Das Wichtigste in Kürze
  • Raumthermostate dienen der Temperaturregelung in Wohnungen oder Häusern. Je nach Typ lassen sie sich an Elektro-,Gas-, Infrarot- oder Wasserheizungen anschließen. Bei letzterer können sie zudem als Ergänzung zu bereits installierten Heizkörperthermostaten dienen.
  • Mit Raumtemperaturreglern lassen sich Heizkosten einsparen. Besonders wichtig: Abweichungen von der eingestellten Temperatur sind dabei in der Regel gering und bewegen sich meist zwischen 0,1 und 2 °C.
  • Raumthermostate sind als mechanische sowie digitale Varianten erhältlich. Letztere sind meist programmierbar, wodurch sich die Temperatur nicht nur uhrzeit-, sondern auch wochen- und tagesabhängig einstellen lässt.

Raumthermostat Test

Wie eine Immowelt-Statistik aus dem Jahr 2016 zeigt, gaben 20 % der Befragten an, bei der Suche nach einer Wohnung Wert auf eine Fußbodenheizung zu legen. Doch selbst wenn die Wohnung selbige besitzt, ist man vor kalten Füßen nicht immer geschützt. Unabhängig von der Bauart sind Heizungsanlagen nämlich oftmals nicht imstande Temperaturschwankungen auszugleichen, die etwa durch Luftzüge oder eine große Raumfläche entstehen. Mit einem Heizkörperthermostat lässt sich die Temperatur zwar am jeweiligen Heizkörper einstellen, allerdings garantiert dies keine gleichbleibende Raumtemperatur.

Möchten Sie nun dafür sorgen, dass die eingestellte Temperatur im beheizten Raum konstant bleibt, so bieten wir Ihnen hierzu unseren Raumthermostat-Vergleich 2020 / 2021. In diesem haben wir für Sie die besten Raumthermostate zusammengestellt, die derzeit am Markt erhältlich sind. In unserer Kaufberatung erfahren Sie zudem, für welche Heizungssysteme Raumthermostate erhältlich sind sowie den Grund, weshalb Ihr persönlicher Raumthermostat-Testsieger ein Wochenprogramm besitzen sollte.

1. Das Raumthermostat: Ist die Heizungsart entscheidend?

Wie funktioniert ein Raumthermostat?

Raumthermostate dienen zur Temperaturregelung in geschlossenen Räumen. Hierzu wird mit einem Temperatursensor die tatsächliche Temperatur gemessen und mit der am Gerät eingestellten Temperatur abgeglichen.

Liegt die Temperatur über dem eingestellten Wert, so wird die Heizleistung des Heizgeräts reduziert. Ist die Raumtemperatur jedoch geringer als jene, die am Gerät eingestellt ist, wird die Heizleistung gesteigert.

Suchen Sie nach einem für Ihren Einsatzzweck günstigen Raumthermostat, so spielt zunächst die in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus verbaute Heizungsart eine Rolle.

Die auch als Raumtemperaturregler bekannten Thermostate können dabei sowohl für wasser- als auch elektrobetriebene Heizungsanlagen geeignet sein sowie für besonders effiziente Infrarotheizungen. Näheres hierzu erfahren Sie auch in folgendem Vergleich, den wir für Sie durchgeführt haben:

Bestimmte Modelle sind jedoch ausschließlich für die Fußbodenheizung bestimmt. Andere sind für Wandheizungssysteme wie Wandheizkörper passender.

heizungssteuerung

Digitale Raumthermostate, die an der Wand verbaut werden, können je nach Modell für verschiedene Heizungsarten geeignet sein – darunter auch Elektroheizungen.

Letztere besitzen zwar spezielle Heizkörperthermostate, allerdings haben diese einen Nachteil: Befindet sich der Heizkörper an einer schwer erreichbaren Stelle oder ist etwa in einer Höhe von zwei Metern angebracht, so ist der Zugang zum Thermostat umständlich.

