Das Wichtigste in Kürze
  • Bremsbeläge für Felgenbremsen sind essenziell für sicheres Radfahren. Diese werden beim Bremsen gegen die Felgen gepresst und sorgen durch die entstehende Reibung für eine Bremswirkung.
  • Um eine konstante Bremswirkung zu garantieren, sollten Sie Ihre Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren und bei Verschleißerscheinungen schnellstmöglich auswechseln.
  • Vergewissern Sie sich genau, welches Bremssystem sich an Ihrem Fahrrad befindet und achten Sie beim Kaufen neuer Bremsbeläge neben dem Bremsen– auch auf den korrekten Felgentyp.

bremsbeläge fahrrad test

Laut einer bundesweit durchgeführten und repräsentativen Umfrage zur Häufigkeit des Fahrradfahrens in der Freizeit ist die Beliebtheit des guten, alten Drahtesels konstant groß und steigt tendenziell sogar (Statista). Neben dem Spaß beim Fahren sollte natürlich auch stets die Sicherheit im Auge behalten werden. Neben einem Fahrradhelm und der entsprechenden Beleuchtung bietet sich gerade nachts bzw. in den Wintermonaten helle Kleidung an. Äußerst wichtig, allerdings oft unterschätzt, sind funktionierende Bremsen.

In unserem Bremsbeläge-Fahrrad-Vergleich 2020 haben wir uns die derzeit besten Bremsschuhe genauer angesehen und können Ihnen mit dem folgenden Ratgeber nun noch weitere Tipps und wertvolle Ratschläge zum sicheren Bremsen und der besten Pflege Ihrer Bremsbeläge liefern. Werfen Sie zudem auch einen Blick auf ähnliche Ratgeber zu den folgenden Themen:

1. Wie genau funktionieren Bremsbeläge am Fahrrad?

Shimano all the way

Die 1921 gegründete japanische Firma Shimano ist für viele quasi synonym mit Fahrradkomponenten und tatsächlich verdient das Unternehmen knapp 80 % seines Umsatzes mit Fahrradzubehör sowie etwas weniger als 20 % mit Angelzubehör wie Ruten und Rollen.

Zu den wichtigsten Elementen bei Shimano im Fahrrad-Bereich zählen die Entwicklung und Herstellung von Gangschaltungen, Zahnkränzen, Schalt- und Bremshebeln, Fahrradcomputern, Pflegemitteln und natürlich Bremsen sowie Bremsbelägen.

Die Modelle aus unserem Bremsbeläge-Fahrrad-Vergleich sind allesamt Teil der so genannten Felgenbremse. Beim Bremsen werden hier die Gummibeläge auf die Felgen gepresst, sodass durch Reibung eine Bremswirkung entsteht. Die Bremsleistung ist dadurch zugleich hoch, aber auch dosierbar. Die Belastung von Speichen, Naben und anderen Rahmenteilen hält sich dabei zudem in Grenzen, da die Bremskraft am Umfang der Laufräder ansetzt.

Prinzipiell gilt: Die Bremswirkung von Felgenbremsen ist bei Nässe geringer als bei Trockenheit. Die Bremsbeläge bzw. Bremsbacken können dabei zusätzlich durch verschmutzte Felgen verunreinigt werden, was den Verschleiß beschleunigt. Die Radfelge gilt dabei als ein tragendes Element mit großem Verschleißpotenzial.bremsbelaege_fahrrad_erklaerung_grafik

Moderne Felgen aus Aluminium (Alu-Felgen) sind dabei mit einer Verschleißanzeige ausgestattet, welche aus punktförmigen Vertiefungen oder bestimmten Linien besteht, die – je nach Hersteller und Bauart – bei Erreichen eines kritischen Werts verschwinden oder sichtbar werden.

Als aktive Gegenmaßnahme werden manche Alufelgen zudem mit einer Beschichtung aus Keramik ausgestattet, die einerseits den Verschleiß verringern und andererseits die normalerweise nachlassende Bremsleistung bei Nässe konstant halten und sogar erhöhen.

