Das Wichtigste in Kürze
  • Handnähmaschinen sind kompakte Nähmaschinen für den Haushalt. Sie eignen sich besonders für kleinere Reparaturen, Korrekturen und Näharbeiten.
  • Mit Handnähmaschinen lassen sich dünne und mittlere, bei besonders hochwertigen Geräten auch dicke Stoffe bearbeiten. Stationäre Standard-Nähmaschinen sind bei letzteren jedoch überlegen.
  • Handnähmaschinen werden meist mit Zubehör und Ersatzteilen ausgeliefert. Neben Einfädelhilfen und Ersatznadeln ist häufig Garn im Lieferumfang enthalten.

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Eine Handnähmaschine ist eine kleine Nähmaschine, die sich vor allem für einfache Näharbeiten und als Reisenähmaschine eignet. Die Handhabung ist dabei deutlich leichter als bei großen Nähmaschinen. Eine Handnähmaschine ist daher besonders für Anfänger geeignet.

So können Sie auch als ungeübte Näher Hosen kürzen oder Gardinen und Tischdecken leicht nach Ihren Wünschen ändern oder verzieren. Nach getaner Arbeit verstauen Sie die kompakte Handnähmaschine platzsparend in Ihrer Schublade.

Als Reise-Handnähmaschine passen die Geräte in jede Reisetasche und sind vor allem durch ihre kabellose Stromzufuhr besonders praktisch. Handnähmaschinen sind besonders leicht und in der Regel batteriebetrieben. Sie ermöglichen daher ein flexibles Nähen ohne Kabelsalat.

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Handnähmaschinen sind kompakter als klassische Tischnähmaschinen.

Nähen und Schneidern ist beliebt in Deutschland: Laut einer Statistik des Instituts für Demoskopie Allensbach greifen rund 16 Millionen Deutsche zu Nadel und Faden. Begeistern auch Sie sich für dieses Thema und planen die Anschaffung einer kompakten Nähmaschine, dann bietet Ihnen unser Handnähmaschinen-Vergleich Orientierung.

Bei Ihrem persönlichen Handnähmaschinen-Test sollten Sie beachten, dass sich die Geräte unter anderem in puncto Verarbeitung, Bedienbarkeit und Lieferumfang unterscheiden.

In unserer Kaufberatung lesen Sie, was es beim Erwerb einer Handnähmaschine zu beachten gilt. Zudem haben wir noch weitere interessante Vergleiche für Sie zusammengestellt:

1. Wie unterscheidet sich eine Mini-Handnähmaschine von einer Standard-Nähmaschine?

Wussten Sie schon?

handnaehmaschine-easy-maxx-kompaktDie erste Nadel aus Eisen wurde im 14. Jahrhundert hergestellt und war über mehrere Jahrhunderte das wichtigste Werkzeug für die Herstellung von Kleidung. Die erste moderne Nähmaschine wurde im Jahre 1846 vom US-Amerikaner Elias Howe hergestellt.

Eine Handnähmaschine ist eine kompakte und praktische Nähmaschine für den Haushalt. Sie kann zudem als Reisenähmaschine verwendet werden. Vorab muss betont werden, dass sich eine Handnähmaschine von einer normalen stationären Nähmaschine deutlich unterscheidet.

Anders als mechanische oder elektrische Nähmaschinen für den Tisch führen Handnähmaschinen lediglich den einfachen Geradstich aus, denn sie verfügen nicht über verschiedene Nähprogramme.

Darüber hinaus muss der Faden am Anfang und Ende einer Naht häufig von Hand vernäht werden. Auch hier unterscheiden sich viele Handnähmaschinen von mechanischen oder elektrischen Standard-Nähmaschinen.

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Etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland nähen gerne.

Eine Mini-Handnähmaschine muss ohne Unterfaden auskommen und näht lediglich mit einem Faden. Am Ende einer Naht müssen Sie den Faden mit einer Nadel durch die letzte Schlaufe ziehen und häufig von Hand vernähen. So können Sie verhindern, dass sich der Faden löst und die Naht wieder aufgeht.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, die Naht mit der Handnähmaschine zu vernähen, bei unserem Handnähmaschinen-Vergleich fiel uns jedoch auf, dass die händische Variante – vor allem bei besonders günstigen Handnähmaschinen mit minderer Qualität – deutlich sicherer ist. Dies sollten Sie bei Ihrem persönlichen Handnähmaschinen-Test bedenken.

