Das Wichtigste in Kürze
  • Badesalze enthalten wertvolle Mineralstoffe, die die Haut reinigen, straffen und Selbstheilungsprozesse unterstützen können.
  • Basische Badesalze erhöhen den pH-Wert des Wassers und sollen so für einen osmotischen Ausgleich von Wasser und Haut sorgen, durch den Säuren aus der Haut geleitet werden.
  • Badesalz mit Salz aus dem Toten Meer gilt als besonders heilbringend, da das Salz einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen hat.

badesalz test

Was gibt es schöneres, als sich nach einem anstrengenden Tag eine Ruhepause zu gönnen und in einem schönen Vollbad die Seele baumeln zu lassen? Mit dem richtigen Badezusatz kann ein einfaches Bad zu einem luxuriösen Wellness-Erlebnis werden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach aus dem Jahr 2016 gaben über 18 Millionen Deutsche an, Badezusätze zu benutzen.

Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Produkte ist groß. Salzbäder sind dafür bekannt, dass sie nicht nur das Wohlgefühl steigern, sondern ebenso gesund für die Haut sind. Wir haben in unserem Badesalz-Vergleich 2020 einige der beliebtesten Produkte unter die Lupe genommen und verraten Ihnen im Rahmen unserer Kaufberatung, worauf es bei der Auswahl des richtigen Badesalzes ankommt.

1. Reinigen und Pflegen Badesalze die Haut?

Das Tote Meersalzkristalle badesalz

totes meer
Das Tote Meer liegt 427 m unter dem Meeresspiegel und ist der tiefste Punkt der Erde. Es bildet den Rest eines Ozeans, der vor 1,5 Mio. Jahren Teile des heutigen Israels, Jordaniens und des Westjordanlands bedeckte.
Durch das heiße Klima verdunstete das Wasser stetig, während der Salzgehalt immer weiter anstieg.

Mittlerweile liegt er bei 28 %. Heute ist das Tote Meer ein abflussloser See, dessen Existenz durch einen immer weiter sinkenden Wasserspiegel bedroht ist, jedoch jedes Jahr hunderttausende von Touristen anzieht.

Wenn wir von Salz sprechen, meinen wir meist Natriumchlorid – das sogenannte Speisesalz oder Kochsalz. Im weitesten Sinne sind jedoch alle chemischen Verbindungen, die aus Anionen und Kationen bestehen, Salze. Aus diesen wird wiederum durch Reinigung und Raffination das essbare Speisesalz gewonnen.

In Salzen wie Steinsalz oder Meersalz sind jedoch noch weitere, wichtige Spurenelemente enthalten. Zu ihnen gehören beispielsweise Magnesium, Kalium oder Jod. Im Badesalz tun uns diese Spurenelemente gut, denn sie reinigen und pflegen die Haut.

Daher verwenden die meisten Hersteller von Badesalzen bzw. von Badekristallen Stein-, Meersalz oder Salzsole für ihre Produkte. Die verschiedenen Salze unterscheiden sich in erster Linie durch ihre unterschiedliche Gewinnung.

Während Meersalz direkt aus dem Ozean gewonnen wird, wird Steinsalz unter Tage in Salzbergwerken aus Gesteinsschichten (Meerwasser-Ausfällungen aus Urzeiten) abgebaut. Salzsole hingeben wird durch tiefe Bohrungen gewonnen, bei denen Salze aus Gestein mit Wasser unter hohem Druck ausgespült werden.

Vielen Arten und Marken von Badesalz sind darüber hinaus noch Zusatzstoffe wie Öle, Parfüme oder Blüten und Kräuter zugesetzt. Farbstoffe sorgen in manchen Badesalzen dafür, dass das Badewasser eine leichte Färbung bekommt, was für Atmosphäre und Stimmung sorgen soll.

Die Anwendung von Badesalz ist denkbar einfach. Je nach Dosierungsempfehlung des Herstellers wird eine gewisse Menge an Salz ins Badewasser gegeben. Dort löst es sich in der Regel schnell auf und kann seine Heilkraft entfalten.

Bei vielen Badesalz-Tests hat sich gezeigt, dass diese Badezusätze die Haut geschmeidig weich machen, sie reinigen und außerdem die Heilung von Hautkrankheiten begünstigen und beschleunigen können.

