Das Wichtigste in Kürze
  • Um auch tief sitzende Motorblöcke zu erreichen, muss das Motorrad aufgebockt werden. Mit einem Heber für Motorräder ist das mühelos möglich.
  • Eine hohe Tragkraft des Hebers ist besonders wichtig für Fahrer von Choppern oder ähnlich schweren Maschinen, damit auch diese problemlos angehoben werden können.
  • Lässt sich der Heber besonders tief senken, können Sie auch an der gesicherten Maschine im Stehen arbeiten.
Motorradhebebühne-Test: Senken Sie die Hebebühne können Sie ohne Probleme am oberen Teil des Motorrads arbeiten.

Motorradhebebühnen-Test: Eine Motorradhebebühne lässt sich hydraulisch oder elektronisch anheben. Damit können Sie auch niedrig liegende Teile Ihrer Maschine problemlos erreichen. Senken Sie die Hebebühne, arbeiten Sie auch bequem am Tank oder dem Cockpit.

Etwa 4,4 Millionen Motorräder waren 2017 auf deutschen Straßen unterwegs. Viele Menschen sind besonders im Frühjahr und Sommer mit dem Motorrad unterwegs und arbeiten im Herbst und Winter an der Maschine.

Ein Reifen- oder Batteriewechsel kann mithilfe einer Hebebühne für Motorräder auch problemlos in der eigenen Garage erledigt werden. Mit einem Reifenfüller ist das Kontrollieren und Nachfüllen des Reifendrucks ebenfalls ähnlich einfach zu bewerkstelligen.

Einige Motorradhebebühnen sind äußerst hoch anhebbar, sodass Sie auch tiefer liegende Maschinenteile erreichen können. Wir zeigen Ihnen in unserer Kaufberatung zum Motorradhebebühnen-Vergleich 2020 außerdem, auf welche Kriterien Sie neben der maximalen Hubhöhe achten müssen, um die beste Motorradhebebühne zu kaufen.

1. Sind alle Heber für alle Motorradtypen geeignet?

Hoch und runter ohne Probleme mit einer Hebebühne.

Egal, ob Sportmaschine, Chopper oder Roller, auf einer stationären Hebeplattform haben alle Motorräder Platz und können während des Schraubens angehoben oder abgesenkt werden.

Hebebühnen für Motorräder lassen sich in stationäre und mobile Heber einteilen. Beide Typen erledigen ihren Job: Sie heben Ihr Motorrad in verschiedene Höhen an, damit Sie problemlos an allen Teilen Ihrer Maschine schrauben können.

Die stationären oder klassischen Hebebühnen können für alle Motorradtypen genutzt werden und lassen auch das Anheben von Rollern und kleineren Mopeds zu. Außerdem kann die Hebebühne hervorragend als Mittelpunkt der eigenen Schrauberwerkstatt genutzt werden. Zwar verfügen diese Heber teilweise Rollen, durch das hohe Eigengewicht gestaltet sich das Verschieben der Hebebühne jedoch als schwerer.

Die mobilen Hebeböcke sind wiederum in zwei Kategorien unterscheidbar. Zum einen in die Heber, die ebenfalls für alle Motorräder nutzbar sind und oft auch Quads anheben können.

Zum anderen in Hebebühnen, die ausschließlich Offroad Motorräder mit einem hoch liegenden Motorblock anheben. Diese sind jedoch sehr klein und stark in ihrem Einsatzgebiet limitiert.

Hebebühnen, die sich dank Rollen und einem geringen Eigengewicht schnell verschieben lassen, sind besonders gut für Schrauber geeignet, die über eine kleine Garage oder Werkstatt verfügen.

Für die Schrauber unter uns, die jedoch über eine große Werkstatt zum Schrauben am eigenen Motorrad verfügen, empfiehlt sich der Kauf einer eher stationären Hebebühne. Diese bietet besonders viel Platz für Ihre Maschine und das nötige Werkzeug.

Vor- und Nachteile von stationären Hebebühnen:

  • für alle Motorradtypen
  • nutzbar für Roller, Quads und Sitzrasenmäher
  • viel Platz, auch fürs Werkzeug
  • besonders sicheres Arbeiten
  • höheres Eigengewicht

2. Hohe Hubkraft für schwere Maschinen

Gewicht von Motorrädern

Besonders amerikanische Chopper und Cruiser können ein Gewicht schwerer als 700 kg erreichen. Diese Maschinen sind oft mit speziellen Rahmen und Verkleidungen ausgestattet, die zusätzliches Gewicht mit sich bringen.

Die Hub- oder Tragkraft der Hebebühne bestimmt, wie viel Gewicht die Bühne anheben kann. Dies kann hydraulisch oder pneumatisch passieren.

Die Hydraulik der besonders hochwertigen Hebebühnen wird über eine elektrische Pumpe betrieben, die bis zu 700 kg heben kann. Die Höhe kleinerer Bühnen lässt sich hingegen manuell einstellen.

Das Gewicht der verschiedenen Motorradtypen variiert natürlich von Marke zu Marke und ist außerdem abhängig von Motorgröße und Verkleidung.

