Das Wichtigste in Kürze
  • Möchten Sie IhrE-Bike mit einer Versicherung gegen Diebstahl absichern, achten Sie darauf, dass sowohl fest verbundene Teile sowie der Akku in der Police inbegriffen sind.
  • Eine Selbstbeteiligung entfällt bei den meisten E-Bike-Versicherungen.
  • E-Bike-Vollkasko-Versicherungen enthalten mehr Versicherungsschutz als Teilkasko-Versicherungen. Wir empfehlen vor allem solche Leistungen, die neben Diebstahl vor allem Unfälle sowie Sachschäden absichern. Achten Sie dazu auf eine E-Bike-Versicherung, die Verschleiß mit abdeckt.

E-Bike-Versicherung-Test

1. Wie sinnvoll ist eine E-Bike-Versicherung?

Wie auch bei einer klassischen Fahrradversicherung lohnt es sich auch gerade bei Versicherungen für E-Bikes genauer hinzuschauen, bevor Sie eine E-Bike-Versicherung kaufen. Denn wer sein Fahrrad versichern möchte, hat die Wahl: Ihre bestehende Hausratversicherung aufstocken und um einen Baustein den Versicherungsschutz auf Fahrräder erweitern oder eine eigenständige Fahrradversicherung abschließen.

Und diese Fragestellung ist aktueller als je zuvor: Denn wie Stiftung Warentest (06/2021) berichtet, ist der durchschnittliche Verkaufspreis von E-Bikes und Fahrrädern in 2020 um nochmals fast 300 Euro gestiegen und beträgt damit derzeit mehr als 1.200 Euro pro Rad laut des Verbands der Zweirad-Industrie. Zeitgleich liegt die Anzahl der Fahrrad-Diebstähle weiterhin auf einem hohen Niveau (mehr als 260.000 gemeldete Fahrrad-Diebstähle in 2020 in Deutschland), wovon lediglich knapp 10 Prozent der Fälle polizeilich aufgeklärt werden können.

Es gilt: Aufgrund der hohen Investitionssummen für E-Bikes lohnt es sich bereits bei Einstiegsmodellen eines E-Bikes über eine Versicherung nachzudenken, damit Sie im Schadenfall finanziell abgesichert sind. Hinzu kommt: Je städtischer Sie wohnen, desto schneller wird sich eine E-Bike-Versicherung für Sie rechnen, da Sie in der Großstadt statistisch gesehen deutlich wahrscheinlicher in einen Unfall verwickelt oder von einem Diebstahl betroffen sein können.

In unserem E-Bike-Versicherungs-Vergleich 2021 versorgen wir Sie mit wichtigen Informationen der Kaufberatung, damit Sie eine geeignete Pedelec-Versicherung finden.

2. Reicht meine Hausratversicherung?

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Sichern Sie sich mit einer E-Bike-Versicherung finanziell ab: Achten Sie darauf, dass sowohl fest verbaute Teile als auch der Akku in Ihrer Versicherung inbegriffen sind.

Eine Hausratversicherung sichert die sich in Ihrer Wohnung befindlichen Gegenstände ab. Bewahren Sie Ihr E-Bike dort oder in Ihrem abgeschlossenen Keller auf, wird Ihr E-Bike Teil Ihrer Hausrat-Versicherungsmasse.

Dieser Versicherungsschutz lässt sich durch einen zusätzlichen Baustein Ihrer Hausratsversicherung erweitern, sodass Ihr E-Bike auch außerhalb Ihrer eigenen Räume abgesichert ist.

Achten Sie auf die Uhrzeiten, in der Ihre Hausratversicherung Sie gegen Schäden absichert. Je nach Anbieter sind hier bestimmte Uhrzeiten des Versicherungsschutzes angegeben und die Nacht ist häufig ausgenommen.

Diese Versicherung deckt damit das Diebstahl-Risiko Ihres E-Bikes ab. Schäden aufgrund von Unfällen oder Sachschäden sind hierbei nicht enthalten.

3. Worauf sollten Sie bei einer E-Bike-Versicherung achten?

Möchten Sie eine Versicherung für Ihr E-Bike abschließen, die Sie gezielt vor Diebstahl sowie möglichen Schäden schützt, empfehlen wir von Vergleich.org Ihnen folgende wichtige Punkte zu beachten:

E-Bike-Versicherung-Schutzbrief-Pannen

Bleiben Sie mit E-Bike-Schutzbrief-Leistungen auch bei Pannen mobil und erhalten Sie Unfallhilfe vor Ort sowie bei Bedarf einen Abschleppdienst.

