Das Wichtigste in Kürze
  • eBook Reader eignen sich besonders für Pendler und Reisende. Wer gern unterwegs lesen möchte, kann mehrere Tausend Bücher in digitaler Form mitnehmen – im Taschenformat.
  • Besonders bekannt und beliebt sind Amazons Kindle eReader. Doch auch andere Buchgroßhändler haben mit eigenen Modellen nachgezogen. Mit eInk ist eine besonders papierähnliche Displaytechnologie zum Standard geworden, die Ihre Augen nicht ermüden lässt.
  • In der Regel sind eBooks um bis zu 20 % günstiger als gedruckte Taschenbücher. Ausnahmen sind bestimmte Fachbücher. Viele literarische Werke werden jedoch auch für unter fünf Euro angeboten, viele Klassiker, die mittlerweile gemeinfrei sind (bei denen also das Urheberrecht ausgelaufen ist) gibt es auch kostenfrei zum Download. PDF-Dateien wie Seminar-Reader oder wissenschaftliche Werke stehen oft ohnehin frei zur Verfügung.

 

Kindle-Ebook-Reader-Test

„Schock deine Eltern – Lies ein Buch!“, forderte einst die Kampagne eines Leseförderprojekts, das Kindern und Jugendlichen Prosa, Lyrik und Literatur näher bringen sollte. Die „Hauptmedien Fernseher und Computer“ standen Mitte der Nullerjahre bereits im Verdacht, jedem Anspruch kultureller Bildung durch die Bereitstellung von Sitcoms, Gameshows, Baller- und Online-Spielen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Angst der Pädagogen war groß.

Der Rückblick auf unsere verblassende Erinnerung zeigt, dass der Buchhandel mit Kampagnen wie dieser (2007) nicht ganz falsch lag: Der Branchenumsatz geht seither ebenso zurück wie der Anteil der regelmäßigen Leser in der Bevölkerung. eBooks machen allerdings einen immer größeren Anteil am Gesamtvolumen aus.

Sieht man sich an, in welchen Situationen Menschen gerne zu Büchern greifen, wird die Entwicklung selbstverständlich: Denn auch beim Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und an Urlaubsorten (Strand, Schwimmbad, …) wird gerne und viel gelesen.

eBook Reader nehmen besonders Leseratten ab, sich vor Reiseantritt entscheiden zu müssen, welche Schmöker ins Gepäck kommen. Handlich wie ein Tablet, manchmal spritzwassergeschützt, immer mit WLAN-Unterstützung lassen sich einige Tausend Bücher im Handgepäck verstauen.

Für unseren eBook-Reader-Vergleich 2020 haben wir Daten einiger der beliebtesten Modelle verglichen. Wie funktioniert die Anmeldung im WLAN, wie der Download von eBooks? Geht die Bedienung intuitiv vonstatten oder muss man sich erst einarbeiten? Halten die Displays was sie versprechen? Gibt es Zusatz-Features – und wenn ja: Sind die sinnvoll? Liegt der eReader gut genug in der Hand, sodass das Lesen Vergnügen bereitet? Die vielen Kundenrezensionen halfen uns bei der Analyse.

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Einige Lesegeräte im Vergleich (v.r.n.l.): Tolino Vision 4 HD, Kobo H2O, Kindle Voyage, Kindle, Pocketbook Touch Lux 3, Kobo Aura One, Kindle Paperwhite und Kindle Oasis

1. Was ist ein eBook-Reader?

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Dank Klappcover mit Ledereinband fühlt sich der Kindle Oasis fast wie ein richtiges Buch an.

Wer zum ersten Mal online mit eReadern konfrontiert wird, mag sich vielleicht fragen, worin der Sinn liegt, sich zusätzlich zum Smartphone, zum Tablet und zur eventuell vorhandenen Bibliothek noch ein Gerät zuzulegen, dessen Hauptaufgabe die Anzeige von Texten sei.

Das können Tablets, Smartphones und Bücher schließlich auch.

Stattgegeben: Der Einwand ist berechtigt. Der große Vorteil und das Alleinstellungsmerkmal des eReaders ist letztendlich nicht, was er macht – Texte anzeigen – sondern wie er es macht:

Die Besonderheit der aktuellen eBook-Reader liegt in der Display-Technologie, meist e-Ink, manchmal ePaper genannt.

Die Displays, die der Optik echten Papiers tatsächlich sehr nahe kommen, haben einen gewichtigen Vorteil:

Da sie nicht selbst leuchten, ermüden die Augen nicht so schnell, wie beim Lesen längerer Texte auf dem Tablet oder dem ohnehin meist deutlich kleineren Smartphone-Display.

