Das Wichtigste in Kürze
  • Je nach Anwendungsgebiet müssen die Kreiselpumpen unterschiedlichen Anforderungen (beispielsweise für den Garten oder die Benutzung für Schmutzwasser) und gerecht werden. Wählen Sie mithilfe unseres Ratgebers die beste Kreiselpumpe für Ihr Einsatzgebiet aus.
  • Die Wassertemperatur sollte nie höher als 35 Grad Celsius sein, da es sonst zu kavitationsbedingten Schäden an der Kreiselpumpe kommen kann.
  • Für jeden geförderten Höhenmeter sollten Sie in etwa einen Druck von einem Bar einplanen. Berechnen Sie den benötigten Druck aber nicht zu knapp und wählen ein Gerät, das über den Anforderungen liegt.

Kreiselpumpe Test

Die Kreiselpumpe ist bis heute eine der beliebtesten Pumpenarten. Ihre robuste Bauweise und zuverlässige Funktionsfähigkeit macht die Zentrifugalpumpe zur idealen Wahl für Haus und Garten. Doch für unterschiedliche Einsatzbereiche werden unterschiedliche Produkte benötigt. In der Kaufberatung zu unserem Kreiselpumpen-Vergleich 2020 verraten wir, welche Pumpen sich für bestimmte Einsatzgebiete eignen.

1. Wie funktioniert eine Kreiselpumpe?

Der Aufbau einer Kreiselpumpe ist leicht beschrieben, da sie im wesentlichen nur aus drei Teilen bestehen. Das mit Abstand wichtigste ist das Laufrad, welches über die Antriebsachse vom Motor angetrieben wird. Das Laufrad dreht sich im Pumpengehäuse um die eigene Achse. Durch Zentrifugalkraft wird Wasser an die Außenränder im Zentrum des Rades gezogen.

Der Prozess lässt sich mit einem Glas Wasser vergleichen, wobei das Wasser im Inneren mit einem Löffel umgerührt wird. Während der Druck in der Mitte des Glases sinkt, steigt der Druck an den Rändern durch die Zentrifugalkraft und die Flüssigkeit wird an die Glaswand gepresst.

Die zu pumpende Flüssigkeit (in den meisten Fällen Wasser) wird von diesem Sog erfasst und ins Innere der Pumpe gesogen. Deshalb werden die Kreiselpumpen auch als selbstansaugend bezeichnet. Das eingesaugte Wasser wird durch die Zentrifugalkraft beschleunigt und durch die Austrittsöffnung gedrückt. An diese kann ein weiterführender Schlauch oder eine Leitung angeschlossen werden, um die Flüssigkeit weiterzuleiten. Das folgende Video verdeutlicht die Funktionsweise von Kreiselpumpen anhand einer kurzen Animation.

2. Gibt es unterschiedliche Pumpen für unterschiedliche Einsatzgebiete?

Kreiselpumpen-Typen kommen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Kreiselpumpen werden von vielen Menschen verwendet, die Wasser aus alternativen Quellen wie einem Brunnen oder einem Reservoir (beispielsweise ein Regenwassertank) beziehen. Die Verwendung von Wasser in Trinkwasserqualität ist nicht in allen Fällen sinnvoll. Bereiche wie beispielsweise die Toilettenspülung oder die Bewässerung des Gartens können auch mit Wasser aus der Brauchwasser-Kategorie – also aus einem Brunnen oder Regenwasser aus einem Tank – ausgeführt werden. Genau hier werden die Kreiselpumpen eingesetzt, um das Wasser von den Quellen zu fördern.

Je nach Anwendungsbereich werden Fördersysteme mit verschiedenen Eigenschaften benötigt. Gartenpumpen müssen gleichmäßig eine große Menge von Wasser fördern können, während in Häusern eher kleine Mengen benötigt werden.

Hauswasserwerk mit Druckkessel Gartenpumpe ohne Druckkessel
Kreiselpumpe hauswasser trinkwasser gartenpumpe brauchwasser

Hauswasserwerke (auch als Hauswasseranlagen bezeichnet) wurden speziell für die Versorgung des Hauses mit Trink- und Brauchwasser entwickelt. Die Besonderheit dieser Geräte ist, dass das Wasser von der Pumpe nicht direkt zu den Ausflüssen geleitet wird. Es kommt zunächst in einen Druckkessel, von wo aus es dann in der benötigten Dosierung (Toilettenspülung, Wasserhahn etc.) immer zur Verfügung steht. Bei Kombi-Modellen wird aus Platztechnischen Gründen häufig auf die Verwendung eines Tankes verzichtet.