Nichtsdestoweniger haben wir Ihnen eine Tabelle zusammengestellt, die zeigt, welches Gewicht die unterschiedlichen Motorradarten auf die Waage bringen.

Motorradtyp Leergewicht
Chopper/Cruiser
ca. 260 – 350 kg
Tourer ca. 380 – 565 kg
Sportmaschinen ca. 125 – 200 kg
Enduros/ Off-Roader ca. 84 – 155 kg
Roller ca. 100 – 280 kg
Quelle: ADAC und 1000ps.de

Das Gewicht Ihrer Maschine finden Sie im Fahrzeugschein oder auf der Herstellerseite. Machen Sie vor dem Kauf einer Hebebühne den Motorradhebebühnen-Test zu Hause und schauen Sie nach, wie schwer Ihr Motorrad ist.

Fahren Sie einen schweren Tourer, sollten Sie auf eine Hebebühne mit einer Hubkraft zwischen 450 und 700 kg zurückgreifen. Wechseln Sie zu einem späteren Zeitpunkt das Motorrad und kaufen eine schwerere Maschine, müssen Sie sich nicht darum sorgen, dass Ihre Hebebühne nicht genug Kraft hat, um das neue Motorrad zu heben.

Sollten Sie nicht sicher sein, wie viel Ihr Motorrad vollgetankt wiegt, können Sie Ihre Maschine in der Werkstatt Ihres Vertrauens wiegen.

3. Erleichtert ein bodennahes Absenken das Aufbocken?

Der Kabelbaum eines Motorrads liegt geschützt unter der Sitzbank.

Die Elektronik eines Motorrads versteckt sich unter der Sitzbank, die Batterie unter dem Tank. Um alle Teile des Motorrads zu erreichen, sollte die Hebebühne tief gesenkt werden.

Über die eingebaute Rampe können Sie Ihre Maschine auf den Motorradheber schieben und dort aufbocken. Je tiefer sich die Bühne absenken lässt, desto einfacher ist es also, das Motorrad auf die Motorradhebebühne zu fahren.

Des Weiteren wird auch hier das Arbeiten am Motorrad erleichtert. Der Kabelbaum des Motorrads verläuft für gewöhnlich unterhalb der Sitzbank. Senken Sie das Motorrad ab, können Sie die Kabel und Elektronik der Maschine problemlos erreichen. Ebenfalls ist der Tausch der Batterie bequem möglich, da diese in der Nähe des Tanks sitzt.

Eine Motorradhebebühne sollte demnach zum einfachen Arbeiten am Motorrad mindestens auf eine Höhe von 18 cm gesenkt werden können. Damit können Sie sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten, je nachdem, welche Arbeitsposition Sie bevorzugen.

4. Mit 100 cm Erhöhung auch niedrige Teile erreichen

Rückenschonend arbeiten ist auch in der Werkstatt wichtig.

Mit einer Hebebühne können Sie Ihr Motorrad anheben und äußerst einfach auch niedrigere Teile des Motorrads erreichen. So arbeiten Sie besonders rückenschonend und müssen sich nicht verrenken oder bücken.

Der Motorblock eines Motorrads sitzt tief zwischen dem Vorder- und Hinterrad. Damit Sie bequem am Motor arbeiten können, sollte das Motorrad so hoch wie möglich aufgebockt sein.

Lässt sich die Hebebühne über 100 cm hoch anheben, können Sie im Sitzen ganz einfach jede Schraube erreichen, die Sie erreichen möchten. Besonders beim Ablassen des Öls ist dies äußerst vorteilhaft, da die Schraube zum Öltank an der Unterseite des Motors liegt.

Vergaser, Auspuff und Kolben liegen ebenfalls tief und seitlich am Motorrad. Eine gute Arbeitshöhe hilft dem Erreichen der Teile ebenfalls und schont dazu noch den Rücken.

Um nur kleine Reparaturen am eigenen Bike vorzunehmen, reicht es, das Motorrad nur etwa 35 cm hoch aufzubocken. Damit lassen sich beide Räder problemlos erreichen und wechseln.

Wer jedoch lange Zeit in der Heimwerkstatt am Motorrad arbeitet und gern die Zeit vergisst, sollte beim Kauf einer Hebebühne darauf achten, dass diese mindestens auf 78 cm Höhe angehoben werden kann. Diese Höhe ist mit einem standardmäßigen Schreibtisch zu vergleichen, der hoch genug ist, damit auch große Menschen bequem sitzen können.

5. Elektrische Pumpen erleichtern Profis die Arbeit

Senken oder Heben Sie die Hebebühne an, um bequem an Ihrer Maschine zu arbeiten. Sicherheitshaken von cartrend oder anderen Herstellern sichern das Motorrad zusätzlich.

Mithilfe des Pedals kann die Hebebühne hydraulisch angehoben oder gesenkt werden, je nachdem, welche Arbeitshöhe Sie benötigen. Das Hinterrad kann dabei mit einer Stütze, Spanngurten oder im Revisionsschacht befestigt werden

Wie zuvor erwähnt, lassen sich die Hebebühnen hydraulisch oder pneumatisch bedienen. Besonders bei klassischen Hebebühnen mit einer hohen Tragkraft passiert dies durch den zusätzlichen Einsatz einer elektrischen Pumpe.

