Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Schraubenausdreher-Set können Sie kaputte Schrauben entfernen. Auch abgebrochene, beschädigte, verrostete und verrundete Schrauben entfernen Sie damit sachgemäß aus einem Bohrloch.
  • Ausdreher für defekte Schrauben sind für alle Schraubentypen geeignet. Sie benötigen zusätzlich eine Bohrmaschine.
  • In den meisten Fällen benötigen Sie einen Linksausdreher. Achten Sie darauf, dass der Härtegrad mindestens 55 HRC beträgt.

Im Bild zu sehen sind sieben Linksausdreher in verschiedenen Größen
Laut einer Umfrage von Statista interessieren sich über 42 Millionen Deutsche für das Thema Renovieren. Dabei stoßen Sie manchmal auf ganz spezielle Umstände: verrostete oder beschädigte Schrauben. Auf einmal passiert es dann. Beim Ansetzen des Schraubenziehers bricht der Schraubkopf ab und die Holzleisten verweigern sich den Renovierungsarbeiten.

Der kleine Schrauben-Protest muss aber zum Glück nicht lange anhalten. In unserem Schraubenausdreher-Vergleich 2020 erfahren Sie, wie Sie widerspenstige und verrostete Schrauben professionell aus der Verankerung entfernen. Soviel vorab: In Schraubenausdreher-Tests versprechen Linksausdreher-Sets den größten Erfolg.

1. Wann wird ein Linksausdreher benötigt?

Zu sehen ist ein Linksausdreher mit langem Gewinde.
Bei einem Schraubenausdreher sollten Sie verschiedenen Parametern Beachtung schenken. Dazu gehört der Härtegrad, die Gewindelänge und der Bit-Durchmesser. Die erste Entscheidung fällen Sie aber immer hinsichtlich der Drehrichtung. Sie finden Linksausdreher-, Rechtsausdreher- und zweischneidige Schraubenausdreher-Sets.

1.1. Kaufberatung: Die Wahl zwischen Links- und Rechtsausdreher

Im Bild zu sehen ist ein Autoreifen auf weißem Hintergrund.Schraubenausdreher wie von Hazet sind Linksausdreher. Daneben gibt es eine weitere Kategorie: Rechtsausdreher. Das klingt im ersten Moment überraschend, denn im Alltag benutzen Sie praktisch ausschließlich Schrauben-Arten mit rechtsseitigem Gewinde.

Diese Schrauben verbauen Sie in Möbeln, um eine Deckenlampe anzubringen, Holzlatten auf der Terrasse anzuheften und bei vielen weiteren Heimwerkertätigkeiten.

Rundum jede Heim-, Tischler- und Renovierungsarbeit nutzt den Linksausdreher, weshalb Sie sich ohne weiteres dafür entscheiden können. Ihr persönlicher Schraubenausdreher-Testsieger muss aber nicht unbedingt ein Linksdreher sein.

Gewindeart

Ein Schraubenausdreher für Rechtsgewinde ist die gängigste Form. Er löst gegen den Uhrzeigersinn und zieht mit dem Uhrzeigersinn an. Ein Schraubenausdreher für Linksgewinde löst mit dem Uhrzeigersinn und zieht gegen den Uhrzeigersinn an.

Der Rechtsausdreher kommt nur bei Werkgegenständen zum Einsatz, an denen Sie im Alltag sehr selten herumschrauben. Dort, wo Materialien rotieren. Genauer gesagt, gegen den Uhrzeigersinn rotieren.

Der Grund dafür ist ganz einfach. Rotierende Teile können dazu führen, dass sich die Schraube aus der Verankerung hinauswindet. Das passiert, wenn die Rotationsrichtung und die Ausdrehrichtung der Schraube die gleiche Drehrichtung besitzen.

Nur wenn diese Rotation nach links geht, kommt daher ein Rechtsausdreher-Gewinde zum Einsatz. Ein Rechtsausdreher kommt in Frage, wenn Sie am Auto schrauben.

Da Schrauben mit linksseitigem Gewinde sehr selten vorkommen, lohnt sich als Autoschrauber ein Schraubenausdreher, der beides kann. Diese sind als zweischneidig gekennzeichnet.

