Das Wichtigste in Kürze
  • Powerballs gibt es in verschiedenen Variationen und von zahlreichen Marken. Wir konzentrieren uns in unserem Powerball-Vergleich auf Produkte des Herstellers Kernpower, der sich mit dem geschützten Marken-Namen Powerball® von der Konkurrenz absetzen und mit hochwertigen Trainingsgeräten überzeugen kann.
  • Powerballs eignen sich ideal, um Handgelenksschmerzen vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Auch bei anderen Leiden, wie zum Beispiel einem Tennisarm, kann das Training mit dem Powerball zu Verbesserungen führen. Nicht zuletzt findet aber auch ein Muskel-Training statt: So können Sie Ihre Handkraft trainieren, was auch die Finger einschließt, die Unterarmmuskulatur kräftigen und selbst Oberarme sowie Schultern ansprechen.
  • Gerade Einsteigern empfiehlt es sich, auf eine Start-Automatik zu setzen, die es erleichtert, dem Powerball einen ersten Drehimpuls zu verschaffen. Praktisch kann auch ein Drehzahlmesser sein, der denjenigen, die gerne ihre Trainingsleistung kontrollieren, spannende Einblicke liefert.

Powerball Test

Der Powerball ist in erster Linie ein Handtrainingsgerät, das die oftmals überstrapazierten, aber wenig trainierten Handgelenke, Finger und Unterarme kräftigt. Auf der Suche nach den auch Handkreisel genannten Geräten begegnen Ihnen unzählige Namen: GyroTwister, RollerBall, Spin Ball, Bushido Ball, Dynabee, RollerBall, Timmi Ball, Gyro Exerciser, Twista Maxx und einige weitere. Hinter vielen der Synonyme verstecken sich eingetragene Markennamen, der Markt ist umkämpft, Abgrenzung ein bewährtes Mittel.

Kernpower Powerball 002

Powerballs von Kernpower gibt es in zahlreichen Farben und Variationen.

In unserem Powerball-Vergleich 2020 konzentrieren wir uns deshalb auf die bewährte Produktreihe Powerball original® bzw. Powerball the original® des Herstellers Kernpower. Zahlreiche Kundenerfahrungen zeigen, dass die Marke Kernpower mit den Powerballs äußerst hochwertige Produkte herstellt, welche zu den beliebtesten Handtrainern auf dem deutschen Markt gehören.

Neben unserer Produkttabelle mit den besten Powerballs erfahren Sie in unserer Kaufberatung, welche Rolle Gewicht sowie Rotation bei der Trainingsintensität spielen, welcher Start-Mechanismus sich besonders bewährt hat und welche Lichteffekte die einzelnen Handgelenktrainer beim Training erzeugen können.

1. Kaufkriterien für Powerballs im Test: Sind Fliehkraft, Drehzahlmesser und Start-Automatik entscheidend?

Powerball-Tests sind rar, auch die Stiftung Warentest beschäftigt sich selten mit derart kleinen Trainingsgeräten. Und doch gibt es zahlreiche Menschen, die sich für die kleinen Wirbelwinde interessieren und auf der Suche nach ihrem persönlichen Powerball-Testsieger sind. Um Sie hierbei zu unterstützen, erläutern wir Ihnen zunächst die wichtigsten Kaufkriterien, die beim Erwerb eines Powerballs von Bedeutung sind. Folgende Aspekte sind unserer Einschätzung nach besonders wichtig:

  • Fliehkraft: Eine Frage von Rotation und Gewicht
  • Start-Automatik: Kordelfreies Starten erspart Ärger
  • Digitaler Drehzahlmesser: Praktisch, aber auch nachrüstbar
  • Optik und LED-Feuerwerk: Das Salz in der Suppe

1.1. Fliehkraft: Eine Frage von Rotation und Gewicht

Im Regelfall liegt die maximale Rotationsgeschwindigkeit bei rund 16.000 Umdrehungen pro Minute (U/min). Da die meisten Kernpower Powerballs rund 250 g wiegen, entstehen so Fliehkräfte von bis zu 16 kg – wenn auch manchmal bis zu 20 kg erreicht werden können. Dies gibt bereits Aufschluss über die Funktionsweise der Handkrafttrainer: Durch die mit der Hand herbeigeführte Rotation der Kugel im Innern des Geräts erzeugt der Powerball-Handtrainer ein Trainingsgewicht von 16 bis 20 kg – und das bei einem Eigengewicht von nicht einmal einem viertel Kilogramm.

Handgelenk Trainingsball

Wie beim Kettenkarussell werden im Inneren des Powerballs Fliehkräfte erzeugt, die den Ball mit erhöhtem Gewicht nach außen drängen. Den Ball unter diesen Bedingungen in der Hand zu kontrollieren, verlangt Kraft ab und sorgt für einen Muskelaufbau in zahlreichen Bereichen von Finger bis Schulter.

Wer also besonders hohe Trainingseffekte herbeiführen möchte, sollte darauf achten, ein möglichst schweres Produkt zu kaufen. So kann der Kernpower NSD Powerball® Der Große TITAN 097 zum Beispiel eine Fliehkraft von 22 kg entwickeln, obwohl er „nur“ 10.000 U/min ermöglicht – dies allerdings bei einem Eigengewicht von 510 g und damit mehr als doppelt so viel wie gängige Alternativen.