Ein Nachteil ergibt sich aus dieser Technologie, den man in Kauf nehmen muss:

Die eInk-Displays reagieren deutlich langsamer, als dies von Tablets gewohnt ist. An das Anschauen von Filmen oder das Tippen längerer Texte mit einem eReader ist daher kaum zu denken. Die Darstellung erfolgt überdies in Grautönen (bzw. Schwarz-Weiß).

Die eReader sind darauf spezialisiert, einer großen Anzahl Texte im Mobilität zu verleihen. Alle eReader des Vergleichs haben mit Bildschimdiagonalen von 6″ – 7″ und Gewichten von wenigen Hundert Gramm etwas mehr als Schokotafelformat und erlauben das Mitführen von Daten, die 4 bis 8 Gigabyte umfassen, teils per SD-Karte erweiterbar.

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Leuchtet im Dunklen! Bis auf den etwas älteren Amazon Kindle, trumpfen alle verglichenen eReader mit beleuchteten Displays auf. Die Beleuchtung geschieht indes indirekt: Das papierähnliche Display wird von LEDs am Rand angestrahlt. Das schont die Augen und ermöglicht langes Lesevergnügen auch in finsterster Nacht.

Da die eBook-Dateien klein sind, ergeben sich Bibliotheken von etwa 3.000 bis 8.000 Büchern – immerhin der Bestand einer durchschnittlichen Gemeindebücherei. Dass übrigens auch erfahrene Umzugshelfer unter einer solchen Last ächzen würden, versteht sich von selbst.

Die eBooks werden per USB-Dateitransfer vom Rechner auf den Reader kopiert oder per Shop-Anbindung direkt übers WLAN heruntergeladen. Die Kindle-Serie von Amazon sind auch mit SIM-Karte erhältlich, so dass auch unterwegs Bücher aus dem Internet geladen werden können oder der integrierte Browser genutzt werden kann. Ob diese Funktionen die teils saftigen Aufpreise rechtfertigen, bezweifelt zumindest der Autor dieser Zeilen.

Fazit: Natürlich ersetzt der eReader weder das Smartphone noch die Stadtbücherei. Der eBook-Reader eignet sich insbesondere für Vielleser, also Menschen, die viel und lange lesen und dabei viel unterwegs sind: Vielleser, Allesleser, (Geschäfts-)Reisende, Pendler, etc.

2. PDF, MOBI, ePUB, AZW: Welche Formate sind mit einem eBook-Reader kompatibel?

Solange Texte in digitaler Form vorliegen, sind die gängigen Dateiformate DOC, DOCX und PDF und werden folgerichtigerweise auch von allen eBook-Readern erkannt und angezeigt. Mit HTML als textbasierter Online-Sprache können ebenfalls alle Geräte umgehen – nicht zuletzt dank des integrierten Browsers.

Auch Bilddateien – JPG, GIF und PNG – werden von den meisten eReadern angezeigt, wenn auch nur in Schwarzweiß, eine Einschränkung die die Natur der eInk-Displays mit sich bringt.

eBooks wie sie von den großen Online-Buchhändlern vertrieben werden, kommen jedoch in speziellen Formaten: Hier sind ePub, Mobi und AZW/KFx die wichtigsten Formate.

Die Zusammenfassung zuerst:

Wer vor allem für Neuerscheinungen, Bestsellerlisten und Belletristik-Klassiker brennt, hat überhaupt kein Problem: Die führenden Online-Händler werden Ihnen kaum Format-Probleme bereiten. Wer bestimmte Formate, beispielsweise Forschungs- oder Fachliteratur vorzieht, ist gut beraten, die gängigsten Formate der favorisierten Lektüren im Vorherein zu eruieren, und zu einem eReader greifen, der diese anzeigen kann.

  • Und wo ist der Haken? Nun…
    Klick zum Öffnen

    Amazon schützt seinen eigenen Buch-Markt nämlich durch die Etablierung eines speziellen Kindle-spezifischen eBook-Formats. Andere Buchhändler, Thalia oder Hugendubel beispielsweise, versehen die von ihnen vertriebenen eBooks wiederum mit einem Schutz, der dafür sorgt, dass die heruntergeladenen Dateien nicht unbedingt mit einem Kindle Reader geöffnet werden können und von Amazon geladene Kindle-eBooks wiederum mit anderen Readern nicht geöffnet werden können.

    Ergo – Man kann nicht alles haben: Während Amazon seinem eBook-Markt mithilfe des proprietären Kindle-Edition-Formats zu einiger Exklusivität verhilft, können die weit verbreiteten ePub-Files wiederum mit Kindle Readern nicht geöffnet werden.

    Was zunächst kompliziert klingt, hat erstens einen einfachen Grund und zweitens in der Praxis gar keine allzu schweren Auswirkungen.

