 250 (47 %)

115 von 250 (46 %)

122 von 250 (49 %)
Testergebnisse: Transport
Gewichtung: 25 % des Gesamtergebnisses
Packmaß
Durchschnitt im Test:
84,85 x 24,2 x 16,15 cm
Ein geringes Packmaß macht es leichter, den Stuhl mit in den Urlaub oder auf ein Festival zu nehmen.
-
106 x 63 x 26 cm
+ +
96 x 22 x 20 cm
+
106 x 29 x 14 cm
+
95,5 x 25 x 20 cm
+
91 x 26,5 x 18 cm
+ + +
34 x 11 x 10 cm
+ + +
87 x 10 x 9,5 cm
+ + +
32 x 15 x 12 cm
Auf- und Abbau Wie leicht und schnell gelingen Auf- und Abbau? Und lässt sich der Stuhl anschließend problemlos in der Tragetasche verstauen? + + +
intui­tives Zusam­men­klappen
+ +
Zusam­men­klappen nicht intuitiv
+ + +
intui­tives Zusam­men­klappen | leichtes Ver­stauen in der Tasche
+ + +
intui­tives Zusam­men­klappen | leichtes Ver­stauen in der Tasche
+ + +
intui­tives Zusam­men­klappen | leichtes Ver­stauen in der Tasche
+ +
etwas auf­wän­diger als bei Falt­stühlen
+ + +
intui­­tives Zusam­­men­klappen | leichtes Ver­­­stauen in der Tasche

Ver­stauen in der Tasche fällt ein wenig schwer
Tragetasche Hier fließen Aspekte wie Reißfestigkeit und Wasserbeständigkeit ein.
keine Tra­ge­ta­sche vor­handen
+ +
sehr rei­ß­­fest
+ +
sehr reiß­fest
+
reiß­fest
+ +
sehr reiß­fest
+ +
sehr reiß­fest | ist bei gerin­geren Mengen was­ser­dicht
+
reiß­fest
+ +
sehr reiß­fest | ist bei gerin­geren Mengen was­ser­dicht
Gewicht Je leichter der Stuhl, desto angenehmer ist der Transport. +
4,62 kg

5,45 kg
+
4,35 kg
+
4,85 kg
+
4,45 kg
+ + +
0,9 kg
+ + +
2 kg
+ + +
1,25 kg
Ergebnis im Bereich Transport
148 von 250 (59 %)

184 von 250 (74 %)

202 von 250 (81 %)

194 von 250 (78 %)

202 von 250 (81 %)

217 von 250 (87 %)

229 von 250 (92 %)

203 von 250 (81 %)
Zahlen und Fakten
Material Polyu­ret­hane | Stahl Poly­ester | Stahl Poly­ester | Stahl Poly­ester | Stahl Poly­ester | Stahl Poly­ester | Alu­mi­nium Poly­ester | Stahl Polye­thylen | Alu­mi­nium
Maße ausgeklappt
Durchschnitt im Test:
91,2 x 67,75 x 59,45 cm
121 x 67 x 63 cm 92 x 64 x 60 cm 89 x 69 x 68 cm 91 x 63 x 58 cm 90x 62 x 55 cm 65 x 51 x 50 cm 86 x 84 x 50 cm 69 x 58 x 49 cm
Sitzhöhe
Durchschnitt im Test:
39,85 cm
45 cm 42 cm 41 cm 45 cm 42 cm 30 cm 36 cm 34 cm
Sitztiefe
Durchschnitt im Test:
39,1 cm
41 cm 40 cm 41 cm 43 cm 39 cm 32 cm 32 cm 36 cm
Sitzbreite
Durchschnitt im Test:
46,3 cm
42 cm 43 cm 54 cm 40 cm 52 cm 33 cm 51 cm 34 cm
Höhe der Rückenlehne
Durchschnitt im Test:
59,4 cm
82 cm 58 cm 54 cm 54 cm 53 cm 42 cm 54 cm 43 cm
Maße der Armlehnen
Durchschnitt im Test:
41,63 x 7,94 cm
44 x 7 cm 32 x 4 cm 32 x 5 cm 32 x 5 cm 37 x 4 cm
keine Arm­lehnen vor­handen
44 x 11 cm
keine Arm­lehnen vor­handen
verstellbare Rückenlehne In der Regel haben nur Klapp-, nicht aber Faltstühle eine verstellbare Rückenlehne.
7-fach ver­s­tellbar
Lendenlordose-Stütze Eine Lendenlordose-Stütze bietet eine sinnvolle Unterstützung für den unteren Rücken. In der Regel kann hiermit die Ergonomie des Stuhls gesteigert werden.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Gesamtwertung 824 von 1.000 Punkten

