3.1. Eine Halterung mehr schadet nicht – bereits eine Basics-Monitor-Halterung erhöht Ihre Produktivität

Monitorhalterungen lassen sich oft zusammengeklappt lagern.
Der Chatverlauf steht ganz links. Daneben ist ein Browser mit wichtigen Informationen geladen. Zusätzlich sind das Schreibprogramm und die Bildbearbeitung geöffnet. Aber schon mit einem geöffneten Dokument und der Tabellenkalkulation dazu wird es auf einem Bildschirm schnell knapp mit dem Platz.
Nutzen Sie zwei Monitore nebeneinander, sehen Sie mehr auf einmal. Mit zwei Monitoren können Sie Ihre Arbeit also spürbar effizienter gestalten und sogar Grafikkarten im Einsteigersegment unterstützen mehrere Bildschirme, sodass Ihr PC dafür gerüstet sein sollte. Alternativ können Sie Curved-Monitore einsetzen, welche in der Regel größer sind und Ihnen außerdem eine angenehmere Arbeitsweise – auch im Home Office – ermöglichen.
Aber selbst, wenn Sie sich gegen einen solchen Aufbau entscheiden, kann die Wahl einer Monitorhalterung für 2 Monitore sinnvoll sein. Mit weiterem Zubehör können Sie an diese zweite Stelle beispielsweise einen weiteren PC-Monitor, ein Tablet, ein Notebook oder einfach nur eine Tastatur mit Maus anbringen, um Ihren Arbeitsplatz noch variabler zu gestalten. Seien Sie bei der möglichen Gerätezahl Ihrer Monitor-Arme lieber großzügig, um sich mehr Möglichkeiten offenzuhalten.
3.2. Die Belastung Ihrer Monitor-Arme in Grenzen halten

Eine Monitorhalterung für mehrere Geräte bringt Ordnung auf den Schreibtisch und schafft Platz.
Eine der wichtigsten Angaben, auch in verschiedensten Tests von Monitorhalterungen im Internet, ist die Belastbarkeit in kg. Diese wird üblicherweise pro Arm angegeben und sollte insbesondere für große Monitore bei knapp 10 kg liegen. Einer der größten Faktoren für das Gewicht ist die Größe – in der Regel angegeben in Zoll. Ihre Monitorhalterung sollte also für das Gesamtgewicht aller Geräte zugelassen sein, die Sie Ihren Monitor-Halter montieren möchten.
Die Unterschiede des zulässigen Gewichts zeigt eine kleine Übersicht typischer Geräte:
- Monitor mit 24 Zoll – 3 kg
- Monitor mit 27 Zoll – 5 kg
- Monitor mit 32 Zoll – 7 bis 9 kg
- Monitor mit 49 Zoll – 11 bis 13 kg
- Notebook – 2 kg
- Tablet – 0,5 kg
Beachten Sie hierbei, dass es sich immer um das maximal zulässige Gesamtgewicht handelt. Achten Sie außerdem darauf, wie sich dieses je Arm auf Ihre Monitorhalterung verteilt, sofern Ihre Halterung mehr als ein Gerät unterstützt. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen die Produkt-Spezifikationen des Herstellers zu beachten. Dieser Art Spezifikationen eines Produktmodells finden Sie in der Regel im technischen Datenblatt.
Die Monitorhalterung für 27 Zoll kann deshalb deutlich schlanker gestaltet sein als eine Monitorhalterung für 32 Zoll oder sogar vergleichsweise schwere beispielsweise 49-Zoll-Curved-Monitore. Nicht außer Acht lassen dürfen Sie dabei, dass höherwertige Bildschirm etwa für Gaming oder Bildbearbeitung oftmals wesentlich schwerer sind als sehr einfache Geräte. Bei langen Schwenkarmen kommen außerdem Hebelkräfte hinzu, die eine solide Befestigung erfordern.
Die beste Monitorhalterung für Ihre Zwecke sollte aus diesem Grund eine deutlich höhere Belastbarkeit aufweisen, als die Bildschirme es erfordern würden. So gehen Sie sicher, dass der Monitorständer seinen Aufgaben gewachsen ist, wenn er laut Hersteller 3 bis 4 kg mehr aushalten würde.
Die angegebenen Maximalgrößen für Displays beziehen sich bei den meisten Marken-Herstellern auf das Gewicht. Vor allem bei frei schwenkbaren Armen können Sie meist auch eine größere Diagonale wählen. Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen dafür, den Bildschirm zu wiegen und mit der obigen Auflistung zu vergleichen. Schlussendlich bleibt die Herstellerangabe dennoch die beste Orientierung.
Tipp: 10 bis 15 kg sind typische Maximalbelastungen. Finden Sie Monitor-Halterungen mit 30 kg oder sogar mehr, deutet das häufig nicht auf besondere Qualität, sondern fragwürdige Messmethoden hin. Gerade günstige Monitorhalterungen oder Basics-Monitor-Halterungen sind üblicherweise für weniger Belastung ausgelegt, weisen aber manchmal sehr hohe Maximalbelastungen aus.
3.3. Beweglichkeit Ihrer Monitor-Arme sorgt für gute Anpassung
Pivot
Das französische Wort für Drehpunkt meint bei Monitoren die Funktion, das Bild hochkant zu drehen. Der Arm Ihrer Monitorhalterung ist damit nicht nur neigbar, sondern auch drehbar. Bei dieser Funktion wird außerdem die Ausrichtung des Bildes automatisch angepasst, ähnlich wie beim Smartphone. Normale Bildschirme mit Monitorhalter besitzen keine Pivot-Funktion im engeren Sinne.
Die Kaufberatung zu den Einstellmöglichkeiten der Monitor-Halterung ist extrem abhängig von der Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes. Können Sie wegen mangelndem Freiraum weder nach vorn noch nach hinten, nach oben oder unten viel verschieben, ist ein neigbarer Halter für Ihre Bildschirm ohne langen Schwenkarm ausreichend. Ihr Bildschirm wäre damit neigbar, aber nicht drehbar.
Auf diese Weise können Sie eine feste Höhe und Tiefe wählen und den Monitor so drehen, dass Sie ihn entspannt und ohne Spiegelung betrachten können. Höhenverstellbar muss die Monitorhalterung in diesem Fall gar nicht sein, wie zum Beispiel der Ergotron HX Dual zeigt, der zwei Bildschirme fest verbindet.
Sind Sie dagegen sehr interaktiv, drehen und wenden den Bildschirm zu Kollegen oder wechseln Ihre eigene Position, achten Sie auf einen größeren Spielraum Ihres neigbaren und drehbaren PC-Monitors. Etwa 30 cm in der Höhe, am besten sogar etwas mehr in der Tiefe und ein komplett drehbares Gelenk machen Ihren Bildschirm schwenkbar und damit auch aus jedem Winkel einsehbar, wenn es denn nötig ist. Zusätzlich gilt: Ist Ihr Monitor verstellbar in der Tiefe, lässt sich dieser ergonomisch auf Ihre Sitzposition abstimmen.
Die Halterung selbst, an der sich der VESA-Anschluss befindet, sollte in jedem Fall neig- und drehbar sein. So können Sie ohne Probleme im Hochformat arbeiten und das Bild leicht nach oben neigen für ein möglichst entspanntes Sitzen beim konzentrierten Arbeiten. Ob Ihr Bildschirm auch schwenkbar sein soll, hängt maßgeblich von Ihrer Arbeitsweise ab.
Tipp: Ein Neigungswinkel von +45° bis -30° genügt in der Regel. Wollen Sie aber einen zusätzlichen Halter für Notebook, Tastatur oder andere Hardware verwenden, achten Sie auf einen Neigungswinkel von +90° nach oben.
3.4. Durch Befestigungsnorm angenehm einheitlich – Halterung an Tisch oder Wand einfach installieren