    Der Grund ist, dass die Vertreiber von eReadern meist ebenfalls Buchhändler sind und die Bindung der Kunden an die eigene Plattform erfolgen soll.

    In der Praxis erfolgt diese Kundenbindung einerseits quasi von allein: Durch die auf den eReadern vorinstallieren Shop-Browser landet der Lesewillige automatisch auf den vom Hersteller gewollten Shop-Seiten. Andererseits bieten die Online-Buchhändler außer Amazon eBooks oft in verschiedenen Formaten zum Download an. Da dank der Buchpreisbindung, die laut deutschem Gesetz auch für den eBook-Vertrieb gilt, die Preise auch überall gleich sind, darf die Entscheidung letztlich aufgrund anderer Kriterien erfolgen. Angemessene Fragen wären daher angenehm banal: Welcher eBook-Shop hat die größte Auswahl? Wo ist die Zahlungsart am bequemsten? Welcher Shop ist mir sympathisch?

    Die Vor- und Nachteile der Kindle Reader:

    • An Amazon als Buch-Shop geknüpft
    • Shop-Browser vorinstalliert
    • Sehr große Buch-Auswahl
    • An Amazon als Buch-Shop geknüpft

     

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Aktuelle Bestseller, Klassiker der Lyrik und Belletristik, gemeinfreie Werke sowie etablierte Fachbücher werden im gut sortierten Online-Handel in verschiedenen Formaten, aber fast immer zu denselben Preisen angeboten. Ratgeberliteratur ist ein besonderes Feld – hier finden sich immer wieder Sonderpreise bis hin zu Gratis-Downloads.
Die Buchpreisbindung gilt eigentlich auch für den eBook-Markt und soll eigentlich für Transparenz und einen Einheitlichen Markt sorgen. In der Realität treibt das Gesetz kuriose Blüten: So kann man nicht nur beim Platzhirsch Amazon auch eBook-Flatrates buchen oder eBooks „ausleihen“.

3. Welches sind die beliebtesten eBook-Reader im Vergleich?

Viele Portale im Internet befassen sich mit dem eBook-Reader-Vergleich in Hinblick auf Mobilität, Geschwindigkeit, Display und Ausstattung.

Auch die Stiftung Warentest hat – bereits 2014 – einen Testbericht zu eReadern erstellt. Hier wurde – damals wenig überraschend – der Kindle Paperwhite von Amazon Testsieger.

In der Zwischenzeit haben die Konkurrenzprodukte in den meisten technischen Disziplinen ordentlich Land gutmachen können.

Die von uns 2020 verglichenen eBook-Reader liegen daher größtenteils sehr nah beieinander und sind sich nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr ähnlich.

Die Unterschiede, die also ausschlaggebend sind, wenn Sie einen eBook-Reader kaufen wollen, erschließen sich daher auf den zweiten Blick.

Wo die Technik in den Hintergrund gerät, haben wir uns daher hauptsächlich mit der Haptik, der Benutzerfreundlichkeit und den Zusatzfeatures befasst.

Die Kriterien Bedienung/Benutzerfreundlichkeit, Anzeige und sonstige Features sind am wichtigsten. Weil die Software-Ausstattung und die technische Basis der eBook-Reader dieses Vergleichs fast durchweg sehr ähnlich war, konzentrierten wie uns auf die Hauptaufgaben der eReader: Texte anzeigen, dabei gut in der Hand liegen und stressfrei bedienbar sein.

Statt einer langwierigen Kaufberatung, hier unsere zwei Blickwinkel:

3.1. Im Vordergrund: Bedienung, Haptik, Anzeigequalität, Features

Damit ein eReader seinen Zweck erfüllt, muss natürlich – nicht nur bei einem eBook-Reader-Testsieger – die Technik stimmen. Das ist größtenteils bei den eReadern aller Marken im Vergleich der Fall.

Damit es auch Freude macht, auf dem Reader zu lesen, müssen andere Qualitäten erfüllt werden:

Kriterien Beschreibung
Display- und Anzeigequalität

Amazon Kindle Oasis

Einerseits Resultat der zugrundeliegenden Technik, andererseits ist das visuelle Erlebnis genau das: ein Erlebnis. Die Schärfe der Displays bei der Anzeige von Text und/oder Bildern, die Beleuchtung des Displays, seine generelle Helligkeit sowie die Einstellbarkeit von Beleuchtung und Schriftgröße sind hier wichtige Faktoren.
Bedienung

eReader-Test: Pocketbook Touch Lux 3

Das Lesen von eBooks soll Freude machen und nicht in Stress ausarten. Daher sollte die Bedienung der eReader intuitiv verständlich sein und die Funktionen sollten gleichermaßen erreichbar wie sinnvoll sein. Ob ich eine URL in die Browserzeile eingeben, den Schriftgrad vergrößern, eine Textpassage markieren oder kopieren, eine Notiz einfügen möchte oder ein Lesezeichen gesetzt werden soll: Die Funktionen wurden von allen Herstellern eingebaut. Jetzt müssen sie nur noch funktionieren.
Haptik

eBoor-Reader im Test: Der Kindle

Von aktuellen Smartphones und Tablets verwöhnt, erwarten wir eine ansprechende Haptik. Auf das Gewicht eines Ziegelsteins können wir verzichten, allzu leicht sollte ein eReader aber auch nicht sein, da er sonst schnell „billig“ wirken würde.
Gummierte Oberflächen helfen zudem, eine gewisse Griffigkeit herzustellen.
Features