Note: 1,7
764 von 1.000 Punkten

Note: 1,9
761 von 1.000 Punkten

Note: 1,9
722 von 1.000 Punkten

Note: 2,1
678 von 1.000 Punkten

Note: 2,3
495 von 1.000 Punkten

Note: 3,0
467 von 1.000 Punkten

Note: 3,1
439 von 1.000 Punkten

Note: 3,3
Vor- und Nachteile
  • extrem kom­for­tabel
  • sehr ergo­no­misch
  • extrem stand­fest
  • höchste Rücken­lehne im Test
  • ver­s­tell­bare Rücken­lehne
  • hohe maxi­male Belast­bar­keit
  • recht sperrig
  • keine Tra­ge­ta­sche
  • kein Geträn­k­e­halter
  • sehr kom­for­tabel
  • extrem stand­fest
  • bester Geträn­k­e­halter im Test
  • mit knapp 5,5 kg der schwerste Stuhl im Test
  • sehr kom­fo­tabel
  • ergo­no­misch
  • extrem stand­fest
  • ein­fa­ches Aus­ein­ander- und Zusam­men­klappen
  • mit 100 kg die geringste maxi­male Belast­bar­keit im Test
  • kein Geträn­k­e­halter
  • extrem stand­fest
  • sehr kom­for­tabel
  • ein­fa­ches Aus­ein­ander- und Zusam­men­klappen
  • mit 102 kg die zweit­ge­ringste maxi­male Belast­bar­keit im Test
  • kein Geträn­k­e­halter
  • extrem stand­fest
  • ein­fa­ches Aus­ein­ander- und Zusam­men­klappen
  • mit 102 kg die zweit­­ge­ringste maxi­­male Belast­­bar­keit im Test
  • Geträn­k­e­halter könnte besser sein
  • sehr leicht und kom­pakt – ideal für Wan­de­rungen
  • mit 145 kg höchste maxi­male Belast­bar­keit im Test
  • geringe Ergo­nomie
  • geringe Stand­fes­tig­keit
  • kom­paktes Packmaß
  • sehr leicht
  • sehr preis­günstig
  • kein hoher Sitz­kom­fort
  • geringe Ergo­nomie
  • geringe Stand­fes­tig­keit
  • sehr leicht und kom­pakt – ideal für Wan­de­rungen
  • mit 145 kg höchste maxi­male Belast­bar­keit im Test
  • geringe Ergo­nomie
  • geringe Stand­fes­tig­keit
  • Ver­stauen in der Tasche fällt recht schwer
Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails Produktdetails
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Stephan

Chefredakteur Stephan S.

In unserem Campingstuhl-Test haben wir Produkte aus dem untersten Preissegment von um die 10 Euro bewusst außen vor gelassen, da diese Stühle nur selten Komfort und viel Stabilität bieten. Wenn das Ansprüche sind, auf die Sie verzichten können, empfehlen wir Ihnen dieses Modell: Kleiner Preis, niedriges Gewicht und für Festivals und Co. völlig ausreichend.

Hat Ihnen dieser Test gefallen?

4,5 /5 aus 18 Bewertungen

Campingstühle-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • In unserem Campingstuhl-Test haben wir uns drei verschiedene Stuhl-Typen genau angeschaut und in den Kategorien Sitzkomfort, Stabilität und Transport getestet.
  • Überraschungen gab es bei diesem speziellen Campingbedarf unter anderem in Hinblick auf die Preisschilder: Zwei der teuersten Produkte belegen die Plätze 8 und 10 - bei 10 getesteten Produkten. Dies liegt allerdings vor allem daran, dass es sich um ausgemachte Spezialstühle handelt, die auch auf Wanderungen Anwendung finden, dafür aber erhebliche Abstriche bei Komfort und Stabilität hinnehmen müssen.
  • Kein Stuhl konnte die Note sehr gut erreichen, was an den unterschiedlichen Anforderungen liegt: Bietet ein Stuhl hohen Komfort und Stabilität, werden keine Höchstwerte mehr beim Transport erreicht. Dennoch gibt es neben den Spezialisten, die in bestimmten Kategorien hervorstechen, auch Allrounder, die in allen drei Bereichen ordentliche Ergebnisse einfuhren und die wir ruhigen Gewissens mit gut bewerten konnten.

Campingstuhl Test

Campingstuhl TestkriterienMit dem Sommer beginnt auch die Zeit des Urlaubs, der Festivals und der Ausflüge an den See oder in den Park. Über elf Millionen Menschen gaben 2016 in diesem Zusammenhang an, zumindest gelegentlich mit dem Zelt zu campen oder mit dem Wohnwagen zu verreisen (Quelle: IfD Allensbach). Und während manch einer es sich im Schneidersitz auf dem Boden gemütlich macht, sehnen sich andere einen Campingstuhl herbei – vor allem, wenn das Sitzen auch mal mehrere Stunden dauern kann oder es in der Nacht zuvor geregnet hat und der Boden noch nass ist.

Wir haben uns die praktische Campingausrüstung in unserem Campingstuhl-Test 2017 genau angeschaut und jeden Stuhl auf Herz und Nieren geprüft. In unserer Kaufberatung zum Test erfahren Sie unter anderem, welche Campingstuhl-Typen es gibt, ob Sie mehr Wert auf Sitzkomfort oder Ergonomie legen sollten und welches Packmaß noch eine angenehme Mitnahme des Stuhls auf einem Wanderausflug erlaubt.

