Für diese Entscheidung ist es zunächst wichtig, zu definieren, welche Art Oberfräse für die eigenen Zwecke geeignet ist.
Grundsätzlich gilt: Legen Sie sich eine Oberfräse zu, die zu der Art Ihrer Projekte passt. Wenn Sie Ihre Oberfräse mal frei Hand, mal stationär benutzen möchten, ist eine Oberfräse mit abnehmbarem Korb eine gute Lösung. Diese lässt sich mit freier Hand führen, aber auch in einem Frästisch fixieren und nutzen. Wenngleich sie nicht die Leistung einer typischen Oberfräse in einem Frästisch aufweist.
Sie brauchen viel Freiheit für kreative Projekte und kunstvolle Verzierungen und haben eine sichere Hand? Dann kommt nur eine handgeführte Oberfräse infrage – eventuell eine Akku-Oberfräse. Bei kleinformatigen Werkstücken sollten Sie eine Einhand- oder Mini-Oberfräse in Betracht ziehen, die allerdings auch eine geringere Leistung (z. B. Makita-Einhand-Oberfräse 700 W) haben.

Der Fräskorbhub beträgt bei dieser Bosch-Oberfräse „POF 1400 ACE“ maximal 55 mm, wie wir erfahren.
Brauchen Sie aber größere Fräsköpfe und einen robusten Motor mit viel Leistung eher als eine flexible Handhabung? Vielleicht sogar mehr Führung und Präzision, dann sind Sie mit einer stationären Oberfräse am besten beraten.
Mehr Leistung brauchen Sie auch, wenn es keine reine Holz-Oberfräse sein soll, sondern auch bei Metallarbeiten verwendet werden soll.
Hier eine komprimierte, aber detaillierte Gegenüberstellung der Merkmale einer handgeführten und stationären Oberfräse:
| Merkmal | Handgeführte Oberfräse | Stationäre Oberfräse (Frästisch) |
| Leistung | - 700 – 1.500 Watt
- ausreichend für viele Anwendungen
| - bis zu 2.400 Watt
- geeignet für größere Fräser
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| Bauart | - mobil
- kompakt
- ergonomische Griffe
| - fest montiert
- stabiler Aufbau
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| Flexibilität | - hohe Mobilität
- ermöglicht freie Handführung
| - geringe Mobilität
- präzise stationäre Arbeiten
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| Präzision | - abhängig von der Qualität der Handführung
- begrenzt durch Vibrationen
| - hohe Präzision durch feste Montage und Führung
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| Einsatzbereich | - Kantenbearbeitung
- Nuten
- Oberfräse mit Schablone nutzbar
| - wiederholbare Profile
- Falze
- lange Werkstücke
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| Fräswerkzeuge | - kleine bis mittlere Fräsköpfe
| - größere Fräsköpfe möglich
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| Sichtbarkeit | - direkter Blick auf die Fräskante
| - Werkstück verdeckt oft den Fräskopf
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| Arbeitskomfort | - Griffkontakt
- erfordert manuelle Präzision
| - Werkstück wird entlang von Anschlägen geführt
- weniger manuelle Kontrolle
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| Sicherheit | - höhere Unfallgefahr durch Handführung
| - mehr Sicherheit durch festen Tisch und Führungsschienen
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Hier sehen wir eine Oberfräse von Triton. Die Marke bietet laut diverser Oberfräsen-Tests ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Neben dieser generellen Entscheidung für eine der Bauarten, sollten Sie auf folgende Kriterien bei Ihrer Oberfräse beachten:
- Sind passende Führungssysteme erhältlich?
- Welches Oberfräsen-Zubehör gibt es für das Modell?
- Wie groß ist der Fräskorbhub (mehr bei Nutzung von Schablonen)?
- Welche Präzision und Feineinstellung erlaubt die Oberfräse?
- Was ist im Lieferumfang enthalten?
- Wie ergonomisch ist das Gerät für langes, ermüdungsarmes Arbeiten?
- Welche Sicherheitsmerkmale weist die Oberfräse auf?
Tipp: Je höher die Leerlaufdrehzahl, desto schneller können Sie fräsen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Drehzahl nicht zu hoch ist, damit die Nut nicht unsauber gearbeitet wird. Wir empfehlen Ihnen die Nutzung von Werkzeugen bis maximal 25.000 Umdrehungen in der Minute.

Oft wird die Oberfräse schon in einem Koffer geliefert, so ist sie ordentlich und sicher verstaut.
Muss man auf was Bestimmtes achten, wenn man Kopierschablonen benutzen will? Thanks.
Hallo VergleichGast,
vielen Dank für Ihren Kommentar und das Interesse an unserem Oberfräse-Vergleich.
Ja, in dem Fall bietet es sich an, dass Sie sich für ein Gerät mit einem großem Fräskorbhub entscheiden.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team