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Die meisten der eReader im Vergleich kommen ohne weiteren „Firlefanz“. Gerade beim Kindle Oasis und beim Tolino Vision 4HD wird aber deutlich: Die eine oder andere Zusatzfunktion ist sinnvoll, das eine oder andere Zubehörteil eine willkommene Ergänzung.
Zusammengefasst:

Die wichtigsten Voraussetzungen, damit das Lesen auf dem eReader Spaß macht, sind die Displayqualität, die stressfreie und intuitive Bedienung und eine wertige Haptik.

3.2. Vor der Kür kommt die Pflicht: Technische Daten und Software-Ausstattung

Wenig überraschend: Damit die von den Herstellern angepriesenen Features funktionieren, muss auch die technische Ausstattung stimmen. In den Hintergrund rücken diese Kriterien für uns vor allem, weil die besten eBook-Reader allesamt bei recht hohen Standards angekommen sind. Die technischen Unterschiede sind daher fast marginal oder zweitrangig:

Kriterien Beschreibung
Display

eBook-Reader-Test: Amazons Kindle Oasis

Alle eReader im Vergleich haben Touchscreens, die

  • Graustufen anzeigen,
  • mit der eInk-Technologie ausgestattet sind,
  • beleuchtet sind,
  • mindestens 6″ in der Diagonale messen und
  • mit mindestens 1.024 x 758 Pixeln bei 212 bis 300 PPI für eReader sehr hohe Auflösungen bieten.

Einziger Ausreißer ist das „alte“ Amazon Kindle: Mit deutlich geringerer Auflösung und ohne Beleuchtung kann dieses aber immerhin mit einem deutlich niedrigeren Preis punkten.

Speicher

Im eBook-Reader-Test: Pocketbook Lesegerät mit SD-Slot

Der interne Speicher liegt bei allen eReadern im Vergleich bei 4 GB – nur der Tolino Vision 4 HD bietet den doppelten Platz. Zwei der verglichenen Geräte haben einen Micro-SD-Slot, mit dem sich der interne Speicher erweitern lässt.

Wie sinnvoll das ist sei dahingestellt. 4 GB reichen bereits für mehrere Tausend Bücher.

Einige Testberichte im Internet weisen darauf hin, dass Grafik-, Musik- und Filmdaten viel mehr Speicherplatz benötigen. Das ist korrekt. Einen Kopfhöreranschluss suchen wir jedoch vergeblich, die Displays zeigen nur Grautöne an und für Filme sind sie überhaupt nicht geeignet. Die Kategorie Speicherplatz kann daher getrost vernachlässigt werden.

Akku

Akku leer im eBook-Reader-Test

Die Akkulaufzeiten betragen zwischen einem Monat (Amazon Kindle) und bis zu mehreren Monaten (Amazon Kindle Oasis). Der Spitzenreiter (Kindle Oasis) punktet hier besonders durch einen Zweitakku, der in die mitgelieferte Lederhülle eingearbeitet ist und per Magnet an den eReader „andockt“, sobald man diesen mit seiner Hülle umgibt.
Schnittstellen

im eBook-Reader-Test: Kobo Aura H2O

 

Unerlässlich ist der obligatorische USB-Port, der auch bei allen eReadern vorhanden ist. Er fungiert bei allen Geräten im Vergleich sowohl als Standard-Schnittstelle für die Daten-(also eBook-)Übertragung und als Lade-Port.

Weiterhin unterstützen alle eBook-Reader im Vergleich den WLAN-Standard 802.11b/g/n und lassen sich somit über jedes gewöhnliche WLAN mit Daten versorgen. Dank integrierter Browser kann man also auch kabellos nach neuem Lesestoff suchen und diesen herunterladen.

Geräte wie der Kobo Aura H2O und das Pocketbook nehmen eine Micro-SD-Karte auf.

Die neueren Kindle-Geräte (Oasis, Voyage und Paperwhite) sind optional mit 3G, also mobilem Internet erhältlich. Für dieses Extra wird der Kunde allerdings mit rund 60 € zur Kasse gebeten. Vom Sinn dieses Features sind wir nicht restlos überzeugt.