Damit Sie das für Sie beste Badesalz aus unserem Badesalz-Vergleich auszuwählen können, möchten wir Ihnen im Folgenden die verschiedenen Typen genauer vorstellen.

2. Vom Wellness- bis hin zum Medizinprodukt: Welche Badesalz-Typen kommen in vielen Tests vor?

2.1. Wellness-Badesalz

badekristalle entspannung

Von Badekristallen bis hin zu Badekonfetti: Badezusätze machen Spaß und sorgen für Ruhe und Entspannung,

Bei der Wahl eines Badesalzes für ein Wellnessbad steht die medizinische Heilwirkung eher im Hintergrund. In erster Linie soll das Badesalz hier für Entspannung oder für die Kreislauf-Stimulation sorgen.

Dies wird durch verschiedene Zusätze von ätherischen Ölen und Duftstoffen erreicht. So wirken Lavendel-Badesalz und Zusätze von Rosmarinöl in der Regel entspannend und beruhigend, während Zitrus-Aromen eher eine erfrischende und anregende Wirkung besitzen.

Wenn Sie es gerne romantisch und verspielt mögen und auf der Suche nach einem besonderen Badeerlebnis sind, werden Sie z.B. bei Badesalzen mit getrockneten Rosenblüten fündig. Blütenblätter im Badesalz verströmen nicht nur einen angenehmen Duft, sondern sorgen zusätzlich auch für einen schönen Effekt im Wasser.

2.2. Medizinisches Badesalz

Meer für Zuhause?salzkristalle badekristalle

Auch wenn es verlockend wäre – Die Verhältnisse an der Nordsee oder gar am Toten Meer lassen sich in den eigenen vier Wänden leider nicht nachbilden. Zwar kann schon ein geringer Salzgehalt helfen, das Hautbild zu verbessern. Mit dem Heileffekt des Meerwassers kann die Badewanne aber nicht mithalten. Zur Veranschaulichung: Um Nordseewasser nachzubilden, müsste man ganze 5 kg Salz ins Salzbad geben; für das Wasser im Toten Meer sogar ganze 50 kg.

Medizinisches Badesalz unterscheidet sich in sofern von anderen Badesalzen, als dass es in erster Linie gegen Hautprobleme wirken soll. Während Badesalz, das für Entspannungsbäder eingesetzt wird, meist ätherische Öle und Zusätze von Aromen beinhaltet, besteht medizinisches Badesalz zu 100 % aus Salz.

Während unterschiedliche Salze für das Badesalz verwendet werden können, finden Sie in Medizinprodukten meist Salz aus dem Toten Meer. Dies hat den Grund, dass Totes-Meer-Badesalz als besonders heilbringend gilt. Im Gegensatz zu anderen Salzen ist der Gehalt an wertvollen Spurenelementen wie Magnesium oder Jod in diesem Salz besonders hoch. Auch ist der Salzgehalt des Toten Meeres um ein Vielfaches höher als in anderen Meeren. So liegt er in der Nordsee bei knapp 3,5 % und ist demnach im Vergleich zum Salzgehalt des Toten Meeres, der bei knapp 30 % liegt, relativ gering. Dennoch nehmen Ärzte an, dass bereits ein Gehalt von 0,9 % positive Auswirkungen auf unseren Körper hat (Ein Vollbad mit 1 kg Salz entspricht ungefähr einem Salzgehalt von 1%).

badekristalle gruenDarüber hinaus lassen sich die Bedingungen am Salzmeer nicht mit dem Wasser in der heimischen Badewanne vergleichen. Der therapeutische Effekt des Badens im Meer liegt nämlich nicht allein im Salz begründet. Tatsächlich ist es die Kombination aus Licht bzw. aus UV-Strahlung und Salz, die den Unterschied macht. Durch das Salz können die UV-Strahlen bis in sehr tief gelegene Hautschichten vordringen und können dort die Heilungsprozesse von Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis begünstigen.

Daher gilt: Erwarten Sie vom Badesalz keine Wunder. Zwar können durchaus Effekte wie eine gesündere Haut erzielt werden, jedoch lässt sich das Baden daheim nicht mit einer medizinischen Kur am Meer vergleichen.

2.3. Basisches Badesalz

saeure-basen-haushalt

Den Körper entschlacken und entsäueren: Viele schwören auf sogenannte Basenbäder.