1.2. 2-in-1-Bit für beschädigte Schrauben spart Ihnen einen zusätzlichen Bohraufsatz

Zu sehen ist ein Satz Schraubenausdreher mit zusätzlichem Bohrkopf.

Werkzeug-Bits erklärt

Bits bezeichnen im Handwerk Aufsätze und gehören zum Bohrmaschinen-Zubehör. Sie sind relativ kurz, da der Kraftaufwand vom Bohrer kommt.

Sie finden Schraubenausdreher-Sätze wahlweise mit zusätzlichem Bohraufsatz. Bei diesen Modellen benutzen Sie die eine Seite des Bits für das Ausdrehen der Schraube, die andere Seite für die vorher durchzuführende Gewindebohrung in die Schraube.

Diese 2-in-1-Bits sind praktisch, wenn Sie bisher keine Bohraufsätze für Ihre Bohrmaschine besitzen. Für einen Schraubenausdreher-Test Ihrerseits sind sie ebenfalls gut geeignet, da sie oft preiswerter sind.

Unsere Empfehlung sind dennoch die ausschließlich zum Ausdrehen gedachten Aufsätze. Ihr Gewinde ist in der Regel länger und damit weniger störanfällig. Außerdem müssen Sie beim Gewindebohren oft mit verschiedenen Bohrgrößen arbeiten, weshalb ein zusätzliches Bohraufsatz-Set fast unabdingbar ist. Die Spezialbits bieten Ihnen weitere Vorteile gegenüber des Bits mit zusätzlichem Bohraufsatz:

  • besserer Halt in Windeisen und Bohrmaschinen
  • der spitzere Zulauf greift die Schraube besser
  • das längere Gewinde lässt Fehler beim Eindrehen zu
  • Sie benötigen zusätzlich Bohraufsätze
  • Geringerer Härtegrad

1.3. Mit einem Härtegrad ab 55 HRC können Sie bereits präzise in die Schraube bohren

Im Bild ist zu sehen, wie eine Person eine Gravur an einem Goldring vornimmt.

Verrundete Schrauben

Bei einer verrundeten Schraube dreht der Schraubenzieher durch, sobald Sie anziehen. Die Haftung fehlt, da der Kreuz- oder T-Schlitz abgewetzt sind.

Das Schraubenausdrehen besteht aus drei Arbeitsschritten. Zunächst bohren Sie ein neues Gewinde in die kaputte oder verrundete Schraube.

Anschließend drehen Sie den Schraubenausbohrer in die Schraube hinein und im letzten Schritt wird die neue Verbindung mit einem Bohrer oder Windeisen behutsam aus der Mulde gelöst.

Der Schraubenausbohrer muss daher aus einem härteren Material bestehen als die Schraube. Gerade, wenn Sie sich für einen Ausdreher mit zusätzlichem Bohrkopf entscheiden.

Die Maßeinheit HRC

HRC ist eine Maßeinheit und bezieht sich auf ein gängiges Prüfverfahren für den Härtegrad von Werksstoffen. HR steht dabei für die Methodik: Hardness Rockwell. Das C steht für die Prüfskala und die zugrundeliegenden Prüfkräfte beim Verfahren.

Grund dafür ist der unterschiedliche Härtegrad von Werkstoffen. Sie können in eine Metallschraube nur mit einem Material hineinbohren, das härter ist. Ansonsten passiert nichts.

Für herkömmliche Stahl- und Edelstahlschrauben reichen bereits gute Linksausdreher-Sets mit einem HRC-Wert von 40. Um einen langlebigen Einsatz des Ausdrehers zu garantieren, benötigen Sie allerdings etwas Spielraum, weshalb wir Ihnen einen Härtegrad ab 55 HRC empfehlen.

Wenn Sie den Schraubenausdreher-Bit gleichzeitig als Bohrkopf benutzen, dürfen es auch über 60 HRC Härtegrad sein.

1.4. Passendes Bit-Durchmesser wählen

Im Bild zu sehen ist das Gehäuse eines Laptops und eine herausgedrehte Schraube.Die unterschiedlichen Bits der Schraubenausdreher-Sätze benötigen Sie für unterschiedliche Schraubengrößen.