Formateebook bücher Der Tolino 4 HD bietet die geringste Kompatibilität. Auf das Wesentliche beschränkt, öffnet der Tolino nur ePub-, PDF- und TXT-Dateien. Alle anderen eReader im Vergleich haben erweiterte Kompetenzen und öffnen problemlos auch .Doc, .Docx und Mobi.

Allein Amazons Kindle Reader öffnen Kindle-Dateien, die von den anderen Readern nicht abgespielt werden können.

Software
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Bis auf das Pocketbook, das mit einer Reihe (einfacher) Spiele aufwartet, einen Rechner und eine Galeriefunktion aufweist, beschränken sich alle Reader auf ihre Grundfunktionen.

Man kann die Anzeige daher rudimentär auf seine Bedürfnisse hin (Beleuchtung) konfigurieren, oder grundlegene Einstellungen wie die Refresh-Rate der Anzeige ändern und natürlich ins lokale WLAN einloggen.

Das klingt enttäuschend, ist aber kein allzu großes Manko, denn: Da das Display speziell für langes Lesen konzipiert wurde, sind längere Eingaben in Suchmasken oder gar das Verfassen von Notizen eher lästig und ein Ärgernis. Dass die Funktionalität der eReader insofern stark reduziert ist, ist nur folgerichtig und erspart Enttäuschungen an anderen Stellen.

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Der Absatz von E-Books steigt seit Jahren kontinuierlich.

4. Wissenswertes zum Thema eBooks

4.1 Was kostet ein eBook im Vergleich zu einem Taschenbuch?

Generell lässt sich sagen, dass eBooks im Vergleich zu einem Taschenbuch um 20 % günstiger sind. Wenn also für einen Bestseller-Roman in gebundener Form im Handel beispielsweise 29,99 Euro aufgerufen werden, erhalten Sie das eBook für etwa 22,99 Euro.

Viele literarische Werke werden auch für 3,99 Euro und weniger angeboten. Hierbei handelt es sich meist um ältere Werke oder um Aktionen seitens der Händler. Hier kommt es in der Regel auch darauf an, wie alt das Werk ist. Ist das Urheberrecht bereits älter als 70 Jahre oder möchte ein junger Autor auf sich aufmerksam machen, erhalten Sie Bücher auch kostenfrei.

Bestseller-Roman Urheberrecht abgelaufen/ Eigenwerbung Autoren Ältere Werke oder Aktionen
Beispiel ebook kindle kaufenKinder der Freiheit – Ken Follett ebook kindle günstig
Robinson Crusoe – Daniel Defoe
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Längst vergangen: Thriller – John Rector (Kindle-Deal des Monats)
Taschenbuch* 12,99 € 7,99 € 9,99 €
eBook* 9,99 € 0,99 € 4,99 €

* beispielhafte Preise anhand des Sortiments von Amazon, Stand September 2017

4.2. Bezugsquellen: Wo finde ich welche eBooks?

Der Online-Riese Amazon bietet Ihnen eine breite Auswahl an, sodass Sie ganz bequem über den PC oder im Kindle-Shop ein neues eBook kaufen können. Über 3 Millionen Bücher stehen Ihnen hier zur Auswahl.

Achtung: eBooks von Jane Austen bis hin zu Kochbüchern werden von Amazon im Kindle-Format vertrieben, die nur mit dem Kindle Reader zu öffnen sind. Die Konvertierung von Kindle-Dateien ins offene Format ePub ist zwar mit entsprechender frei verfügbarer Software aber möglich – jedoch nicht in jedem Falle legal.

Book.de ist ein weiterer Anbieter einer großen Auswahl an elektronischen Books. Auch hier finden Sie vom Kochbuch über das Kinderbuch bis hin zu Schulbüchern, Fantasyromanen und Klassikern alles, was das Leserherz begehrt. Auch die Buchhandlungsketten Thalia, Weltbild und Hugendubel sind online und mit elektronischen Büchern vertreten. Über die entsprechenden Internetseiten haben Sie die Möglichkeit, sich mit Lesestoff einzudecken.

Übrigens: Die Stiftung Warentest bewertete eBook-Portale im Herbst 2013. So richtig gut hat keine der getesteten Seiten abgeschnitten. Die teils sehr schlecht bewerteten Anbieter erhielten aber ihre schlechte Benotung zum Teil wegen AGB-Formulierungen und Rechtlichen Beanstandungen. Fans von klassischer Literatur oder aktuellen Bestsellern werden mit allen Portalen klarkommen.

4.3. Zusätzliche Speicherkarte: Sinnvolles Zubehör oder verzichtbares Feature?

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Der Touch Lux 3 von Pocketbook mit SD-Karten-Leser.