Ein Salzbad mit basischem Badesalz soll sich positiv auf die Säure-Basen-Balance im menschlichen Körper auswirken. Laut der Natur- und alternativen Heilmedizin lagern sich als Folge von ungesunden Lebensmitteln wie Fast Food, Alkohol, Nikotin und zu viel Fleisch Säuren in unserem Bindegewebe ab, die unseren Körper nach einer gewissen Zeit ″übersäuern″ sollen. In Folge dessen könnten, laut Verfechter dieser Theorie, wiederum viele Krankheiten wie Allergien, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder gar Krebs ausgelöst werden.

Basische Bäder sollen dieses Ungleichgewicht im Körper wieder ins Lot bringen. Das spezielle Badesalz – auch ″Basensalz″ genannt – enthält neben dem basischen Salz noch weitere Zusatzstoffe wie beispielsweise Natron. Dieses sorgt dafür, dass der pH-Wert des Badewassers erhöht wird (normales Trinkwasser hat einen pH-Wert von 7,0 – 8,5). Durch Osmose sollen nun die im Körper enthaltenen Säuren ausgeschwemmt werden.

So funktioniert Osmose: Die Physik besagt, dass zwei unterschiedlich hohe pH-Werte auf jeweils einer Seite einer durchlässigen Membran stets dazu neigen, die verschiedenen Werte auszugleichen und sich somit zu neutralisieren.

Bei einem Basenbad sollen die Säuren im Körper durch den Ausgleich von der Säure und der Lauge im Badewasser aus der Haut austreten. Dadurch soll die Haut nicht nur entsäuert, sondern gleichzeitig auch gereinigt werden.

Achtung: Die Schulmedizin steht der Theorie zum Säure-Basen-Haushalt im menschlichen Körper sehr kritisch gegenüber. Bislang konnte diese nämlich in keiner seriösen wissenschaftlichen Studie gänzlich bewiesen werden.

3. Die vielfältige Welt der Badezusätze: Was sind die Alternativen zum Badesalz?

Badesalz hat einen hautpflegenden Effekt und kann eine wahre Quelle der Entspannung sein. Doch gibt es darüber hinaus noch viele weitere Zusätze, die Ihnen das Badeerlebnis auf vielfältige Art versüßen können. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige weitere beliebte Badezusätze vor.

Badezusatz Beschreibung
Badeöl
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Badeöle beinhalten in der Regel eine oder mehrere Sorten an ätherischen Ölen und sind in nahezu jeder erdenklichen Duftrichtung zu finden. Sie lösen sich im Wasser nicht komplett auf, sondern bilden einen schlierigen Film im Wasser.

  • dienen in erster Linie zur Entspannung
  • können auch eine anregende Wirkung haben
  • sind feuchtigkeitsspendend
  • pflegen die Haut
  • häufig auch in Badeperlen oder Badekugeln enthalten

Nach der Verwendung von Badeperlen und Badekugeln bleibt oft ein dünner, schmieriger Film in der Badewanne zurück. Daher sollten Sie diese nach dem Baden gründlich reinigen, da sonst Rutschgefahr besteht.

Badeschaum
badeschaum
Schaumbäder bieten in erster Linie und vor allem für Kinder einen hohen Spaßfaktor beim Baden. Es ist wichtig, den Badeschaum bereits während des Einfüllens des Badewassers hinzuzufügen. So kann sich während des Einlaufens der Schaum bilden. Auch Schaumbäder gibt es in sämtlichen Duftrichtungen.

Badeschaum enthält häufig [tooltip text=“Chemische Substanzen, die die Oberflächenspannung zwischen zwei Stoffen senken, um so eine Vermischung zu erleichtern bzw. zu ermöglichen“]Tenside[/tooltip], die die Haut austrocknen können. Daher sollten Sie Schaumbäder nicht zu häufig genießen!

Badebombe
badebombe
Badebomben werden vor oder während des Badens in die mit Wasser gefüllte Badewanne geworfen. Dort sprudeln sie so lange, bis sie sich aufgelöst haben.

  • haben einen hohen Spaßfaktor
  • sind optisch sehr ansprechend
  • pflegen die Haut
  • verströmen angenehmen Duft

 

Badepraline
badepraline
Badepralinen funktionieren im Prinzip wie Badebomben. Allerdings sind sie wesentlich kleiner und häufig filigraner gestaltet. Sie sehen echten Pralinen meist zum Verwechseln ähnlich und stellen auf Grund ihrer schönen Optik ein schönes Geschenk oder Mitbringsel dar.