Im Normalfall arbeiten Sie beim Heimwerken mit den Normgrößen M3 bis M18, auch bei Schraubenziehern, weshalb die im Schraubenausdreher-Vergleich präsentierten Bits sich ebenfalls in dieser Größenordnung bewegen. Wählen Sie daher einen Bit-Satz, der die meisten Normgrößen abdeckt.

Im Einsatz kann es natürlich sein, dass Sie die Normgröße der kaputten Schraube nicht mehr erkennen. In diesem Fall können Sie auch den Durchmesser der abgebrochenen Schraube, die Sie entfernen möchten, heranziehen. Machen Sie dafür einfach den Schraubenausdreher-Test über die Bedienungsanleitung.

Dort steht, welchen Aufsatz Sie für welche Normgröße benötigen. Ein Schraubendurchmesser von 3 mm schließt auf eine M3-Schraube. Ein Durchmesser von 7 mm lässt auf eine M7-Schraube schließen und so weiter. In der folgenden Tabelle listen wir den ungefähren Bohrloch-Durchmesser für die abgebrochenen Schrauben in Abhängigkeit ihrer Normgröße auf.

Normgröße Schraube Benötigter Durchmesser der Bit-Spitze
M3 – M6 2,5 mm
M6 – M8 3,0 mm
M8 – M11 4,5 mm
M11 – M14 6,0 mm
M14 – M18 8,0 mm
M18 – M24 11 mm
M24 – M33 13,5 mm
M33 – M45 18,5 mm
Im Fall einer M3-Schraube benötigen Sie ein Bit, dessen Spitze einen Durchmesser von 2,5 mm nicht übersteigt. Die Werte können zwischen Marken leicht abweichen. Bei den Schraubenausdreher-Sets liegen im Lieferumfang tabellarische Orientierungshilfen bei.

1.5. Ein Blick auf den Durchmesser der Aufsatzspitzen lohnt sich

Im Bild sind zwei verrostete Schrauben und drei verrostete Muttern zu sehen.Alle Schraubenausdreher-Bits sind konisch. Das heißt, sie laufen vorne spitz zu. Das unterscheidet sie unter anderem von Schraubenziehern. Diese Konstruktionsweise ist wichtig, damit das Bit fest in das zuvor gebohrte Loch greift. Nur wenn er passgenau sitzt, können Sie die verrostete oder beschädigte Schraube anschließend herausdrehen.

Sie finden allerdings zwischen den verschiedenen Herstellern kleine Unterschiede, was den Durchmesser der Aufsätze angeht. Und das selbst dann, wenn die Bits für die gleiche Spannweite an Schraubengrößen, zum Beispiel M3 – M18, deklariert sind.

Im Normalfall reicht es Ihnen, die Normgrößen-Spannweite der verschiedenen Hersteller zu kennen. Außer wenn Sie vorhaben, sehr kleine und feine Schrauben mit dem Linksausdreher auszudrehen. Dieses Szenario häuft sich in den vergangenen Jahren.

Werfen Sie dafür einfach einen Blick auf die Unterseite Ihres Laptops. Dort finden Sie zahlreiche Micro-Schrauben vor, die durchaus abbrechen oder verrosten können. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen das Schraubenausdreher-Set, in dem der Durchmesser des Schraubenausdrehers 2 mm oder weniger beträgt.

Damit haben Sie die größten Chancen, kleine Schrauben sachgemäß herauszuholen. Noch kleinere Schrauben gehen dann nur mit speziellen Micro-Schraubenausdrehern heraus.

Fazit: Sie benötigen in den meisten Fällen einen Linksausdreher. Achten Sie darauf, dass der Härtegrad mindestens 55 HRC beträgt. Wichtig ist zudem, dass das Schraubenausdreher-Set die wichtigsten Normgrößen abdeckt. M4 – M12 sollten mindestens dabei sein.

2.1. Arbeiten Sie behutsam

Zu sehen ist ein Handwerker, der gerade eine Bohrmaschine bedient.Wenn Sie einen Schraubenausdreher verwenden, sollten Sie behutsam arbeiten. Denn sobald Sie mit dem Aufsatz abrutschen, bekommen Sie in den meisten Fällen keine zweite Chance.

Die zwei größten Fehleranfälligkeiten machen sich in dieser Hinsicht bemerkbar, wenn Sie vorbohren und wenn Sie die Schraube ausdrehen.

