Das Wichtigste in Kürze
  • Schwimmringe fürs Baby sind eine aufblasbare Schwimmhilfe. Sie helfen dem Kind bei der Wassergewöhnung und sogar den ersten Versuchen des Schwimmens.
  • Es gibt drei verschiedene Typen: den Schwimmring mit Sicherheitsgurt, der auch als Baby-Schwimmtrainer Verwendung finden kann, den Baby-Schwimmring mit Sitz und den Halsring.
  • Achten Sie bei dem Modell Ihrer Wahl darauf, dass mehrere Luftkammern vorhanden und die Nähe glatt verarbeitet worden sind. Selbst wenn der Schwimmring ein TÜV-Siegel hat und als absolut sicher gilt, sollten Sie am besten in der Nähe Ihrer Kleinen bleiben.

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Die Fähigkeit des Schwimmens wird in unserer Gesellschaft heutzutage vorausgesetzt. Die meisten Kinder lernen es dabei in der Schule, bei anderen möchten die Eltern den ersten Schritt machen.

Denn Schwimmen wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. Es fördert das Herz-Kreislauf-System und den Aufbau der Muskulatur.

Trotzdem ging die Beliebtheit des Wassersports bei der deutschen Bevölkerung in den letzten Jahren zurück, wie eine Umfragen von 2014 bis 2017 zeigten. Fördern Sie Ihr Kind daher rechtzeitig, um ihm die Freude am Schwimmen zu vermitteln.

Ein Schwimmring fürs Baby stellt dabei das ideale Hilfsmittel dar. Damit kann es sich früh an das Wasser gewöhnen und die Angst beim Spielen vor dem unbekannten Nass überwinden.

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Kinder erhalten durch eigene Schwimmhilfen Unabhängigkeit beim Planschen und den ersten Schwimmversuchen.

Erfahren Sie in unserer ausführlichen Kaufberatung, welche Schwimmring-Typen es auf dem Markt gibt und welcher am besten für Ihr Kind geeignet ist.

Wir verraten außerdem, was es mit den Luftkammern auf sich hat und woran Sie eine gute Verarbeitung erkennen. Finden Sie jetzt in unserem Baby-Schwimmring-Vergleich 2020 das Modell, mit dem Sie Ihr Kind ruhigen Gewissens planschen lassen können.

1. Welche Vorteile hat ein Baby-Schwimmring?

baby schwimmring icon pinkEin Schwimmring für Babys ist eine aufblasbare Schwimmhilfe. Er besteht meist aus Kunststoff, wie PVC, das sich durch seine wasserdichten und besonders leichten Eigenschaften auszeichnet. Nach der Benutzung können Sie ganz einfach die Luft aus der Baby-Schwimmhilfe lassen und sie kompakt verstauen. Einen Schwimmring zu benutzen, hat einige Vorteile fürs Baby – über die offensichtlichen hinaus:

  • Gewöhnung ans Wasser
  • Schwimmlernhilfe
  • Entwicklung motorischer Fähigkeiten und des Gleichgewichtssinns
  • erhöhte Sicherheit beim Planschen

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Ende der 1990er Jahre verunglückten mehrere Kinder in Frankreich bei der Nutzung von Schwimmsitzen im Wasser. Zeitweise waren diese danach in Europa verboten. Doch mittlerweile können Sie sie wieder auf dem Markt finden. Schwimmsitze in verschiedenen Formen sind nicht grundsätzlich gefährlich – es kommt auf die richtige Verwendung an.

Kippt das Kind erst kopfüber ins Wasser, wird es sich mitunter nicht selbstständig aufrichten können. Behalten Sie Ihr Kind deshalb beim Planschen mit den Schwimmhilfen im Auge und bleiben Sie am besten in unmittelbarer Nähe.

2. Welche Baby-Schwimmring-Typen gibt es?

Die verschiedenen Typen des Baby-Schwimmrings unterscheiden sich vorrangig in Ort und Befestigung beim Baby. Während der Halsschwimmring, wie der Name bereits verrät, am Hals getragen wird, sitzt das Kind in einem Schwimmsitz. Letzterer ist vor allem als Spielzeug im Wasser geeignet.

