Recurvebogen Test 2016

Die 7 besten Recurvebögen im Vergleich.

AbbildungTestsiegerRAGIM Brown Bear RecurvebogenPreis-Leistungs-SiegerRAGIM WILDCAT Take Down RecurvebogenRAGIM Black Bear RecurvebogenRagim Wildcat EinsteigersetKostka-Sport Matrix Schnellstart-Bogenset mit CarbonpfeilenHerbertz RecurvebogenBEETLE JR Recurvebogen
ModellRAGIM Brown Bear RecurvebogenRAGIM WILDCAT Take Down RecurvebogenRAGIM Black Bear RecurvebogenRagim Wildcat EinsteigersetKostka-Sport Matrix Schnellstart-Bogenset mit CarbonpfeilenHerbertz RecurvebogenBEETLE JR Recurvebogen
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
06/2016
Vergleich.org
Bewertung1,6gut
06/2016
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Bewertung1,7gut
06/2016
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Bewertung1,8gut
09/2016
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Bewertung1,9gut
09/2016
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,3gut
06/2016
Kundenwertung
2 Bewertungen
5 Bewertungen
1 Bewertungen
8 Bewertungen
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7 Bewertungen
noch keine
TypBogen: Es wird nur der Bogen selbst angeboten

Bogenset: Es wird zusätzlich zum Bogen noch Zubehör beigelegt. Beispielsweise ein Armschutz, ein Köcher, oder ähnliches.
BogenBogensetBogenBogensetBogensetBogensetBogenset
BogengrößeUnter 1,50 m Körpergröße sollte Ihr Bogen um 54 Zoll Länge aufweisen.

Zwischen 1,70 m und 1,90 Meter liegt die optimale Länge im Bereich von ca. 70 Zoll.
58 Zoll62 Zoll58 Zoll62 - 70 Zoll68 Zoll45 Zoll49 Zoll
ZuggewichtZuggewichte bis 20 lbs sind für Kinder bis ca. 12 Jahren geeignet.

Je größer das Zuggewicht, desto höher ist die Reichweite und Durchschlagskraft des Bogens. Allerdings ist auch mehr Kraft zum Spannen und Zielen notwendig.
60 lbs20 lbs30 lbsk.A.22 lbs20 lbs18 lbs
mögliche ZuggewichteEinige Modelle können mit stärkeren Wurfarmen bestückt werden, oder werden bereits ab Werk kräftiger konzeptioniert. Manche Modelle sind also in verschiedenen Stärken erwerbbar.25 - 60 lbs14 - 40 lbs25 - 60 lbs16 - 40 lbsnur 22 lbsnur 20 lbsnur 18 lbs
NutzhandDurch die Ergonomie des Griffstückes sind einige Bögen explizit nur für Rechtshänder geeignet. Andere Modelle können auch als Linkshand-Version geordert werden. Wieder andere sind so geformt, dass die Nutzung mit beiden Händen möglich ist.Links/Rechts
beide Versionen erhältlich
Links/Rechts
beide Versionen erhältlich
Links/Rechts
beide Versionen erhältlich
egal
beidseitig ergonomisch
Links/Rechts
beide Versionen erhältlich
RechtsRechts
Material WurfarmeFiberglas und andere Kunststoffe ermöglichen bei gleicher Länge der Wurfarme ein geringeres Gewicht und ein filigraneres Design.

Mehrschichtholz und Holz sehen meist schöner aus, können jedoch etwas schwerere Bögen gleicher Leistungsklasse ergeben.
FiberglasFiberglas + HolzFiberglas - HolzFiberglas + HolzFiberglas + HolzFiberglasFiberglas
Material GriffstückAluminium ist das stabilste Material für das Griffstück. Jedoch sind Kunststoff und Holz hierfür auch gut geeignet. Gerade bei Bögen, die außerhalb von Profi-Wettkämpfen Verwendung finden, sollte eher nach Geschmack und Preis entschieden werden.WalnussholzHolzMehrschichtholzHolzHolzKunststoffAluminium
geeignet für KinderJe nach individueller Entwicklung und Alter des Kindes kann auch mehr oder weniger als 20 lbs empfehlenswert sein. Im Zweifel kaufen Sie lieber einen etwas schwächeren Bogen. Diese sind besser kontrollierbar.NeinJaNeinNeinNeinJaJa
Wurfarme austauschbarWenn die Wurfarme austauschbar sind, kann so das Zuggewicht des Bogens angepasst werden. Wurfarme verschiedenster Stärke gibt es einzeln zu kaufen.NeinJaNeinNeinNeinJaJa
inkl. KöcherNeinNeinNeinNeinJaJaJa
inkl. Pfeile
12 Stück

