Das Wichtigste in Kürze
  • Ratten können eine echte Plage sein – für den Kampf gegen die Nagetiere gibt es zahlreiche Rattenfallen, die die Tiere entweder fangen oder gleich töten sollen. Wir empfehlen den Einsatz der sogenannten Lebendfallen.
  • Es gibt zahlreiche Marken und Hersteller auf dem Markt der Rattenbekämpfung: Bei Ihrer Kaufentscheidung sollten Sie sich davon aber nicht in die Irre führen lassen und lieber auf harte Kaufkriterien wie Tierfreundlichkeit, Effektivität und Langlebigkeit achten.
  • Nicht immer lässt sich über den Bildschirm erkennen, welche Produkte wirklich effektiv arbeiten, also machen Sie den Rattenfallen-Test: Bestellen Sie ein Produkt und beobachten Sie, ob es Erfolgt bringt. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie es mit einem anderen Produkt probieren, da selbst die besten Rattfenfallen preislich überschaubar sind.

Rattenfalle Test

Ratten sind uns ähnlicher als wir denken

Ratten werden bis heute als Versuchstiere genutzt, weil sie dem Menschen in Verhaltensweisen und selbst Intelligenz zumindest mit Abstrichen gleichen.

Abgesehen davon, dass die Nutzung als Labortiere kritisch zu hinterfragen ist, zeigt das: Ratten sind verhältnismäßig intelligent, haben den Menschen unfreiwillig schon viele Erkenntnisse geliefert und leiden somit zu Unrecht unter ihrem extrem schlechten Image.

Immerhin jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch fürchtete sich im Jahr 2016 laut einer Erhebung des Google Consumer Surveys vor Ratten und Mäusen. Und nicht nur das – die ungebetenen Gäste können auch unsere Vorräte anknabbern, Kot hinterlassen und im schlimmsten Fall Krankheiten übertragen. Wer (Spuren von) Ratten im Haus oder Garten entdeckt, möchte die Nagetiere demnach logischerweise so schnell wie möglich wieder loswerden.

Wie das am besten gelingt, haben wir in unserem Rattenfallen-Vergleich 2020 für Sie zusammengetragen. In unserer Produkttabelle finden Sie die besten Rattenfallen, wobei nicht nur besonders hochwertige und hochpreisige, sondern auch zahlreiche günstige Rattenfallen gelistet sind. In unserer Kaufberatung erklären wir Ihnen wiederum die wichtigsten Kaufkriterien, die es vor dem Erwerb Ihres persönlichen Rattenfallen-Testsiegers zu berücksichtigen gilt. So erfahren Sie unter anderem, wann Fallen besonders tierfreundlich sind, welches Zubehör besonders praktisch ist und wie man eine Rattenfalle so aufstellt, dass die Erfolgschancen möglichst hoch sind.

Rattenfalle Vergleich

Ratten haben ein schlechtes Image – und das oft zu Unrecht, können Sie doch als genauso süß wahrgenommen werden wie andere Tiere.

1. Die Rattenfallen-Typen: Sind Lebendfallen human?

Im ersten Abschnitt unserer Kaufberatung möchten wir Ihnen zunächst die unterschiedlichen Kategorien von Rattenfallen vorstellen, auf die Sie bei Ihrer Suche nach dem passenden Produkt stoßen werden. Drei Arten werden Ihnen dabei begegnen: die Ratten-Lebendfalle, die Schlagfalle gegen Ratten und die elektronische Rattenfalle. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, wir möchten aufgrund von Tierschutzgründen allerdings für Lebendfallen plädieren.

Rattenfallen-Typ Merkmale
Lebendfallen für Ratten

Lebendfalle Ratte

+ Tiere werden nicht getötet
+ gute Lebendfallen verletzen die Tiere nicht
+ „Entsorgung“ toter Tiere entfällt
- Tiere müssen ausgesetzt werden
- nicht immer bleiben die Tiere unverletzt
Rattenschlagfallen

ratten-schlagfalle

+ Tiere müssen nicht in großem Abstand ausgesetzt werden
- Tiere werden getötet
- Tiere können schwer verletzt werden und leiden
Elektrische Rattenfallen

elektrische-rattenfalle

+ Tod der Tiere wirkt weniger brachial
+ sollen effektiver funktionieren als Schlagfallen
- Tiere werden getötet
- funktionieren nicht immer zuverlässig
Lieber nicht töten: Wer elektrische oder Schlagfallen benutzt, muss im Anschluss damit leben, das tote Tier auch beseitigen zu müssen. Dies kann für einige unter uns ein eher unangenehmer Akt sein. Noch schlimmer wird es, wenn die Falle nicht wie angedacht für einen möglichst schnellen und schmerzlosen Tod des Tieres sorgt, sondern es nur (schwer) verletzt. Dies bedeutet nicht nur unnötige und große Qualen für das Tier, es verlangt auch uns etwas ab, ein solches Tier sehen und erlösen zu müssen.