Gartenpumpen werden besonders gerne für die Bewässerung eingesetzt. Dabei wird häufig auf alternative Reservoirs wie eine Regenwassersammelstelle zurückgegriffen. Dabei benötigen die Gartenpumpen im Gegensatz zum Hauswasserwerk keinen Druckkessel, sondern saugen das Wasser lediglich über einen Saugschlauch an. Das Laufrad der Pumpe erzeugt dann einen kontinuierlichen Wasserstrom. Gartenpumpen sind aufgrund ihrer einfachen Bauweise sehr klein und kompakt. In vielen Fällen sind sie sogar mit einem Tragegriff ausgestattet, der den mobilen Einsatz der Kreiselpumpe erleichtern soll.

3. Was ist der Unterschied zwischen Klarwasser und Schmutzwasser?

Die Unterscheidung von Klarwasser und Schmutzwasser (Abwasser) bei Kreiselpumpen ist sehr wichtig, wenn Sie eine Kreiselpumpe kaufen möchten. Die meisten Kreiselpumpen befördern ausschließlich Klarwasser. Dabei ist der Begriff Klarwasser irreführend, denn auch Brauchwasser aus einer Regentonne oder aus einem Brunnen oder Fluss kann als Klarwasser bezeichnet werden. Die Trinkwassereignung muss separat vom Hersteller angegeben werden.

Als Schmutzwasser hingegen gilt generell verunreinigtes Wasser wie Abwasser, das im Haushalt entsteht. Schmutzwasserpumpen werden vor allem zum Leerpumpen von vollgelaufenen Kellern oder Teichen eingesetzt. Das Wasser kann ohne Probleme abgeleitet werden und die Pumpe ist in der Lage, Verunreinigungen wie Sandkörner und kleine Gegenstände bis zu einem bestimmten Durchmesser ohne Probleme durchzupumpen.

4. Warum sind Manometer besonders für Hauswasserwerke von Nutzen?

druckmessgerät

Einige Hersteller von Kreiselpumpen integrieren sogenannte Manometer in ihre Kreiselpumpen. Manometer sind Druckmessgeräte, die anzeigen, welcher Druck im Inneren der Kreiselpumpe vom Laufrad erzeugt wird. Diese Kreiselpumpen-Testsieger-Qualität ist besonders bei Hauswasseranlagen nützlich, um den Druck im Inneren der Anlage zu kontrollieren und bei Bedarf anpassen zu können. Für Gartenpumpen benötigen Sie in den meisten Fällen kein Manometer.

5. Welche Fördermenge Ihre Kreiselpumpe haben sollte

Die strombetriebenen Geräte eignen sich hervorragend für die gleichmäßige Förderung von kleinen bis mittleren Wassermengen, wie sie im Haushalt oder bei der Gartenbewässerung benötigt werden. Verschiedene Kreiselpumpen-Tests empfehlen für den Einsatz in Häusern eine Förderleistung von etwa 5.000 bis 8.000 l/h. Bei Gartenpumpen sind die Anforderungen nicht ganz so hoch. Dort genügen in den meisten Fällen schon ca. 3.000 l/h.

Tipp: Für die Förderung größerer Wassermengen empfiehlt Vergleich.org Benzin-Wasserpumpen. Diese eignen sich wegen ihrer leistungsstarken Verbrennungsmotoren besonders gut für die Befüllung von Pools.

6. Planen Sie zur Sicherheit mehr Druck ein

Wie bereits erklärt, wird der Druck im Inneren der Kreiselpumpe vom Laufrad erzeugt. Je höher der Druck ist, desto schneller kann das Wasser aus der Quelle angesaugt und weitergeleitet werden. Doch wie viel Druck sollte die beste Kreiselpumpe aufbauen können? Viele Kreiselpumpen-Tests im Internet arbeiten mit einer Faustregel, die besagt, dass pro Meter Förderhöhe etwa ein Bar Druck berechnet werden sollte. Vergleich.org empfiehlt aber, noch ein zusätzliches Bar als Bonus einzuplanen. So stellen Sie sicher, dass die benötigte Fördermenge zu jeder Zeit von der Kreiselpumpe bereitgestellt werden kann.

7. Zu pumpendes Wasser sollte nicht heißer als 35 °C sein

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Um das Innere der Kreiselpumpen zu schonen, ist die empfohlene Wassertemperatur bei nahezu allen Kreiselpumpen-Marken gleich: Sie beträgt 35 °C. Dabei macht es verschiedenen Kreiselpumpen-Tests im Internet zufolge keinen Unterschied, ob Sie ein Gerät von Einhell, Gardena, Güde oder Metabo kaufen. Durch diese Begrenzung soll verhindert werden, dass das Innere der Kreiselpumpe beschädigt wird.

