Vorteile
- große Brühkapazität
- patentierter, einzigartiger Dauerfilter aus Glas
Nachteile
- keine Hitzeregulierung möglich
In Deutschland war Vakuum-Kaffee früher weit verbreitet. Der Name des bahnbrechenden Modells „Sintrax“ (1926) von der Glaswarenfirma Schott aus Jena war damals die gebräuchlichen Bezeichnung von Vakuum-Kaffeemaschinen. Nachdem neue Formen der Kaffeezubereitung wie beispielsweise der Handfilter oder der italienische Espresso aufkamen, gerieten Vakuum-Maschinen bis zuletzt in Vergessenheit.
Neuerdings rückt die altbewährte Vakuum-Methode aber wieder ins Rampenlicht. Sie steht für Entschleunigung und die hingebungsvolle Zubereitung des Lieblingsgetränks der Deutschen und rückt den Zubereitungsprozess als Teil eines holistischen Kaffeerituals wieder mehr in den Fokus.
Nicht nur, dass das Kaffeekochen damit zur Augenweide wird, sondern auch aus brühmethodischer Sicht gibt es nennenswerte Vorteile, die dafür sprechen, einen Vakuum-Kaffeebereiter zu kaufen. Bei sachgemäßer Anwendung ist, den besten Vakuum-Kaffeebereiter-Tests im Internet zur Folge, kaum Überextraktion möglich. Das heißt, dass der Kaffee nicht unangenehm bitter wird und nur die erwünschten Aromastoffe gelöst werden.
Der Vergleich von Vakuum-Kaffeebereitern zeigt, dass alle Modelle nüchtern betrachtet aus zwei Kolben und einem Steigrohr bestehen. Im Idealfall bestehen alle Bauteile aus hitzebständigem Glas, z. B. aus Borosilikatglas. Des Weiteren werden noch eine Hitzequelle und ein Filter benötigt. Letztere bestehen in den meisten Fällen entweder aus Baumwolle oder Metall, seltener aus Papier. Bauwoll- und Metallfilter sind wiederverwendbar, Papierfilter hingegen nicht.
Die Funktionsweise beruht auf einem einfachen physikalischen Prinzip und gestaltet sich ähnlich wie bei der weitverbreiteten Bialetti-Caffetiera-Herdkanne, bei der das Brühwasser von unten durch den darüber liegenden Kaffee geleitet wird. Zu Beginn bedarf es einer Hitzequelle, die das Wasser im unteren Glaskolben erhitzt und dabei einen Überdruck erzeugt. Der entstehende Wasserdampf beginnt durch das Steigrohr in den oberen Kolben zu wandern, in dem der gemahlene Kaffee bereits auf sein heißes Bad wartet. Kaffee und Wasser mischen sich, wobei gelegentliches Umrühren für eine homogene Extraktion sorgt.
Je nach gewünschter Intensität, aber mindestens für etwa eine Minute lässt man den Kaffee ziehen. Anschließend wird die Hitzequelle entfernt bzw. ausgeschaltet, wodurch im unteren Kolben Unterdruck erzeugt wird. Folglich wird der Kaffee durch den am Steigrohr angebrachten Filter gesaugt. Übrig bleibt der servierbereite Kaffee.
Tipp: Diverse Online-Tests von Vakuum-Kaffeebereitern zeigen, dass es sich lohnt, das Wasser vorzukochen, bevor man es in den unteren Kolben gibt. Das beschleunigt den Brühprozess und spart Strom bzw. Brennflüssigkeit.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen, die sich aber lediglich in der Art der verwendeten Hitzequelle unterscheiden. Die klassischen Vakuum-Bereiter werden mittels einer offenen Flamme betrieben. Als Brennstoff dient hierbei meist Gas oder Brennspiritus, wie beispielsweise bei den Vakuum-Kaffeebereitern von HARIO oder CADMUS. Auch die besonders edlen, belgischen Kaffeemaschinen werden mit einer Flamme betrieben. Ihr Aufbau unterscheidet sich etwas, die grundlegende Funktionsweise bleibt aber die gleiche.