8 Stück

4 Stück

4 Stück

3 Stück
inkl. ArmschutzDer Armschutz bewahrt die Innenseite des Unterarms vor schmerzhaften Abschürfungen, die bei häufigem Schießen, gerade mit zugstarken Bögen, auftreten können.NeinNeinNeinJaJaJaJa
inkl. DaumenschutzAuch die Hand kann durch den Pfeil bei wiederholtem Schießen in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher gibt es für häufige Schützen Schutzkleidung speziell für die Finger.NeinNeinNeinNeinJaJaNein
Vorteile
  • sehr hochwertiger Bogen
  • elegante helle Holzfarbe
  • enorm kräftiges Sportgerät
  • inkl. vielen Pfeilen
  • Zubehörmontage möglich (Visier, etc.)
  • sehr hochwertiger Bogen
  • schönes Rotholz im Griffstück
  • Handschuh inkl.
  • Koffer inkl.
  • sehr gute Anleitung
  • alles für den Start dabei
  • besonders hochwertige Pfeile
  • sehr gute Aufbauanleitung online bei Youtube
  • alles für den Start dabei
  • Köcher im Bogen integriert
  • alles für den Start dabei
  • guter Kinderbogen
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Recurvebogen-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Recurvebogen unterscheidet sich von einem klassischen Bogen dahingehend, dass die Enden der beiden Wurfarme sich wieder vom Schützen wegbiegen, also in Schussrichtung zeigen. Dies erhöht die maximal speicherbare Energie in den Wurfarmen und vermindert den sogenannten „Handschock“ beim Lösen des Schusses.
  • Die Größe eines Bogens wird von einem Wurfarmende zum anderen in Zoll gemessen (Ein Zoll = 2,54 cm) und die Stärke des Bogens wird in lbs angegeben (Ein Kilo = 2 lbs).
  • Es gibt ein großes Angebot an Zubehör: Seitenköcher, Armschutz, Handschutz, verschiedene Pfeilauflagen, spezielle Holzpfeile und vieles mehr.

Recurvebogen Test

Das Prinzip des Recurvebogens, als verbessertes Prinzip des Primitiv-Bogens, ist schon seit mehreren tausend Jahren bekannt. Der Recurvebogen war also schon früh als Kriegsbogen oder Jagdbogen im Einsatz. Aber auch 2016 wird der klassische Recurve-Bogen wieder vermehrt eingesetzt, traditionelles Bogenschießen hat hierfür den Weg geebnet. Moderne Compoundbögen, mit Umlenkrollen und aus Carbon gefertigt, sind hier nicht vertreten. Lesen Sie weiter in dieser Kaufberatung, um den für Sie besten Recurvebogen – Ihren persönlichen Recurvebogen Testsieger – zu finden.

1. Warum der Recurvebogen anders ist als normale Bögen?

Der Recurvebogen ist denselben Wirkprinzipien unterworfen, wie jeder andere Bogen: Durch den Auszug der Bogensehne werden die beiden Wurfarme, welche am mittigen Griffstück befestigt sind, nach hinten durch Krümmung gespannt. Beim Loslassen des Pfeils schleudern die Wurfarme wieder in ihre ursprüngliche Position und ziehen so die Bogensehne und den Pfeil nach vorne. Beim Erreichen des Ausgangszustandes schnellt der Pfeil von der Sehne und fliegt in Richtung Ziel. Wo liegen nun die Unterschiede zu anderen Bogen-Arten?