Wir empfehlen daher den Einsatz von Lebendfallen. Zwar ist der Aufwand etwas größer, weil die lebenden Tiere etwas abseits (wir empfehlen mindestens drei Kilometer) ausgesetzt werden müssen, dafür ist der Prozess für Ratte und Mensch deutlich angenehmer.

2. Die Tierfreundlichkeit: Kümmern sich Lebendfallen effektiv um das Rattenproblem?

Wir raten von Rattengift ab

Zum einen kann das Rattengift (auch als Rodentizid bekannt) bei jedem Tier anders wirken, somit also gegebenenfalls zu einem peinvollen Todeskampf führen.

Zum anderen müssen Sie das Rattengift so auslegen, dass keine anderen Tiere wie streunende Katzen oder Hunde daran gelangen können. Ein oft schwer zu erreichender Aspekt.

Das schlechte Image der Nagetiere haben wir in der Info-Box in der Einleitung bereits erwähnt – Ratten gelten oft als Plagegeister und tatsächlich kann ihr Fresstrieb für Schäden an Lebensmitteln und Haussubstanz (zum Beispiel Elektrokabel etc.) sorgen.

Und auch die Übertragung von Krankheiten ist kein Mythos: Bei direktem Kontakt mit den Tieren sollten die Hände gründlich gewaschen werden, bei Bissen am besten gleich ein Arzt aufgesucht werden. Problematisch ist zudem, dass Ratten oft von Parasiten (zum Beispiel Flöhen und Zecken) befallen sind und diese natürlich auch auf uns übergehen können.

Rattenfalle lebend

Die Ratte sitzt in der Falle, bleibt aber unverletzt: Lebendfallen sind die humane Version der Rattenbekämpfung.

Dennoch gibt es keinen Grund, die Tiere sofort zu töten. Ein Fangen und Aussetzen ist genauso effektiv, lässt Sie wieder beruhigt durchatmen und die klugen Tiere leben.

Deshalb halten wir Lebendfallen für besonders empfehlenswert! Geht es auch Ihnen nicht übers Herz, wehrlose Lebewesen zu töten, führt kein Weg an den Lebendfallen vorbei.

Wichtig hierbei: Die Lebendfalle für die Ratte sollte gut funktionieren und gut verarbeitet sein. Schlecht verarbeitete Fallen können die Tiere verletzen und somit zu großen Qualen führen, an deren Ende wiederum der Tod stehen kann. Tierfreundlichkeit und Zuverlässigkeit einer Falle gehen also zu weiten Teilen Hand in Hand.

Möchten Sie lieber kurzen Prozess machen und die Tiere töten, so sollten Sie auch bei Schlag- oder Elektro-Fallen darauf achten, dass diese eine hohe Effektivität aufweisen. Denn auch hier kann ein zu schwaches oder beispielsweise zu klein/groß ausgelegtes Produkt dafür sorgen, dass Sie die Ratten nicht töten, sondern (schwer) verletzen können.

Ratten fangen und aussetzen: Haben Sie den Nager mit Ihrer Rattenfalle lebend gefangen, müssen Sie ihn auch wieder aussetzen. Im Internet gibt es Hinweise, dass dies mindestens einen Kilometer vom Fundort entfernt geschehen soll – wir empfehlen eher drei Kilometer.

Allerdings sind Ratten Kulturfolger, orientieren sich also am menschlichen Lebensraum und suchen seine Nähe. Dass das Problem mit dem Aussetzen nur verschoben wird, ist also ein naheliegender Gedanke.

Bei wiederholtem Auftauchen von Ratten empfehlen wir deshalb eine Beratung durch einen Schädlingsbekämpfer. Dieser kann Ihnen sagen, wie Sie Ihre Vorräte sicher verstauen und bestimmte Wege und Flure der Ratten effektiv verbauen können, sodass die Tiere sich von Ihrem Terrain fernhalten.

Ratten fangen und freilassen

Setzen Sie die Ratten mit einem Abstand von mindestens ein bis drei Kilometern Distanz zu Ihrem Wohnort im Freien aus.

3. Die Reinigung: Ersparen sauber arbeitende Fallen viel Reinigungsaufwand?

Die Aspekte Sauberkeit und Reinigung hängen stark mit der Effektivität der Rattenbekämpfung zusammen. Denn ob Lebend- oder Todesfalle: Funktioniert die Falle effektiv, fängt/tötet das Tier sicher, ist der Reinigungsaufwand geringer.

Problematisch (nicht nur für das Tier) wird die Rattenbekämpfung, wenn etwas schiefgeht. Ist die Kraft der Schlagfalle beispielsweise nicht ausreichend, um das Tier schnell und möglichst schmerzlos zu töten, so können (blutende) Verletzungen entstehen und auch der Todeskampf kann seine Spuren hinterlassen.

Dieses Problem existiert auch bei schlecht verarbeiteten oder zum Beispiel zu kurz geratenen Lebendfallen: So können scharfe Kanten oder die herabfallende Käfigtür für Verletzungen an Schnauze, Beinen oder Schwanz sorgen.

Dies alles ist nicht nur extrem schmerzvoll für das Tier, sondern es erhöht potentiell den Reinigungsaufwand.

