Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Kaltzonenfritteusen befindet sich das Heizelement nicht wie bei herkömmlichen Fritteusen versteckt unter der Fettwanne, sondern hängt mit etwas Abstand (ca. 1 bis 2 cm) frei im Öl. Das heiße Öl zirkuliert, wodurch die Frittier-Temperatur schneller erreicht wird und herabfallende Speisereste nicht so leicht verbrennen.
  • Alle gewerblich genutzten Fritteusen arbeiten heutzutage nach dem Kaltzonenprinzip, da das Öl nicht so schnell verbraucht wird und seltener gewechselt werden muss.
  • Zum Zwecke der einfachen Handhabung empfehlen wir Geräte, die sich möglichst leicht reinigen lassen. Die besten Kaltzonen-Fritteusen in unserem Vergleich lassen sich komplett zerlegen und sind mit spülmaschinengeeigneten Körben und Gehäusen ausgestattet.

kaltzonen-fritteuse test

Schnitzel, Backfisch oder Pommes: Allein der Gedanke an krosses Frittiertes lässt Ihnen schon das Wasser im Munde zusammenlaufen? Wenn da nur nicht jedes Mal die zeitaufwändige Reinigung danach wäre… Eine Kaltzonenfritteuse lässt sich aufgrund Ihrer besonderen Bauweise nicht nur leichter säubern, sondern verhindert auch die Entstehung unangenehmer Gerüche.

Die Auswahl ist riesig und es ist gar nicht so einfach, aus der Vielzahl der unterschiedlichen Geräte das richtige für Ihre persönlichen Ansprüche zu finden. In unserer Kaufberatung erfahren Sie, wie Kaltzonenfritteusen funktionieren und was Sie bei der Nutzung generell beachten müssen.

  • Kaltzonen-Friteuse, Kaltzonenfritteuse oder vielleicht sogar mit „ö“? Für das beliebte Küchengerät geistern verschiedene (teils skurrile) Schreibweisen durch das Netz. Die richtige lautet nach den aktuellen Rechtschreibregeln: Kaltzonenfritteuse. In der Schweiz und in Liechtenstein darf aber weiterhin die Variante mit nur einem „t“ verwendet werden.

1. Wie funktioniert eine Fritteuse mit Kaltzonentechnik?

Pommes in Fritteuse

Verschiedene Kaltzonen-Fritteusen-Tests im Internet zeigen: In der Kaltzone hat das Öl bzw. Fett nur noch eine Temperatur von 50 bis maximal 90 °C, wodurch herabsinkende Reste und Partikel des Frittier-Guts nicht verbrennen können.

Mit einer Kaltzonenfritteuse ändert sich zwar weder der Frittier-Vorgang an sich noch die Garzeit oder die (mehr oder weniger) gleichmäßige Bräunung, dennoch gibt es im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen einige signifikante Unterschiede. Während bei Letzteren das Heizelement unter dem Frittier-Behälter versteckt ist, befindet es sich bei einer Kaltzonenfritteuse direkt im Öl bzw. Fett, und zwar in einer Höhe von ein bis zwei Zentimetern über dem Boden.

Durch diese besondere Bauweise steigt bei einer Fritteuse mit Kaltzonenprinzip das bis 190 °C heiße Öl nach oben, kühlt sich ab und sinkt an den Außenwänden des Frittier-Behälters wieder zu Boden, wo es sich letztendlich unter der Heizelement sammelt. Diesem Bereich, der als „Kaltzone“ bezeichnet wird, verdankt die Fritteuse auch ihren Namen. In der Kaltzone hat das Öl bzw. Fett nur noch eine Temperatur von 50 bis maximal 90 °C, wodurch herabsinkende Reste und Partikel des Frittier-Guts nicht verbrennen können. Auf diese Weise wird die Entstehung des gesundheitsschädlichen Acrylamid vermindert und es entstehen gleichzeitig weniger unangenehme Gerüche.

Gut zu wissen: In einer Kaltzonenfritteuse sollte vorsichtshalber kein kaltes Fett erhitzt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass das Heizelement überhitzt. Verflüssigen Sie das Fett vor dem Frittieren oder verwenden Sie stattdessen lieber gleich Öl.