  • Die Wurfarme sind an den Enden entgegen des Schützen gebogen. Daher stammt auch die Bezeichnung „Recurve„. Durch diese Biegung liegt die Bogensehne in der Ruhestellung an diesen Enden der Wurfarme an.
  • Dies hat eine verminderte Schockwirkung, wenn die Sehne in Ruheposition schnellt: Der Bogen selbst nimmt einen Teil der Schussenergie auf, da die Sehne auf den letzten Zentimetern wieder gespannt wird.
  • Die Belastung der Wurfarme ist durch die hohe Vorspannung größer als bei anderen Bogenarten. Daher werden diese meist in Kompositbauweise (aus mehreren Schichten unterschiedlichen Materials) ausgeführt.
Das Griffstück moderner Recurvebögen ist ergonomisch geformt, bietet Befestigungspunkte für Visiere und weiteres. Die Wurfarme sind oft wechselbar.

Das Griffstück moderner Recurvebögen ist ergonomisch geformt, bietet Befestigungspunkte für Visiere und weiteres. Die Wurfarme sind oft wechselbar.

Bogensport, das Ausziehen der Sehne, das Innehalten, Fokussieren, Atmen und anschließende Lösen des Pfeils, hat viele meditative Elemente. Bogenschießen hat viele Überschneidungen mit Yoga und anderen entspannenden Sportarten. Über die positive Wirkung von Entspannungsverfahren hat auch die Stiftung Warentest in der Ausgabe 12/2011 berichtet.

Gleichzeitig benötigt das sichere und erfolgreiche Bogenschießen neben Ruhe und Konzentration auch eine gewisse Grundkraft. Wer sich hier steigern möchte, um beispielsweise einen stärkeren Bogen schießen zu können, sollte über Muskeltraining nachdenken. Gerade die Arme und Schultern werden beim Bogensport gefordert. Ein stabiler Rumpf ist aber ebenso nötig. Langhantel, Kurzhantel und Klimmzugstange sind 3 Trainingsgeräte, mit denen diese Körperregionen sehr gut an steigende Belastungen gewöhnt werden können. Allerdings sollten Sie nicht erst ein halbes Jahr trainieren, um „für den Bogensport bereit“ zu sein. Probieren Sie ein eher niedriges Zuggewicht und fokussieren Sie sich auf das Erlernen der Technik. Dann klappt es auch mit den stärkeren Bögen besser.

Was spricht für, was gegen einen Recurve-Bogen? Wir fassen die einzelnen Aspekte für Sie zusammen:

  • klassisches Bogendesign
  • relativ preiswert
  • weniger wartungsbedürftig als bspw. Compoundbögen
  • geringere Zuggewichte sinnvoller als bei Compoundbögen
  • weniger Anbaumöglichkeiten für Zielhilfen, wegen meist simplen Designs

2. Welche anderen Bogen-Typen gibt es?

Die bekanntesten Arten von Bögen möchten wir an dieser Stelle auch kurz vorstellen:

2.1. Primitivbogen

Der Primitivbogen ist ein Holzbogen und besteht aus einem einzigen Stück Holz. Es ist über die ausschließliche Verwendung von vorindustriellen Materialien (Holz, Leder, Bein) charakterisiert. Dieser Bogen wird auch gerne für traditionelles Bogenschießen verwendet.

2.2. Langbogen

Der Langbogen wurde im Mittelalter zum englischen Langbogen weiterentwickelt. Diese Kategorie von Bögen ist im ungespannten Zustand fast mannshoch und erreicht sehr hohe Auszugsgewichte. Ein Langbogen kann fast baugleich mit einem Primitivbogen sein, jedoch verfügen heutige Langbogen oft über eine Pfeilablage und andere Wurfarmmaterialien.

2.3. Compoundbogen

Beim Compoudbogen wird die Sehne über ein System von Lenkrollen geführt. Diese moderne Art des Bogens erreicht sehr hohe Auszugsgewichte, weist jedoch dank der Lenkrollen einen entscheidenden Unterschied auf: Die benötigte Kraft für den Auszug nimmt nicht linear zu, sondern nur über einen Teil der Auszugsstrecke. Im völlig ausgezogenen Zustand ist nur noch ein Bruchteil der Kraft notwendig. So liegt der Bogen ruhig in der Hand und kann lange Zeit gespannt gehalten werden. Dies ermöglicht wesentlich genaueres Zielen.