Sorgen Sie beim Bohren mit der Bohrmaschine für einen möglichst sicheren Stand. Nur dann können Sie gewährleisten, dass das Bohrloch sauber ausgearbeitet wird. Danach erfolgt das Ausdrehen.

Die Schraube ist dabei nach drei bis vier Windungen bereits draußen und kann entfernt werden. Deshalb sollten Sie langsam vorgehen, damit der Ausdreher-Aufsatz nicht die Haftung verliert und Sie abrutschen. Durch zu schnelles Ausdrehen kann der Aufsatz außerdem abbrechen. Stellen Sie bei einer Bohrmaschine zudem sicher, dass Sie auf einer niedrigen Umdrehungsstufe läuft.

2.2. Bohrmaschine und Windeisen sind das wichtigste Zubehör

Im Bild ist ein Windeisen zu sehen.Sie können die Schraube nur in Teamarbeit verschiedener Werkzeuge ausdrehen. Neben dem Schraubenausdreher-Satz benötigen Sie unbedingt eine Bohrmaschine samt Bohraufsätzen.

Ein Akkuschrauber reicht nicht aus. Laut Stiftung Warentest finden Sie günstige Modelle schon ab 20 Euro. Optional benötigen Sie ein Wend- oder Windeisen, um die Schraube per Hand auszudrehen.

Für den Linksausdreher mit Gewinde ist das alles, was Sie benötigen. Für den Rechtsausdreher oder den zweischneidigen Ausdreher mit Stahlflügeln benötigen Sie zusätzlich einen Hammer.

Mit einem Wind- oder Wendeisen können Sie die Schraube alternativ zum Bohrer per Hand hinausdrehen. Gerade bei kleinen Schrauben lohnt sich das, da Bohrer in diesen Fällen oft zu viel Zugkraft aufbringen.

2.3. Den Linksausdreher benutzen: Schritt für Schritt

Im Bild zu sehen ist eine verbogene Schraube, die in einer Holzlatte steckt.Sie schrauben auf die Schnelle den Wandschrank auseinander und auf einmal ist es passiert. Einer der Schraubenköpfe mit rechtsseitigem Gewinde ist im Bohrloch abgebrochen.

In diesem Fall kommen Ihnen die praktischen Linksausdreher-Aufsätze zur Hilfe. Im ersten Schritt der Linksausdreher-Anwendung ermitteln Sie die Normgröße der Schraube.

Sie liegt im Normalfall zwischen M3 und M20. Schraubenausdreher der Größe M2 finden Sie eher selten. Falls Sie die Normgröße nicht parat haben, können Sie den Durchmesser einer äquivalenten Schraube ausmessen und den Durchmesser einer der Größen zuordnen.

Wenn das geschehen ist, nehmen Sie die Schraubenausdreher-Anleitung zur Hand, welche im Lieferumfang beiliegt. Dort ist vermerkt, welchen Durchmesser Sie für das Bohrloch benötigen, in das Sie anschließend den Linksausdreher einsetzen.


Nun nehmen Sie die Bohrmaschine zur Hand und setzen den passenden Bohr-Aufsatz ein, um in den abgebrochenen Teil der Schraube ein Loch zu fräsen. Gehen Sie dabei behutsam vor, denn Sie müssen möglichst mittig bohren, damit sich die Schraubenaußenwand nicht verformt.

Anschließend setzen Sie den Schraubenausdreher-Bit in die Bohrmaschinen- oder Windeisenhalterung. Im letzten Schritt drehen Sie das Ausdreher-Bit in das Bohrloch in Linksrichtung ein. Mit jeder Umdrehung wird die Schraube langsam herausgelöst. Optional können Sie anschließend noch das frei gewordene Bohrloch mit einer Gewindefeile ausbessern.

Vorbohren nicht vergessen: Bei den Schrauben ab Normgröße M7 sollten Sie zweimal bohren. Bohren Sie zunächst mit einem um etwa 1,5 mm kleineren Bohrkopf vor. Das vorgebohrte Loch können Sie anschließend auf die geforderte Größe nachbohren. Diese Vorgehensweise erzeugt das beste Schraubenausdreher-Ergebnis.

