Fritteuse Test 2017

Die 7 besten Fritteusen im Vergleich.

Tefal YV 9601 Tefal YV 9601
Tefal FR8040 Tefal FR8040
Tefal AH9002  ActiFry Family Tefal AH9002  ActiFry Family
Philips HD9240/90 Airfryer XL Philips HD9240/90 Airfryer XL
Klarstein Vitair Klarstein Vitair
DeLonghi F 28311 DeLonghi F 28311
Clatronic FR 3195 Clatronic FR 3195
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Tefal YV 9601 Tefal FR8040 Tefal AH9002  ActiFry Family Philips HD9240/90 Airfryer XL Klarstein Vitair DeLonghi F 28311 Clatronic FR 3195
Vergleichsergebnis Hinweise zum Test- und Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
02/2017
Vergleich.org
Bewertung1,6gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
05/2017
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Bewertung1,9gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung2,2gut
05/2017
Kundenwertung
bei Amazon
568 Bewertungen
201 Bewertungen
269 Bewertungen
601 Bewertungen
183 Bewertungen
325 Bewertungen
268 Bewertungen
TypEine Kaltzonen-Fritteuse ist eine herkömmliche Fritteuse, wie sie in jedem Schnellimbiss Verwendung findet.

Heißluft-Fritteusen arbeiten ohne Fett und gelten somit als gesunde, aber auch weniger geschmacksintensive Alternative.
Heißluft Kaltzone Heißluft Heißluft Heißluft Kalt­zone Roto
rotie­render Frit­tier­korb
Kaltzone
Maße 49 x 38,9 x 30 cm 46,2 x 39,2 x 34,8 cm 39,8 x 39,8 x 24,5 cm 42,3 x 31,5 x 30,2 cm 43,5 x 42,6 x 35,5 cm 36,1 x 31 x 23,9 cm 38,5 x 22,7 x 37,5 cm
geeignet für 6 Per­sonen 5 Per­sonen 6 Per­sonen 5 Per­sonen 7 Per­sonen 6 Per­sonen 8 Per­sonen
Leistung 1.400 Watt 2.300 Watt 1.400 Watt 2.100 Watt 1.400 Watt 1.800 Watt 2.000 Watt
FassungsvermögenGemeint ist das Fassungsvermögen an Frittiergut. 1,5 kg 1,2 kg 1,5 kg 1,2 kg 2 kg 1 kg 2,5 kg
FettfüllmengeMeint die Menge an Öl oder Fett, die der Fritteusenbehälter fassen kann. kaum Fett nötig 3,2 l kaum Fett nötig kaum Fett nötig kaum Fett nötig 1,2 l 4 l
Zeit- und Temperaturanzeige Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Timer Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Abschaltautomatik Ja Nein Ja Ja Ja Nein Nein
spülmaschinenfest Ja Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Vorteile
  • kurze Auf­heiz­zeit
  • großes Fas­sungs­ver­mögen
  • kurze Frit­tier- und Gar­zeit
  • ein­fache Rei­ni­gung
  • kaum Geruchs­bil­dung
  • kurze Auf­heiz­zeit
  • breiter Frit­tier­korb
  • frit­tiert beson­ders knu­sprig
  • ein­fache Rei­ni­gung
  • großes Sicht­fenster
  • hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
  • kurze Auf­heiz­zeit
  • auch zum Auf­tauen geeignet
  • kaum Geruchs­bil­dung
  • ein­fache Rei­ni­gung
  • sch­nelle Frit­tier- und Gar­zeit
  • großes Sicht­fenster
  • ver­schie­dene Gar­pro­gramme
  • kurze Auf­heiz­zeit
  • leichte Bedi­e­nung
  • ein­fache Rei­ni­gung
  • kurze Auf­heiz­zeit
  • große Füll­menge
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Erhältlich bei*

Fritteuse-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Fritteusen, wie man sie in der Gastronomie oder in privaten Haushalten findet, sind Geräte zum Ausbacken von Lebensmitteln in Fett. Am häufigsten werden sie zur Produktion von Pommes Frites, Kroketten oder paniertem Gemüse, Fleisch oder Fisch genutzt.
  • Man unterscheidet meist zwischen zwei Typen von Fritteusen, den Heißluft- und Kaltzonen-Geräten. Die Kaltzonen-Technik arbeitet mit dem Einsatz von Öl und ist heute Gastronomie-Standard. Die Heißluft-Methode arbeitet ohne den Einsatz von Öl. Ein guter Tipp für Figurbewusste.
  • Worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten ist die Leistung des Geräts, das Volumen des Korbes und die Spülmaschinentauglichkeit des Einsatzes.

