Das Wichtigste in Kürze
  • Solar-Tiervertreiber arbeiten mit Ultraschall oder weiteren Abschreckmethoden wie Blitzlicht. Sie sollen gegen Mäuse, Katzen oder auch Marder wirken.
  • Ein breiter Erfassungswinkel ist wichtig, damit sich die Tiere nicht einfach um das Gerät herum bewegen können, ohne den Bewegungsmelder auszulösen.
  • Bei vielen Geräten können Sie die Ultraschallfrequenz in verschiedenen Stufen anpassen. Nicht alle Tiere hören nämlich dieselben hohen Töne.

Solar-Tiervertreiber im Test: Eine behandschuhte Hand steckt Solar-Tiervertreiber in die Erde.

Sie haben im Garten mit fremden Katzen, einem Marder oder Mäusen zu kämpfen? Dann können Sie die Tiere ganz ohne Gift und Chemie mit einem Solar-Tiervertreiber bekämpfen. Diese sollen Tiere abschrecken, aber nicht verletzen. Durch den hohen Ultraschallton wird der Aufenthalt in Ihrem Garten oder Eingangsbereich höchst ungemütlich und die Vierbeiner meiden diesen Bereich. Wir haben für Sie verschiedene Solar-Tiervertreiber-Tests geprüft und fassen Ihnen hier die wichtigsten Informationen rund um Erfassungswinkel, benötigte Frequenz und Montagemöglichkeiten zusammen.

1. Wie funktioniert ein Solar-Tiervertreiber?

Abhängig von der Bauweise des Solar-Tiervertreibers können die Geräte den Ultraschall entweder oberirdisch oder unterirdisch abgeben. Haben Sie ein Problem mit Maulwürfen oder Wühlmäusen, sind Geräte zur unterirdischen Anwendung die bessere Wahl. Kämpfen Sie hingegen mit Katzen oder einem Marder, braucht es Modelle für die oberirdische Anwendung.

1.1. Wie effizient ist ein Solar-Tiervertreiber für die Oberfläche?

Einfache Solar-Tiervertreiber für die Oberfläche bieten unter Idealbedingungen pro Gerät eine maximale Reichweite von 75 bis 100 m². Abhängig von der Ultraschallfrequenz und der Leistung des Geräts können laut Herstellerangaben aber auch bis zu 300 m² mit nur einem Solar-Tiervertreiber erfasst werden.

Je nach Anwendung im Garten oder Eingangsbereich kann ein Produkt völlig ausreichen, alternativ können Sie aber auch zu einem Set mit zwei bis zehn Solar-Tiervertreibern zurückgreifen. Über einen Lautsprecher im Gehäuse werden die Ultraschallwellen ausgesendet, sobald der Bewegungsmelder anschlägt.

Hinweis: Die angegebenen Frequenzbereiche dienen als grobe Richtwerte. Starker Wind kann die Reichweite des Tiervertreibers mit Solar an der Oberfläche einschränken.

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1.2. Wie funktioniert der unterirdische Solar-Tiervertreiber?

Unterirdische Solar-Tiervertreiber erzeugen Schallwellen, die auf das Erdreich übertragen werden. Die Ultraschallimpulse sollen die Orientierung der ungebetenen Gartenbewohner in deren Tunnelsystem stören und sie so dazu bringen, sich andere Lebensräume zu suchen. Die Geräte können dabei eine sehr große Fläche abdecken. Laut Herstellerangaben reicht ein Set meist für 400 bis 1.200 m² aus.

Den unterirdischen Tiervertreiber mit Solar sollten Sie dabei möglichst nah an aktiven Gängen installieren. Frische Erdhaufen oder sichtbare Gänge am Rasen sind ein gutes Indiz für die Tunnelsysteme von Maulwürfen und Wühlmäusen.

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2. Wie gut sind Ultraschall-Tiervertreiber?

Nicht alle Tiere reagieren gleich empfindlich auf denselben Ultraschallbereich. Katzen und Hunde beispielsweise empfinden bereits 20 bis 30 kHz als unangenehm. Für den Einsatz gegen Nagetiere müssen Sie hingegen auf höhere Frequenzbereiche setzen, ein einfacher Katzenschreck ist hier nicht passend.

In unserer Tabelle finden Sie wirksame Frequenzbereiche, die gegen unterschiedliche Tiere eingesetzt werden:

Tier Theoretischer Frequenzbereich
Katzen 20 bis 25 kHz
Hunde 22 bis 30 kHz
Füchse 25 bis 30 kHz
Waschbären 25 bis 35 kHz
Marder 20 bis 30 kHz
Nagetiere (Ratten, Mäuse) 30 bis 60 kHz

Damit Sie das Gerät möglichst vielseitig einsetzen können, sollte der Solar-Tiervertreiber im Idealfall direkt über mehrere Stufen verfügen. So können Sie den Frequenzbereich je nach Bedarf anpassen und sowohl gegen Hunde und Katzen als auch gegen Nagetiere vorgehen. Die jeweilige Ultraschallfrequenz können Sie meist per Knopfdruck, Schieberegler oder Tasten am Gehäuse anpassen.