In diesem eBook-Reader-Vergleich verfügten alle Geräte über mindestens 4 GB internen Speicher, was für etwa 2000 bis 4000 eBooks ausreicht. Warum ein SD-Kartenslot zusätzlich notwendig sei, erschließt sich uns daher nicht ganz.

Vielleicht ist der Steckplatz ein sinnvolles Feature, wenn man größere Daten von Kameras, Smartphones oder ähnlichen Geräten migrieren möchte. Dennoch: Der Zusatznutzen hält sich in Grenzen.

5. Welche Datei-Typen kann ein eReader verwalten?

Die wohl gängigsten eBook-Formate:

5.1. EPUB

Das bekannteste eBook-Format nennt sich EPUB. Dieses finden Sie bei so gut wie allen Modellen der eBook-Reader, da es einen „offenen Standard“ darstellt. Es lässt sich zwar auch mit verschiedenen Formatierungen im Text, Bildern und Musik anreichern, ist aber in der Regel ausschließlich mit Text ausgestattet.

Achtung: Amazons Kindle-Reihe unterstützt das offene Format ePub nicht. Es existierte aber Konvertierungs-Software, die zumindest bei eBooks ohne DRM (also ohne Kopierschutz) funktioniert.

5.2. PDF

Animes und Comics: Genre mit eigenem Format

Es ist möglich, dass Sie in den Beschreibungen der eBook-Reader weitere Formate finden.

Das könnten zum Beispiel Word-, TXT-, RTF-, CBZ- oder CBR-Formate sein.

CBZ und CBR sind insbesondere für Sie interessant, wenn Sie Comics und Animes auf Ihrem e-Book Reader lesen möchten.

So gut wie alle eReader unterstützen das altbekannte PDF-Format. PDF-Dateien sind strenggenommen Grafikdateien und somit immer mit Vorgaben im Layout versehen, die nicht alle Reader automatisch an die Displaygröße anpassen können.

5.3. AZW

AZW ist ein Amazon-Format, das ausschließlich für die Kunden des Online-Versandhändlers nutzbar ist.

Es kann also lediglich von Geräten wiedergegeben werden, die von Amazon stammen. Das ist zum Beispiel bei allen Kindle-Geräten der Fall.

Diese sind dann jedoch für andere Formate nicht empfänglich. Das heißt, dass Sie mit einem Amazon Kindle beispielsweise kein EPUB-Format nutzen können.

6. Funktionsunterschiede im eBook-Reader-Vergleich

6.1. Blättern: Tasten und Tatschen

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Die Blättertasten des Kindle Oasis finden sich neben dem Display statt darunter.

Auf allen eReadern im Vergleich konnten die Seiten per Antippen der rechten Bildschirmhälfte umgeblättert werden (linke Display-Hälfte zum Zurückblättern). Der Tolino Vision 4 reagiert überdies auf Antippen der Rückseite.

Nur noch der eReader von Pocketbook hat Tasten zum Blättern, einen „Homebutton“ sowie einen Taster, der zum Einstellungsmenü führt.

Was eventuell ein wenig altmodisch wirkt und sicherlich auch keiner unbedingten Notwendigkeit folgt, macht zwar das Gehäuse merklich größer, hat aber einen bestechenden Vorteil: Die haptische Kontrolle über das Blättern in beide Richtungenlese ist deutlich stärker ausgeprägt als bei den reinen Touchscreen-Steuerungen und absolut nicht anfällig für „Vertipper“ und dergleichen.

6.2. Beleuchtete eBook-Reader: Standard aus gutem Grund

Alle eBook-Reader im Vergleich hatten eine integrierte Displaybeleuchtung, die sich mit wenigen Klicks in der Intensität, teils auch in der Farbtemperatur einstellen lässt. Während letzteres eher Spielerei ist und keinen wirklichen Nutzen bringt, kann die Displayhelligkeit einfach der Umgebungshelligkeit angepasst werden.

6.3. Akku und Laufzeit

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Akku leer? Kann schon mal passieren. Dieser Kindle benötigte nur wenige Stunden, um vom Laptop-USB-Port auf Spannung gebracht zu werden.

Alle eBook-Reader im Vergleich überzeugen mit langen Akkulaufzeiten. Mehrere Wochen ohne Aufladung sind hier keine Seltenheit – positiver Nebeneffekt der energiesparenden Displays und der effizienten, wenn auch nicht allzu leistungsstarken Prozessoren und Speicherchips.

Zum Laden werden die eReader per 5V-USB-Netzteil an die Steckdose oder einfach mit dem beiliegenden USB-Kabel an einen Computer angeschlossen. Die Reader sind nach Ladezeiten von wenigen Stunden wieder voll geladen und einsatzbereit.