Wie Sie Ihren Recurvebogen aufbauen, sehen Sie im folgenden Youtube-Video:

Diverse Hersteller haben sich mittlerweile mit ihren Marken im Bereich der Recurvebögen etabliert. Wir listen eine Auswahl auf:

  • Cartel
  • CORE
  • Haller
  • Hawk
  • Aurora
  • Beier
  • Black Flash Archery
  • Brownell
  • By Beier Germany
  • Fortis
  • SF Archery
  • Wildcat
  • Bearspaw
  • Flex
  • Herbertz
  • Blackfield
  • C.C. Buchner
  • DF-Shopping
  • Ebenwald
  • Jaguar
  • Legend
  • SKB

3. Kaufkriterien für den Recurvebogen: Darauf müssen Sie achten

3.1. Größe

Welche Größe muss ein Recurvebogen haben? Generell orientiert sich die ideale Größe an Ihrer eigenen Körpergröße, egal ob der Recurvebogen Anfänger oder Fortgeschrittene glücklich machen soll.

Körpergröße Bogengröße
< 1,50 m 54 Zoll
1,50 – 1,65 m 62 Zoll
1,65 – 1,85 m 68 Zoll
> 1,80 m 70 Zoll

Tipp: Wenn Sie einen Recurvebogen kaufen, orientieren Sie sich an diesen Vorgaben. Gerade ein zu großer oder zu kleiner Bogen erschwert das Erlernen der richtigen Technik. Dieser Recurvebogen Test enthält Bögen verschiedener Größe und Zugkraft.

3.2. Zuggewicht

Das Zuggewicht wird in Pfund (lbs.) angegeben und beschreibt, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um den Pfeil auf der Sehne liegend nach hinten auszuziehen. Je nach Stärke der Wurfarme, kann die dafür benötigte Kraft auch sehr hoch sein. Ein Pfund entspricht 0,453 Kilogramm. Das passende Zuggewicht hängt von Ihrer sportlichen Fitness ab. Das mehrmalige Ausziehen von einem Sportbogen ist von der Belastung her nicht zu unterschätzen:

Fitnessgrad Zuggewicht
Männer
Zugewicht
Frauen
für Kinder bis 12 Jahre 14 – 20 lbs. 10 – 16 lbs.
für selten Sporttreibende 20 – 28 lbs. 16 – 24 lbs.
für Sportliche 28 – 32 lbs. 24 – 28 lbs.
für aktive Sportler 32 – 40 lbs. 28 – 34 lbs.

Tipp Die Angaben der passenden Zuggewichte sind nur Orientierungshilfen. Mit entsprechendem Trainingsgrad sind auch 50 lbs.-Bögen sehr gut von kleineren Frauen händelbar. Für einen angenehmen Einstieg empfiehlt es sich aber, für beide Geschlechter, mit einem nicht zu hohen Gewicht zu starten. So lässt sich auch die Technik wesentlich besser erlernen.

3.3. Bogen Set oder Einzelkauf

Einige Recurvebogen bieten zusätzlich einen integrierten Köcher für mehrere Pfeile an.

Einige Recurvebogen bieten zusätzlich einen integrierten Köcher für mehrere Pfeile an.

Natürlich haben Sie mehr Auswahl, wenn Sie erst einen Recurvebogen kaufen und dann gezielt einzelnes Zubehör erwerben. Nur haben Sie beispielsweise als Anfänger noch relativ wenig Grundlage, um die Eignung von einzelnem Zubehör, in Bezug auf Ihren persönlichen Geschmack, zu beurteilen. Welcher Handschutz ist nun besser? Liegt mir eher die Ganz-Hand-Variante oder benötige ich gar keinen?

In einer solchen Situation kann es mehr Sinn ergeben, ein Bogen Set zu kaufen. Mit einer Handvoll Pfeilen, einem Fingerschutz, Armschutz und Rückenköcher wird meist das übliche Zubehör abgedeckt. So können Sie, nach einer geringen Anfangsinvestition, fundierter entscheiden, welches Zubehör gewechselt werden soll. Hinzu kommt, dass der Erwerb im Set meistens günstiger ist. Dieser Recurvebogen Test untersucht sowohl einzelne Bögen, als auch Bogen Sets.

4. Sollte man seinen Bogen pflegen?

Holzbögen können mit etwas Pflegeöl für Holz behandelt werden. Der Bogen sollte jedoch nicht „nass“ werden, deshalb reicht ein Lappen, der mit ein paar Tropfen beträufelt wird, völlig aus.

