Das Wichtigste in Kürze
  • Während für kleine Balkone und ebene Flächen bereits vorgefertigte Dielenfliesen verwendet werden können, benötigen Sie für größere Holz-Terrassen klassische Dielenbretter, die an einer Unterkonstruktion befestigt werden sollten.
  • Wählen Sie zwischen Naturhölzern wie Bambus oder Teak und einem WPC-Stoffgemisch aus Terrassenholz und Kunststoff. Echtholz hat eine hochwertige Optik, WPC-Stoffgemisch lässt sich viel leichter pflegen und ist lange haltbar.
  • Je enger die Rillen der Drainage zwischen den Terrassendielen werden, umso besser. Das macht das Brett rutschfest, sodass niemand ausgleitet. Außerdem sorgt es dafür, dass eventuelles Regenwasser abfließen kann.

Terrassendielen Test

Die schönen Sommerabende in Deutschland und Österreich lassen sich am schönsten auf der eigenen Terrasse genießen. Ganz besonders für Heimwerker ist der Bau der eigenen Terrasse sehr verlockend, weil der Prozess nicht schwer ist und sich mit relativ wenig Aufwand bewerkstelligen lässt.

Doch die Auswahl des Terrassenmaterials stellt viele Heimwerkerinnen und Heimwerker vor Probleme. Für welches Material sollten sie sich entscheiden? Welche Dielen sind am haltbarsten? Und welches Material macht die wenigste Arbeit? All diese Fragen beantworten wir Ihnen gern in der Kaufberatung zum großen Terrassendielen-Vergleich 2020 von Vergleich.org.

1. Klassische Terrassendielen oder Dielenfliesen?

Terrassendielen ohne Unterkonstruktion

Neben den klassischen Terrassendielen, bei denen es sich um einfache Dielenbretter in einer bestimmten Länge handelt, gibt es Terrassenfliesen, die aus bereits zugeschnittenen Dielenteilen bestehen. Diese Terrassenfliesen (oder auch Dielenfliesen) eignen sich hervorragend für das Terrassendielen-Verlegen auf relativ kleinen Flächen wie Balkonen und kleinen Terrassen. Der große Vorteil dieser Fliesen ist, dass die Dielenzuschnitte bereits auf einem Kunststoffgerüst fixiert sind, sodass auf die Installation einer Unterkonstruktion verzichtet werden kann, die bei klassischen Dielenbrettern zwangsläufig erforderlich ist.

Außerdem lässt sich die Installation dieser Dielenfliesen leicht und komplett ohne Werkzeug bewerkstelligen. Die vormontierten Unterkonstruktionen verfügen in den meisten Fällen über Clicksysteme, mit denen sich die einzelnen Fliesen leicht zusammenstecken lassen. Der größte Nachteil ist, dass die Holzfliesen nicht geeignet sind, wenn Sie eine große Holz-Terrasse selber bauen möchten. Eine beste Terrassendielen-Art lässt sich nicht festlegen, da jeder Typ seine eigenen individuellen Vor- und Nachteile hat. Im Folgenden finden Sie diese übersichtlich aufgelistet.

Vor und Nachteile von Dielenfliesen gegenüber Dielenbrettern:

  • Installation ohne Werkzeug möglich
  • kein Unterbau erforderlich
  • geringere Stabilität
  • nicht für große Terrassenflächen geeignet

Eine Unterkonstruktion wird nur beim Verlegen klassischer Terrassendielen benötigt. Im Grunde genommen handelt es sich dabei lediglich um mehrere Lagerhölzer, die verhindern sollen, dass die Terrassendielen direkt auf dem Erdboden aufliegen. Auch geringfügige Unebenheiten im Gelände können auf diese Weise ausgeglichen werden. Eine Unterkonstruktion wird allerdings nur bei der Verschraubung von klassischen Dielenbrettern benötigt. Bei Terrassenfliesen ist der Unterbau beispielsweise schon mit verbaut und die Installation eines zusätzlichen Unterbaus ist nicht notwendig.