Fritteuse Test
Ein Lieblings-Grundnahrungsmittel des Deutschen ist die Kartoffel: Der durchschnittliche Bundesbürger nimmt jährlich 60 kg des Wurzelgemüses zu sich. Schon bei Kindern ist die Kartoffel besonders in frittierter Form, als Pommes Frites oder Krokette sehr beliebt. Das prägt: Auch wenn der Verzicht auf Fleisch im Trend liegt, landet die Currywurst auch in der Bürokantine auf Platz eins. Beilage? Na klar – Fritten.

Allen Ernährungsexperten zum Trotz  normale Menschen in diesem Land mögen Lebensmittel, die aus der Fritteuse stammen. Es scheint fast unerheblich, ob es sich dabei um Kartoffelchips, Pommes, Quarkbällchen, Fisch oder Geflügel handelt.

In unserem Fritteusen-Vergleich 2017 verraten wir Ihnen, worauf Sie beim Fritteusenkauf und vor allem, worauf Sie beim Frittieren, achten sollten.

1. Was ist eine Fritteuse?

Fritteusen, wie die Modelle aus dem Fritteusen-Vergleich, sind Geräte zum Ausbacken von Lebensmitteln in heißem Öl. Den Vorgang selbst bezeichnet man als das Frittieren. Das Fett, was verwendet wird, bekommt den Namen Frittüre. Dieser Begriff wird auch umgangssprachlich auch für das frittierte Endprodukt selbst verwendet.

Gastronomie

Beeketal Profi Gastronomie.

Fritteusen für den privaten Haushalt als auch für die Gastronomie haben prinzipiell einen ähnlichen Aufbau: In ein Becken wird Fett gegeben und erhitzt. In das heiße Fett wird ein Stahlkorb mit dem Frittiergut gehangen.

Nach einiger Zeit muss das Fett gewechselt werden. Sowohl in der Gastronomie gebräuchliche Fritteusen als auch Geräte für die Küche daheim arbeiten heutzutage meist mit der so genannten Kaltzonen-Technik, durch die das Frittierfett nicht mehr so oft gewechselt werden muss.

Industrielle Fritteusen sind deutlich größer als die Modelle aus dem Fritteusen-Vergleich und arbeiten zudem kontinuierlich. Das Rohprodukt wird demnach laufend zugeführt und das Endprodukt abgeschöpft. Bei der Entnahme des Endprodukts wird so jedes Mal ein Teil des Öls mit abgeschöpft. Es muss also kontinuierlich neues Fett nachgefüllt werden, damit der Prozess am Laufen gehalten wird.

Hinweis: Fritteuse wird fälschlicherweise oft auch mit nur einem ‚t‘ geschrieben: Friteuse. Laut den aktuellen Rechtschreibregeln vom 01. August 2006 ist dies nicht mehr korrekt – zumindest in Deutschland. In Lichtenstein und der Schweiz darf die Schreibweise mit einem „t“ weiterhin verwendet werden.

2. Aufbau einer Fritteuse

Geht es noch besser?

Nach dem Motto „schlimmer geht immer“ wurde in England der frittierte, in Bierteig gewendete Marsriegel „erfunden“. Seit den 1990er Jahren wird er in Fish and Chips Imbissen vor allem im westlichen Schottland und Australien verkauft.

Der Aufbau einer herkömmlichen Kaltzonen Fritteuse, wie denen aus unserem Fritteusen-Vergleich, ist recht simpel. Sie besteht aus einer Wanne aus Edelstahl. Dort kommt das Öl hinein. In diese Edelstahlwanne wird ein Frittierkorb gehängt. Dieser dient zur Aufnahme der Lebensmittel und kann dank eines Griffs bequem herausgenommen werden.