Bei einem Schwimmring mit Sicherheitsgurt liegt der Oberkörper auf dem Ring auf und die Beine können frei im Wasser bewegt werden. Dieser Typ ist am besten als Schwimmtrainer für Babys geeignet. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile der drei Typen:

Typ Eigenschaften
Schwimmring mit Sicherheitsgurt

schwimmring mit sicherheitsgurt

  • Schwimmring, der mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet ist
  • besonders für Kleinkinder geeignet, die noch nicht sicher die Körperbalance halten können

besonders stabil
besonders gut als Schwimmtrainer geeignet
Förderung der Beweglichkeit

Schwimmsitz

schwimmsitz mit lehne

  • Schwimmring, an dem ein Sitz mit zwei Löchern für die Beine angebracht ist
  • manchmal mit Lehne, Griffen oder Dach
  • besonders für Kinder geeignet, die schon gut selbstständig sitzen können

einigermaßen stabil
x nicht als Schwimmtrainer geeignet
x wenig Förderung der Beweglichkeit

Halsschwimmring

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  • kleiner Schwimmring, der um den Hals des Babys gelegt und mit einer Schnalle befestigt wird
  • auch (Baby-)Badekragen genannt
  • besonders für Babys geeignet, die noch nicht selbstständig sitzen können

besonders stabil
x bedingt als Schwimmtrainer geeignet
Förderung der Beweglichkeit

 

3. Kaufkriterien für Baby-Schwimmringe: Darauf müssen Sie achten

3.1. Welcher Schwimmring ist für welches Alter geeignet?

baby 1 jahr 3 monate 6 monate

Schadstoffe im Schwimmring?

Schwimmringe für Erwachsene oder Kinder werden in der Regel aus Polyvinylchlorid hergestellt. Vor allem die enthaltenen Weichmacher stehen dabei im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Kinder nehmen die Schadstoffe über den Speichel, Hautkontakt sowie die Atemwege auf.

Obwohl die PVC-Weichmacher gerade bei ihnen die Entwicklung beeinträchtigen können, sind sie bei Schwimmringen für Babys kaum zu vermeiden. Manche Hersteller geben in der Materialfrage eine „umweltfreundliche“ Variante des PVCs an. Inwieweit das stimmt, ist jedoch fraglich. Begrenzen Sie also den Kontakt, den Ihr Kind mit dem Material hat, so gut wie möglich.

baby schwimmring icon gelbWenn Sie einen Baby-Schwimmring kaufen, sollte der erste Blick zur Altersangabe gehen. Daran können Sie sich grob orientieren, wie der innere Durchmesser und eventuelle Beinlöcher zur Größe Ihres Kindes passen.

Für Babys eignet sich ein Badering für den Hals am besten. Seien Sie vorsichtig beim Umlegen, dass der Ring nicht am Hals drückt. Lassen Sie dafür nicht zu viel Luft in den Ring ein, damit er wenige prall ist.

Schwimmsitze sind erst dann für Kinder geeignet, wenn diese bereits allein sitzen und sich aufrecht halten können. Eine Lehne oder Griffe tragen sowohl zum Komfort als auch der Sicherheit bei.

Für die ideale Stabilität im Wasser ist es außerdem von Vorteil, wenn sich der Sitz etwas tiefer befindet als der Luftring.

Für die größtmögliche Bewegungsfreiheit greifen Sie zu einem Schwimmring mit Sicherheitsgurt. Das Kind kann damit erste Schwimmversuche machen und bereits die richtige Beinbewegung erlernen.

Achtung: Das bei Schwimmringen für Babys angegebene Maximalgewicht sollte unter keinen Umständen überschritten werden. Denn bei Überlastung kann der Badering eventuell beschädigt werden oder schneller kippen. Gehen Sie bei der Sicherheit Ihres Kindes keine Kompromisse ein.

pvc polyvinylchlorid

3.2. Schwimmreifen für Babys im Test: Was es mit Luftkammern und dem Sicherheitsventil auf sich hat

baby-schwimmring-test

Ob in der Badewanne, dem Baby-Planschbecken oder im Schwimmbad: Ein Baby-Schwimmring mit mehreren Luftkammern erhöht die Sicherheit beim Babyschwimmen.

Grundsätzlich wird bei Baby-Schwimmring-Tests eine Empfehlung über eine Einteilung in mehrere Luftkammern ausgesprochen. Dabei sind die einzelnen Bereiche voneinander abgetrennt und werden separat mit Luft befüllt.

Fällt eine Luftkammer durch ein Loch im Material aus, sinkt nicht gleich der ganze Schwimmring. Ihr Kind wird mit den übrigen Luftkammern über der Wasseroberfläche gehalten. Gleichzeitig wird Ihr Kind jedoch nicht in der Lage sein, mit der Instabilität der übrigen Luftkammern lange weiterzubaden.