Auch Griffwicklungen aus Lederbändern können mit der Zeit, zum Beispiel durch Handschweiß hervorgerufen, rissig oder brüchig werden. Die Wicklung von eventuell vorhandenem Schweiß zu säubern, wirkt sich positiv auf ihre Lebensdauer aus. Da an dieser Stelle ein fester Griff absolut notwendig ist, sollte hier kaum Lederfett oder ähnliches eingesetzt werden.

Die Bogensehne kann hin und wieder mit Wachs behandelt werden. Dies ist bei modernen Sehnen aus Dacron deutlich seltener nötig, als bei Naturstoffsehnen aus Hanf oder ähnlichen Materialien.

Achtung: Wenn Sie Ihren Bogen nicht benutzen, entspannen Sie ihn, indem Sie die Sehne von den Wurfarmen lösen und somit die Spannung aus den Wurfarmen nehmen. Kein Bogen sollte längere Zeit ungenutzt aber gespannt in der Ecke verbringen – die Federkraft lässt ansonsten nach.

5. Ist ein Recurve-Bogen eine Waffe? Regeln für den Umgang und die rechtliche Lage

Wie teuer muss ein Anfängerbogen sein?

Als Anfänger können Sie selbst mit einem Bogen für 30 Euro erste Eindrücke sammeln. Dies ist jedoch nicht als dauerhaftes Sportgerät gedacht. In dieser Preisklasse findet man eher „Gelegenheitsbögen“ oder Spielbögen für Kinder. Wichtig ist beim Anfängerbogen, dass das Sportgerät sich ebenso verhält, wie es ein teureres Wettkampfgerät auch täte. Zumindest, wenn die richtige Technik erlernt werden soll. Dies klappt mit einem Bogen zwischen 50 und 100 Euro recht zuverlässig.

Alle Bauformen, auch Recurvebögen, gelten in Deutschland als Sportgerät, nicht als Waffe. Das bedeutet, dass weder Waffengesetz, noch Waffenverordnung bei einem Sportbogen Anwendung finden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Bogenschütze von der Verantwortung befreit wäre, die Ausführung seines Hobbys sorgsam und umsichtig zu betreiben. Eine Zielscheibe, hinter der in einiger Entfernung Passanten kreuzen könnten, wird wohl jede Versicherung dazu bringen, den Schadensfall nicht zu übernehmen. Grobe Fahrlässigkeit wäre nur eine der Verfehlungen, die man dem Schützen vorwerfen könnte.

Gerade Kinder unterschätzen häufig die Gefahr, die von Pfeil und Bogen ausgeht. Wenn Sie also einen Kinderbogen kaufen, führen Sie die richtige Verwendung vor und überwachen Sie das Spiel mit Pfeil und Bogen. So stellt das Zielen auf Personen oder (Haus-)Tiere, auch ohne ausgezogenen Pfeil, ein absolutes Tabu dar. Auch die Sicherung des Übungsplatzes ist ein wichtiger Punkt. Ist die Zielscheibe dick genug, um die Pfeile sicher auffangen zu können? Werden die Pfeile, sollten sie daneben gehen, von einem Erdwall oder durch ähnliche Sicherungsmaßnahmen gestoppt? Ist das Schussfeld auch für andere Personen als ein solches erkennbar?

Das Spielen mit Pfeil und Bogen ist eine sehr gute Aufgabe für ein Kind. Reaktionsvermögen, Fokussierung und Hand-Auge-Koordination werden spielerisch geschult. Jedoch sollten klare Regeln aufgestellt werden, die unbedingt einzuhalten sind.

In der Produkttabelle von diesem Recurvebogen Vergleich lassen sich auch einige Modelle finden, die aufgrund des Zuggewichts und der Größe speziell als Kinderbogen konzipiert sind.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Recurvebogen

6.1. Welche Sehne für einen Recurvebogen kaufen?

Möchten Sie traditionelles Bogenschiessen wieder aufleben lassen, können Sie eine Sehne aus Naturfaser kaufen. Hanf und Baumwolle sind hier zum Beispiel beliebt. Moderne Kunstfaser Bogensehnen bestehen meist aus dem Polyester Dacron und weisen bessere Leistungsparameter auf.