Das Herz der Fritteuse bildet ein Heizkreislauf, der sich bei älteren Geräten in der Bodenplatte des Gerätes befindet. In der Gastronomie sind sowohl Gas-Fritteusen als auch elektrisch betriebene Frittiergeräte verbreitet. Haushaltsfritteusen werden fast ausschließlich mit Netzstrom betrieben.

Bei moderneren Fritteusen ist das Heizelement über dem Wannenboden schwebend integriert. Dadurch entsteht unter dem Heizelement die namengebende „Kaltzone“, in der das Frittierfett auf etwa 85° abkühlt, so dass Lebensmittelreste absinken können und nicht verbrennen.

Dies dient der Vermeidung der Bildung von Acrylamid, ein mindestens gesundheitsschädlicher Stoff, der durch Überhitzung stärkehaltiger Lebensmittel (also vor allem Kartoffeln und Getreide) entsteht.

Ein Thermostat mit Temperaturfühler sorgt für die gewünschte Hitze im Tank. Bei Haushaltsfritteusen ist in vielen Fällen außerdem eine Zeitschaltuhr integriert oder Zeitwahlprogramme, die bereits auf die Zubereitung bestimmter Lebensmittel zugeschnitten sind.

Auch ein Sicherheitstemperaturbegrenzer ist oft vorhanden, der bei einer Fehlfunktion die Überhitzung des Öls verhindern soll.

Philips Ratgeber

Mit einer Fritteuse kann Essen schnell und leicht zubereitet werden.

Die Vorteile der Kaltzonen-Fritteuse:

  • schnelleres Aufheizen der Frittüre
  • längere Standzeit des Fetts
  • weniger Acrylamid

Einen neuen Trend setzen die Heißluftfritteusen. Diese unterscheiden sich deutlich vom Funktionsprinzip herkömmlicher Kaltzonen Fritteusen. Auf den Einsatz von Öl kann hier weitestgehend verzichtet werden. An die Stelle des heißen Fetts tritt hier: heiße Luft. Während ein Halogen-Infrarot Heizelemen für die richtige Temperatur sorgt, bleibt durch ein Gebläse die Luft im Garraum in permanenter Zirkulation. Dadurch sollen die Geräte Energie sparen, was sich an der meist geringeren Leistung ablesen lässt. Die Hersteller versprechen, dass man mit 20 ml Öl eine Packung Pommes von 1,5 kg frittieren kann.

Die Vorteile- und Nachteile dieser Technik zusammengefasst:

  • Einsparung von Öl bis zu 80%
  • Endprodukt hat weniger Kalorien
  • Sanftes Frittieren bei 150° Umluft
  • Lautstärke (ähnlich wie Umluft-Herd)
  • Frittüre weniger geschmacksintensiv

3. Kaufberatung: Darauf müssen Sie achten

Die Moulinex Am 3021

Die Moulinex Am 3021.

Der Online-Kauf einer Fritteuse unterscheidet sich nicht grundlegend vom Kauf eines solchen Gerätes im stationären Handel für Haushaltselektronik. Um die für Sie beste Fritteuse zu finden, sollten Sie sich aber die Antworten auf folgende Fragen überlegen:

  • Wie gesund möchte ich mich ernähren?
  • Möchte ich ein Produkt, das mehr oder weniger Fett verwendet?
  • Brauche ich die Fritteuse nur zum Frittieren?
  • Wie oft werde ich die Fritteuse benutzen?
  • Wie viele Personen möchte ich bekochen?
  • Brauche ich eine Timer-Funktion am Gerät?
  • Brauche ich mehrere Garzonen?
  • Muss der Frittierkorb spülmaschinenfest sein?

Die wichtigste Frage ist, ob man eine Kaltzonen Fritteuse oder eine modernere Heißluftfritteuse haben möchte. Wenn man diese Frage beantwortet hat, kann man sich um die technischen Details kümmern.