2.4. Beschädigte Schrauben mit dem Rechtsausdreher entfernen

Der Rechtsausdreher könnte im Prinzip auf die gleiche Weise funktionieren wie in der Linksausdreher-Anleitung. Da er aber sehr selten zum Einsatz kommt, bieten Hersteller in solchen Fällen Ausdreher an, die Sie für beide Schraubenarten nutzen können.

Diese Links- und Rechtsausdreher-Typen besitzen kein Gewinde, sondern vier filigrane Stahlflügel.

Im Aussehen ähnelt das einer vierseitigen Pfeilspitze. Für das rechtsseitige Ausdrehen bohren Sie ein Loch in die Schraube. Anschließend hämmern Sie das Rechtsausdreher-Bit mit einem Hammer in die Bohrung hinein.

Die Stahlflügel verkeilen sich darin. Nun können Sie das sechskantige Ende des Aufsatzes in ein Windeisen oder die Bohrmaschine einspannen und die Schraube hinausdrehen.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Schraubenausdreher

3.1. Mit welchen Schraubenarten sind Schraubenausdreher kompatibel?

Im Schraubenausdreher Test kommen die Ausdreher mit allen Kopfformen von Schrauben zurecht. Im Bild zu sehen sind verschiedene Schraubkopfformen.Sie finden keinen speziellen Kreuzschlitzschraubenausdreher? Das ist nicht weiter schlimm. Tests verschiedener Schraubenausdreher zeigen, die Bits sind ein universelles Werkzeug.

Sie kommen sowohl mit Kreuz- als auch mit T-Schlitz- und Torx-Schrauben ohne Probleme zurecht. Ebenfalls können kleine Bolzen und Sechskant-Schrauben damit sauber ausgelöst werden.

Wenn Sie einen Schraubenausdreher kaufen, müssen Sie daher nur darauf achten, in welche Richtung die Schraube gelöst wird. Für Schrauben, die sich gegen den Uhrzeigersinn lösen, ist der gängigere Linksausdreher die Empfehlung. Den Rechtsdreh-Mechanismus benötigen Sie als Schraubenausdreher-Funktion nur, wenn die Schraube gegen den Uhrzeigersinn anzieht.

3.2. Wie lassen sich Verrundungen der Schraube vermeiden?

Im Bild Sehen Sie eine Torxschraube mit sternförmiger Mulde.Kreuzschlitz, T-Schlitz, Torx: Das sind die gängigsten Schrauben-Typen für Schraubenzieher in deutschen Baumärkten. Der Torx-Schraubendreher ist dabei relativ neu und aufgrund des sternförmigen Schraubschlitzes sehr im Kommen. Das hat gleich mehrere Gründe:

  • Sie rutschen beim Drehen weniger leicht ab.
  • Die Last auf der Schraube ist beim Drehen geringer.
  • Nicht kompatibel mit den anderen Schlitz Arten. Somit kein unsachgemäßer Gebrauch.

Am häufigsten finden Sie Verrundungen bei Kreuzschlitz-Schrauben vor, weil bei ihnen oft nicht auf das passende Werkzeug gesetzt wird. Schnell greifen Sie beim Kreuzschlitz zu einem T-Schlitz, der zu viel Druck auf die Schraube ausübt. Oder Sie unterscheiden nicht zwischen den zwei Kreutzschlitz-Arten: Philips (PH) und Pozidriv (PZ).

Zugegeben, beide ähneln sich sehr stark. Dennoch, wenn Sie einen Pozidriv-Schraubendreher an einer Philips-Schraube ansetzen, werden Sie viel öfter abrutschen und die Schraube damit langfristig beschädigen.

3.3. Sind Schraubenausdreher-Sätze mit vierkantigem Profil ausgestattet?

Wenn Ihre Bohrmaschine ein vierkantiges Profil besitzt, können Sie viele Schraubenausdreher-Sets nicht ohne weiteres benutzen. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, zusätzlich ein sechskantiges Wendeisen zu kaufen. Damit haben Sie mehr Gefühl, wenn Sie die Schraube herausdrehen, und eine höhere Trefferquote.

Wenn Sie dennoch die Bohrmaschine nutzen möchten, haben Sie noch die Möglichkeit, Vierkant-zu-Sechskant-Adapter einzusetzen. Sie fassen den Linksausdreher im Sechskant und spannen ihn in die vierkantige Bohrmaschine ein.