Solar-Tiervertreiber im Test: Eine Katze hält sich neben einem Solar-Tiervertreiber auf.

Für fremde Katzen stellt ein einfacher Gartenzaun oft kein Hindernis dar.

3. Worauf ist laut Solar-Tiervertreiber-Tests vor dem Kauf zu achten?

Möchten Sie einen Solar-Tiervertreiber kaufen, sollten Sie laut Tests unter anderem auf die Witterungsbeständigkeit achten, die Möglichkeiten zur Montage prüfen und die Akkulaufzeit berücksichtigen. Im folgenden Abschnitt zeigen wir Ihnen die wichtigsten technischen Eigenschaften einfach erklärt.

3.1. Ist das Gehäuse wasserdicht und witterungsfest?

Über die IP-Schutzklasse können Sie herausfinden, ob es sich um ein wasser- und witterungsfestes Gehäuse am Tiervertreiber handelt. Besonders wichtig ist hierbei die zweite Ziffer, da diese sich auf den Schutz gegen Wasser bezieht. Ein Gerät mit IP-44 ist spritzwassergeschützt und eignet sich so beispielsweise für geschützte Eingangsbereiche mit Überdachung. Ein Gerät mit IP-55 hingegen ist auch gegen Strahlwasser geschützt und kann deswegen unter freiem Himmel platziert werden. Regentropfen können dabei nicht in das Gerät eindringen.

Die erste Ziffer gibt darüber hinaus an, wie gut das Gerät vor Staub und Fremdkörpern geschützt ist. Solar-Tiervertreiber sollten mindestens der Klasse 4 entsprechen, damit Erde oder andere kleine Partikel größer 1 mm nicht eindringen können. Damit das Gerät auch vor Staub geschützt bleibt, braucht es Schutzklasse fünf. Wichtig kann das deswegen sein, da starke Ablagerungen im Inneren zu einem Kurzschluss führen können.

Solar-Tiervertreiber im Test: Ein Tiervertreiber steckt neben einem Maulwurfshügel in der Erde.

Verdichten Sie die Erde rund um den Erdspieß im Anschluss, denn lockere Erde dämpft die Vibrationen und den Ultraschall.

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3.2. Wie erfolgt die Montage des Solar-Tiervertreibers?

Einen Tiervertreiber für die Oberfläche können Sie ganz einfach per Erdspieß im Garten befestigen. Alternativ lässt sich das Gehäuse auch direkt auf den Boden stellen oder mit dem beiliegenden Montagematerial an Wänden befestigen.

Auch Geräte für den unterirdischen Gebrauch sind mit einem Erdspieß ausgestattet. Dieser ist hier jedoch bereits meist direkt am Gehäuse befestigt, sodass Sie das gesamte Gerät in den Erdboden stecken. Die Montage an Wänden ist hier nicht möglich, da ansonsten kein Signal in den Erdboden abgegeben werden kann.

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3.3. Wie lange hält der Akku beim Solar-Tiervertreiber?

Bei einer direkten Sonneneinstrahlung, zwischen sechs und acht Stunden pro Tag, kann das Gerät die gesamte Nacht über mit Strom versorgt werden. Löst das Gerät häufig aus, sollten Sie auf einen Akku mit etwa 2.000 mAh zurückgreifen. Diese halten selbst dann meist zwei bis drei Tage, sollte einmal länger nicht die Sonne scheinen. Bei sporadischer Auslösung können auch Geräte mit beispielsweise drei 400-mAh-Batterien ausreichen.

Günstigere Solar-Tiervertreiber sind häufig mit NiMH-Batterien ausgestattet, während qualitativ hochwertigere Modelle einen Lithium-Ionen-Akku verbaut haben. Eine bei geringem Befall eingesetzte Taubenabwehr mit Ultraschall hat den Vorteil, dass sie keinen Memory-Effekt aufweist und sich somit durch eine längere Lebensdauer auszeichnet.

Besonders praktisch ist eine zusätzliche USB-Lademöglichkeit, damit Sie das Gerät im Winter oder an trüben Tagen weiterhin zuverlässig mit Strom versorgen können. Dabei wird der Akku über einen passenden Ladestecker an der Steckdose aufgeladen. Auch bei Geräten im Eingangsbereich ohne längere direkte Sonneneinstrahlung ist das von Vorteil.

Tipp: Achten Sie darauf, ob der Akku separat entfernt werden kann oder direkt im Gehäuse sitzt. Bei der ersten Variante können Sie einen defekten Akku problemlos tauschen, wenn das Gerät an sich noch funktioniert.

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4. Wie lässt sich die Qualität des Bewegungsmelders beurteilen?

Der Bewegungsmelder ist eines der zentralen Bauteile am Solar-Tiervertreiber. Er nimmt Bewegungen wahr und löst infolgedessen den Alarmton und gegebenenfalls die Zusatzfunktionen aus. Wichtig sind dabei die Reichweite und der Erfassungswinkel des Sensors.