Das Sicherheitsventil bezeichnet das Mundstück, mit dem sich der aufblasbare Schwimmring aufpusten lässt und die Luft wieder abgelassen wird. Ein Ring damit kann auch mittels einer speziellen Luftpumpe mit Luft befüllt werden.

Ein Sicherheitsventil ist besonders leckdicht. Außerdem steht es nur beim Lufttransfer ab, kann beim Schwimmen und Planschen also in den Ring gedrückt werden. Das Kind kann so nicht daran hängen bleiben, es versehentlich öffnen oder sich daran verletzen.

Außerdem ist der Verschluss gut befestigt und lässt sich nicht leicht abreißen. Das verringert die Verschluckungsgefahr stark im Gegensatz zu anderen Ventilen.

3.3. Folgende Merkmale erhöhen die Sicherheit

schwimmsitz boot aufblasbar

Mindestens ein Griff am Baby-Schwimmring mit Sitz hilft Kindern dabei, das Gleichgewicht zu halten.

Ein Baby-Schwimmring-Testsieger muss die wichtigsten Sicherheitsmerkmale erfüllen. Dazu gehört eine hochwertige Verarbeitung.

Prüfen Sie beim Kauf genau, ob die Schweißnähte glatt sind und sich keine scharfen Kanten am Schwimmring befinden, an denen sich Ihr Kind verletzen kann.

Das Material sollte sich ausreichend dick und fest anfühlen. Dass der Babyschwimmer einen gewissen Standard erfüllt, erkennen Sie auch daran, dass Warnkennzeichen und Sicherheitshinweise beiliegen oder im besten Fall direkt aufgedruckt sind.

Ein stabiler Schwimmring fürs Baby mit Sitz, Griffen oder einem Gurt zum Anschnallen trägt zur Sicherheit bei. Halten Sie außerdem nach einem Modell mit TÜV-Zertifizierung Ausschau. Damit ist die Qualität bestätigt.

Bei einigen Schwimmsitzen befinden sich außerdem spielerische Erweiterungen, zum Beispiel Flossen. Doch beeinflussen diese das Erlebnis? Wir haben die Vor- und Nachteile für Sie aufgelistet:

  • mehr luftgefüllte Bereiche, die Stabilität geben
  • erhöhter Spielspaß
  • Wasseroberfläche für das Kind schwerer mit den Händen zu erreichen
  • höhere Gefahr, dass Kind daran hängen bleibt

3.4. Diese Marken und Hersteller sollten Sie kennen

baby schwimmring icon blauBei der Suche nach einem Baby-Schwimmring stößt man auf zahlreiche Marken und Hersteller. Viele Online-Händler produzieren jedoch für geringste Kosten im Ausland, zum Beispiel in China.

Baby-Schwimmring-Tests werden beweisen, dass diese günstigen Baby-Schwimmringe nicht grundsätzlich schlecht sein müssen. Doch um auf Nummer sicher zu gehen, schauen Sie auf eine robuste Verarbeitung und eine vertrauenswürdige Quelle. Wir haben die besten Marken und Hersteller für Sie im Überblick:

  • Freds Swim Academy
  • Flipper
  • Swimi
  • Bema
  • Beco
  • Intex
  • Bestway
  • Cherek’s Kraulquappen

baby schwimmring mit dach

Fazit: Achten Sie bei dem Schwimmring für Ihr Baby oder Kleinkind zunächst auf die Stabilität im Wasser und die Verarbeitung. Möchten Sie, dass Ihr Sprössling sich zunächst an das Wasser gewöhnt, empfehlen wir einen Schwimmsitz, den es auch mit Dach gibt, oder einen Halsschwimmring.

Für die ersten Schwimmversuche eignet sich hingegen ein Schwimmring mit Gurten besser, in dem Ihr Kind mit der Brust aufliegt und freie Bewegungsmöglichkeiten mit seinen Beinen hat. Mehrere Luftkammern sind von Vorteil, um ein komplettes Untertauchen bei einem Loch im Ring zu vermeiden. Gurte, Griffe und Sitz erhöhen generell die Sicherheit beim Badespaß.