Weitere Vor- und Nachteile einer Handnähmaschine haben wir in der folgenden Übersicht für Sie zusammengefasst:

  • Eine Handnähmaschine hat kompaktere Maße als eine klassische Nähmaschine.
  • Handnähmaschinen sind deutlich leichter als Standard-Nähmaschinen.
  • Eine Handnähmaschine kann schneller in Betriebsbereitschaft versetzt werden als eine klassische Nähmaschine, da sie nicht erst aufgebaut werden muss.
  • Handnähmaschinen sind mit deutlich weniger Komfortfunktionen und einem kleineren Funktionsumfang ausgestattet als normale Nähmaschinen.

pearl mini-handnähmaschineMini-Nähmaschinen: Neben den besonders kleinen Handnähmaschinen und den großen Standardmaschinen gibt es mit der Mini-Nähmaschine eine weitere praktische Nähmaschine für Ihren Haushalt. Die Mini-Nähmaschine gleicht einer Standard-Nähmaschine, zeichnet sich aber durch ihr geringes Gewicht und ihre kompakten Maße aus. Anders als eine Handnähmaschine verfügt sie über mehrere Nähprogramme wie etwa den Zickzack-Stich.

2. Welche Handnähmaschinen-Typen gibt es?

Handnähmaschinen lassen sich in zwei Typen einteilen. Diese haben wir in der folgenden Tabelle für Sie zusammengefasst:

Typ Beschreibung
Elektrische Handnähmaschinen

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Elektrische Handnähmaschinen sind batteriebetrieben und werden über eine Taste, die sich meist auf der Oberseite des Geräts befindet, angeschaltet. Damit das Gerät näht, müssen Sie den Knopf gedrückt halten.

Die meisten elektrischen Handnähmaschinen werden mit 4 AA-Batterien (1,5 V) betrieben. Wenige Geräte können bei Bedarf mit einem Netzteil ausgestattet werden.

Mechanische Handnähmaschinen

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Mechanische Handnähmaschinen gleichen in Form und Funktionsprinzip einem Tacker. Das Nähgut wird zwischen Nadelarm und Feststellplatte positioniert. Um die Nadel in den Stoff zu stechen, müssen Sie den Nadelarm am vorderen Ende mit Ihrem Daumen nach unten pressen.

Lassen Sie den Nadelarm wieder los, geht dieser automatisch nach oben und zieht den Faden durch das Loch.

pearl mini-handnähmaschineVorsicht! Pausieren Sie nach etwa 10 Sekunden Dauerbetrieb für etwa 5 Sekunden. So vermeiden Sie eine Überhitzung Ihrer Handnähmaschine. Unser Handnähmaschinen-Vergleich 2020 hat gezeigt, dass die kleinen Nähmaschinen sehr schnell überhitzen. Ein Handnähmaschinen-Testsieger kann auch über längere Intervalle ohne Probleme benutzt werden.

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Bei Handnähmaschinen können Sie alle gängigen Fäden und Garne verwenden.

3. Aus welchen Bestandteilen ist eine Handnähmaschine zusammengesetzt?

Die verfügbaren Handnähmaschinen bestehen größtenteils aus den gleichen Komponenten. Im Folgenden haben wir diese für Sie aufgelistet und deren Funktion kurz beschrieben:

  • Fadenspannungsregelung: ermöglicht die Justierung der Fadenspannung
  • Nadelarm: führt durch Auf- und Ab-Bewegungen die Nadel und den Faden durch den Stoff
  • Nadel: erzeugt kleine Löcher im Nähgut und zieht den Faden durch diese
  • Spule: auf die Spule wird eine Fadenrolle gesetzt
  • Fadenführung: stabilisiert den von der Spule abgerollten Faden
  • Feststellplatte: fixiert das Nähgut beim Nähen
  • Sperrtaste: verhindert ein unbeabsichtigtes Auslösen des An-/Ausschalters
  • An-/Ausschalters: schaltet die Handnähmaschine ein und aus
  • Drehrad: ermöglicht das manuelle Heben und Senken des Nadelarms
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Bei den meisten Handnähmaschinen sind die gleichen Komponenten verbaut.

pearl mini-handnähmaschineHandnähmaschinen mit Unterfaden: Während Standard-Nähmaschinen mit zwei Fäden arbeiten, die beim Nähen miteinander verknüpft werden – man spricht hier von Ober- und Unterfaden – müssen Handnähmaschinen ohne Unterfaden auskommen. Die Naht einer Handnähmaschine ist deshalb nicht so stabil wie die vieler stationärer Maschinen. Unser Handnähmaschinen-Vergleich ergab, dass keine Handnähmaschinen mit Unterfaden für den Haushalt produziert werden.