Starten Sie langsam: Gerade bei bereits bestehenden Problemen wie Sehnenscheidenentzündungen oder einem Tennisarm sollten Sie sachte ins Training einsteigen. Steigern Sie die Intensität erst im Laufe von einigen Wochen Training, sodass Sie Ihren Körper nicht gleich zu Beginn überfordern. Für den Anfang kann also durchaus ein Gerät mit einer durchschnittlichen maximalen Fliehkraft das Richtige sein, um lange Spaß am Powerball-Training zu haben.

1.2. Start-Automatik: Kordelfreies Starten erspart Ärger

Powerball mit Startautomatik

Powerball mit Autostart: Den Rotor einfach bis zum Anschlag aufdrehen – und loslassen.

Besonders geübte Menschen können einen Powerball starten, indem sie ihn mit bloßen Kreiselbewegungen in Gang setzen. Anfängern fällt dieses Prozedere aber häufig sehr schwer. Deshalb gibt es verschiedene Typen der Starthilfe. Eine davon funktioniert durch ein Powerball-Band bzw. eine Kordel: Diese wird in den inneren Rotor eingespannt und anschließend ruckartig gezogen, sodass ein erster Drehimpuls entsteht, der fortan nur noch in Gang gehalten werden muss. Häufig wird dem Powerball eine Ersatzschnur beigelegt, da die dünnen Starthilfen gelegentlich verlegt werden können. Kritisch ist vor allem, dass die Kordel sich nicht immer wie gewünscht in den Rotor spannen lässt – hier sind nicht selten Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht zuletzt gelingt es vor allem Anfängern selbst mit der Kordel nicht immer, den Rotor auch wirklich in Gang zu setzen.

Sehen Sie sich schon verzweifeln, weil Sie ohne derartige Probleme einfach mit dem Unterarm-Training loslegen möchten? Dann empfehlen wir Ihnen einen Powerball mit Autostart. Bei dieser Kategorie wird der Rotor zunächst mit den Daumen bis zum Anschlag gedreht. Möchten Sie das Training beginnen, lassen Sie den Rotor einfach los und der Powerball entwickelt genügend Geschwindigkeit, um den Schwung aufrechtzuerhalten bzw. auszubauen.

1.3. Digitaler Drehzahlmesser: Praktisch, aber auch nachrüstbar

Kernpower Drehzahlmesser

Ein Kernpower Powerball mit integriertem Drehzahlmesser.

Das Training läuft, aber woran merken Sie nun, dass Ihre Übung und Kraft bereits ausreichen, um den Ball bis zum Maximum zu beschleunigen? Wer gerne nachverfolgen möchte, wie viele Umdrehungen in der Minute der Rotor zurücklegt, sollte einen Powerball kaufen, der einen digitalen Drehzahlmesser aufweist.

So können Sie jederzeit beobachten, welche Fortschritte Sie beim Training machen und welche Fliehkraft ungefähr auf Hand, Arm und Schulter einwirkt.

Ist es Ihnen hingegen egal, wie schnell der Ball nun rotiert, weil es Ihnen bloß um Entspannung, Ablenkung oder Schmerzreduktion geht, reicht ein Powerball ohne Drehzahlmesser natürlich vollkommen aus.

Digitaler Drehzahlmesser für PowerballsHaben Sie bereits einen Powerball ohne Drehzahlmesser und möchten nun doch gerne sehen, wie schnell der Ball rotiert? Alle Powerballs der Firma Kernpower lassen sich auch nachträglich noch mit einem digitalen Drehzahlmesser ausstatten. Beachten Sie jedoch, dass bei einem Preis von aktuell rund 15 Euro insgesamt häufig höhere Kosten entstehen als beim Kauf eines Powerballs mit integriertem Drehzahlmesser.

Zum Vergleich: Günstige Powerballs von Kernpower ohne Drehzahlmesser kosten in der Regel rund 18 bis 22 Euro, das Aufrüsten mit einem Drehzahlmesser ergibt aktuell eine Summe von rund 33 bis 37 Euro. Ein günstiger Powerball mit integriertem Drehzahlmesser ist hingegen bereits für knapp 30 Euro erhältlich.

1.4. Optik und LED-Feuerwerk: Das Salz in der Suppe

Powerball spielen

Vor allem bei Dunkelheit ein Hingucker: Die Lichtshow von Powerballs mit LEDs.

Ein Powerball ist nicht nur ein effektiver Trainingsball für Hand, Arm und Schulter, er kann zum Teil auch kleine Lichtshows herbeizaubern, wenn er in Betrieb ist. Dies geschieht über eingebaute LEDs, die bei Benutzung leuchten. Ist Ihnen ein solcher optischer Effekt nicht wichtig, sollten Sie sich beim Kauf natürlich auch nicht von diesem Aspekt beeinflussen lassen.