Mit einem Raumthermostat eliminieren Sie das zuvor geschilderte Problem. Dank einer Platzierung in der Höhe des Lichtschalters lässt sich die gewünschte Temperatur bequem einstellen, ohne dass dazu Fingerakrobatik oder gefährliche Kletterkünste vonnöten sind.

Ein weiterer Vorteil: Befinden sich in Ihrem Haushalt mehrere Heizkörper mit entsprechendem Heizungsthermostat, lassen sich alle über ein Raumthermostat steuern. Raumthermostate sind aber auch für Gasheizungen oder Gasöfen verfügbar. Letztere können ein Thermostat allerdings bereits ab Werk besitzen.

2. Was gilt es beim Kauf eines Raumthermostats zu beachten?

2.1. Der Einbau: Für die Wandmontage sind 8,6 x 8,6 cm optimal

heizungsthermostat

Gegenüber Heizungsthermostaten, die aus Thermostatkopf sowie Thermostatventil bestehen und direkt am Heizkörper verbaut sind, werden Raumthermostate an der Wand montiert. Seltener sind freistehende Modelle mit Funkübertragung.

Bevor Sie nun ein Raumthermostat kaufen, sollten Sie die am vorgesehenen Einbauort vorhandene Wandaussparung ausmessen.

Zwar lassen sich die meisten Raumthermostate dank einer Länge und Breite von jeweils etwa 8,6 cm ähnlich wie Lichtschalter oder Steckdosen im Wandunter oder -oberputz verbauen, allerdings besteht ein anderes Problem: die Einbautiefe.

Hat das Thermostat eine Tiefe von mehr als 4,6 cm, so muss unter Umständen das vorhandene Loch für die Thermostatdose vertieft werden. Der Montagedurchmesser beträgt jedoch meist ca. 60 mm, was der Breite einer Standard-Unterputzdose entspricht.

Erfolgt die Verbindung des Thermostats mit den Stellmotoren der Heizung dabei über eine feste Verdrahtung, so müssen gemäß Schaltplan die Steuerleitungen angeschlossen werden. Aber Achtung: Mit grundlegenden Elektrik-Kenntnissen ist diese Aufgabe zwar meist machbar, Laien sollten allerdings einen Fachmann zurate ziehen.

Möglich ist jedoch auch eine sogenannte speicherprogrammierbare Steuerung. Hierbei erfolgt die Verbindung zwischen Thermostat und Heizung ohne feste Verdrahtung. Da dieses System jedoch komplexer aufgebaut ist, sollte der Einbau hier von einem Profi vorgenommen werden. Möchten Sie keine Wandmontage vornehmen, so sind ebenfalls freistehende Thermostatmodelle verfügbar, bei denen die Heizungssteuerung per Funk oder eine Smartphone-App via Wi-Fi erfolgen kann.

Achtung, Strom! Da Raumthermostate mit Strom betrieben werden, sollten sie ausschließlich in geschlossenen Räumen Anwendung finden. Zudem müssen sie vor Spritzwasser geschützt werden, um einer Kurzschluss- und somit Brandgefahr entgegenzuwirken.

2.2. Der Strom: Geringer Schaltstrom = weniger Schaltzyklen = höhere Lebensdauer

raumthermostat-fußbodenheizung

Mechanische Heizungsregler lassen sich ebenso wie digitale Thermostate über die herkömmliche 230 V-Netzspannung betreiben.

Raumthermostate lassen sich in der Regel mit einer Netzspannung von 230 V betreiben. Verfügbar sind allerdings auch Modelle, die mit einer geringeren Spannung betrieben werden können, wie es etwa der Fall in Nord- oder Südamerika ist. Dort beträgt diese 110 bis 130 V.

Ein geringer Schaltstrom (Ampere) gewährleistet dabei eine hohe Lebensdauer des Thermostats. Hierbei gilt die Regel: Je weniger Strom beim Schalten des Thermostats fließt, desto mehr Schaltzyklen wird das Gerät überstehen. In einem langjährigen Raumthermostat-Test würden daher Modelle mit geringerem Schaltstrom wahrscheinlich besser abschneiden.

