Das Wichtigste in Kürze
  • Welches 2-Takt-Öl Sie benötigen, hängt hauptsächlich vom Verwendungszweck ab.

1. Welche Arten von 2-Takt-Motorölen gibt es?

2-Takt-Öl lässt sich zunächst in drei Arten unterteilen: mineralisches, teilsynthetisches und vollsynthetisches Öl. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist mineralisches 2-Takt-Öl das Öl in seiner natürlichsten Form. Es besteht aus reinem Erdöl ohne Additive und ist deshalb auch das günstigste 2-Takt-Öl. Wegen seiner vergleichsweise schwachen Schmierleistung und der insgesamt eher unsauberen Verbrennung wird es kaum noch eingesetzt. Bei manchen Motoren, wie zum Beispiel denen von Oldtimern, kann jedoch nur mineralisches Öl verwendet werden.

Teilsynthetisches 2-Takt-Öl wird zum Teil aus synthetischen Grundölen hergestellt. Es enthält Additive, die die Schmierleistung und Hitzefestigkeit verbessern und die Rauch- und Rußbildung verringern. Das macht es zu einem guten Öl für die meisten 2-Takt-Motoren. Es verbrennt rückstandsarm und hält den Motor sauber, weshalb es besonders gerne als 2-Takt-Öl für Roller oder Mopeds verwendet wird.

Vollsynthetisches 2-Takt-Öl ist Motoröl der Extraklasse. Es wird vollständig aus synthetischen Grundölen hergestellt und enthält viele Additive zur Leistungs- und Qualitätsverbesserung. Optimale Schmierleistung, sehr geringe Rauch- und Rußbildung sowie ein wundervoll gepflegter Motor sind nur einige der Vorteile. Dies heißt allerdings nicht, dass Sie vollsynthetisches 2-Takt-Öl kaufen müssen, um Ihrem Motor das Beste zu bieten. Teilsynthetisches Öl reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Bei besonders leistungsstarken Motoren, zum Beispiel von Motocross-Motorrädern, kann jedoch nicht darauf verzichtet werden, da vollsynthetisches Öl wesentlich höheren Temperaturen und Drehzahlen standhält als die anderen Arten.

2. Was bedeuten die Spezifikationen und Freigaben bei 2-Takt-Motorölen?

Es gibt verschiedene internationale Organisationen, die die Qualität und Verwendbarkeit von 2-Takt-Ölen in Tests untersucht und bewertet haben. Dazu gehören die API-Norm (American Petroleum Institute), die ISO-Norm (Internationale Organisation für Normung) und die JASO-Norm (Japanese Automotive Standards Organisation). Die API-Norm bewertet 2-Takt-Motoröle nach API TA bis API TC. API TA bedeutet, dass das Öl für Mopeds verwendet werden kann. Auf der höchsten Stufe API TC lässt sich das Öl in Hochleistungsmotoren einsetzen. Wie im 2-Takt-Öl-Vergleich auffällt, schneiden hier alle Öle gleich gut ab.
Ähnlich verhält es sich mit der ISO-Norm. Auch dort steht der letzte Buchstabe für die Qualität. Diese wird an den Betriebsbedingungen gemessen.
Die JASO-Norm sagt im Grunde das Gleiche aus wie die ISO-Norm. Der letzte Buchstabe dient hier ebenfalls als Orientierungspunkt.

Die Spezifikationen und Freigaben sollen dabei helfen, herauszufinden, wie gut ein 2-Takt-Öl für einen bestimmten Motor geeignet ist. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch immer den Hersteller des Motors kontaktieren und erfragen, welches Öl in Ihren Motor muss. Gerade bei Diesel-Motoren sollten Sie aufpassen. Im Internet ist die Frage, ob 2-Takt-Öl in einen Diesel-Motor gegeben werden kann, stark umstritten und es finden sich kaum handfeste Informationen.

3. Wie lagere ich 2-Takt-Motoröle am besten?

Wenn Sie das Öl nur selten brauchen, aber dennoch mit einem großen Kanister Geld sparen und die Umwelt schützen wollen, sollten Sie auf eine sachgemäße Lagerung achten. 2-Takt-Öl hält sich ungefähr 3 bis 5 Jahre, sollte aber vor UV-Strahlung und zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen geschützt sein.

Unabhängig von der Art des Öls, den Spezifikationen und Freigaben geben die Hersteller Informationen darüber, für welche Motorkühlung sowie -Schmierung das Öl geeignet ist. Die besten 2-Takt-Öle sind für alle Motoren geeignet. Auch ein empfohlenes Mischungsverhältnis wird angegeben. Sie müssen 2-Takt-Öl immer unter Kraftstoff mischen. Das Mischungsverhältnis hängt jedoch stark von dem Motor ab und sollte ebenfalls erfragt werden.

2-Takt-Öl Test