In sämtlichen im Handel erhältlichen Arten von Fahrrädern finden sich Felgenbremsen, die sich grundlegend in zwei verschiedene Systeme unterteilen lassen:

  • Felgenbremssysteme mit nur einem Befestigungspunkt über dem Reifen (an der Gabelbrücke)
  • Felgenbremssysteme mit zwei Befestigungspunkten an beiden Felgenseiten (an den Streben)

2. Welche Typen von Fahrradbremsen gibt es?

Neben den Felgenbremsen, die in jedem Fall den Einsatz von Bremsbelägen bedingen, gibt es noch einige andere Arten von Fahrradbremsen, die in diversen Bremsbelag-Tests untersucht werden – welche das genau sind und welche Vor- und Nachteile sich jeweils ergeben, haben wir in diesem Kapitel für Sie zusammengestellt.

Bremsen-Typ Beschreibung
Seitenzugbremse

bremsbelaege-fahrrad-seitenzugbremse

Die Seitenzugbremse ist eine Spielart der Felgenbremse. Hier befinden sich beide Bremsarme mittig über dem Laufrad auf dem Befestigungsbolzen – und zwar in Form einer Zange. Eine große Schwäche dieser Konstruktionsart sind die langen Hebelarme der Bremsschenkel, die eine hohe Kraftaufwendung beim Bremsen bedingen.
Gestängebremse

bremsbelaege-fahrrad-gestaengebremse

Dieser Bremsen-Typ findet sich heutzutage fast nur noch bei so genannten Hollandrädern und manchen Rennrädern – auch dies ist eine Variante der Felgenbremsen. Unterschieden wird hierbei zwischen der so genannten Dual-Pivot-Bremse (einer Zweigelenkbremse), die auf synchronisierte Seitenzüge setzt, sowie der weitaus weniger wirkungsvollen Single-Pivot-Bremse (einer Eingelenkbremse). Erwähnenswert ist das vergleichsweise geringe Bremsmaß zwischen 35 und 45 mm, welches besonders kräftiges Bremsen ermöglicht.
U-Brake

bremsbelaege-fahrrad-u-brake

Bei der so genannten „U-Bremse“ (die englische Bezeichnung ist auch im deutschen Sprachgebrauch sehr viel gebräuchlicher) handelt es sich um eine Mittelzugbremse mit zwei Aufhängungspunkten; beide sind jeweils oberhalb der Felge angebracht. In den 1980er-Jahren erfreute sich diese Art von Bremse vor allem bei Mountainbikes (MTBs) großer Beliebtheit. Ein großer Nachteil dieses Bremsen-Typs ist allerdings, dass sie zwar besonders elegant aussehen, aber die Bremsbeläge ungewöhnlich schnell verschmutzen, was eine rapide nachlassende Bremswirkung zur Folge hat.
Cantilever-Bremse/
V-Brakebremsbelaege-fahrrad-v-brake
Die so genannten „V-Brakes“ (ebenfalls zu den Felgenbremsen gehörend) gelten quasi als Nachfolger der oben erwähnten U-Brakes. Streng genommen handelt es sich hier um den Markennamen von Shimano für eine Cantileverbremse und umgangssprachlich werden mittlerweile auch Bremsen der gleichen Bauart anderer Hersteller entsprechend als „V-Brake“ bezeichnet. Inzwischen gelten V-Brakes als die am häufigsten verbreiteten Bremsen bei Neurädern und auch sämtliche Bremsbeläge in unserer Vergleichstabelle sind für V-Brakes optimiert.

Cantilever ist die englische Bezeichnung für Kipphebel bzw. Kragarm, was bedeutet, dass die Hebel dieser Bremsen am jeweils unteren Ende einer Sockelachse an einer so genannten Gabelscheide aufgehangen wird. Mittlerweile sind die Bremsarm-Sockel einem Standard unterworfen, weswegen Bremsbeläge in den meisten Fällen auch bei anderen Unterarten passen sollten.

In der folgenden Übersicht haben wir die Vorzüge und Nachteile der Felgenbremse gegenüber der ebenfalls sehr beliebten Scheibenbremse gegenübergestellt.