Wenn die Flüssigkeit zu heiß wird, bilden sich in der Pumpe häufig kleine Dampfblasen, die implodieren und kleine Materialstücke vom Laufrad und dem Edelstahl-Pumpengehäuse herausreißen können, wodurch die Pumpe nach und nach ihre Förderfähigkeit verliert. Dieser Vorgang wird als Kavitation bezeichnet.

8. Die Motorleistung beschreibt lediglich die Leistungsaufnahme der Kreiselpumpe

Die Motorleistung von Kreiselpumpen wird in Watt angegeben. Ein hoher Wert verspricht Ihnen eine potenziell leistungsstarke Pumpe, ist jedoch kein Merkmal, an dem allein sich die Qualität einer Pumpe festmachen lassen würde. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die Energieaufnahme eines Gerätes in Zusammenhang mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit steht. Der Watt-Wert gibt lediglich an, wie viel Leistung die Kreiselpumpe aufnimmt und nicht, wie viel Leistung tatsächlich abgegeben wird.

9. Was ist der Unterschied zwischen Ansaughöhe und max. Förderhöhe?

Kreiselpumpe einbauen

Ein beispielhafter Aufbau für die Installation einer Kreiselpumpe im Haus.

Die Ansaughöhe wird häufig mit der Förderhöhe verwechselt, was zu Irritationen und Problemen führen kann. Die maximale Förderhöhe beschreibt den zulässigen Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel und dem Wasserausfluss (beispielsweise ein Gartensprenger).

Die Ansaughöhe ist der zulässige Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel und der Einflussöffnung der Kreiselpumpe. In den meisten Fällen ist diese deutlich geringer als die Förderhöhe.

Bei einer zu niedrigen Ansaughöhe ist die Pumpe nicht mehr in der Lage, genügend Unterdruck für das Ansaugen des Wassers zu erzeugen. Besonders wichtig ist die Ansaughöhe bei der Wasserförderung aus Brunnen oder Zisternen, weil die Ansaughöhe sehr groß ist. Für solche Fälle empfiehlt Vergleich.org, besser auf Tiefbrunnenpumpen zurückzugreifen, die speziell für solche Einsatzzwecke entwickelt wurden.

10. Ihre Kreiselpumpe sollte IPX4 erfüllen: allseitiger Spritzwasserschutz

Kann man Pumpen von der Steuer absetzen?

Wie die Stiftung Warentest berichtet, können Hausbesitzer beim Einbau einer Pumpe nicht auf Steuererleichterungen hoffen. Das legte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz im Jahr 2008 fest. Doch keine Sorge: Mit unserem Vergleich finden Sie eine günstige Kreiselpumpe, die für Ihre Ansprüche geeignet ist.

Elektrische Gerätschaften müssen rund um die Uhr unter den verschiedensten Bedingungen einsatzfähig sein. Das gilt ganz besonders für Geräte, die im Freien eingesetzt werden, weil diese witterungsbedingten Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Die Schutzarten (“International Protection Codes“) geben Aufschluss darüber, wie gut ein Gerät vor verschiedenen Einflüssen wie Staub und Wasser gesichert ist. Bei Kreiselpumpen ist dabei ganz besonders der Wasserschutz von Bedeutung, da die Geräte in direktem Kontakt mit dem Medium stehen und in unmittelbarer Wassernähe arbeiten.

Der Wasserschutzfaktor wird durch die zweite Ziffer des IP-Schutzcodes angegeben (beispielsweise IPX3). Viele Kreiselpumpen-Tests raten übereinstimmend, dass eine Kreiselpumpe mindestens den Wasserschutzstandard 4 (IPX4) erfüllen sollte. Das bedeutet, dass das Gerät zuverlässig vor allseitigem Spritzwasser geschützt ist.

11. Kreiselpumpen lassen sich leicht ans Hausstromnetz anschließen

industrie pumpe

Die meisten Kreiselpumpen werden über das Hausstromnetz mit Energie versorgt. Dabei werden sie einfach mit einem Schutzkontaktstecker an eine Steckdose angeschlossen. Die 230 Volt, die das Stromnetz in Deutschland und Österreich bereitstellt, reichen völlig aus, um die Kreiselpumpe mit ausreichend Energie zu versorgen.

Vor- und Nachteile von strombetriebenen Kreiselpumpen:

  • einfach ans Stromnetz anschließbar
  • kostengünstiger Betrieb
  • nicht so leistungsstark wie benzinbetriebene Geräte
  • vom Stromnetz abhängig (kabelgebunden)