So sparen Sie Geld! Primär soll das Raumthermostat zwar einem angenehmen Wohlfühlklima dienen, allerdings bedeutet eine höhere Temperatur auch höhere Ausgaben. Hierbei gilt, dass eine Temperaturreduzierung um einen Grad Celsius bereits eine Energieersparnis von bis zu 6% versprechen kann.

2.3. Die Temperatur: Je geringer die Temperaturabweichung, desto weniger muss nachjustiert werden

nachtspeicherheizung

Die Heizungssteuerung über Raumthermostate arbeitet in der Regel präzise – Abweichung von der eingestellten Temperatur betragen selten mehr als 1°C.

Damit die tatsächliche Umgebungstemperatur auch der am Raumthermostat eingestellten Temperatur entspricht, sollte die Temperaturregelung möglichst genau sein.

Wie unser Vergleich zeigt, weichen die meisten Geräte dabei von 0,1 bis zu 2 °C von der eingestellten Temperatur ab. Dabei gilt: Je weniger, desto besser.

Wie hoch die Abweichung tatsächlich ist, kann auch ganz leicht mit einem handelsüblichen Thermometer überprüft werden, ohne dass dazu ein aufwendiger Raumthermostat-Test nötig wäre.

Der Temperaturbereich liegt bei Raumthermostaten zwischen ca. 0 und 45 °C, wodurch sich immer eine optimale Raumtemperatur von 21 bis 23 °C einstellen lässt.

2.4. Die Ausstattung: Wer oft außer Haus ist, der braucht ein Modell mit Wochenprogramm

Raumthermostate sind sowohl in simplen mechanischen Ausführungen mit Drehrad erhältlich als auch in besser ausgestatteten digitalen Varianten.

Letztere verfügen meist über einen LCD-Touchscreen und bieten neben einer einfachen Temperaturregelung auch ein Wochenprogramm. Mit diesem lässt sich die gewünschte Temperatur programmieren, wenn die Wohnung etwa über einen längeren Zeitraum unbewohnt bleibt.

thermostat-fußbodenheizung

Suchen Sie nach Raumthermostaten für Ihre Fußbodenheizung oder etwa eine stromfressende Nachtspeicherheizung, so sind programmierbare Modelle die bessere Wahl.

Besonders sinnvoll ist diese Funktion, wenn sich in Ihrer Wohnung Pflanzen befinden, die empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren. Anstatt nun die Heizung aufzudrehen und eine hohe Heizkostenrechnung zu riskieren, regelt das Thermostat automatisch die Temperatur bei Bedarf rauf oder runter.

Ebenfalls von Vorteil ist dieses Feature, wenn Sie etwa nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen. Wurde das Thermostat bereits vor dem Verlassen der Wohnung auf die entsprechende Uhrzeit und Wunschtemperatur eingestellt, so lässt sich die Wohnung effektiv und kostensparend kurz vor Ihrer Rückkehr aufheizen.

Leben in Ihrem Haushalt Kinder, so kann auch die Anschaffung eines Modells mit Tastensperre (als Kindersicherung) eine Überlegung wert sein. Hierdurch lässt sich eine ungewollte Temperaturverstellung vermeiden, wenn der Nachwuchs das Thermostat etwa als Spielzeug-Keyboard austesten möchte.

3. Welche Vor- und Nachteile bieten digitale Raumthermostate gegenüber mechanischen Modellen?

Möchten Sie, dass die Raumtemperatur in Ihren vier Wänden künftig immer auf einem konstanten Niveau bleibt, schwanken jedoch zwischen Tradition und Moderne, so bieten wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht mit den wichtigsten Vor- und Nachteilen von digitalen Raumthermostaten gegenüber den mechanischen Varianten.