1. Test-Fazit: Komfort und Stabilität setzen sich gegen Transportfähigkeit durch

In Sachen Komfort und Stabilität konnten wir im Vergleich der Campingstühle die größten Unterschiede feststellen. Stark war hier vor allem unsere Campingstuhl-Empfehlung Westfield Discoverer PB (einziger Klappstuhl im Test), aber auch der ein oder andere Faltstuhl konnte hier mithalten. Während viele Faltstühle bei der Stabilität ähnlich gute Ergebnisse einfuhren, trennte sich letztlich häufig beim Sitzkomfort die Spreu vom Weizen. Insbesondere die beiden so genannten Wanderstühle von Leki und Helinox, aber auch der Faltstuhl von Nexos enttäuschten schließlich bei beiden Kategorien.

Campingstuhl Vergleich

Verschiedene Campingstuhl-Kategorien bieten sich für unterschiedliche Einsatzzwecke an: Während unser -Campingstuhl-Testsieger durch Komfort und Standfestigkeit besticht, können die Marken Helinox und Leki wärmstens für Wander-Ausflüge empfohlen werden – und das, obwohl sie im Test nur die Plätze 8 und 10 belegen.

Dafür konnten ebendiese Produkte gute bis sehr gute Werte im Bereich Transport erreichen, woraus sich die leicht grobschlächtige Folgerung schließen lässt: Hoher Komfort geht häufig zu Lasten des Transports, sehr gute Transportmöglichkeiten lassen sich hingegen selten mit hohem Komfort und überzeugender Stabilität vereinen.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitWir empfehlen natürlich unseren Campingstuhl-Testsieger Westfield Discoverer PB, wenn Ihnen ein sperriges Packmaß wenig ausmacht. Unter den Faltstühlen sind der Uquip Roxy (Platz 2 und damit bester Faltstuhl im Test) sowie der Outwell Goya (Platz 3 und Preis-Leistungssieger) besonders empfehlenswert, da Sie hier einen gelungenen Kompromiss aus Mobilität und Komfort vorfinden. Liegt Ihr Fokus hingegen gänzlich auf einem möglichst geringen Packmaß und einer guten Transportierbarkeit, empfehlen wir Ihnen den Helinox Chair One, der in unserem Test die Wanderstuhl-Konkurrenz von Leki hinter sich lassen konnte.

Campingstühle Testergebnisse

Unser Campingstuhl-Testsieger ist der Westfield Discoverer PB, gefolgt vom Uquip Roxy. Mit dem Outwell Goya schafft es der Preis-Leistungs-Sieger auch aufs Treppchen.

2. Campingstuhl-Typen: Klappen für mehr Komfort, Auseinanderbauen für Wanderungen

In unserem Campingstuhl-Test kommen drei Stuhl-Kategorien vor, die mit spezifischen Stärken und Schwächen aufwarten. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welcher Campingstuhl-Typ besonders komfortabel, welcher besonders transportabel und welcher ein Allrounder zwischen diesen Extremen ist.

Campingstuhl-Typ Merkmale
Klappstuhl

Campingstuhl Klappstuhl

Der Camping-Klappstuhl wird aus gutem Grund auch Camping-Liegestuhl oder Klappsessel genannt. In der Regel ist die Rückenlehne verstellbar und ermöglicht es so, dass Sie auf dem Klappstuhl beim Camping hervorragend entspannen können.

Einziger Camping-Klappstuhl im Test ist der Gesamtsieger Westfield Discoverer PB.

Vorteile:
 hohe und verstellbare Rückenlehne
hoher Komfort
in der Regel gute Ergonomie

Nachteile:
 sperrig und somit nur gut mit dem Auto oder dem Wohnwagen zu transportieren
häufig etwas teurer als Faltstühle (häufig zwischen 50 und 100 Euro)

Faltstuhl

Campingstuhl Faltstuhl

Der Camping-Faltstuhl, zuweilen auch als Regiestuhl bezeichnet, lässt sich zu einem relativ dünnen, siloförmigen Konstrukt zusammenfalten. Dies gelingt in der Regel mit einem Handgriff. Das im Vergleich deutlich geringere Packmaß macht es möglich, den Faltstuhl zum Beispiel auch auf ein Festival mitzunehmen.

Bester Campingstuhl, der faltbar ist, wurde in unserem Test der Uquip Roxy auf dem zweiten Platz.

Vorteile:
je nach Modell guter bis sehr guter Sitzkomfort
geringeres Packmaß als Faltstühle – mehr Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten
Tragetaschen für einfacheren Transport
für jeden Geldbeutel etwas dabei (von unter 10 bis über 50 Euro)

Nachteile:
häufig schlechtere Ergonomie
in der Regel kürzere Rückenlehne und somit keine Kopfstütze

Auseinanderbaubarer Stuhl (Wanderstuhl)

Campingstuhl Wanderstuhl

Auseinanderbaubare Modelle sind besonders kleine und leichte Campingstühle. Das Gestell wird hierbei wie beim Gestänge eines Zeltes ineinander gesteckt, woraufhin der Bezug daran befestigt wird. Da diese Form von Campingstuhl ein sehr geringes Packmaß und Gewicht aufweist, kann sie zum Beispiel auch mit auf Wanderungen genommen werden.

