Das Wichtigste in Kürze
  • Die verschiedenen Netzwerkdosen in Tests im Internet unterscheiden sich vor allem beim Standard des Anschlusses. Für den privaten Gebrauch ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde meist mehr als ausreichend. Bei einer solchen Datenrate, die einige Internetanschlüsse mittlerweile erreichen, ließen sich 40 Videostreams in der Auflösung 4K parallel übertragen. Mit einem Netzwerk mit der Bezeichnung „Cat 5“ ist dies problemlos möglich. Beim Vergleich von Netzwerkdosen werden Sie jedoch fast ausschließlich „Cat 6“ vorfinden. Das ist der darauffolgende Standard, mit dem bereits 10 Gbit/s erreicht werden. Eine Netzwerkdose mit Cat 7 findet sich hingegen kaum. Hierfür werden spezielle Anschlüsse benötigt, die sich vom normalen Stecker unterscheiden und nicht kompatibel sind. Eine solche Cat-7-Dose ist höchstens im professionellen Einsatz sinnvoll, wo riesige Datenmengen, etwa zwischen Servern, verschoben werden müssen. Aktuell erreichen Sie jedoch auch mit Cat 6A die gleiche Leistung. Die beste Netzwerkdose nützt Ihnen zudem gar nichts, wenn nicht auch die Netzwerkkabel und die Endgeräte den entsprechenden Standard unterstützen. Vor allem einfache Fernseher und die meisten Netzwerklautsprecher sind bereits mit Cat-5-Kabeln und passenden Anschlüssen optimal versorgt.

1. Wo sind Netzwerkdosen für Aufputz beziehungsweise Unterputz gut eingesetzt?

Wenn Sie eine Netzwerkdose kaufen, haben Sie meist die Wahl zwischen der Montage auf der Wand oder in vorhandenen Löchern, die auch für Steckdosen oder Lichtschalter genutzt werden. Beim Neubau oder der Renovierung Ihrer Wohnung ist die Netzwerkdose zur Unterputz-Montage optisch ansprechender. Ein nachträgliches Anbringen ist dagegen meist auf der Wand einfacher und deutlich weniger aufwendig. In einem Objekt zur Miete werden Sie zudem oftmals keine andere Wahl haben. Hierbei empfiehlt sich auch ein zusätzlicher Kabelkanal, um das LAN-Kabel stabil und geschützt an seinen Bestimmungsort zu führen.

2. Was bedeuten die Buchstaben bei der Kategorie der Netzwerkstandards?

Häufig finden sich an den Netzwerkstandards Cat 5 oder Cat 6 zusätzlich Buchstaben. Mit Cat 6e oder Cat 6a soll sichergestellt werden, dass auch lange Netzwerkkabel mit über 55 m noch die volle Leistung von 10 Gbit/s erreichen. Beide sind aber keine geregelten Standards. Die korrekte Norm für die LAN-Dosen heißt jedoch Cat 6A nach amerikanischem Standard. Mit einem tiefgestellten A entspricht die Dose sogar der strengeren europäischen Norm. Für den Privatgebrauch können Sie Dosen und Kabel mit kleinen Buchstaben nutzen, die hohe Geschwindigkeiten auch über große Strecken erreichen. Für optimale Störungsfreiheit sollten Sie jedoch auf ein großes „A“ achten, das tiefer gestellt ist. Nutzen Sie eine 2-fach-Netzwerkdose, sollten Sie noch beachten, dass beide Anschlüsse die Übertragungsgeschwindigkeit untereinander aufteilen. Das sollte bei möglichen 10 Gbit jedoch kaum ins Gewicht fallen.

3. Was sagen Netzwerkdosen-Tests im Internet über die Übertragungsgeschwindigkeit?

Aussagen zur exakten Geschwindigkeit von LAN-Dosen finden sich im Grunde gar nicht. Das liegt daran, dass die genannte Norm der Netzwerkdosen ohnehin eingehalten werden muss. Eine Dose mit Cat 6 wird mit einem Kabel unter 50 Metern Länge stets 10 Gbit/s erreichen können. Auch Kabel mit Cat 5e schaffen dies bereits. Zudem hängt die Geschwindigkeit auch von den Kabeln und der Hardware auf beiden Seiten des Netzwerkkabels ab, sodass eine Messung kaum Aussagekraft hätte. Wichtig ist tatsächlich nur die genannte Norm auf der Netzwerkdose, die Sie anschließen.

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