6.2. Braucht ein Recurve-Bogen ein Visier?

Generell kann man diese Frage verneinen. Für die im Einsteigerbereich üblichen Schussentfernungen von 20 – 35 m ist eine Zielhilfe nicht unbedingt notwendig. Die Verwendung von Visieren bietet sich eher bei einem Compoundbogen an: Bei dieser Bogenart muss zum Gespannthalten der Sehne sehr wenig Kraft aufgewendet werden, entsprechend ruhig ist die Hand. Dennoch gibt es auch für Recurvebogen Visiere, die bei entsprechend geschulten Schützen auch in diesem Sport die Schießleistungen deutlich verbessern können.

6.3. Wie weit schießt ein Recurvebogen?

Bei hohen Zuggewichten sollte der Unterarm durch einen Armschutz geschützt werden.

Bei hohen Zuggewichten sollte der Unterarm durch einen Armschutz geschützt werden.

Die Reichweite eines Bogens ist von weit mehr abhängig als der Bogenart. Ein Recurvebogen schießt weiter, als ein Primitivbogen mit gleichem Zuggewicht. Jedoch sind noch viele weitere Faktoren von Bedeutung:

  • Der Schusswinkel: die höchsten Reichweiten werden mit einem Abschusswinkel von ca. 50 Grad erzielt. Diese Schüsse sind aber nicht mehr auf Zielscheiben ausführbar, da die Flugbahn bogenförmig verläuft.
  • Die Bogensehne: Eine möglichst dünne, reißfeste und unelastische Bogensehne trägt den gleichen Pfeil mit dem gleichen Bogen nochmals weiter
  • Das Zuggewicht: Ein hohes Zuggewicht kann natürlich mehr Energie auf den Pfeil übertragen, als ein geringes Zuggewicht. Dies ist der Grund, warum die englischen Langbögen mit 60 Pfund Zuggewicht Reichweiten von 200 Metern erzielten.

6.4. Was ist besser: Recurvebogen oder Langbogen?

Dank der dämpfenden Wirkung des Recurve-Designs, könnte man diese Bogen-Art, weil handschonender, als besser bezeichnen. Wer Bogensport nur mit historischen Bauformen praktizieren will, wird sich zwischen beiden Arten nicht entscheiden können: Sowohl Recurvebögen als auch Langbögen sind historische Waffen, welche lange Zeit in den Heeren verschiedener mittelalterlicher und antiker Mächte eingesetzt wurden.

Das Schussgefühl der beiden Arten von Bögen weicht voneinander ab. Daraus direkt einen der beiden Bogenarten als überlegen zu bezeichnen, ist sicherlich sehr subjektiv und ein solches Urteil ist nicht allgemein gültig.

Kommentare (2)
  1. Robert sagt: 05. April 2016, 16:48 Uhr

    Was brauche ich zwingend an Bogenzubehör? Zielscheiben, pfeil und bogen ist klar, aber brauche ich einen Köcher und eine ersatzsehne? kann ich die pfeile nicht einfach in den boden stecken?

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt: 27. April 2016, 18:12 Uhr

      Sehr geehrter Herr Robert.

      An dieser Stelle erst einmal vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Recurvebogen Vergleich.

      Aufgrund Ihrer Fragen kann man davon ausgehen, dass Sie Bogensport nicht professionell oder im Verein betreiben. Sofern dies richtig sein sollte, und Sie gerne zu Hause im eigenen Garten ein paar Schüsse abgaben wollen, benötigen Sie weder Köcher noch eine Ersatzsehnen. Ein Köcher erleichtert nur den Transport, wie Sie ganz richtig bemerkt haben, können Sie Ihre Pfeile auch einfach vor sich in den Boden stecken (Reinigung hinterher nicht vergessen). Wenn Ihre aktuelle Bogensehne nicht schon alt ist, benötigen Sie nicht zwingend eine Ersatzsehne – Normale Bogensehnen reissen extrem selten. Profi-Schützen haben natürlich stets eine Bogensehne als Ersatz dabei. Diese Bogensportler treten dann allerdings auch meist bei Wettkämpfen an.

      Viel Spaß beim Zielschießen wünscht Ihnen
      Ihr Vergleich.org Team

      Antworten
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