Mehrere PCs und ihre Bildschirme können über mehrere Monitorhalter gut miteinander kombiniert werden.
Wegen der großen Verbreitung der VESA-Wandhalterung brauchen Sie bei der Montage der Bildschirme kaum etwas zu beachten. Zur Befestigung nutzen kleinere Monitore Löcher in 75 mm Abstand. Größere Modelle nutzen 100 mm Abstand. Beide Normen erfüllen im Grunde alle Monitorhalterungen für die Wand- und Tischmontage. Sofern Sie Ihren Monitor-Halter als Desk Mount an Ihrem Tisch befestigen wollen, achten Sie bei der Montage lediglich darauf, die richtige Klemmhöhe Ihrer Schreibtischplatte einzustellen. Auf diese Weise können Sie Ihren Monitor-Halter am Tisch sicher installieren.
Zumeist werden die Standards nicht VESA MIS-D 75 beziehungsweise VESA MIS-D 100 genannt, sondern es wird lediglich auf „VESA-kompatibel“ hingewiesen. Hier können Sie jeweils davon ausgehen, dass Sie keine Probleme bei der Verschraubung erwarten müssen. Zudem sind die Schrauben ebenfalls normiert und im besten Fall bereits an Ihrem Bildschirm vorhanden.
Tipp: Sollten Sie wider Erwarten ein Gerät ohne VESA einsetzen wollen, gibt es zahlreiche Angebote für Adapterplatten oder spezielle Halterung im Internet, die an den VESA-Anschluss des Monitorständer passen.
3.5. Extras mit praktischem Nutzen

Mit der Monitorhalterung werden Schrauben und oft auch Kabel mitgeliefert.
Fast unverzichtbar an Ihrem Monitor-Halter ist ein integrierter Kabelkanal. Auch wenn die in der Regel schwarzen Kabel nicht komplett versteckt werden, sorgen entsprechende Halterungen an den Schwenkarmen dafür, dass die Kabel nicht im Weg und vor allem stets in der richtigen Länge ausgezogen sind. So lässt sich der Bildschirm in alle Richtungen ziehen und schieben, ohne dass am Kabel gezogen werden muss oder sich sogar die Steckverbindung löst.
Bei einigen Haltern finden sich zudem eingebaute USB-Anschlüsse. Meistens wird aber darauf verzichtet. Zum einen werden zusätzliche Kabel benötigt, die wiederum das Kabelmanagement erschweren, statt für Ordnung zu sorgen. Zum anderen drängt der neue Standard USB-C auf den Markt und vielen Monitore besitzen selbst USB, sodass die Anschlüsse gar nicht benötigt werden.

Schönen guten Tag,
ich will einen Monitor mit Touch verwenden. Gibt es da etwas besonders zu beachten oder funktioniert das mit jedem Ständer?
Viele Grüße
Volker Hartmann
Guten Tag Herr Hartmann,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Monitorhalterungen-Vergleich.
Zwar wird das Gewicht eines Touchscreens nicht viel höher liegen als bei einem normalen Monitor, aber durch die Bedienung muss der Halter ganz anders auf Druck reagieren.
Verzichten Sie am besten auf einen in der Tiefe leicht verschiebbaren Ständer und suchen lieber ein Modell, dass sich fest arretieren lässt. So ist Ihr Touchscreen stets präzise bedienbar und verbleibt in der gewünschten Position.
Mit den besten Grüßen
Ihr Vergleich.org-Team