Bester Campingstuhl unter den zusammensteckbaren ist in unserem Test der Helinox Chair One.

Vorteile:
sehr kompakt und leicht: Ideale Transportmöglichkeiten
 Tragetaschen erleichtern den Transport zusätzlich
 optimaler Campingstuhl für Wanderungen oder Backpacking

Nachteile:
 Sitzkomfort und insbesondere Ergonomie stark eingeschränkt
Aufbau und Verstauen in der Tragetasche etwas zeitaufwändiger als bei anderen Campingstuhl-Arten
mit 80 bis 100 Euro recht hohe Anschaffungskosten

Welcher Typ soll es also sein? Eine Frage des Einsatzgebietes.

  • Klapp-Campingstuhl: Verreisen Sie gerne mit dem Wohnmobil oder einem geräumigen Kombi, bietet sich ein Campingstuhl, der klappbar ist, natürlich an. Hier dürfen Sie häufig den größten Komfort und eine angenehme, in manchen Fällen auch verstellbare Sitzposition erwarten. Klappstühle machen zudem auch als Gartenmöbel eine gute Figur, wenn Sie gerade nicht auf Reisen sind.
  • Falt-Campingstuhl: Auch Campingstühle, die faltbar sind, eignen sich für das Verreisen mit dem Auto oder Wohnwagen – häufig müssen aber Abstriche bei der Ergonomie gemacht werden. Durch das kleinere Packmaß und die Tragetasche können Sie den Faltstuhl jedoch auch mitnehmen, wenn Sie zu Fuß, mit der Bahn oder in einem kleineren Auto unterwegs sind. So haben Sie auch auf Festivals den perfekten Begleiter dabei.
  • Auseinanderbaubarer Campingstuhl: Diesen Typ möchten wir Wander-Campingstuhl nennen, denn damit ist sein großer Vorteil perfekt umschrieben. Gehen Sie also gerne wandern und möchten sich ungern ständig auf spitze Steine oder feuchten Untergrund setzen, ist der Wander-Campingstuhl aufgrund des geringen Packmaßes und Gewichts (rund ein Kilogramm) die optimale Lösung.

3. Testergebnisse – Sitzkomfort: Die Mischung aus Bequemlichkeit und Ergonomie macht's!

Der Bereich Sitzkomfort macht 50 % der Gesamtbewertung aus – schließlich erfüllt ein unbequemer Campingstuhl seinen Zweck nur bedingt. In den folgenden Unterkapiteln gehen wir auf diese Aspekte ein:

  1. Bequemlichkeit: Wie angenehm sitzt es sich im Stuhl? Drückt das Gestänge und ist eine Polsterung vorhanden?
  2. Ergonomie: Wie rückenschonend ist der Stuhl? Ein Aspekt, der vor allem bei längerem Sitzen wichtig ist.
  3. Getränkehalter: Auch dieser Punkt gehört unserer Einschätzung nach zum Komfort, schließlich ist das ständige Herunterbeugen zum Getränk auf Dauer unangenehm.

3.1. Bequemlichkeit: Faltstühle können mit Klappstühlen mithalten!

Bequemlichkeit ist natürlich immer ein Stück weit Geschmacksfrage: Mag es der eine lieber weich und halb liegend wie im Sessel, ist es für andere wiederum angenehmer, wenn ein aufrechtes Sitzen möglich ist und man nicht so stark im Sitzpolster „versinkt“. Darum war es uns in diesem Punkt besonders wichtig, mehrere Test-Meinungen einzuholen, weshalb zehn Personen mit unterschiedlichen Staturen und Vorlieben das Test-Team ergänzten. So konnten wir gewährleisten, dass unser Testergebnis in dieser Kategorie nicht auf dem persönlichen Geschmack einer Person beruht.

Während die Stühle von Outwell, Uquip und Brunner mit einer komfortablen, aufrechten Sitzposition punkten können, gefallen die Produkte von Berger und 10T (einziger Campingstuhl mit Fußteil im Test) durch die entspannende, leicht liegende Sitzposition. Finden Sie es besonders angenehm, sich im Campingsessel fallen und den Rücken mal durchhängen lassen zu können, sind Sie mit den Stühlen von Berger und 10T gut beraten.

Westfield Sitzkomfort Liege-Klappstuhl

Ob sitzend, liegend oder eine der weiteren fünf Stufen dazwischen: der Westfield Discoverer PB konnte beim Sitzkomfort am besten abschneiden.

Probleme weisen in dieser Kategorie insbesondere die Wander-Stühle von Helinox und Leki auf. Ihre äußerst niedrige Sitzhöhe und Sitzbreite sorgen dafür, dass die Knie stets höher sind als das Becken. Für kürzere Zwischenstopps (bis zu ungefähr einer Stunde) und (rücken-)trainierte Personen stellt dies kein größeres Problem dar. Für ein entspanntes Sitzen am Campingtisch sind sie allerdings kaum geeignet.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitAm besten schneidet in dieser Kategorie der Westfield-Campingstuhl ab, der auch den Testsieg davonträgt. Er ermöglicht ein aufrechtes Sitzen in der Grundposition, durch die verstellbare Rückenlehne lassen sich aber auch zahlreiche Positionen einstellen, die ein Entspannen im Liegen erlauben.