Beim Kauf sollte man dann vor allem auf die Leistung der Geräte achten, auf das Fassungsvermögen des Korbes, auf die Fettfüllmenge und ob die Geräte spülmaschinenfest sind.

3.1. Die Leistung des Gerätes

Die Leistung des Gerätes ist wichtig, wenn es um die Aufheizzeit des Öls geht. Bei Fritteusen, die mit heißer Luft backen, spielt dieser Fakt eine untergeordnete Rolle. Jedoch sollte man darauf achten, dass die Geräte für ein gutes Ergebnis wenigstens 1.300 Watt umsetzen.

Eine größere Rolle spielt die Leistung bei Geräten, die viel Fett benötigen. Es gibt Geräte, die eine Fettfüllmenge von 4 Litern und lediglich über eine Wattleistung von 2.000 Watt verfügen. Bei solchen Geräten muss man oft mit einer längeren Aufheizzeit rechnen.

Für normale Füllmengen von 1-2 Litern reichen 1.800 Watt Leistung eindeutig für einen Fritteusen-Vergleichssieger aus. Falls es mehr als zwei Liter Öl sind, die erhitzt werden müssen, sollte das Gerät mindestens 2.500 Watt haben. Bei kleineren Geräten mit einer Fettfüllmenge von unter 1 Liter können auch um die 800 Watt ausreichen.

Hinweis: Die Leistung des besten Gerätes sollte der vor allem der Fettfüllmenge angemessen sein.

3.2. Das Fassungsvermögen und die Fettfüllmenge

Bei Heißluft Fritteusen (in diesem Fritteusen-Vergleich die Modelle der Marken Tefal, Philips und Klarstein) spielt die Fettfüllmenge keine Rolle, hier geht es um das Volumen des Garraums. Dieser sollte für Ihre Bedürfnisse angemessen sein. Während für einen Single-Haushalt ein Fassungsvermögen von 2 kg Fritten reichlich hoch gegriffen scheint, relativiert sich dieser Wert beim Einsatz für eine fünfköpfige Familie schnell.

Hinweis: Die meisten Hersteller von Heißluftfritteusen geben an, dass überhaupt kein Öl benötigt wird. In Form – zum Beispiel – von Marinaden landen letzten Endes dennoch oft einige Tropfen Fett im Garraum. Achten Sie daher auf gute Zugänglichkeit und leicht zu reinigende Oberflächen.

Die Fettfüllmenge ist vor allem bei traditionellen Geräten wichtig, da sie die Menge des Frittierguts bestimmt. Die Faustregel besagt, dass das Verhältnis von Fett und Lebensmittel etwa 4:1 betragen sollte. Hält man sich an diese Maßgabe, kann man also 1 kg Pommes Frites in 4 Litern Fett frittieren.

Beispiel: Heiß oder kalt – wann rentiert sich eigentlich eine Heißluft Fritteuse?

Modell Klarstein Vitair (Heißluft) Moulinex AM3021 (Kaltzone)
Preis 115 € 81 €
Benötigtes Öl 0,02 l 2,2 l
Preis/Liter Sonnenblumenöl (Aldi) 1,29 € 1,29 €
Kosten pro Einsatz 0,03 € 2,84 €
Kosten pro Jahr (bei Nutzung 2 x pro Woche und Wechsel des Fetts alle 5 Benutzungen) 2,68 € 64,22 €
Kosten nach einem Jahr Benutzung mit Anschaffung 117,68 € 145,22 €

Tipp: Der Kauf eines teureren Gerätes kann sich nach kurzer Zeit schon rentieren, wenn es ökonomischer arbeitet. In diesem Falle würde sich der Kauf einer Heißluft Fritteuse nach 11 Monaten rechnen, wenn man sie regelmäßig nutzt.

3.3. Die Extras einiger Geräte

Bei den Kaltzonen-Fritteusen sollte man keine großen Extras erwarten. Die meisten Geräte bieten eine digitale Anzeige und eventuell einen Timer. Bei diesen Produkten kann es Vorteile bringen, wenn man mehrere Frittierkörbe hat. Auch sind in dieser Kategorie nicht alle Maschinen spülmaschinenfest.