Sie sehen: Die Auswahl an Badezusätzen ist groß. Das Badesalz hat sich im Vergleich zu anderen Kategorien von Zusätzen jedoch als besonders günstig erwiesen, da es einige wesentliche Vorteile bietet, die wir Ihnen in der folgenden Übersicht noch einmal kurz vor Augen führen möchten:

  • hilft bei Hautproblemen
  • ist leicht selbst herzustellen
  • beinhaltet meist weniger Inhaltsstoffe
  • ist meist verträglicher als andere Badezusätze
  • schäumt nicht
  • geringerer Spaßfaktor

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Badesalz

4.1. Kann man Badesalz selber machen?

badesalz selbst machen

Es muss nicht immer ein Badesalz von Kneipp oder anderen bekannten Marken sein: Badekristalle können sie auch kinderleicht selbst herstellen.

Wenn Sie kein Badesalz kaufen bzw. sich kein Badesalz bestellen möchten, können Sie mit nur wenigen Zutaten günstiges Badesalz selbst herstellen. Hierbei sind Ihrer Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Alles, was Sie dafür benötigen, sind Salz, ein ätherisches Öl und ggf. noch getrocknete Blüten, Kräuter und Lebensmittelfarbe. Und so einfach geht es:

Füllen Sie drei Tassen Salz in eine Schüssel. Am besten eignen sich hierfür (Totes-)Meersalz, Steinsalz oder Himalajasalz. Wenn Sie möchten, können Sie auch verschiedene Salzsorten ganz nach Belieben mischen. Hierzu geben sie anschließend ca. 15 – 20 Tropfen eines ätherischen Öls Ihrer Wahl. Gut eignen sich z.B. Rosenöl, Lavendelöl oder auch Zitronen- oder Orangenöl.

Mischen Sie alles gut durch und geben Sie – sofern Sie wünschen – die Blütenblätter und einige Tropfen flüssige Farbe zum Färben hinzu. Fertig ist Ihr ganz individuelles Badesalz! Wir wünschen angenehme Entspannung!

Tipp: In ein edles Glas gefüllt, eignen sich selbstgemachte Badesalze auch hervorragend als Präsent.

wellness im wasser
4.2. Badesalz-Test: Das sagen Stiftung Warentest und co.

Die Stiftung Warentest hatte bislang noch kein Badesalz- oder Basenbad im Test und noch kein Produkt zum Badesalz-Testsieger gekürt.

Im Jahrbuch 2010 der Ökotest wurden jedoch 20 Badezusätze untersucht, darunter vier Naturkosmetik-Produkte, zwei Badesalze und 14 weitere Zusätze wie Badetabletten und Milchbäder. Im Test schnitten die Badesalze sehr gut ab. Im Gegensatz zu vielen anderen der getesteten Badezusätze enthielten diese nämlich keinerlei PEG-Derivate, d.h. keine chemische Molekühlverbindungen, die häufig als Emulgatoren eingesetzt werden und in Verruf stehen, Allergien auszulösen und die Haut durchlässiger für Schadstoffe zu machen.

4.3. Eignen sich Bäder mit Badesalz für Kinder?

badezusaetze kinder

Während ältere Kinder problemlos mit Badesalz baden können, sollten Sie bei sehr kleinen Kindern darauf verzichten.

Generell sollten Sie sehr kleine Kinder unter drei Jahren nicht im Wasser mit Badesalz baden. Dies liegt daran, dass sie Badewasser leicht schlucken können und selbst schon eine kleine Menge an Salz bei kleinen Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Für ältere Kinder stellt Badesalz jedoch kein Problem dar – im Gegenteil: Gerade bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, die insbesondere viele jüngere Menschen plagen, kann Badesalz der Haut sehr gut tun.

4.4. Wo liegt die optimale Temperatur von Badewasser?

Ein Entspannungsbad sollte nicht heißer als 36 – 38 Grad Celsius sein. Eine höhere Temperatur kann sehr belastend für Ihr Herz-Kreislaufsystem sein. Darüber hinaus wird der Haut mehr Wasser entzogen, je höher die Badetemperatur ist. Soll das Bad jedoch für Frische sorgen und Ihnen einen Energieschub verleihen, so empfiehlt sich eine kühlere Wassertemperatur. Diese sollte jedoch nicht unter 15 Grad Celsius liegen.