Mobile Hebeböcke hingegen werden manuell betrieben. Durch das Bedienen eines Pedals oder Hebels wird Druck in einen Zylinder geleitet, sodass ein Kolben im Inneren des Zylinders zusammengedrückt wird. Als Medium zur Kraftübertragung dient dabei Hydrauliköl.

Für Schrauber, die nur gelegentlich ihre Maschine aufbocken, um Kleinigkeiten an der Maschine zu reparieren oder das Öl zu wechseln, empfiehlt sich der Kauf einer günstigeren Motorradhebebühne, die manuell bedient wird.

Wer oft in der eigenen Werkstatt arbeitet und gerne an der eigenen Maschine schraubt, sollte den Kauf einer Hebebühne mit einer elektrischen Hydraulik in Betracht ziehen. Jeder Schrauber freut sich besonders über eine elektrische Pumpe, die das Anheben und Senken der Arbeitsplattform erleichtert. Dieser einfache Umgang mit der Hebebühne erleichtert den Arbeitsalltag erheblich und bietet eine extreme Arbeitsfreiheit.

6. Sichert eine Radklemme das Vorderrad?

Bequem mit geradem rücken Arbeiten ohne dass das Motorrad während des Schraubens wackelt.

Die Vorderradklemme stabilisiert zusätzlich das Motorrad, wenn es aufgebockt ist. Damit wackelt das Vorderrad nicht hin und her und Sie können sich auf Ihre Arbeit konzentrieren.

Mobile Hebeböcke verfügen nicht über eine Radklemme. Möchten Sie während des Arbeitens am Motorrad lediglich die Gabelfedern entlasten, bleibt das Vorderrad am Boden. Heben Sie das Bike jedoch höher an, sollten Sie darauf achten, dass das Vorderrad extern stabilisiert wird.

Wer sich also zum Kauf einer mobilen Heber entscheidet, muss eine Vorrichtung finden, die das Vorderrad zusätzlich stabilisiert. Wackelt die Maschine zu sehr auf dem Motorradheber, kann es schnell zu Unfällen kommen.

Haben Sie Ihr Motorrad auf einer stationären Hebeplattform aufgebockt, können Sie das Vorderrad der Maschine in der Vorderradklemme sichern. Damit stabilisieren Sie den Stand des Motorrads, sodass es beim Arbeiten ruhig steht und auch das Vorderrad nicht wackelt.

Die Vorderradklemmen sind je nach Reifenstärke universell einstellbar und alle gängigen Vorderradbreiten können gesichert werden.

Wir empfehlen daher den Kauf eines Motorradhebers mit einer eingebauten Radklemme. Das Motorrad bleibt besonders stabil auf der Plattform und wackelt nicht. Im Gegensatz zu den Hebeböcke ist die Hebeplattform insgesamt sicherer, da Sie das Motorrad, falls nötig, noch mit Sicherungshaken an der Plattform befestigen können . So bleibt das Motorrad immer stabil und Sie können in aller Ruhe am eigenen Motorrad schrauben.

7. Ablage für Werkzeug auf der Plattform

Auf einer breiten Hebebühne hat nicht nur das Motorrad Platz. Das benötigte Werkzeug kann direkt griffbereit auf der Bühne gelagert werden.

Auf einem potenziellen Motorradhebebühnen-Testsieger findet neben dem Motorrad auch das wichtigste Werkzeug Platz. So ist alles immer griffbereit.

Nichts ist ärgerlicher, als während der Arbeit nach den Werkzeugen suchen muss, die man doch eben noch in der Hand gehalten hat. Auf einem Motorradheber mit einer großen Arbeitsplattform haben Sie immer genügend Platz, um die wichtigsten Werkzeuge abzulegen.

Besonders eine Plattform, die eine Breite von 50 cm überschreitet, hat sowohl das Motorrad mit breiten Zylindern Platz als auch das Werkzeug, das Sie zur Reparatur Ihrer Maschine immer griffbereit haben sollten.

Auch schmale Vierräder wie Quads oder Sitzrasenmäher können auf einer Hebebühne aufgebockt werden. Hierzu sollte die Breite des Hebers jedoch 70 cm nicht unterschreiten.

Wer eine Hebebühne nur ab und an zum Reifenwechsel nutzen möchte, ist mit einer kleinen, mobilen Hebeböcke sehr gut bedient. Möchten Sie jedoch öfter am Motorrad schrauben oder gar Ihr eigenes Bike entwerfen und zusammenbauen, empfiehlt sich der Kauf einer großen und leistungsfähigen Hebebühne für das Motorrad. Damit haben Sie genug Platz, um auch große und schwere Maschinen sicher zu heben.

Wer mit dem Schrauben am eigenen Motorrad fertig ist und sich auf den Weg macht, sollte vorher seinen Helm säubern und prüfen. Die Stiftung Warentest macht darauf aufmerksam, dass es besonders wichtig ist, das Visier, das Helmschloss und den Kinnriemen auf Schäden zu sichten und das Belüftungssystem zu reinigen.