4. Eine Handnähmaschine kann viele Maschinenstiche ausführen

Handnähmaschinen verfügen zwar über keine zusätzlichen Nähprogramme, dennoch lassen sich mit den gängigen Geräten verschiedene Maschinenstiche durchführen. In der folgenden Tabelle haben wir diese für Sie zusammengefasst.

Maschinenstich Beschreibung
Geradstich / Steppstich

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Der Geradstich (auch: Steppstich) ist der Standardstich einer Nähmaschine und wird am häufigsten verwendet. Besonders für Nähanfänger eignet sich der Geradstich, da nahezu jede Näharbeit mit ihm durchgeführt werden kann.

Für einen wirklich geraden Stich sollten Sie die Handnähmaschine vorsichtig und langsam am Stoff entlangführen.

Vernähen / Verriegeln

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Damit sich nach dem Nähen der Faden nicht löst und die Nähte wieder aufgehen, ist es wichtig, dass Sie die Naht am Anfang und am Ende vernähen. Man spricht hier auch von verriegeln.

Um die Naht zu fixieren, nähen Sie dazu einfach an deren Anfang sowie an deren Ende 3 bis 4 Stiche vorwärts und rückwärts. Achten Sie darauf, dass Sie dabei auf derselben Linie bleiben, sodass die Naht wirklich fixiert wird.

Ecken

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Möchten Sie mit Ihrer Handnähmaschine um die Ecke nähen, muss die Nadel im Stoff stecken bleiben, während der Stoff gedreht wird. Anschließend können Sie normal weiternähen.

Bei diesem Maschinenstich zeigt sich die große Flexibilität einer Handnähmaschine besonders deutlich.

Zickzack: Ein Zickzackstich, der unter anderem dazu benötigt wird, um Knöpfe anzunähen oder als Ziernaht fungiert, kann von Handnähmaschinen für den Haushalt leider nicht ausgeführt werden.

pearl mini-handnähmaschineÜbrigens: Handnähmaschinen eignen sich hervorragend als Reisenähmaschinen. Beim Camping etwa können Sie die Handnähmaschine für Zelte verwenden. Ist beispielsweise die Plane beim Zeltaufbau eingerissen, lassen sich mit der Handnähmaschine entsprechende Reparaturen vornehmen.

5. Die Handnähmaschine in Aktion: Auf diese Features sollten Sie achten

handnähmaschine-anleitung

Ein ergonomischer Griff beugt Schmerzen im Handgelenk vor.

Ein ergonomischer Handgriff stellt eine enorme Erleichterung dar. So können Sie auch längere Näharbeiten bequem und ohne Schmerzen in den Fingern oder im Handgelenk durchführen.

Außerdem sollte Ihre Handnähmaschine die Einstellung der Fadenspannung zulassen. So lässt sich abhängig vom zu bearbeitenden Stoff sowie der Qualität und Dicke des Garns die Spannung des Fadens anpassen.

Ist diese zu hoch, kann der Faden reißen. Bei zu geringer Spannung lösen sich die Nähte. Achten Sie deshalb bei Ihrem persönlichen Handnähmaschinen-Test darauf, dass die Fadenspannung justierbar ist.

pearl mini-handnähmaschineOverlockmaschinen: Als Industrienähmaschinen werden häufig sogenannte Overlockmaschinen eingesetzt. Nähmaschinen dieser Art sind auf Stoffkanten spezialisiert. In einem Arbeitsgang näht dieser Nähmaschinen-Typ Stoff zusammen und versäubert diesen. Zusätzlich kann der Stoff automatisch und präzise abgeschnitten werden. Da eine Nähmaschine dieser Kategorie unter anderem keine Knöpfe annähen oder Knopflöcher nähen kann, muss sie durch eine normale Nähmaschine ergänzt werden.

6. Auch für Anfänger geeignet: Die Anleitung einer Handnähmaschine enthält wichtige Informationen

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Handnähmaschinen eignen sich vor allem für dünne bis mittlere Stoffe.

Bei unserem Handnähmaschinen-Vergleich fiel uns auf, dass sich die meisten Geräte einfach bedienen lassen. Allerdings sind die Maßnahmen, um die Handnähmaschinen in Betriebsbereitschaft zu versetzen, vor allem für Anfänger nicht intuitiv erschließbar.

Eine aussagekräftige Anleitung ist bei Handnähmaschinen deshalb von großer Wichtigkeit. Leider mussten wir feststellen, dass den Produkten vielfach keine deutschsprachige Gebrauchsanweisung beigelegt ist. Oft sind die Anleitungen in zum Teil fehlerhaftem Englisch und sehr schwer zu lesen.