Die Reichweite gibt an, bis zu welchem Abstand eine Bewegung wahrgenommen wird. Gängig sind Werte zwischen acht und zehn Metern. Der Erfassungswinkel hingegen bestimmt, in welchem Bereich vor dem Gerät eine Bewegung registriert wird.

Ein Solar-Tiervertreiber mit einem Erfassungswinkel von beispielsweise 70 Grad ist für schmalere Flächen wie einen Treppenaufgang ausreichend. Ein Modell mit Erfassungswinkel von über 100 Grad hingegen nimmt auch seitliche Bewegungen zuverlässig wahr.

Der Solar-Tiervertreiber mit 360-Grad-Sensor löst auch dann aus, wenn ein Tier sich hinter dem Gerät vorbeischleicht. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Sie den Solar-Tiervertreiber nicht direkt an einer Wand aufstellen können und es quasi einen Fluchtweg auf der anderen Seite gibt. Katzen, Marder und Co. sind schlaue Tiere, die schnell lernen können, beschränkte Sensorreichweiten bei ungeeigneter Montage zu umgehen.

Hinweis: Berücksichtigen Sie auch immer den Erfassungsbereich. Dieser gibt an, auf welcher Fläche die Ultraschallfrequenz hörbar ist. Je nach Modell kann es hier starke Unterschiede zwischen 70 und 200 m² pro Solar-Tiervertreiber geben.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Solar-Tiervertreiber?

5.1. Wozu dient ein Blitzlicht am Solar-Tiervertreiber?

Das Blitzlicht am Solar-Tiervertreiber soll neben dem Ultraschallsignal eine zusätzlich abschreckende Wirkung haben. Da neben dem akustischen Signal auch Lichtsignale abgegeben werden, erschrecken sich viele Tiere vor allem nachts durch den plötzlichen Blitz. Bei einem Wasserstrahl-Tiervertreiber wird indes beim Auslösen des Bewegungsmelders per Flüssigkeit gegen schreckhafte Tiere vorgegangen.

Solar-Tiervertreiber im Test: Eine Person steckt einen Tiervertreiber in Erde.

Die meisten Solar-Tiervertreiber sind grün, damit sie sich in die natürliche Umgebung einfügen.

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5.2. Sind Tiervertreiber mit Ultraschall gefährlich für Menschen?

Qualitativ hochwertige Geräte arbeiten mit Frequenzbereichen, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind. Dementsprechend gelten die abgegebenen Ultraschalltöne in der Regel als nicht direkt schädlich. Sehr empfindliche Personen oder Babys können unter Umständen aber auch den unangenehmen Ton wahrnehmen. Das kann auf Dauer beispielsweise zu Kopfschmerzen führen.

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5.3. Was kostet ein Solar-Tiervertreiber?

Wenn Sie einen günstigen Solar-Tiervertreiber kaufen möchten, sind diese bereits für unter 15 Euro pro Stück erhältlich. Geräte mit leistungsstärkerem Sensor und verstellbaren Frequenzbereichen kosten aber häufig zwischen 20 und 50 Euro pro Stück.

Bei folgenden Marken finden Sie eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Solar-Tiervertreibern:

  • Gardigo
  • Grundig
  • Rodh
  • Florabest
  • Isotronic
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5.4. Wurden Solar-Tiervertreiber-Erfahrungen von der Stiftung Warentest veröffentlicht?

Solar-Tiervertreiber-Erfahrungen hat die Stiftung Warentest noch nicht veröffentlicht. Jedoch können Sie anhand der von uns thematisierten Kriterien Ihren ganz persönlichen Testsieger von Solar-Tiervertreibern küren.

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5.5. Ist Ultraschall für Tiervertreiber erlaubt?

Solar-Tiervertreiber sind erlaubt, solange sie nicht gegenüber geschützten Arten eingesetzt oder missbräuchlich verwendet werden, um Haustiere zu bestrafen. Ein Solar-Tiervertreiber für Eulen ist dementsprechend nicht erlaubt.

Hinweis: Die Wirksamkeit von Ultraschall-Tiervertreibern ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Tiere können sich mit der Zeit an die Geräusche gewöhnen, sodass die Wirkung nachlassen kann.

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Videos zum Thema Solar-Tiervertreiber

In diesem YouTube-Video dreht sich alles um den Solar-Tiervertreiber Ultraschall. Wir zeigen Ihnen, wie einfach es ist, den Tiervertreiber einzurichten und wie effektiv er tatsächlich ist. Entscheidden Sie mit Hilfe des Videos, ob sich diese Investition für Ihrenen Garten lohnt!

In diesem YouTube-Video dreht sich alles um die Testreihe mit einem elektronischen Katzenschreck und einer jungen Katze. Erfahren Sie also, wie effektiv diese Geräte wirklich sind, um unerwünschte Katzen fernzuhalten.

Quellenverzeichnis