Vergleich.org-Tipp: Terrassen sollten immer ein Gefälle von mindestens 2 Prozent haben, damit das Regenwasser ordentlich abfließen kann.

2. Haben Naturhölzer ein sehr hochwertiges Aussehen?

Bambus: Die grüne Lunge der Erde

Bambus gehört in die Kategorie der Süßgräser. Aufgrund seines enorm schnellen Wachstums wurde schnell sein Potenzial als Baustoff entdeckt. Die größten Bambusarten können bis zu 40 Meter hohe Halme entwickeln. Dabei weisen einige Typen von Bambus eine enorm hohe Wachstumsrate auf. Diese Halme können je nach Umweltbedingungen um bis zu einem halben Meter pro Tag wachsen.

Durch die hohe Aufnahmefähigkeit für Kohlenstoffdioxid ist der Bambus außerdem ein enorm wichtiger Bestandteil bei der Luftsäuberung und der Herstellung von Sauerstoff durch Fotosynthese. Der Bambus gehört außerdem in die Bangkirai-Kategorie, die einen großen Sammelbegriff für asiatische Hölzer darstellt.Bambuspflanze Baustoff

Die Hersteller von Holzdielen verwenden ganz unterschiedliche Rohstoffe bei der Manufaktur ihrer Produkte. Dazu gehören beispielsweise Naturhölzer wie Lärchenholz oder Teakholz. Auch Bambus- und Cumaruholz sind wegen ihrer Beschaffenheit ein sehr beliebter Baustoff für Terrassen. Zusätzlich werden häufig sogenannte „holzähnliche Substanzen“ beim Bau von Terrassen verwendet. Dazu gehört beispielsweise der Verbundstoff WPC, der auf Holz basiert, welcher allerdings mit Kunststoff vermischt wurde.

Naturhölzer zeichnen sich durch ein besonders hochwertiges Aussehen und ein authentisches Holzgefühl aus. Zudem bestehen die Terrassendielen aus 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen, was die Umweltfreundlichkeit enorm erhöht. Ein Nachteil ist, dass Terrassen aus Naturhölzern nicht sonderlich gut für das barfüßige Betreten geeignet sind, da sich immer kleine Splitter bilden können. Aus diesem Grund müssen Naturholz-Terrassen regelmäßig mit Terrassenöl behandelt werden, damit das Holz nicht ausgraut und Spuren von Abnutzung zeigt. So werden gleichzeitig dem Entstehen von Holzsplittern und Schimmel vorgebeugt.

Bambus ist schon lange ein sehr beliebter Baustoff. Auch dieser Stoff gehört zu den Naturhölzern. Das im Gegensatz zu Massivholz sehr leichte Material ist überraschend widerstandsfähig und stabil. Durch die hohe Zellendichte des Stoffes ist die Oberfläche von Bambusholz sehr hart, wodurch das Holz nicht so empfindlich gegen Wasser und Feuchtigkeit ist und sich zudem leichter reinigen lässt.

Auch WPC-Verbundstoffe sind äußerst beliebt bei der Produktion von Terrassendielen. Bei dem Material handelt es sich um ein Stoffgemisch auf Holzbasis, welches auch Kunststoffe enthält. Dadurch sind die WPC-Dielen leicht zu reinigen und unempfindlicher gegen Wasser.

Durch die Verwendung von Kunststoffen ist der Stoff allerdings nicht so umweltfreundlich, weil er auf Erdöl-Basis produziert wird. Nachdem Sie sich für das Material entschieden haben, können Sie zwischen verschiedenen Farben wählen. Neben verschiedenen Holzfarben haben Sie auch die Möglichkeit, aus verschiedenen Grau- und Anthrazit-Tönen zu wählen. Achten Sie vor allem auf die Umgebung und dass sich die Farbe in die Gesamterscheinung des Hauses einfügt.