Bei den Heißluft Fritteusen wird seitens der Hersteller deutlich mehr Wert auf einige Extras gelegt. So haben alle Geräte eine digitale Zeit- und Temperatur-Anzeige, eine Timer-Funktion, eine Abschaltfunktion am Ende der Garzeit und auch spülmaschinenfeste Teile. Ein weiteres Extra kann ein beweglicher Rührarm sein, falls man in diesem Gerät auch automatisch Soßen kochen möchte. Hersteller Klarstein legt seiner Heißluftfritteuse Vitair ein liebevoll gestaltetes Rezeptheft bei, das auch auf der Hersteller-Webseite heruntergeladen werden kann.

4. Was muss man bei der Benutzung von Fritteusen beachten?

Bomann

Die Bomann Fr 1290 – eine klassische Mini-Fritteuse.

Auch wenn die Bedienung einer Fritteuse nicht sonderlich kompliziert ist, so sollte man doch verschiedene Kleinigkeiten bei der Benutzung beachten. Nachdem man sich für ein Fett entschieden hat, sollte man das Gerät auf die erforderliche Temperatur einstellen. Man sollte das Gerät nicht gleich auf die Zieltemperatur festlegen, da die Fritteuse nicht schneller warm wird, wenn man die Temperatur möglichst hoch wählt.

Die meisten Hersteller empfehlen sogar, die Temperatur zunächst bei 60-80° C einzustellen und 10 Minuten zu warten. Das Fett kann so beginnen zu schmelzen. Dann erst sollte man auf 170° C übergehen, um einem vorzeitigen oxidativen Verderb des Fetts vorzubeugen.

Wann ist die korrekte Temperatur erreicht? Da meist bei einer Temperatur von 170° Celsius frittiert wird, empfiehlt es sich nicht, einen Test mit den Händen durchzuführen. Normalerweise benutzt man einen Holzstab, also den Griff eines Rührlöffels aus Holz, und hält diesen in das Öl. Wenn das Öl Blasen schlägt, kann man bedenkenlos anfangen zu frittieren.

Beim Frittieren selbst gibt es nicht viele Dinge zu beachten. Die Lebensmittel sollten vor allem wasserarm in das Fett kommen und nicht kurz vorher gewaschen worden sein. Beim Frittieren sollte man unbedingt die richtigen Zeiten für die Nahrungsmittel einhalten.

Zeiten und Temperaturen für gängiges Frittiergut:

Nahrungsmittel Temperatur in °C Zeit
in Minuten
Bratwurst/Frikadellen 175 3-4
Paniertes Kotelett 175 5-6
Unpaniertes Schnitzel 175 2-3
Paniertes Schnitzel 170 5
Cordon Bleu 160 8-10
Leber 160 2-3
Hähnchenkeulen 170 15
Krabben 175 1-2
Riesengarnelen 175 5
Fischfilet in Backteig 170 7
Fischstäbchen 160 5-8
Karpfen in 4 Stücken 175 8-10
Pommes frites 170 4
Tiefgekühlte Kroketten 175 6-8
Zwiebelringe 170 3
Kohlrabi in Scheiben 170 2-3
Zucchini in Scheiben 170 3
Berliner pro Seite 175 5
Quarkkeulchen pro Seite 175 1,5
Spritzgebäck pro Seite 175 2
Panierter Camembert 170 2

Wichtige Sicherheitstipps für Fritteusen zusammengefasst:

  • Kein Wasser in die heiße Fritteuse füllen!
  • Die Lebensmittel sollten wenig Wasser enthalten, also nicht frisch gewaschene Produkte in die Fritteuse geben!
  • Nie die Hände in das heiße Fett tauchen!
  • Das Fett sollte 175° Grad nicht überschreiten, sonst bildet sich Acrylamid.
  • Das Fett regelmäßig wechseln, entweder alle 20 Betriebsstunden oder alle 5 Tage.
  • Brennendes Fett NIEMALS mit Wasser löschen, lieber die Flammen abdecken!