Auf der Internetseite von Weltbild ist eine deutschsprachige Anleitung für Handnähmaschinen zu finden, die als repräsentativ für die meisten elektronischen Handnähmaschinen betrachtet werden kann. Hier lässt sich sehr genau nachlesen, wie Sie Ihre Handnähmaschine in Betrieb nehmen können.

7. Viele Handnähmaschinen werden mit Zubehör ausgeliefert

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Viele Handnähmaschinen werden mit Zubehör wie einer Einfädelhilfe oder Ersatzspulen ausgeliefert.

Die meisten Handnähmaschinen werden um weiteres Zubehör und Ersatzteile ergänzt. Diese können Ihnen die Arbeit erleichtern und sorgen dafür, dass die Maschine beim Verlust von Einzelteilen weiterhin benutzt werden kann.

Haben Sie Probleme damit, Ihren Faden in die Nadel der Hand-Nähmaschine einzufädeln, kann eine Einfädelhilfe nützlich sein. Diese ist mit einer beweglichen Drahtschlinge ausgestattet mit der Sie Faden und Garn problemlos durch das enge Nadelöhr Ihrer Handnähmaschine ziehen können.

Darüber hinaus sind Ersatznadeln und -spulen sowie Fäden im Lieferumfang vieler Geräte enthalten. Bei unserem Handnähmaschinen-Vergleich stellten wir allerdings fest, dass den Maschinen häufig nur Garn von mittelmäßiger bis schlechter Qualität beiliegt.

pearl mini-handnähmaschineTipp: Verwenden Sie für Ihre Handnähmaschine immer hochwertige Stoffe und Garne, denn bei minderwertigen bleibt die Qualität auch mit der besten Handnähmaschine auf der Strecke. Zudem sollten die Stoffe nicht zu dick sein, da viele Handnähmaschinen lediglich dünne bis mittlere Stoffe bearbeiten können.

8. Besonders dicke Stoffe sind kaum geeignet für Handnähmaschinen

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Beim Kürzen einer Jeans lassen sich die Hosenbeine mit einer flexiblen Handnähmaschine sehr einfach umnähen.

Handnähmaschinen eignen sich besonders für dünne bis mittlere Stoffe. Korrekturen und Reparaturarbeiten an Gardinen oder Kleidung und das Kürzen von Hosenbeinen lassen sich mit einer hochwertigen Handnähmaschine sogar leichter durchführen als mit einem stationären Gerät.

Viele Hersteller werben damit, dass Sie Seide, Jeans, Wolle und Leder mit ihren Handnähmaschinen bearbeiten können. Bei dickeren Stoffen ist diese Angabe jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Zwar sind einige Hand-Nähmaschinen auch für dickere Materialien wie Denim oder Cord geeignet, jedoch erzielen Sie diesbezüglich mit Standard-Nähmaschinen deutlich bessere Ergebnisse. Bei besonders dicken Stoffen oder aufwendigen Näharbeiten können Handnähmaschinen mit den klassischen Nähmaschinen nicht mithalten.

9. Pflege- und Reinigungstipps für Ihre Handnähmaschine

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Wollmäuse und Staub schränken die Funktionstüchtigkeit Ihrer Handnähmaschine ein. Achten Sie daher auf Sauberkeit.

Wie auch klassische Nähmaschinen müssen Handnähmaschinen regelmäßig gewartet werden. Besonders wichtig ist dabei die Reinigung der Maschine. So setzen sich unter der Feststellplatte häufig Schmutz und Wollmäuse fest, die zu Problemen beim Nähen führen können.

Um Ihre Handnähmaschine zu reinigen, entfernen Sie mit einem Mikrofasertuch den Staub aus den Öffnungen sowie zwischen der Feststellplatte und dem Nadelarm. Achten Sie darauf, auch unter der Feststellplatte – am besten mit einem Pinsel – für Sauberkeit zu sorgen.

10. Diese Marken und Hersteller von Handnähmaschinen gibt es

Es ist eine große Bandbreite an verschiedenen Marken und Herstellern von Handnähmaschinen erhältlich. So gibt es etwa Singer-Handnähmaschinen, Pearl-Mini-Handnähmaschinen oder Tiger-Handnähmaschinen.

In der folgenden Übersicht haben wir die bekanntesten Marken nochmal für Sie zusammengefasst:

  • Seasofbeauty
  • PEARL
  • Ailiebhaus
  • Arespark
  • Kaikso-In
  • Souarts
  • Genius Ideas
  • Quantio
  • DECO DIRECT
  • eBoot
  • Milkee
  • Anself
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Gerade bei dicken Stoffen ist eine Standard-Nähmaschine einer Handnähmaschine überlegen.