Das gilt ebenso für die elektrischen Vakuum-Kaffeebreiter wie den Bodum PEBO oder das Modell von YUCHENGTECH. Hierbei erhitzt eine Heizplatte das Wasser und startet somit den Brühprozess. Ein maßgeblicher Vorteil von elektrisch betriebenen Geräten ist oft eine integrierte Warmhaltefunktion, die den Kaffee nach Abschluss des Brühvorgangs auf Temperatur hält. Aber auch regulierbare Gas- oder Spiritusbrenner wie beispielsweise der Bodum-Vakuum-Kaffeebreiter mit Korkgriff haben diese Möglichkeit. Hierbei gilt lediglich zu beachten, dass sich bei mit offener Flamme betriebenen Geräten gegebenenfalls Rußrückstände am unteren Glaskolben bilden können, die aber mit heißem Wasser oder bei starker Rußbildung mit einem Kaminglasreiniger entfernt werden können.
Zusammenfassend kann man sagen, dass elektrische Modelle etwas weniger spektakulär als die klassischen Exemplare mit offener Flamme wirken, dafür aber eine etwas leichtere Handhabung und oft sogar Zusatzfunktionen mitbringen.

Vakuum-Kaffeebereiter sind durch ihre Konstruktion aus Glas und offenen Flammen potenziell empfindlich und erfordern eine sorgfältige Handhabung. Achten Sie daher auf stabile Standfüße, hitzebeständige Griffe und eine sichere Platzierung auf einer ebenen Fläche. Elektrische Modelle bieten hier oft zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie automatische Abschaltung und integrierte Warmhaltefunktionen.
Auch die Reinigung und Pflege spielt eine wichtige Rolle: Glas- und Metallteile lassen sich meist leicht abspülen, Baumwollfilter sollten regelmäßig ausgekocht werden, Papierfilter hingegen sind Einwegartikel. Abnehmbare Manschetten und Filter erleichtern die Reinigung zusätzlich. Ein Praxistipp aus Tests ist, das Wasser vorab zu erhitzen, um den Brühprozess zu beschleunigen und zugleich den Reinigungsaufwand zu reduzieren.
Die Kapazität eines Vakuum-Kaffeebereiters ist ein zentraler Faktor für die Alltagstauglichkeit. Modelle fassen zwischen 2 und 8 Tassen, daher sollten Sie überlegen, wie viele Portionen Sie regelmäßig zubereiten möchten. Für Haushalte mit mehreren Kaffeetrinkern oder Gäste eignet sich ein Gerät mit größerer Kapazität, während kleine Modelle für Einzelpersonen ideal sind.
Die Filterwahl beeinflusst den Geschmack: Metall- oder Baumwollfilter sorgen für einen klaren, aromatischen Kaffee, Papierfilter liefern besonders sauberen Geschmack. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, greift zu wiederverwendbaren Filtern. Gleichzeitig können unterschiedliche Mahlgrade getestet werden, um die Stärke und Klarheit des Kaffees individuell anzupassen.
Nicht zuletzt spielen auch das Design und der Ritualfaktor eine Rolle: Vakuum-Kaffeebereiter sind oft optisch ansprechend und machen den Brühprozess selbst zu einem Erlebnis. Das Beobachten des aufsteigenden Wassers und das Umrühren werden so Teil eines bewussten Kaffeerituals, das die Zubereitung zu einem besonderen Moment macht.
In diesem YouTube-Video stellen wir den Hario TCA-5 Coffee Syphon vor, einen einzigartigen Vacuumkaffeebereiter, der das Kaffeekochen auf eine ganz neue Art und Weise ermöglicht. Mit seiner edlen Glasoptik, hochwertigem Edelstahlfilter und präziser Wassertemperaturkontrolle zaubert dieses Gerät perfekten Kaffee mit einer intensiven Aromaentwicklung. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Kaffeekochens mit dem Hario TCA-5 Coffee Syphon!
In diesem Video zeigen wir Ihnen die faszinierende Kaffeezubereitung mit dem Hario Syphon, einem Vakuum-Kaffeebereiter! Tauchen Sie ein in die Welt des Kaffeegenusses und erleben Sie, wie der Syphon eine perfekte Balance zwischen Extraktionsqualität und Ästhetik bietet. Lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie diesen einzigartigen Zubereitungsprozess beherrschen und Ihre Gäste mit einem exquisiten Kaffeeerlebnis beeindrucken können.