4. Was sind die besten Tipps und Tricks zur sicheren Benutzung des Baby-Schwimmrings?

Selbst beim besten Baby-Schwimmring gibt es einige Regeln zu beachten, die die Gefahr beim Gebrauch einschränken. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt:

baby schwimmring mit sitz

  • Zwingen Sie Ihren Nachwuchs nicht, ins Wasser zu gehen, wenn er sich nicht bereit fühlt. Motivierende Affirmationen wirken besser als Druck.
  • Kinder sollten prinzipiell nicht untergetaucht werden. Das kann traumatisieren und den späteren Lernprozess beim Schwimmen verzögern. Bei Säuglingen kann es sogar gefährlich werden, wenn der Atemschutzreflex nicht mehr einsetzt.
  • Gehen Sie bei natürlichen Gewässern sicher, dass es sich um eine zugelassene Badestelle durch entsprechende Hinweisschilder handelt. Prüfen Sie den Grund vor dem Baden gegebenenfalls auf spitze Gegenstände.
  • Baby-Schwimmringe mit Dach bieten Kindern im Freien einen Sonnenschutz. Dieser ist in der Regel abnehmbar. Doch auch ohne Dach sollten Sie Ihr Kind vor der Sonne schützen und unter anderem Sonnencreme auftragen.
  • Lassen Sie Ihr Baby oder Kleinkind ausschließlich unter Aufsicht mit seinem Schwimmring ins Wasser. Schwimmringe schützen beim Umkippen oder Totalausfall nicht vor dem Ertrinken.

5. Gibt es einen Baby-Schwimmring-Test bei der Stiftung Warentest?

kleinkind familie eltern

Selbst mit dem besten Schwimmsitz sollten Eltern in der Nähe bleiben, um den größtmöglichen Schutz vor Unfällen zu gewährleisten.

Die Stiftung Warentest hat noch keinen klassischen Baby-Schwimmring-Test durchgeführt.

Doch sie testete in der Ausgabe 07/2011 verschiedene Arten von Schwimmhilfen, unter denen sich vier Schwimmsitze befanden.

Kriterien für die Schwimmhilfen waren die Sicherheit, die Belastung durch Schadstoffe und vorhandene Warnhinweise.

Lediglich beim Schwimmsitz von Beco wurden keine Schadstoffe gefunden – bei ihm mangelte es jedoch in puncto Sicherheit. In jener Kategorie schnitt dafür der Schwimmsitz von Bema mit „gut“ ab, bei dem außerdem die Warnhinweise ausreichend vorhanden waren.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Schwimmring fürs Baby

6.1. Ab wann sollte ein Baby-Schwimmring zum Einsatz kommen?

baby schwimmring icon buntEinige Hersteller geben an, dass ihr Schwimmring fürs Baby ab 0 oder 3 Monaten zu benutzen sei. Trotzdem sind sie nicht für Säuglinge direkt nach der Geburt geeignet. Generell werden Baby-Schwimmringe für Babys ab 3 bis 4 Monaten empfohlen.

Achten Sie jedoch auch hier auf die Herstellerangaben. Ist der Baby-Schwimmring ab 6 Monaten ausgeschrieben, ist er entsprechend groß und sollte nicht bei viel kleineren Kindern zum Einsatz kommen, die eventuell durchrutschen könnten.

schwimmtrainer baby

6.2. Ist ein Halsschwimmring fürs Baby gefährlich?

Der Bund der Schwimmlehrer in Großbritannien (STA) sprach zuerst eine Warnung vor den physischen und neurologischen Risiken beim Tragen eines Babyschwimmers für den Hals aus. Negative Auswirkungen gäbe es demnach besonders auf Halswirbel und Wirbelsäule.

Auch würden Säuglinge durch Halsringe passiv werden und sich wie geköpft vorkommen, so die STA. Verbreitet wurde diese Vermutung seither hauptsächlich von eher skandalträchtigen Online-Plattformen.

Es gibt jedoch keine eindeutigen Studien oder Untersuchungen dazu, inwiefern Babys tatsächlich von einem Halsschwimmring oder Badekragen beeinträchtigt werden. Letzten Endes liegt die Entscheidung bei Ihnen, ob Sie einen Halsschwimmring fürs Baby als gefährlich erachten oder nicht.

6.3. Ab wann muss mein Kind schwimmen lernen?

baby schwimmring icon pinkAb dem Alter von 4 Jahren sollte ein Kind beginnen, das Schwimmen zu erlernen. Kurse werden unter anderem vom Deutschen Schwimmverband oder der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes angeboten.

Sollte Ihr Kind vorher schon erste Versuche unternehmen, unterstützen Sie es mit Zuspruch und Tipps. Zwingen Sie Ihr Kind jedoch nicht zum Schwimmen, wenn es sich noch nicht bereit fühlt.