3.2. Ergonomie: Westfield im Vorteil, aber Faltstühle können mithalten

Ergonomie Campingstuhl Helinox

Liegende Sitzposition, Knie deutlich über dem Becken, keine Armlehnen: Für Pausen auf Wanderungen völlig in Ordnung, ein längeres Verweilen ist jedoch nicht empfehlenswert.

Campen, ob mit Zelt oder Wohnmobil, ist kein All-Inclusive-Urlaub. Mit gewissen Einschränkungen rechnet demnach jeder Camper. Dennoch gibt es Menschen, die sich die Freude am Campen nicht verderben lassen, zugleich aber auch auf gewisse Dinge achten müssen. Solch ein Ding kann der Rücken sein: Mehr als jeder vierte Deutsche hatte im Jahr 2016 mehrfach pro Woche Rückenschmerzen, ein gutes Drittel davon (10 % aller Befragten) sogar täglich (Quelle: Statista).

Wenngleich ein Campingstuhl natürlich nicht die gleichen ergonomischen Anforderungen erfüllen muss wie ein Bürostuhl, lassen sich auch hier deutliche Unterschiede feststellen, die zumindest ein rückenfreundlicheres Sitzen erlauben.

Positive Beispiele für ergonomische Faltstühle sind der Uquip- und der Outwell-Campingstuhl. Der einfache Aufbau, der straffe Bezug sowie die recht steile Rückenlehne sorgen für einen gelungenen Kompromiss zwischen Sitzkomfort und Ergonomie. Möchten Sie also bequem sitzen, zugleich aber auch Ihren Rücken nicht unnötig belasten, sind die beiden genannten, aber auch der Bel Sol- oder Brunner-Campingstuhl eine gute Wahl.

Rückenschmerzen Campingstuhl

Gerader Rücken, bequeme Sitzposition: Der Campingstuhl-Testsieger vereint beides.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitWestfield gibt den Ton an: Der Campingstuhl-Hochlehner erlaubt in der Ausgangsstellung ein aufrechtes Sitzen, das auch nach einigen Stunden noch angenehm für den Rücken ist.

Die 7-fach verstellbare Rückenlehne sorgt zudem dafür, dass Sie die Sitzposition variieren können und Ihr Rücken somit nicht über einen längeren Zeitraum einseitig belastet werden muss.

Aufgrund ihrer niedrigen Sitzhöhe fallen auch hier wieder die Stühle von Leki und Helinox aus dem Rahmen. Wenn Sie auch mal mehrere Stunden im Campingstuhl verbringen möchten und mit einem Rückenleiden zu kämpfen haben, sollten Sie vom Kauf eines Wander-Stuhls absehen.

Rückenfreundlicher CampingstuhlParadox: Der Relaxstuhl von Berger hat als einziges Exemplar im Test eine Lendenlordose-Stütze, die den unteren Rücken beim Sitzen unterstützt (sie ist sogar verstellbar). Die Polsterung kann für zusätzliche Stabilität im Bereich des Hohlkreuzes sorgen.

Zugleich weisen nur drei getestete Produkte eine schlechtere Ergonomie auf als der Berger-Faltsessel Tarim, da die Lendenlordose-Stütze das sesselartige Versinken in eine ungünstige Sitzposition nicht ausreichend ausgleichen kann.

3.3. Getränkehalter: Wichtig, wenn Bier oder Cola nicht umfallen, aber griffbereit sein sollen

Getränkehalter: Nicht jeder Stuhl hat einen, doch für viele ist er ein unentbehrliches Accessoire, wenn man sich einen Campingstuhl kaufen möchte. Ständiges Vorbeugen und Herunterbücken, um an die frische Abkühlung zu kommen, können auf Dauer nervig werden. Hinzu kommt die Gefahr, dass Flaschen auf dem Boden leicht kippen oder umgestoßen werden. Passiert Ihnen das gelegentlich und möchten Sie sich diesen Ärger auf dem nächsten Festival oder im Campingurlaub zukünftig ersparen? In den nächsten Zeilen erfahren Sie, mit welchem Stuhl Ihr Getränk am sichersten steht!

Campingstuhl Getränkehalter Vergleich

Drei Getränkehalter im Vergleich: Während Flaschen bei Bel-Sol und Leki (links und mittig) kaum mit einer Hand in dem Halter unterzubringen sind, überzeugt Uquip (rechts) mit einem ausfahrbaren, stabilen und haltbietenden Getränkehalter auf ganzer Linie.

Leki und Bel Sol haben zwar Getränkehalter, diese weisen jedoch Schwächen auf: Der Halter bei Bel Sol ist sehr instabil und lässt sich vom Gewicht der Flasche zu stark beeinflussen, der Halter des Leki-Stuhls kann mit Klett befestigt werden, ist allerdings ebenfalls recht instabil. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Klettbefestigung unter der Belastung des Flaschengewichts nach einiger Zeit löst.