In diesem Youtube-Video wird ein Vakuum-Kaffeebereiter vorgestellt. Der Moderator erklärt ausführlich, wie der Kaffeebereiter funktioniert und wie man ihn benutzt. Außerdem zeigt er verschiedene Tipps und Tricks, um den perfekten Kaffee mit dem Vakuum-Verfahren zuzubereiten.

Julia berät das Vergleich.org-Team seit 2024 bei allen Themen rund um Kaffee, Kaffeemaschinen, Zubereitung und Zubehör. Als Expertin mit dem Blog Jules' Coffee Blog teilt sie seit 2020 ihr Wissen mit ihren Lesern.
Ihr Kaffeewissen hat sie sich vor allem im Selbststudium angeeignet und durch die Interviews für den Blog. Julia hat aber auch viele Veranstaltungen und Seminare zum Thema besucht, z.B. eine Latte-Art-Schulung bei der Rösterei Heilandt und eine Sensorik-Schulung der Specialty Coffee Association bei der Bonner Kaffeeschule.
Wenn sie nicht über Kaffee schreibt, kann sie sich mit ihren Freundinnen stundenlang über die gemeinsamen Disney-Lieblingsfilme (insbesondere aus den 90ern) unterhalten.
Der Vakuum-Kaffeebereiter-Vergleich ist aus unserer Sicht besonders empfehlenswert für Kaffeetrinker.

Seit 2025 schreibe ich bei Vergleich.org über Themen rund um den Haushalt – mit besonderem Augenmerk auf Küchenzubehör. Egal, wohin wir ziehen: Der Haushalt ist das Einzige, was uns definitiv für immer begleitet. Ob in einer Wohnung oder im Eigenheim, ob im Ausland, als Single, in der WG oder mit Familie – ich habe viele Wohn- und Lebensformen selbst erlebt. Genau aus dieser Erfahrung heraus berichte ich über Produkte und Lösungen, die den Alltag erleichtern und praktische Helfer für Küche und Haushalt bieten.
Der Vakuum-Kaffeebereiter-Vergleich ist aus unserer Sicht besonders empfehlenswert für Kaffeetrinker.
Position | Modell | Preis | Maximale Brühkapazität | Wärmeisolierter Griff | Lieferzeit | Angebote |
|---|---|---|---|---|---|---|
Platz 1 | CONA Vakuum-Kaffeebereiter | ca. 249 € | 1.140 ml | aus Bakelit | ||
Platz 2 | Bodum Mocca Vakuum-Kaffeebereiter K11863-109 | ca. 183 € | 500 ml | aus Kork | ||
Platz 3 | Diguo HJ Vakuum-Kaffeebereiter | ca. 508 € | 500 ml | nicht relevant | ||
Platz 4 | HARIO NXA-5 | ca. 148 € | 600 ml | aus Gummi | ||
Platz 5 | HARIO Vakuum-Kaffeebereiter | ca. 103 € | 600 ml | aus Silikon |
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Hallo,
kann ich jeden x-beliebigen Kaffee damit zubereiten?
Hallo Jimmy Hoffmann,
vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Vakuum-Kaffeebereiter-Vergleich.
Obwohl das Brühprinzip teilweise ähnlich zum Espressokocher ist, mit dem traditionell Espressoröstungen zubereitet werden, zählen die Vakuum-Kaffeemaschinen aufgrund ihrer filtrierenden Eigenschaft zu den Brüh- und Filterkaffees. Daher empfehlen sich tendenziell eher hellere Filterröstungen mit hohem Arabica-Anteil.
Wie bei jeder Zubereitungsform ist außerdem der Mahlgrad entscheidend. Sie sollten einen mittleren bis mittel-feinen Grad wählen, der etwas gröber als Espresso- und feiner als Handfiltermahlgrad ist, damit der Kaffee am Ende „sauber“ ist, aber gleichzeitig die erwünschten Aromastoffe bestmöglich extrahiert werden können.
Passend zum entschleunigenden Moment von Kaffee-Siphons empfiehlt sich die Verwendung einer Hand-Kaffeemühle, mit der Sie den Mahlgrad passgenau einstellen können. Was die Dosierung betrifft, sind ca. 6 g Kaffee auf 100 ml Wasser ein guter Anhaltspunkt, von dem aus Sie je nach gewünschter Intensität hoch- oder runterjustieren können.
Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.
Viel Spaß beim Kaffeemachen und -trinken!
Ihr Vergleich.org-Team