5. Das Geheimnis des Öls – Was ist gut zum Frittieren?

Die Auswahl des richtigen Öls für die Fritteuse kann schwierig sein. Oft wird das preiswerteste Öl genommen, was entweder aus Sonnenblumenkernen oder Raps hergestellt wurde. Jedoch ist beides zum Frittieren ungeeignet.

Wichtig ist beim Frittieren der sogenannte Rauchpunkt, da einige Öle beim Erhitzen anfangen Rauch zu bilden. Die Rauchbildung hat die Entstehung von gesundheitsschädlichen Acrolein zur Folge. Weiterhin sollten mehrfach ungesättigte Fettsäuren beim Frittieren vermieden werden, da sie im Verdacht stehen krebserregend zu sein, wenn sie erhitzt werden.

In einer Tabelle haben wir hier die besten Öle zum Frittieren kurz zusammengestellt:

Art des Öls Zum Frittieren geeignet? Rauchpunkt in °C Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren in %
Palmöl Ja 220 8
Palmkernfett Ja 220 unter 5
Kokosfett Ja 205 1-2
Butterschmalz Ja 200 3
Olivenöl Ja 200 10
Butter Nein 175 unter
5
Sonnenblumenöl Nein 200 60
Sojaöl Nein 230 55
Erdnussöl Nein 230 45
Sesamöl Nein 230 40
Rapsöl Nein 200 40
Walnussöl Nein 130 70
Schweineschmalz Nein 160 10
Margarine Nein 170 40

Das Öl sollte in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. Vor allem in Großbetrieben und auf Großevents wie Jahr- oder Weihnachtsmärkten ist das ein großes Problem. So gibt es immer wieder Ratgeber, die behaupten, dass man am letzten Tag Schnellimbisse meiden sollte, da sie alle altes Fett verwenden.

Tatsächlich: Altes Fett kann große Auswirkungen auf die Qualität des Endproduktes haben. Auch sollte man die Reihenfolge beim Frittieren beachten: Wer erst Fisch frittiert und dann panierten Camembert in die Fritteuse gibt, muss mit sehr fischigem Käse zurecht kommen.

DeLonghi Ratgeber

Ölwechsel bei DeLonghi.

Die Öle sollten spätestens dann gewechselt werden, wenn sie unangenehm riechen und vermehrt zu spritzen beginnen. Faustregel ist zwar alle 20 Betriebsstunden, es richtet sich aber auch danach, was frittiert wird und welche Mengen.

Öl kann wie jedes Lebensmittel verderben. Man erkennt den Verderb an der Struktur des Öls: Das Öl wird zähflüssiger und beginnt beim Abtropfen Fäden zu ziehen. Lebensmittel nehmen im schlechten Öl die doppelte Menge an Öl auf, daher auch der geschmackliche Unterschied.

Mittlerweile kann man den Verderbnisgrad von Ölen auch messen. Er wird in polaren Anteilen angegeben. Die polaren Anteile stellen dabei die thermisch-oxidativ veränderten Fettbestandteile dar. Wenn mehr als 24% des Öls aus polaren Bestandteilen bestehen, gilt das Fett als verdorben.

Auch ohne Messgerät kann man diesen Zustand erkennen: Wenn Fett bei 140° Celsius anfängt zu spritzen, sollte es umgehend gewechselt werden.

Die richtige Entsorgung des Öls stellt eine letzte Hürde dar. Von einer Entsorgung im Abfluss oder in der Toilette ist abzuraten. Auch von der teils anscheinend gängigen Methode des Kompostierens sollte man tunlichst absehen. Verbrauchtes Öl kann abgekühlt in einem Metall-, Kunststoff- oder Glasbehälter gesammelt werden und bei Gelegenheit an einer Restmüllsammelstelle der örtlichen Abfallbetriebe abgegeben werden. Im Internet finden sich auch sehr kreative Tipps zu diesem Thema.

Kleinere (Tropf-)Mengen können natürlich weiterhin durch ein Zellstofftuch aufgesaugt werden und in der Bio-Tonne entsorgt werden.