Die Stühle von Berger und 10T können hier schon einen deutlich hartnäckigeren Service bieten.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitUquip Campingstuhl GetränkehalterBester Getränkehalter? Beim Uquip Roxy! Die Vorrichtung am Uquip-Campingstuhl ist nicht nur stabil und bietet der Flasche sicheren Halt.

Sie lässt sich darüber hinaus ein- und ausklappen, sodass sie nicht stört, wenn einmal kein Getränk darin Platz finden soll.

Und welche Stühle haben enttäuscht? Gleich vier Produkte in unserem Test haben keinen Campingstuhl-Getränkehalter. Mit den Westfield-, Outwell-, Helinox- und Brunner-Campingstühlen sind von jedem Stuhl-Typ Vertreter in der Nullrunde vorhanden.

4. Testergebnisse – Stabilität: Hohe Standfestigkeit, aber unterschiedliche Belastungsgrenzen bei den Top-Produkten

Der Bereich Stabilität macht 25 % der Gesamtbewertung aus. Um Unterschiede zwischen den getesteten Produkten zu ermitteln, haben wir vor allem folgende Eigenschaften überprüft:

  1. Standfestigkeit: Wie sicher stehen die Campingmöbel, insbesondere auf unebenen Untergründen?
  2. Belastbarkeit: Mit welchem Gewicht sind die Stühle maximal belastbar, wie schwer darf also der Nutzer maximal sein?

4.1. Standfestigkeit: Vier Stühle teilen sich die Spitze, vier andere sind abgeschlagen

Bewegliche Standfüße Faltstuhl

Bewegliche Standfüße verleihen ein Plus an Standfestigkeit, indem sie kleinere Unebenheiten im Boden ausgleichen.

Körperschwerpunkt nach hinten verlagern und – kippen? Das sollte Ihnen beim Campingstuhl nicht passieren, schließlich entsteht durch eine erhöhte Kippanfälligkeit ein beunruhigendes Gefühl, das die gewünschte Entspannung schon im Ansatz einschränken kann.

Unser Test-Team hat unter vollem Körpereinsatz den Praxis-Test gemacht: So haben wir uns beispielsweise in den Stühlen zur Seite gelehnt, um das Greifen nach einem Getränk auf dem Boden zu simulieren, aber auch kräftiges Hineinfallenlassen in den Campingstuhl und dessen Rückenlehne fand statt, um zu überprüfen, ob der Schwung den Stuhl nach hinten kippen lässt.

Welche Stühle konnten dabei überzeugen, welche neigten zur Instabilität?

Mit ihren breiten Standfüßen, die sich bewegen lassen und so zum Teil Unebenheiten im Boden ausgleichen können, konnten der Uquip Roxy und der Brunner Raptor überzeugen.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitEin sehr stabiler Campingstuhl ist wiederum der Westfield Discoverer PB. Aber: Die Unterschiede in der Spitzengruppe sind hier gering. Von möglichen 150 Punkten erreichte Westfield 143, die Konkurrenz von Uquip, Outwell, Brunner und Bel Sol folgt bereits mit 141 bis 138 Punkten.

Bel Sol Westfield Discoverer

Beinabstand zwischen dem Westfield Discoverer PB (hinten) und dem Bel-Sol Tension-Seat: Der größere Abstand sorgt für mehr Standfestigkeit und erlaubt es, den Westfield Discoverer unbesorgt als Liegestuhl zu verwenden.

Schlusslichter waren wie schon im Bereich Sitzkomfort die Stühle von Helinox, Leki und Nexos. Bei Helinox und Leki sind diese Schwächen jedoch nicht auf eine unausgewogene Verarbeitung zurückzuführen, sondern lassen sich mit dem speziellen Aufbau erklären. Es handelt sich nun mal um Wanderstühle, die extrem gut zu transportieren sind. Der Käufer sollte sich beim Erwerb jedoch im Klaren sein, dass er quasi einen Outdoor-Sport-Campingartikel erhält, der naturgemäß Schwächen aufweist, um das geringe Packmaß und Gewicht zu ermöglichen.

Stabilität Campingstühle

Wanderstühle (hier der Leki Breeze im Bild) bieten nicht die höchste Standfestigkeit, was bei ihrem auf geringes Packmaß und Gewicht hin entwickelten Aufbau allerdings auch nicht erwartet werden sollte.

4.2. Belastbarkeit: 145 kg! Überraschende Pluspunkte für die Wanderstühle

Bei der Belastbarkeit sind zwei Aspekte entscheidend: Wie hoch ist die angegebene maximale Belastbarkeit und hält der Stuhl diesem Ballast auch wirklich stand?

Zunächst die beruhigende Nachricht: Sie können den Herstellerangaben zu der von uns getesteten Campingausstattung vertrauen, kein Produkt gab unter der maximalen Belastung klein bei.

Allerdings gibt es zum Teil große Unterschiede beim maximal erlaubten Körpergewicht. Mit einer Belastbarkeit von 100 bzw. 102 kg bilden die Stühle von Outwell, Brunner und Bel Sol das Schlusslicht in diesem Bereich. Bringen Sie weniger Gewicht auf die Waage und haben Sie auch nicht vor, schwerere Personen auf dem Stuhl sitzen zu lassen, stellt dies natürlich kein Problem dar.