  • geringeres Gewicht
  • Überhitzung der Bremsbacken ist weniger gefährlich
  • geringere Belastung des Laufrades
  • geringere Belastung von Speichen und Gabel
  • standardisierte und vergleichsweise preiswerte Bremsbeläge
  • Bremsbeläge halten nicht so lange wie bei der Scheibenbremse
  • deutlich schlechtere Bremswirkung bei Nässe
  • Felgen nutzen sich leichter ab

3. Kaufkriterien: Was zeichnet gute Bremsbeläge am Fahrrad aus?

bremsbelaege-fahrrad-kinder-eltern-sicherheit

Insbesondere, wenn Sie Kinder „im Gepäck“ haben, sollte die Sicherheit Ihres Fahrrads oberste Priorität haben.

Es folgt eine Kaufberatung zu den wichtigsten Kriterien, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie sich neue und qualitativ hochwertige Bremsbeläge-Fahrrad kaufen wollen – all diese Aspekte sollten berücksichtigt werden, wenn es darum geht, Ihren persönlichen Bremsbeläge-Fahrrad-Testsieger zu küren. Diese Kriterien werden übrigens auch in verschiedenen Bremsbelag-Tests überprüft.

3.1. Bremsen- und Felgen-Typ

Je nach Bremse werden verschiedene Arten von Bremsbelägen benötigt. Wenn Sie also zur Kategorie „absoluter Radfahr-Neuling“ gehören sollten, empfiehlt sich noch einmal ein Blick auf unsere Typen-Tabelle in Kapitel 2. Zu dem mit Abstand am häufigsten verwendeten Bremsentypus gehören die so genannten V-Brakes, eine Variante der Felgenbremsen. Sollten Sie also Zweifel haben, ob Sie die richtigen Bremsbeläge für Ihr Fahrrad kaufen, achten Sie unbedingt auf die entsprechende Kennzeichnung auf der Packung.

Für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass es sich hierbei um Felgenbremsen handelt, sollten Sie als nächstes das Material Ihrer Felgen bestimmen. Die meisten modernen Felgen werden aus Aluminium hergestellt und einige Hersteller haben sich bei der Produktion ihrer Bremsbeläge auf dieses Metall konzentriert und diese entsprechend optimiert.

3.2. Bremsleistung

bremsbelaege-fahrrad-witterung

Gerade bei schwierigen Witterungsbedingungen ist eine gute Bremsleistung nicht nur notwendig, sondern potenziell lebensrettend.

Die Bremsleistung ist das zentrale Kriterium beim Kauf neuer Bremsbeläge und hier sollten Sie tatsächlich genau auf die Empfehlungen anderer (erfahrener) Radler achten. Manche Bremsbeläge wirken ausgezeichnet bei Trockenheit, aber versagen abrupt bei aufkommender Nässe und starkem Regen.

Neben der Leistung ebenfalls relevant für viele Fahrradbegeisterte ist die Frage nach der entstehenden Geräuschkulisse. Erst bei entsprechender Witterung entstehen Reibe- und Quietschgeräusche und je nach Design sind manche Bremsbeläge schlechter oder besser gegen unangenehme bis störende Geräusche gewappnet.

Der Grund für das Quietschen der Bremsbeläge ist auf die Wechselwirkung von Felge und Bremsschuhen zurückzuführen. Letztere rutschen bei Nässe nicht über die Felge, sondern haften kurzzeitig an ihr und ein hoher Quietschton ist die unmittelbare Folge – vergleichbar mit dem Entlangrutschen eines feuchten Fingers auf glatten Oberflächen.

3.3. Bremskörper

Ein Mittel der Hersteller, die Leistung ihrer Bremsbeläge für Felgenbremsen zu verbessern, ist ihre Form entsprechend anzupassen. Manche Hersteller bieten bspw. gebogene Bremsbeläge an, wodurch diese etwas besser an die Form der Felgen angepasst sind, was zu einer besseren Bremsleistung führen kann (aber nicht muss). Während zudem die meisten Bremsbeläge symmetrisch gestaltet sind, bieten Anbieter (wie bspw. XLC) auch asymmetrische Modelle an. Hier besteht die Grundidee darin, mit einer verbesserten Haftung für eine höhere Bremsleistung zu sorgen.

bremsbelaege-fahrrad-bike-brakes

4. Was sind die besten Pflege- und Reinigungstipps für Bremsbeläge am Fahrrad?

Es gibt einige Grundregeln in Bezug auf Ihre Felgenbremsen und die dazugehörigen Bremsbeläge, die Sie unbedingt beherzigen sollten, um möglichst lange sicher mit Ihrem Rad fahren (und rechtzeitig bremsen) zu können.

bremsbelaege-fahrrad-bremsen-check

Dieser Hinweis darf in keinem Bremsbeläge-Fahrrad-Test fehlen: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Bremsen und Bremsbeläge – bestenfalls einmal pro Monat!