Selber machen

6. Beliebte Gerichte aus der Fritteuse

  • Der Klassiker – Pommes Frites

    Pommes Frites erfreuen heutzutage Jung und Alt. Die älteste Überlieferung der Pommes Frites geht auf den Belgier Joseph Gérard zurück. Er hat dieses Gericht um 1781 beschrieben.

    So erzählte er, wie die Einwohner der Belgischen Städte Namur, Huy und Dinant Fische in der Maas fingen und diese in heißem Öl frittierten. Im Winter, als sie weniger Fische fingen, sollen sie Kartoffeln in Form eines Fisches frittiert haben. Das waren der Legende nach die ersten Pommes Frites.

    Das Geheimnis von gelungenen Pommes frites liegt in der richtigen Herstellung. Die Kartoffelsorte sollte nach der gewünschten Frittenkonsistenz gewählt werden. Festkochende Sorten ergeben eine Fritte mit cremigem Innenleben. Luftig und dennoch saftig werden die Pommes wenn mehligkochende Sorten frittiert werden.

    Die Kartoffeln werden in Stifte der favorisierten Dicke geschnitten und sollten dann für etwa 10 Minuten in mit Essig versetztem Wasser vorgekocht werden. Lassen Sie die Stifte danach einige Minuten trocknen. Danach müssen die Fritten zweimal frittiert werden. Das erste Mal für knapp 45-50 Sekunden bei 180°C. Danach lässt man die Kartoffelstifte abkühlen und trocknen bevor sie dann zum zweiten Mal frittiert werden, diesmal für circa drei Minuten bzw. bis zur gewünschten Bräunung.

    Tipp für ein superknuspriges Ergebnis: Frieren Sie die Fritten nach dem ersten Fritteusengang über Nacht (oder länger) ein.

    Wussten Sie’s? Belgischen Pommes Frites eilt der Ruf der besten Fritten der Welt voraus. Der Unterschied zu deutschen Imbissen ist, dass dort häufig Rinderfett statt Pflanzenöl zum Frittieren verwendet wird.

  • Kartoffelchips

    Was sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren?

    Ungesättigte Fettsäuren sind z. B. Omega-3 und Omega-6. Sie sind im Normalfall sehr gesund, bilden jedoch beim Erhitzen freie Radikale. Diese sind als krebserregende Substanzen eingestuft worden, daher sollten diese beim Frittieren nur bedingt im Öl vorhanden sein.

    Der Legende nach sollen Kartoffelchips am 24. August 1853 von George Crum, einem Koch aus Amerika, erfunden worden sein. Ein Gast soll sich bei ihm über seine zu dicken Bratkartoffeln beschwert haben. Der Koch schnitt die Stücken also hauchdünn und frittierte sie. Der Gast soll über die dünnen Scheiben, die sich nicht einmal mehr mit der Gabel aufspießen ließen, so fasziniert gewesen sein, dass der Koch sie auf die Speisekarte nahm. Sie wurden bald in ganz Amerika ein großer Verkaufsschlager.

    Seit den 1920er Jahren werden Kartoffelchips industriell hergestellt. Die Chips waren zunächst noch ungewürzt. Ab den 1940er Jahren wurden Verfahren zur Herstellung von Chips mit Gewürzen und Käse entwickelt. Seitdem erfreuen sich Kartoffelchips großer Beliebtheit und sind ein Klassiker als Partysnacks.

    Die Herstellung der Chips ist auch zuhause nicht schwierig. Die Kartoffeln werden einfach in dünne Scheiben geschnitten und anschließend 1-2 Minuten frittiert. Danach können sie nach Belieben gewürzt werden.

  • Schnitzel

    Ein Klassiker der deutschen Kantinenküche ist das Schnitzel mit Pommes. Da es ca. 12.000 Kantinen und Betriebsrestaurants in Deutschland gibt und diese mindestens 15 Millionen Kunden haben, sollte an dieser Stelle auch etwas zum Lieblingsgericht „Schnipo“ gesagt werden.

    Das Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art wird zuerst in Mehl gewendet. Danach wird es paniert, also zuerst in Ei gewendet und danach von Semmelbröseln ummantelt. Ei und Semmelbrösel sollten gewürzt und gut verrührt werden.