Wenn Ihr Körpergewicht allerdings über 100 kg liegt, empfiehlt sich der Griff zu belastbareren Stühlen. Im Durchschnitt erlauben die von uns getesteten Artikel ein Gewicht von rund 120 kg.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitCampingstuhl für Übergewichtige? Überraschenderweise können die beiden Wanderstühle von Leki und Helinox mit der höchsten Belastbarkeit auftrumpfen. Überraschend deshalb, weil der Aufbau und die Standfestigkeit zunächst einen anderen Eindruck vermitteln können. Wenn auch kein Campingstuhl bis 150 kg belastbar war, so kommen die beiden Wanderstühle mit 145 kg zumindest sehr nahe an den von uns festgelegten Spitzenwert heran.

Auch unser Campingstuhl-Testsieger Westfield Discoverer PB macht hier wieder eine gute Figur: Mit 140 kg erreicht er ebenfalls einen Spitzenwert.

Darüber hinaus erwähnenswert: Der Berger Faltsessel Tarim erreicht mit 120 kg maximaler Belastbarkeit zwar „nur“ einen Durchschnittswert, punktet mit 62 cm Sitzbreite jedoch als Campingstuhl, der extra breit ist.

Helinox Westfield maximale Belastbarkeit

Links: Der Westfield Discoverer PB in unserem Testlabor mit einer Gewichstbelastung von 140 kg. Rechts: Der Helinox Chair One, der mit satten 145 kg (jeweils Maximalbelastbarkeit laut Herstellern) beladen wurde. Alle Produkte in unserem Campingstuhl-Test weisen Sitzbezüge aus reißfestem Polyester auf und wurden gemäß ihrer jeweiligen maximalen Belastbarkeit beladen – und alle Materialien hielten dem Test stand!

5. Testergebnisse – Transport: Helinox und Leki passen in den Rucksack

Der Bereich Transport macht ebenfalls noch einmal 25 % der Gesamtwertung aus. In dieser Kategorie haben wir die Outdoor-Stühle unter anderem auf folgende Kriterien hin überprüft:

  1. Packmaß und Gewicht: Wie groß ist der in der Tragetasche verstaute Stuhl? Sind Packmaß und Gewicht gering genug, um den Campingstuhl am oder im Rucksack zu verstauen?
  2. Auf- und Abbau sowie Tragetasche: Gelingt der Auf- und Abbau intuitiv? Wie leicht lässt sich der Stuhl in der Tragetasche verstauen?

5.1. Packmaß und Gewicht: Helinox, Leki und Nexos spielen in ihrer eigenen Liga

Auch beim Wohnmobil auf die Kilos achten

Die Stiftung Warentest hat sich einer spannenden Camping-Frage gewidmet: Wie schwer darf ein Wohnmobil eigentlich beladen werden? Sie kommt zu dem Ergebnis, dass manch ein Wohnmobil nur mit bis zu 500 kg beladen werden darf. Es kann sich also lohnen, beim Gewicht genau hinzuschauen. Eine fünfköpfige Familie kann mit Campingstühlen à rund 5 kg bereits 25 kg ansammeln, was in der Endabrechnung womöglich das Fass zum Überlaufen bringen könnte.

Möchten Sie den Campingstuhl nur auf Urlaubsreisen mit dem Auto oder Wohnmobil mitnehmen? Dann ist sind Packmaß und Gewicht eher zu vernachlässigen (wenn auch nicht komplett, siehe Info-Box). Spätestens jedoch, wenn Sie nicht auf vier Rädern verreisen, sollten Sie ein Auge auf die Transportierbarkeit von Ihrem Wunsch-Campingzubehör werfen.

Abgeschlagenes Schlusslicht ist hier der ansonsten so überzeugende Westfield Discoverer PB. Zwar liegt das Gewicht mit gut 4,5 kg noch im grünen Bereich, allerdings ist das Packmaß das größte in unserem Test. Da zudem keine Tragetasche vorhanden ist, bietet Westfield mit dem Discoverer PB eher einen Campingstuhl für das Wohnmobil oder Auto.

Gewicht Campingstuhl

Mit nur rund einem Kilo halten Sie Wanderstühle im wahrsten Sinne des Worte am kleinen Finger.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis StandfestigkeitAußenseiter punkten: Helinox und Leki bieten das mit Abstand geringste Packmaß - mit gut 30 cm sind sie ungefähr so lang wie eine handelsübliche Wasserflasche und mit 10-15 cm Breite sowie Tiefe auch nur unwesentlich voluminöser. Mit knapp (Helinox) bzw. gut (Leki) einem Kilogramm Gewicht machen sie den Wanderrucksack auch nicht bedeutend schwerer – nicht verwunderlich bei einem kleinen Campingstuhl aus Aluminium.

Der Nexos ZGC34381 kann als einziger faltbarer Campingstuhl mit den beiden Wanderstühlen mithalten - und das als günstigster Campingstuhl im Test. Zwar ist das Packmaß mit einer Länge von knapp 90 cm bereits wesentlich größer, dennoch geht er als Campingstuhl mit kleinem Packmaß durch. Vor allem aber das Gewicht von nur 2 kg reicht beinahe an das Spitzenduo heran.