3. Ist Bambus das umweltfreundlichste Material für Holzdielen?

Bambus ist als Baumaterial sehr beliebt

Die Umweltfreundlichkeit von Terrassendielen ist ein wichtiges Kriterium, auf das Sie vielen Terrassendielen-Tests zufolge großen Wert legen sollten. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

Zum einen sollte das Material bewertet werden, das zur Produktion der Terrassenbretter verwendet wurde. Natürliche Rohstoffe sind grundsätzlich besser, weil im Zuge der Herstellung keine Kunststoffe verwendet wurden. Von den natürlichen Rohstoffen ist Bambus das mit Abstand umweltfreundlichste Material für Terrassenbretter, da die Pflanzen ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff sind.

Der zweite Gesichtspunkt ist die Recyclebarkeit. Auch hier gilt, dass Naturrohstoffe deutlich leichter wiederverwertet werden können. Vergleich.org empfiehlt also, zu Terrassendielenbrettern aus Naturholz zu greifen.

4. Lassen Drainagen Wasser abfließen und machen die Dielen rutschfester?

Als Drainage werden bei Terrassendielen die kleinen Holzrillen bezeichnet, die in die Dielen hineingefräst wurden. Sie dienen zur besseren Entwässerung. So wird verhindert, dass sich auf dem Holz beim direkten Wasserkontakt Pfützen bilden. Die Feuchtigkeit kann nicht so leicht ins Holz eindringen, was die Gefahr der Schimmelbildung exponentiell erhöhen würde. Außerdem macht eine gute Drainage die Dielen rutschsicherer und verringert damit die Unfallgefahr. Unser Vergleich.org-Tipp: je enger die Drainage ist, umso besser. Wenn sich viele Rillen im Holz befinden, bieten die Dielen mehr Halt und die Schimmelgefahr durch eindringende Feuchtigkeit wird stark verringert, weil das Wasser besser ablaufen kann.

Terrassenbretter mit Drainage Terrassenbretter ohne Drainage
terassendiele Holzdiele ohne Riffel

5. Das sollten Sie vor der Bestellung beachten

Wenn Sie nun Ihren persönlichen Terrassendielen-Testsieger gefunden haben, geht es an die Einzelheiten Ihrer Bestellung. Bevor Sie beim Hersteller oder in einem Baumarkt wie bei Bauhaus Ihre Order aufgeben und einen Posten Terrassendielen kaufen, sollten Sie folgende Werte parat haben:

  • Wie groß soll die Terrasse sein?
  • Wie lang müssen die Dielen maximal sein?

Die Gesamtfläche der Terrasse in Quadratmetern (m²) sollte Ihnen für die Bestellung bekannt sein. Die Hersteller können Ihnen dann eine Lieferung genau an Ihre Ansprüche anpassen.

Auch die maximale Länge für Ihre Dielen sollten Sie Terrassendielen-Tests zufolge ermitteln. Vermessen Sie dazu einfach den geplanten Terrassenbauplatz an der breitesten Stelle. Wenn die Dielen der Terrasse an einigen Stellen zugeschnitten werden müssen, berechnen Sie den Verschnitt mit ein und bestellen Sie entsprechend mehr Dielen. Sprechen Sie außerdem mit dem Hersteller über die Thematik des Zuschnitts. Einige Lieferanten schneiden Ihnen die Dielen gegen einen kleinen Aufpreis gleich auf Ihre Bedürfnisse zu. So können Sie clever den Verschnitt reduzieren und Geld sparen.

Achten Sie darauf, dass nicht alle Hersteller die Preise pro Diele abrechnen. Einige Marken verkaufen ihre Terrassendielen gleich in Paketen. In der Vergleich.org-Produkttabelle finden Sie diese Angaben übersichtlich auf einen Blick.

Vorsicht bei Gartenmöbeln, Grills etc.! Wie die Stiftung Warentest in der Ausgabe 11/2008 berichtete, werden Gegenstände, die auf Terrassen stehen, laut einem Beschluss des Amtsgerichts München nicht von der Hausratsversicherung abgedeckt.