Möchten Sie hingegen nicht nur trainieren, sondern währenddessen auch Lichteffekte erzeugen, empfehlen wir Ihnen einen Powerball mit LEDs. Diese können je nach Modell eine Farbe (zum Beispiel ein intensives Rot) oder mehrere Farbe ausstrahlen. Manch ein Powerball wechselt die Farbe sogar, sobald bestimmten Rotationswerte überschritten werden – so haben Sie eine etwas andere Art des Drehzahlmessers zur Verfügung.

2. Handgelenke stärken, Unterarme trainieren, Schulterhilfe: Ist der Powerball ein Multi-Trainingsgerät?

In diesem Kapitel möchten wir Ihnen kurz vorstellen, welche Körperpartien Sie mit dem Powerball trainieren und stärken können und mit welchen Powerball-Übungen Sie bestimmte Bereiche ansprechen.

Power Balls können zum Beispiel dem Fingerkrafttraining dienen, wenn der Ball während der Übung mit den Fingerspitzen und nicht in der Handfläche gehalten wird. Nicht selten wird ein solches Fingertraining fürs Klettern bzw. für die Vorbereitung auf eine Klettertour eingebaut – das perfekte Klettertraining für zu Hause. Darüber hinaus werden so natürlich nicht nur die Finger beansprucht, sondern vielmehr ein umfassendes Handmuskeltraining vollzogen. Der Powerball kann also getrost als Ball zum Trainieren der Hand betrachtet werden. Nicht umsonst werden die Geräte häufig auch Handtrainer-Ball oder Powerball-Handtrainer genannt.

Handgelenktrainer

Schmerzende Handgelenke durch die PC-Arbeit, das Gitarrespielen oder den Haushalt? Powerballs können Schmerzen lindern und das Handgelenk stärken.

Viele Powerball-Freunde nutzen das Gerät aber vor allem als Handgelenk-Trainingsball. Wenn Sie zum Beispiel einen Job haben, in dem Sie permanent mit Tastatur und Maus arbeiten müssen, kann ein Powerball die perfekte Möglichkeit sein, Handgelenksschmerzen vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Dafür bleibt der Unterarm bei der Übung möglichst statisch, während das Handgelenk für die Kreisbewegungen sorgt.

Powerballs sind darüber hinaus ein gutes Training für die Unterarme: Wenn Sie Probleme damit haben, Unterarmmuskeln zu trainieren und zu stärken, weil viele Geräte und Übungen eher auf die Oberarme abzielen, sind Powerballs eine gute Ergänzung. Wenn Sie den Ball mit einem ausgestreckten Arm benutzen, sorgen Sie für ein schnelles und effektives Unterarm-Training. Zudem kann der Powerball bei einem Tennisarm für Linderung sorgen, indem die Unterarmmuskulatur nicht nur trainiert, sondern auch gedehnt wird.

Trainingsmöglichkeiten mit Powerball

Es wird stets nur das Handgelenk bewegt, um den Powerball rotieren zu lassen. Somit wird das Handgelenk in jeder Übung mittrainiert. Je nach Armstellung und Art des Ball-Haltens werden zudem bestimmte Körperregionen zwischen Fingern und Schulter besonders beansprucht.

Dabei wird schnell vergessen, dass mit dem Kernpower Powerball Original auch Bizeps-Training möglich ist. Wird der Arm angewinkelt, wird aus dem Unterarm-Trainingsgerät also im Handumdrehen ein Workout für den Bizeps. Strecken sie den Arm hingegen nach unten aus und vollführen die Kreisbewegungen, um den Powerball von Kernpower in Bewegung zu halten, beanspruchen Sie vor allem den Trizeps.

Zu guter Letzt: Auch als Schultertrainer lassen sich die Power-Balls einsetzen, indem der Arm auf Schulterhöhe waagerecht ausgestreckt wird.

Powerball: Wie oft und wie lange trainieren? Hier können keine konkreten Zahlen genannt werden, denn das Trainingspensum sollte sich immer an Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten orientieren. Wichtig ist vor allem für Anfänger, dass Sie es nicht mit der Trainingsintensität übertreiben. Wie bei allen Sportgeräten, ist es auch beim Powerball ratsam, langsam zu starten und die Intensität über Tage, Wochen und Monate zu steigern.

Handkraft trainieren

Auf dem Weg zu starken Unterarmen und einem gesunden Handgelenk sollten Sie nichts überstürzen, da Sie ansonsten Verletzungen riskieren.

Wir empfehlen: Machen Sie zunächst einen behutsamen Powerball-Test und starten Sie mit wenigen Minuten pro Hand (zu Beginn können bereist zwei bis drei Minuten reichen). Legen Sie dann eine Pause von zwei Tagen ein, um den Gelenken, Muskeln und Sehnen Zeit zu lassen, sich an die oftmals ungewohnte Stimulation zu gewöhnen. Wenn Sie merken, dass Ihr Körper nicht negativ (also insbesondere mit Schmerzen) reagiert, können Sie die Trainingszeit langsam steigern und nach einigen Wochen auch mehrmals wöchentlich trainieren. Dennoch ist es empfehlenswert, selbst als geübter Powerball-Nutzer auf den Körper zu hören und gelegentlich trainingsfreie Tage einzulegen.