Campingstuhl gut zu transportieren

Die Produkte von Leki und Helinox (unten) weisen ein deutlich kleineres Packmaß auf als die Konkurrenz. Der Klappstuhl von Westfield (links) ist deutlich breiter als die anderen Campingstühle und muss ohne Tragetasche transportiert werden. Bel-Sol (rechts) und Nexos (Mitte) sind etwas kürzer, Nexos zudem deutlich schmaler als die anderen Stühle.

5.2. Auf- und Abbau: Faltstühle lassen sich am leichtesten verstauen

Negativ fielen in dieser Kategorie drei Stühle auf: Während der Klappstuhl Westfield Discoverer PB als einziger Campingstuhl im Test keine Tragetasche hat (sich allerdings sehr leicht zusammenklappen lässt), ließ sich Berger Faltsessel Tarim aufgrund seiner üppigen Polsterung nur recht schwer in der Tasche verstauen.

Campingstuhl in Tragetasche packen

Zwar bekommen Sie auch den Berger Faltsessel Tarim in kurzer Zeit verpackt, dennoch verlangt die üppige Polsterung ein wenig mehr Nachdruck, bis der Campingstuhl endgültig verstaut ist.

Wanderstuhl Campingstuhl

Beim Abbau der Wanderstühle werden Sitzbezug und Gestänge getrennt. Beide Elemente werden zusammengefaltet und verstaut.

Bei den Stühlen von Leki und Helinox zieht hingegen das kompakte Packmaß einen Nachteil nach sich: Sitzbezug und Gestänge müssen an- bzw. auseinander gesteckt werden. Dies gelingt zwar innerhalb einer Minute, dennoch kann diese Zeit nicht mit der sekundenschnellen Handhabe der anderen Stühle mithalten.

Bei Leki kommt hinzu, dass auch das Verstauen in der Tragetasche ein wenig Übung abverlangt, bis alles so in der Tasche verpackt ist, dass diese sich auch schließen lässt.

VGL Smoothie-Maker Ergebnis Standfestigkeit10T Campingstuhl FaltstuhlVier Gewinner: Mit den Campingstühlen von 10T, Nexos, Outwell und Bel Sol konnten gleich vier Faltstühle die besten Platzierungen in dieser Kategorie unter sich aufteilen.

Wenn Ihnen also daran gelegen ist, Ihr Campingzubehör schnell und einfach auf- sowie abbauen zu können, sind Sie mit einem dieser Stühle bestens beraten.

6. Die besten Campingstühle: So haben wir getestet

In unserem Camping-Stuhl-Test 2017 haben wir insgesamt 10 Produkte getestet, darunter befanden sich 7 Falststühle, 2 auseinanderbaubare Stühle (Wanderstühle) und 1 Klappstuhl.

Der Fokus lag hierbei auf den Oberkategorien Sitzkomfort, Stabilität und Transport. In der folgenden Tabelle können Sie übersichtlich erkennen, welche Gewichtung den einzelnen Kategorien zugeteilt wurde und welche Unterkategorien sich dahinter verbergen.

Testkriterium Gewichtung im Test Beschreibung
Sitzkomfort

Sitzkomfort Berger Faltsessel

50 %
  • Bequemlichkeit: Wie gemütlich ist der Stuhl? Lässt es sich auch nach einer halben Stunde noch bequem darin sitzen?
  • Ergonomie: Wie ergonomisch ist der Stuhl? Ist die Sitzposition rückenfreundlich oder entstehen mit der Zeit Schmerzen?
  • Armlehnen und Kopfstütze: Wie breit und gepolstert sind die Armlehnen? Ist eine Kopfstütze vorhanden?
  • Getränkehalter: Ist ein Getränkehalter vorhanden? Wie sicher kann eine Flasche darin abgestellt werden?
Stabilität

Bewegliche Standfüße Campingstuhl

25 %
  • Standfestigkeit: Wie sicher und stabil steht der Stuhl auf unebenen Untergründen?
  • Belastbarkeit: Wie hoch ist die maximale Belastbarkeit? Hält der Stuhl auch wirklich so viel Gewicht aus?
  • Verarbeitungsqualität: Sind die Materialien, Gelenke und Standfüße langlebig?
Transport

Packmaß Transport Campingstuhl

25 %
  • Packmaß: Wie viel Platz nimmt der zusammengefaltete/-geklappte Stuhl ein?
  • Auf- und Abbau: Wie intuitiv und leicht gelingt der Auf- und Abbau? Wie problemlos lässt sich der Stuhl in der Tragetasche verstauen?
  • Gewicht: Wie schwer ist der Stuhl? Eignet sich das Gewicht, um ihn gegebenenfalls zu Fuß zu transportieren?
Testsieger
Westfield Discoverer PB
gut (1,7) Westfield Discoverer PB
100 Bewertungen
79,99 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Outwell Goya
gut (1,9) Outwell Goya
34 Bewertungen
32,49 € Zum Angebot »
Kommentare (1)
  1. Harald Würz :

    Netter Bericht

    Antworten
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