6.4. Guter Schutz ist wichtig: eReader fürs Schaumbad

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Beim eBook-Reader-Vergleich ins Wasserbad gefallen? Kein Fettnäpfchen für robuste Geräte wie den Tolino.

Zwei der verglichenen eBook-Reader sind wasserdicht: Sowohl der Tolino Vision 4 HD als auch der Aura H2O halten auch unter Wasser an der aktuellen Lektüre fest. Bis zu einem Meter tief dürfen die Geräte unter die Meeresoberfläche geraten und dort eine kurze Weile in Vergessenheit geraten.

Was den meisten Leseratten wie eine reichlich unnötige Extravaganz vorkommen mag, hat zumindest für Freunde und Freundinnen des Schaumbads oder der geruhsamen Wassersportarten einen klaren Vorteil.

6.5. Kopierschutz

Die meisten eBooks, insbesondere die, die Sie bei Amazon erwerben können, sind mit einem DRM (“Digital Rights Management”) versehen.

Das bedeutet, dass Sie elektronische Bücher von Amazon beispielsweise ausschließlich auf dem Amazon Kindle in seinen verschiedenen Varianten lesen können. Außerdem lassen sie sich auf dem iPhone, dem iPad oder auf einem eBook-Reader Android-Gerät, welches mit einer Kindle App versehen ist, lesen.

Verlage und Autoren sind jedoch mit Überlegungen beschäftigt, den Kopierschutz für eBooks aufzugeben. Dies steckt allerdings noch in den Anfängen und es ist noch nicht bekannt, wie und wann dies umgesetzt werden wird. Werke, deren Urheberrecht verfallen ist, besitzen keinen Kopierschutz und können daher auf nahezu allen Modellen der eBook-Reader gelesen werden.

7. Buchpreisbindung, Kundenbindung, Kontobindung?

Einige eBook-Reader-Modelle sind im Hinblick auf die Ausleihe von eBooks oder den eBook Download an einen speziellen Anbieter gebunden.

Damit Sie sich eBooks kaufen oder ausleihen können, benötigen Sie zwangsläufig ein Kundenkonto für den jeweiligen Onlineshop. Also kommen Sie um ein Konto bei Amazon, Weltbild, eBook.de oder Thalia nicht herum.

Das ist aber gar keine aufwendige Geschichte und nimmt nur wenige Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Haben Sie einmal ein Kundenkonto angelegt, können sie jederzeit im Shop Ihrer Wahl eBooks kaufen oder ausleihen.

Auch mit den Kindle Readern können Sie Bücher anderer Anbieter lesen, sofern diese nicht mit einem Kopierschutz versehen sind.

8. In der Kindle-Bücherei … gibt’s so manche e-Books zum Ausleih’n

  • Elektronische Ausleihe

    Amazon bietet seiner zahlenden Kundschaft einen besonderen Service an: Sind Sie beispielsweise im Besitz eines Kindle-Gerätes und sind dazu noch Amazon Prime-Mitglied, dann haben Sie die Möglichkeit, sich in der Kindle Leihbücherei eBooks auszuleihen. Die elektronische Ausleihe funktioniert mit leichten Einschränkungen: Jeden Monat können Sie sich ein Buch ausleihen, dieses in Ruhe lesen und wieder „abgeben“, sobald Sie fertig sind. Rückgabe bedeutet: die von Amazon dokumentierte Löschung des eBooks auf Ihrem eReader. Sie haben zwar keine Rückgabefrist für das ausgeliehene Buch, dennoch schränkt Amazon den Konsum hier ein, indem Sie erst wieder ein neues Buch ausleihen können, wenn Sie das Alte wieder zurückgegeben haben. Natürlich müssen Sie Ihren eBook-Reader auf dem gleichen Amazon-Kundenkonto anmelden, auf dem auch Ihre Prime-Mitgliedschaft läuft. Außerdem funktioniert die Kindle-Leihbücherei ausschließlich auf einem Kindle eBook-Reader und nicht mit einer Kindle-Lese-App, welche Sie etwa auf Ihrem Laptop oder Smartphone oder auf gängigen Tablets benutzen.

    • Maximal 1 eBook zur Ausleihe pro Monat
    • Nur mit Kindle-Gerät
    • Nur als Amazon-Prime-Mitglied
  • Kindle Unlimited

    Mitte 2014 hat Amazon das Abo-Format Kindle Unlimited vorgestellt. 9,99 Euro im Monat werden fällig, um dafür die Auswahl aus 650.000 kostenlosen eBooks zu haben. Thriller, Liebesromane, Fantasy und auch Sachbücher können dann nicht nur auf Kindle Readern, sondern auch auf Tablets, Smartphones und Computern mit der Kindle App gelesen werden.