  • Behalten Sie Ihre Felgen im Auge: Je nach Hersteller und Felgentyp gibt es verschiedene Verschleißindikatoren wie Linien oder Punkte, die entweder sichtbar werden oder verschwinden, sobald die so genannten Bremsflanken zu weit abgeschliffen sind. Im Notfall sollten Sie besser das Rad wechseln, um Ihre Sicherheit nicht zu gefährden.
  • Solche Verschleißmarken gibt es auch an den Bremsbelägen selbst. Achten Sie regelmäßig darauf, dass die Beläge dick genug sind und die Felgen auch schnell genug erreichen. Eine möglichst sichere Fahrt und damit Ihre unmittelbare Gesundheit (insbesondere bei nächtlichen Fahrten bei ungünstiger Witterung wie Regen oder Schnee) sollte Ihnen die Investition in gute Bremsbeläge an Ihrem Fahrrad wert sein.
  • Achten Sie neben der Dicke der Bremsbeläge auch auf eventuelle Verschmutzungen, etwa nach einer Fahrt durch schwieriges Terrain oder bei einer Nachtfahrt. Spülen oder spritzen Sie Ihre Bremsbeläge und Felgen besser intensiv mit Wasser ab und lassen diese im Anschluss – wenn möglich – trocknen.

Hier geht es zu unserem Bremsenreiniger-Vergleich.

5. Worauf sollte man beim Bremsen achten?

Die Anwendung folgender Ratschläge ist sinnvoll, wenn Sie einerseits sicher bremsen, aber Ihre Bremsbeläge auch möglichst schonend behandeln wollen:

bremsbelaege-fahrrad-bremsen

Jeder Bremsbeläge-Fahrrad-Test weiß: Nutzen Sie nur im Notfall beide Bremsen an Ihrem Rad gleichzeitig, um ein Verrutschen des Hinterrades zu vermeiden.

  • Grundlegend sollte die Bremse am Vorderrad Vorrang genießen – auch, wenn viele Radfahrer den Gebrauch aus Angst, über den Lenker zu fliegen, scheuen. Der Trick ist, die richtige Dosierung zu erlernen. Gerade, wenn man an den Gebrauch der Hinterradbremse gewöhnt ist, ist die Gefahr groß, bei einer tatsächlichen Notbremsung aus Versehen die vordere Bremse zu betätigen und dann tatsächlich zu stürzen.
  • Die maximale Bremswirkung erreichen Sie, indem Sie die Vorderradbremse so kräftig betätigen, dass das hintere Rad gerade noch nicht abhebt. Sollten Sie zu dem Zeitpunkt auch an der Hinterradbremse ziehen, ist die Gefahr groß, dass das Hinterrad verrutscht.
  • Generell sollten Sie nicht beide Bremsen gleichzeitig benutzen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Falls die Vorderradbremse nicht genug Bremskraft aufweist, um das Hinterrad zum Abheben zu bringen und auch schlechte Witterung (Regen und Schnee) können Grund genug sein, an beiden Bremsen gleichzeitig zu ziehen.

Achtung: Vorsicht geboten ist bei einem Tandem. Fahren Sie hier alleine, sorgt die Traktion (also die ziehende Kraft) dafür, dass die Hinterradbremse quasi ihre Wirkung verliert. Wenn Sie hier also beide Bremsen nutzen, ist die Gefahr sehr groß, dass das Hinterrad ausschert. Das gilt ebenfalls, wenn die hinten fahrende Person ein kleines Kind ist.

6. Bremsen in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVZO)

Der Gesetzgeber ist natürlich ebenfalls um Ihre Sicherheit im Straßenverkehr besorgt und hat die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechend um ein Kapitel zum Bremsen ergänzt:

§ 65 (über) Bremsen besagt, dass auch das Fahrrad über ausreichende Bremsen verfügen muss, die wiederum leicht zu bedienen sein müssen, ohne jedoch Schäden an der Fahrbahn zu verursachen.