Ratten töten

Werden Ratten getötet, können dabei auch Körperflüssigkeiten austreten. Je effektiver die Falle zuschnappt, desto geringer ist anschließend der Reinigungsakt. Optimal sind hier Lebendfallen, die die Tiere in der Regel überhaupt nicht verletzen.

4. Das Zubehör: Handschuhe sind wichtig für Ratte und Mensch

Beim Zubehör gibt es eigentlich nicht viel zu beachten, dafür eines umso mehr: Handschuhe!

Und zwar ungeachtet der Tatsache, ob es sich um eine Todes- oder eine Lebendfalle handelt. Der direkte Hautkontakt mit Ratten sollte dringend vermieden werden, da Parasiten wie Zecken oder Flöhe sonst leichtes Spiel haben, es sich auf unserer Haut gemütlich zu machen. Und auch bei toten Ratten sind die Parasiten natürlich noch quickfidel und freuen sich über neue Wirte.

Möchten Sie die Ratten nur vertreiben und nicht töten, sind Handschuhe sogar doppelt wichtig: Einerseits schützen sie auch hier vor Krankheits- oder Parasitenübertragung, andererseits schützen sie auch das Tier vor menschlichem Geruch! Denn ausgesetzte Tiere, die nach Menschen riechen, haben es in freier Wildbahn unter Artgenossen oft sehr schwer.

Achten Sie auf Handschuhe im Lieferumfang, wenn Sie eine Rattenfalle kaufen. Sollten keine dabei sein, empfehlen wir, Einweghandschuhe zu kaufen und diese bei jedem Kontakt mit den Tieren zu tragen.

Rattenbekämpfung im Garten

Berühren Sie die Ratten zu Ihrer eigenen Sicherheit nur mit Handschuhen. Auch den Tieren tun Sie damit einen Gefallen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Rattenfallen

In den vorangegangen Kapiteln sind wir auf die wichtigsten Kaufkriterien eingegangen, die Sie beachten sollten, wenn Sie Ratten bekämpfen möchten. Dennoch können natürlich noch Fragen zu den Schädlingsbekämpfungsmitteln bleiben. In diesem letzten Abschnitt möchten wir also verbliebene Fragen klären, damit Sie „Ihre“ Ratten effektiv loswerden und die Schädlinge nicht länger im Haus ihr Unwesen treiben.

Sollten darüber hinaus noch Fragen offen bleiben, laden wir Sie ein, sich in unserer Kommentarfunktion an uns zu wenden!

Ratten fangen

Noch Fragen zu den Rattenfallen? Finden Sie in diesem Abschnitt Antworten oder schreiben Sie uns einen Kommentar!

5.1. Was eignet sich als Rattenköder?

Keine Rattenfalle ohne Köder, denn freiwillig betreten die klugen Tiere ein solches Konstrukt nur höchst zufällig.

Im Internet lassen sich viele Tipps hierzu finden, diese reichen von Käse über Wurst bis hin zu Brot.

Als besonders effektives Mittel gegen Ratten scheint sich Schoko-Creme herauskristallisiert zu haben. Ein kleines Stück Brot mit Schoko-Creme sollte als Rattenfallen-Köder somit eine gute Wahl sein!

Rattenfalle Köder

Die nächste Gemeinsamkeit: Ratten haben wie wir eine Schwäche für Süßes.

5.2. Wie stelle ich eine Rattenfalle auf?

Wenn Sie Ratten effektiv bekämpfen wollen, müssen Sie die entsprechende Falle auch richtig aufstellen.

Zunächst einmal ist der Ort entscheidend: Sie sollten Ihre Rattenfalle dort aufstellen, wo Sie Aktivitäten der Nager vermuten. Ein Zeichen hierfür, wo die Ratten aktiv sind, ist häufig Rattenkot.

Sind die Ratten im Keller, so platzieren Sie auch die Rattenfalle im Keller. Sinnvoll ist es zudem, sie in Wandnähe hinzulegen.

Findet die Rattenbekämpfung im Garten statt, so gehören auch die Rattenfallen nach draußen. Achten Sie hier nur darauf, dass keine anderen (Haus-)Tiere an die Fallen gelangen können. Außerdem ist für die Outdoor-Bekämpfung natürlich wichtig, dass die Falle für den Außeneinsatz geeignet ist – elektrische Rattenfallen scheiden hierfür meistens aus.

5.3. Hat die Stiftung Warentest einen Rattenfallen-Test durchgeführt?

Nein, das Institut hat bislang keinen Rattenfallen-Test gemacht.

Allerdings machte Stiftung Warentest im Jahr 2014 auf das ein Jahr zuvor in Deutschland in Kraft getretene Gesetz aufmerksam, das Tierversuche für Kosmetikartikel untersagt.

Somit wurden auch die Qualen für Ratten verringert, die bis dahin massenhaft eingesetzt wurde, um beispielsweise die Wirksamkeit oder die Verträglichkeit von Lippenstiften zu testen.

Ratten Stiftung Warentest

Sollen in Deutschland nur noch freiwillig in Berührung kommen: Ratten und Kosmetik.