    Ein 30-tägiger Probezeitraum ist gratis. Amazon erlängert die Flatrate automatisch, ermöglicht aber eine jederzeitige Kündigung. Leih- oder Rückgabefristen gibt es nicht, maximal sind jedoch zehn Bücher gleichzeitig erlaubt.

    Bei Spiegel Online ist der Service jedoch durchgefallen: die meisten deutschsprachigen Titel seien unbekannt; auch wenige große Namen wie die Potter-Bücher können darüber nicht hinwegtäuschen. Hörbücher fehlen komplett. Fremdsprachige Literatur ist hingegen gut vertreten. Besser schneiden die beiden Konkurrenten Skoobe und Readfy ab, wobei Letzteres zwar ebenso nur eine schmale Auswahl bietet, dafür aber kostenlose eBooks.

    • maximal zehn Bücher gleichzeitig ausleihen zum Pauschalpreis von 9,99 € / Monat
    • Achtung: die aktuelle Top-10 der Spiegel Bestsellerliste befindet sich nicht im Angebot

9. Fragen und Antworten rund um das Thema eBook-Reader

  • eBook-Reader-Hüllen: Günstig? Sinnvoll? Welche?

    kobo aura oneBis auf den Kindle Oasis werden alle Modelle in unserem eBook-Reader-Vergleich ohne Hülle ausgeliefert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich mit dem schlichten schwarzen Design, das für diese Geräte üblich ist, abfinden müssen.

    Für alle gängige Modelle finden Sie Hüllen mit bunten Motiven und aus verschiedenen Materialien von Nylon bis Wildleder. Die Buchhandelsketten bieten eine breite Auswahl an.

    Für den exklusiveren Geschmack und den nachhaltgen Konsum bieten Manufakturen wie zum Beispiel GermanMade aus Düsseldorf Echtleder-Taschen mit optionaler persönlicher Gravur bzw. Prägung an.

    Der Vorteil an einer Hülle für den eReader ist neben der individuellen Note der Schutz des Displays. Einige Modelle sind recht kratzanfällig. Ein Schutz für das eInk-Display ist daher hilfreich, um auch in einigen Monaten noch etwas auf dem Display erkennen zu können.

  • Welches ist der beste eBook-Reader für alle Formate?

    Diese Frage könnte auch zu umformuliert werden zu „welcher eBook-Reader ist der beste“, da eine Einschränkung in der Unterstützung von Dateiformaten durchaus ein KO-Kriterium sein kann.

    Wichtig ist zu wissen, welchen eBook-Shop sie durchstöbern wollen, um neuen Lesestoff zu finden. Grundsätzlich sollte Ihr eBook-Reader ePub-Formate lesen können. Dieses eBook-Fomat wird häufig angewendet, wenn Selfpublisher oder Verlage ihre Bücher digital anbieten.

    Kindle-Geräte unterstützen dieses offene Dateiformat nicht, dafür ist die eBook-Auswahl bei Amazon aber sehr groß, sodass der Punkt nicht unbedingt ins Gewicht fallen muss.

    Tipp: Mithilfe von kostenfrei erhältlicher Software lassen sich einige Dateiformate umwandeln. Wenn Sie Ihre eBooks umwandeln, beachten Sie aber bitte das „Kleingedruckte“: Nicht immer ist dies wirklich erlaubt, so dass Sie in einer rechlichen Grauzone wandeln könnten.

  • Wie lade ich Bücher auf meinen eBook-Reader?

    kindle oasis

    USB, WLan, SD-Karte: Über diese Schnittstellen wird man den Kobo Aura H2O mit Lesestoff versorgen können.

    Die meisten Geräte haben bereits WLAN an Bord, somit können Sie direkt vom Reader aus auf einen Shop zugreifen und sich dort mit Lesestoff versorgen. Alle Modelle lassen sich ebenfalls einfach mit dem beigelegten USB-Kabel mit dem Rechner verbinden, dann können eBooks einfach wie auf einen USB-Stick oder ein anderes Massenspeichergerät kopiert werden.

    Die Kindle Reader können optional auch mit 3G, also mobilem Internet ausgestattet sein. Dann lassen sich auch unterwegs Bücher online kaufen.

  • Eignet sich nicht auch mein Tablet als eBook-Reader?

    Mit dem Tablet ein eBook zu lesen, ist natürlich grundsätzlich möglich. Für Tablets mit Android und iOS gibt es eBook-Reader-Apps, u.a. die Amazon Kindle App. Wenn Sie mit den Appstores arbeiten, können Sie diese dort herunterladen. Bei gerooteten Modellen können Sie alternativ auch die eBook-Reader-APK auf Ihrem Gerät installieren.

    Mankos: Die Augen ermüden deutlich schneller und Push-Meldungen anderer Apps können ablenken.