    Danach kommt das Schnitzel in die Fritteuse: bei 175° C hineingegeben ist es fertig, sobald es sich nach oben bewegt.

 

Ganzes Hähnchen

Wie Sie hingegen ein ganzes Hähnchen frittieren, zeigt Ihnen folgendes Video:

7. Häufig gestellte Fragen

7.1. Was sagt die Stiftung Warentest?

Was ist Acrylamid?

Acrylamid ist ein Stoff, der vor allem aus der Kunststoffherstellung bekannt ist. 2002 konnten schwedische Forscher nachweisen, dass der Stoff auch beim Erhitzen von Lebensmitteln entsteht. In großen Mengen entsteht es beim falschen Ausbacken. Im Tierversuch ist der Stoff krebserregend und nervenschädigend. Noch kann man nicht genau sagen, wie die Wirkung auf den Menschen ist. Jedoch sollte es vermieden werden, große Mengen des Stoffes aufzunehmen.

Einen einschlägigen Fritteusen-Test hat die Stiftung Warentest  zuletzt im Jahr 2003 durchgeführt. In diesem wurden 14 Fritteusen genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur zwei Geräte erhielten die Note „Gut“. Besonders negativ fielen die hohen Temperaturen einiger Geräte auf. Demnach gab es Fritteusen, bei denen eine Öltemperatur von über 182 Grad gemessen wurde – was wiederum bedeutet, dass ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Acrylamid besteht.

Um das Risiko einer Acrylamid-Bildung so gering wie möglich zu halten, sollten Lebensmittel bei höchstens 170 Grad frittiert werden. Zum vollständigen Artikel geht es hier.

7.2. Welche Marken und Hersteller gibt es?

  • Tefal
  • Philips
  • Severin
  • Clatronic
  • Siemens
  • Bosch
  • Quigg
  • Studio
  • Silvercrest
  • DeLonghi
  • Bestron
  • Moulinex
  • Steba
  • Unold
  • Klarstein
  • Bomann
  • Tristar
  • Rosenstein & Söhne

7.3. Wo kann man Fritteusen kaufen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fritteusen zu kaufen. Zum einen kann man Fritteusen im lokalen Elektronik-Markt, bei Saturn oder Mediamarkt erwerben. Zum anderen werden Sie auch in Online-Shops wie Amazon fündig. Dort genießen Sie den Vorteil einer großen Produktauswahl. Zudem können Sie in Ruhe verschiedene Angebote miteinander vergleichen.

7.4. Wie reinigt man eine Fritteuse?

Zur Reinigung muss das Gerät in seine Einzelteile zerlegt werden.

Zur Reinigung muss das Gerät in seine Einzelteile zerlegt werden.

Bei den meisten Modellen ist die Reinigung relativ leicht – ganz besonders bei den Heißluft-Fritteusen. Die Modelle können zerlegt und teilweise in der Spülmaschine gereinigt werden. Da nicht viel Öl anfällt, muss dort nichts außergewöhnliches beachtet werden.

Bei einer Kaltzonen-Fritteuse ist die Reinigung ein wenig aufwendiger. Das Öl muss nach zwanzig Betriebsstunden oder spätestens nach fünf Benutzungen bei unregelmäßiger Verwendung gewechselt werden. Die Qualität des Endproduktes vermindert sich sonst zu stark. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten der Reinigung. Abhängig vom Gerät, wird das Öl entweder in eine Kunststoffschüssel abgelassen oder es gibt einen Abfluss, den man aufklappen kann, aus dem die Ölflüssigkeit herauslaufen kann. Wenn bei einigen Geräten das Öl fest geworden ist, muss es entweder herausgekratzt oder erneut erhitzt und wieder flüssig gemacht werden.

Vergleichssieger
Tefal YV 9601
sehr gut (1,4) Tefal YV 9601
568 Bewertungen
203,99 € Zum Angebot
Preis-Leistungs-Sieger
DeLonghi F 28311
gut (1,9) DeLonghi F 28311
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