    Vorteile
  • Temperatur kann für einen längeren Zeitraum programmiert werden
  • höhere Heizkostenersparnis möglich
  • moderneres Design
    Nachteile
  • kompliziertere Bedienung
  • oftmals höherer Preis

4. Welche Hersteller von Raumthermostaten gibt es?

thermostat

Egal ob Wandheizkörper oder Fußbodenheizung – mit einem Raumthermostat lassen sich Heizkosten einsparen, sodass mehr Geld im Sparschwein bleibt.

Als Kaufempfehlung können wir Ihnen zwar keinen Raumthermostat-Test von der Stiftung Warentest empfehlen, allerdings weist diese in der Ausgabe 01/2017 darauf hin, dass mit Thermostaten und speziell auch mit Heizkörperthermostaten Heizkosten gespart werden können.

Qualitativ überzeugende Raumthermostate sind etwa von SM-PC erhältlich. Als Anbieter hat dieser insbesondere ein breites Angebot an digitalen Modellen zu bieten, die über verschiedene Programmierfunktionen verfügen.

Zu empfehlen ist aber auch der deutsche Hersteller Eberle, der auf eine über 80-jährige Firmentradition zurückblickt. Als Spezialist im Bereich Heizungs- und Klimaanlagen bietet dieser neben modernen Thermostaten mit Touchscreen auch eine umfangreiche Palette an klassischen Modellen mit Drehgriff.

Legen Sie hingegen Wert auf ein modernes Design, so ist Floureon eine gute Alternative. Als Marke bietet Floureon viele Produkte in der Kategorie Batterie- und Überwachungssysteme, hat aber auch optisch interessante Raumthermostate für den gehobenen Geschmack zu bieten. Im Folgenden finden Sie einen Überblick zu empfehlenswerten Marken und Herstellern von Raumthermostaten.

  • Eberle
  • SM-PC
  • Anself
  • Floureon
  • imowell
  • menred
  • Möhlenhoff

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Raumthermostat

5.1. Wie schließt man ein Raumthermostat an?

Zwar weisen die meisten Hersteller darauf hin, dass Raumthermostate durch fachkundiges Personal angeschlossen werden sollten, allerdings kann man mit fundierten Elektrik-Kenntnissen den Einbau theoretisch auch selbst bewerkstelligen. Wie hierbei vorzugehen ist, erfahren Sie in folgender kurzer Übersicht.

Arbeitsschritt Vorgehensweise
Vorarbeiten Abschalten des Stroms, damit alle Leitungen während des Anschließens spannungsfrei bleiben.
Bestimmung des Einbauorts Einbau meist in eine Unterputzsteckdose (ø 60 mm) in einer Höhe von etwa 1,5 m.
Anschluss des Thermostats Entfernung des Gehäusedeckels (je nach Modell) und Anschluss an den Stromkreis laut beiliegendem Schaltplan.

5.2 Wo sollten Raumthermostate nicht installiert werden?

raumthermostat

Um einen größtmöglichen Bedienkomfort zu ermöglichen, sollte das Thermostat immer leicht erreichbar sein.

Da Raumtemperaturregler mit einen Temperatursensor versehen sind, brauchen sie einen freien Luftaustausch. Um diesen zu gewährleisten, sollte das Gerät so platziert werden, dass es weder durch Gardinen verdeckt noch durch Möbel zugestellt wird.

Achten Sie zudem darauf, dass sich in der direkten Umgebung des Thermostats keine weiteren Wärmequellen befinden und dass es nur in geschlossenen Räumen zum Einsatz kommt.

Kamine, Fernseher oder Lampen können durch die abgegebene Wärme die Funktion des Geräts beeinflussen und unter Umständen die Temperaturreglung negativ beeinflussen.

Bildnachweise: Lolostock/Shutterstock, bubutu/Shutterstock, Yunava1/Shutterstock, vvoe/Shutterstock, Nomad_Soul/Shutterstock, nikkytok/Shutterstock, Africa Studio/Shutterstock, doomu/Shutterstock (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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