2. Welche Arten von Kaltzonenfritteusen gibt es?

Aufgrund ihres Volumens und der Leistungsfähigkeit eignen sich Kaltzonenfritteusen zwar vorrangig für die Gastronomie, es gibt aber auch kompakte Modelle für den privaten Gebrauch. Reine Gastro-Geräte können bis zu 24 Liter Öl fassen und bieten teilweise eine Leistungsaufnahme von bis zu 6.500 Watt. Bei den Haushalts-Fritteusen sind es hingegen „nur“ bis zu 6 Liter Öl und eine Leistung von bis zu 3.200 Watt.

Tipp: Um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, sollte die Leistung der Kaltzonenfritteuse bei mindestens 1.300 Watt und das Verhältnis von Frittier-Gut zu Fett bei etwa 1:4 liegen.

Kaltzonenfritteuse in der Gastronomie

Aufgrund ihres Volumens und der Leistungsfähigkeit findet man Kaltzonenfritteusen überwiegend in der Gastronomie.

In Hinblick auf das Gehäuse und dessen Form unterscheiden sich die Geräte mit Kaltzonen-Technik nicht von den herkömmlichen Fritteusen. Es gibt sowohl eckige als auch runde Modelle, wahlweise mit Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse. Daneben stehen verschieden große und bei Bedarf auch gleich mehrere Frittier-Körbe zur Wahl, wodurch die Zubereitung verschiedener Gerichte (sprich: Frittier-Güter) gleichzeitig möglich ist.

Frittier-Korb mit Pommes

Auch die Größe des Frittier-Korbs stellt ein wichtiges Auswahlkriterium bei den Kaltzonenfritteusen dar. Höherpreisige Modelle haben sogar mehrere davon.

Höherpreisige Geräte bieten überdies meist noch einen (auswechselbaren) Geruchsfilter sowie eine Temperaturanzeige und ein Fenster im Deckel, über welche Sie das Frittier-Geschehen stets im Auge behalten können.

3. Worauf sollten Sie beim Kauf einer Kaltzonenfritteuse achten?

Neben den technischen Aspekten und dem Preis ist die Kapazität eines der wichtigsten Kriterien, wenn Sie eine Kaltzonen-Fritteuse kaufen. Während für einen Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt in der Regel ein Gerät mit 1 bis 2 Litern Fassungsvermögen ausreicht, sollten Familien besser zu einem größeren Modell greifen. Leistungsmäßig spielen die Modelle für den privaten Gebrauche alle in derselben Liga, daher müssen Sie sich darüber eher weniger Gedanken machen. Die Angabe der Wattzahl gibt lediglich Aufschluss darüber, wie schnell das Fett oder Öl erhitzt wird. Ansonsten spielt auch noch der Sicherheitsaspekt eine entscheidende Rolle.

Wichtige Sicherheitstipps:

Füllen Sie niemals heißes Wasser in die Fritteuse und geben Sie möglichst nur Lebensmittel hinein, die von Natur aus wenig Flüssigkeit enthalten. Die Fett-Temperatur sollte 175 °C nicht überschreiten, da sich ansonsten schädliches Acrylamid bildet. Tauchen Sie unter keinen Umständen Ihre Hände in das heiße Fett und löschen Sie, falls es zu einem Brand kommen sollte, die Flammen keinesfalls mit Wasser, sondern ersticken Sie sie stattdessen z.B. mit einer Decke.

In unserem Vergleich haben neben den Kaltzonen-Fritteusen von Tefal, De´Longhi oder Bestron auch weniger bekannten Marken mit guten Noten abgeschnitten. Am wichtigsten ist aber immer, dass die Fritteuse Ihren persönlichen Ansprüchen genügt. Wenn Sie auf der Suche nach einem Gerät sind, das unkompliziert in der Nutzung ist, sich leicht reinigen lässt und mit sehr guten Frittier-Ergebnissen punkten kann, dann ist eine Kaltzonenfritteuse genau das Richtige für Sie.