 

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Bremsbeläge am Fahrrad

7.1. Was sind die wichtigsten Hersteller und Marken von Bremsbelägen für das Fahrrad?

Zu den wichtigsten Herstellern von Bremsbelägen zählen die folgenden:

  • AWE
  • Shimano
  • XLC
  • Kool-Stop
  • Saccon
  • SwissStop
  • BBB

Zu den eher unbekannteren Herstellern zählen hingegen die folgenden:

  • Point
  • Avid
  • Stroker Ryde
  • Elixir
  • Magura
  • Promax
  • Synchro Arts
  • Trickstuff
  • CON-TEC
  • EBC

7.2. Wie lange halten Bremsbeläge am Fahrrad?

Darauf gibt es (leider) keine pauschale Antwort, denn die Faktoren sind zahlreich:

  • Ihr generelles Bremsverhalten
  • die Straßenbedingungen
  • die Menge an zurückgelegten Kilometern
  • die Witterungsbedingungen
  • die Qualität der Felgen sowie der Bremsschuhe (Bremsbeläge)

Grundlegend kann man sagen, dass Sie bei relativ normalem Fahr- und Bremsverhalten Ihre Bremsbeläge spätestens nach etwa 1.500 bis 1.800 km wechseln sollten.

Wir raten zu einem regelmäßigen Kontrollblick auf Ihre Bremsbeläge – mindestens einmal alle 3 Monate. Sobald Sie Verschleißindikatoren an den Bremsschuhen feststellen, sollten Sie diese in kürzeren Abständen beobachten und schließlich alsbald austauschen.

7.3. Wie wechselt man Bremsbeläge am Fahrrad?

In den folgenden Schritten erklären wir Ihnen, wie Sie die Felgen-Bremsbeläge an Ihrem Fahrrad möglichst effizient wechseln.

bremsbelaege-fahrrad-inbusschluessel

Wenn Sie Ihre Bremsbeläge selber wechseln wollen, benötigen Sie auch einen Inbusschlüssel.

  1. Zunächst benötigen Sie ein Inbusschlüssel-Set sowie die entsprechenden Bremsbeläge vom Hersteller Ihrer Wahl.
  2. Öffnen Sie die Bremse über den Hebel am Bremskörper.
  3. Lösen Sie, wenn nötig, die Schrauben am Bremsschuh (nicht bei allen Modellen sind diese mit Schrauben befestigt).
  4. Üben Sie mit dem Inbusschlüssel von vorne Druck auf den Bremsbelag und drücken Sie ihn nach hinten aus dem Schuh heraus.
  5. Schieben Sie den neuen Belag von hinten in den Bremsschuh. Auf dem neuen Gummi sollte ein Pfeil die Richtung anzeigen.
  6. Ziehen Sie, wenn nötig, die Schrauben wieder fest.
  7. Durch Drehen an der Schraube justieren Sie den richtigen Abstand der Bremsbeläge zur Felge. Sie sollten gerade so viel Platz zwischen beidem lassen, dass sie sich nicht berühren. Voilà!

Falls Sie eher der visuelle Mensch sind, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf das folgende Video zu werfen.

7.4. Gibt es bereits einen Bremsbeläge-Fahrrad-Test für das Fahrrad bei der Stiftung Warentest?

Bisher gibt es noch keinen expliziten Bremsbelag-Fahrrad-Test für Fahrräder bei der Stiftung Warentest, allerdings können wir Ihnen diesen Artikel zur Fahrrad-Saison 2020 sehr ans Herz legen. Es erwarten Sie hier weiterführende Informationen zur Wartung und Pflege Ihres Drahtesels und neben den Bremsen stehen auch andere wichtige Dinge im Blickpunkt, u.a. die richtige Schmierung sowie die korrekte Wartung von Pedalen, Rädern, Reifen, Kette, Lenkung und Licht.

Im Jahr 2016 hat die Stiftung Warentest zudem einen Ratgeber für Fahrradreparaturen auf den Markt gebracht: Das neue Werkstattbuch für Fahrradfahrer. 120 fotografierte Anleitungen von ‚Achter entfernen‘ bis ‚Tretlager austauschen‘.