Darüber hinaus sind Tchibo-Handnähmaschinen, Easy-Maxx-Hand-Nähmaschinen und Easy-Stitch-Handnähmaschinen erhältlich. Auch im Drogeriemarkt oder bei Restposten-Händlern können Sie Ihre Handnähmaschine kaufen. So lassen sich Handnähmaschinen etwa bei Rossmann oder Thomas Philipps erwerben.

Die Stiftung Warentest hat noch keinen Handnähmaschinen-Test durchgeführt. Allerdings testeten sie für Ausgabe 02/2011 Nähmaschinen. Dabei kamen sie unter anderem zu dem Ergebnis, dass bereits günstigere Modelle ab 80 Euro gute Testresultate erzielten.

Zudem betonte die Stiftung Warentest, dass Sie bei Faden und Garn zu Markenprodukten greifen sollten, da billige Produkte häufig mit mangelhafter Qualität enttäuschten.

pearl mini-handnähmaschineVorsicht! Einige Hersteller empfehlen ihre Produkte auch für Kinder. Eine Handnähmaschine ist jedoch keineswegs ein Spielzeug! Sie sollten Ihrem Kind daher im Vorfeld genau zeigen, wie die Handnähmaschine zu benutzen ist und es beim Nähen unbedingt beaufsichtigen.

11. Fragen und Antworten rund um das Thema Handnähmaschinen

Im folgenden Kapitel beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Handnähmaschinen:

11.1. Wie funktioniert eine Handnähmaschine?

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Eine Handnähmaschine näht lediglich mit einem Faden.

Handnähmaschinen sind batteriebetriebene kompakte Nähmaschinen für den Haushalt. Sie arbeiten ohne Unterfaden und erzeugen Nähte, die weniger fest sind, als die von stationären Nähmaschinen mit Unter- und Oberfaden.

Ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Nähmaschine (z. B. von Singer) liegt in der Anwendung. Während eine Handnähmaschine entlang des Stoffes bewegt wird, müssen Sie bei einer Standardmaschine das Nähgut unter der Nadel bewegen.

11.2. Wie gut sind Handnähmaschinen?

Hochwertige Handnähmaschinen sind gut verarbeitet und können sowohl bei dünnen als auch dicken Stoffen angewendet werden. Sie sind sehr einsteigerfreundlich und können auch von Laien ohne Weiteres bedient werden.

An die Nähqualität der stationären Maschinen kommen Handnähmaschinen jedoch nicht heran. Besonders bei sehr dicken Stoffen und komplexeren Näharbeiten müssen Sie unter Umständen zur Standard-Nähmaschine greifen oder den Schneider bemühen.

11.3. Funktionieren Handnähmaschinen auch bei Leder?

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Bevor Sie Leder bearbeiten, sollten Sie auf einem Probestück testen, ob Ihre Handnähmaschine mit dem Material zurechtkommt.

Leder näht man am besten mit einer speziellen Ledernadel und passendem Garn. Dabei ist zu beachten, dass Leder keine Fehler verzeiht. Trennt man eine fehlerhafte Naht wieder auf, bleiben unschöne Stichspuren zurück, die stärker sichtbar sind als bei anderen Materialien.

Fein- und Dünnleder lassen sich in der Regel mit einer Nähmaschine bearbeiten. Besonders hochwertige Handnähmaschinen eignen sich auch für Leder. Testen Sie dies jedoch unbedingt vorher mit einem Probestück.

11.4. Was tun, wenn meine Handnähmaschine nicht näht?

Wenn Ihre Handnähmaschine nicht richtig oder gar nicht funktioniert, kann das verschiedene Gründe haben. Im Folgenden haben wir einige Ursachen aufgelistet und geben Ihnen mögliche Lösungsvorschläge:

  • Der Faden reißt: Ihr Faden ist nicht richtig eingefädelt. Fädeln Sie diesen gemäß der Gebrauchsanleitung neu ein.
  • Der Faden reißt: Die Fadenspannung ist zu hoch und muss reduziert werden.
  • Die Nadel ist gebrochen: Setzen Sie eine neue Nadel gemäß der Betriebsanleitung ein.
  • Die Nadel ist verbogen oder stumpf: Setzen Sie eine neue Nadel gemäß der Gebrauchsanweisung ein.
  • Es werden Stiche ausgelassen: Die Nadel wurde falsch eingesetzt. Setzen Sie die Nadel gemäß der Anleitung ein.