  • Freie Werkstattwahl: Um möglichst unabhängig zu bleiben und eine Werkstatt in Ihrer Nähe oder auch eine Fachwerkstatt aufzusuchen, sollten Sie eine E-Bike-Versicherung mit freier Werkstattwahl wählen.
  • E-Bike-Versicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung: Häufig fallen bei E-Bike-Versicherungen keine Kosten für Selbstbeteiligung an.
  • Vertragslaufzeit: Viele Versicherer setzen auf eine Mindestlaufzeit von drei bis fünf Jahren – optional auf bis zu sieben Jahre aufzustocken. Orientieren Sie sich hierbei vor allem am Kaufpreis und voraussichtlichem Restwert Ihres E-Bikes.
  • Schutz im Ausland: Möchten Sie Ihr E-Bike in Ihrer Freizeit auch außerhalb von Deutschland nutzen, wählen Sie eine E-Bike-Versicherung mit Auslandsschutz. Sofern standardmäßig inbegriffen, häufig auf einen Auslandsaufenthalt von bis zu 12 Wochen begrenzt. Darüber hinaus kann zwischen einem Versicherungsschutz in Europa oder weltweit unterschieden werden.
  • Schutzbriefleistungen bei Pannen: Nutzen Sie Ihr E-Bike auch für weitere Touren oder beispielsweise auch für Ihren Arbeitsweg, bleiben Sie mit einem E-Bike-Schutzbrief auch bei Pannen mobil. Wie bei einem Auto auch erhalten Sie Unfallhilfe vor Ort sowie einen Abschleppdienst – abhängig der Versicherungspolice werden unter Umständen sogar notwendige Übernachtungskosten übernommen.
  • Nutzen Sie Ihr E-Bike beruflich, achten Sie auf eine E-Bike-Versicherung für gewerbliche Zwecke. Hierzu zählen z. B. auch Lasten- oder Transporträder.
  • Beim Versicherungsschutz bei Diebstahl müssen Sie zwischen folgenden beiden Punkten unterscheiden und Ihre E-Bike-Versicherung sollte beides abdecken:
    • Schutz bei Diebstahl fest verbundener Teile (wie beispielsweise der Sattel)
    • Schutz bei Diebstahl des Akkus

Merke: Wenn Sie eine E-Bike-Versicherung mit Diebstahl-Schutz abschließen, vergewissern Sie sich, welches Schloss Ihre E-Bike-Versicherung als sicher einstuft. Denn einige Versicherungen behalten sich vor, nur ein Fahrradschloss bestimmter Marken oder Hersteller in ihrer Police als zulässig einzustufen, um eine ausreichende Qualität der verwendeten Fahrradschlösser vorauszusetzen. In der Regel werden solche Schlösser als sicher eingestuft, die vom VdS (Vertrauen durch Sicherheit) oder dem ADFC geprüft und zertifiziert wurden.

4. Was kostet eine E-Bike-Versicherung?

Wie bei einer Autoversicherung kann auch bei E-Bike-Versicherungs-Tarifen zwischen einer E-Bike-Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung unterschieden werden, wie Internet-Tests von E-Bike-Versicherungen darstellen. Ähnlich wie bei einem Auto sollten Sie abhängig Ihres E-Bike-Modells, das Sie gerne versichern würden, den entsprechenden Leistungsumfang wählen.

Generell gilt: Je teurer das Modell, desto eher lohnt sich eine Vollkasko-Versicherung, um Sie vor hohen Schäden abzusichern. Gleichzeitig steigt allerdings Ihre Jahresrate der Versicherung mit an. Ihre Prämie der E-Bike-Versicherung berechnet sich grundlegend an Ihrem Wohnort – wo und wie Sie Ihr E-Bike verwenden, abstellen sowie sichern – und maßgeblich dem Wert Ihres E-Bikes.

Darüber hinaus sind beispielsweise die Mindestlaufzeit sowie fest verbaute Komponenten Ihres Fahrrads – wie das Material oder verbautes Fahrradzubehörfeste Preis-Bestandteile, welche die Kosten Ihrer E-Bike-Versicherung beeinflussen. Verfügt Ihr E-Bike zum Beispiel über einen besonders hochwertigen Rahmen, beispielsweise aus Carbon, sollte Ihre E-Bike-Versicherung diese hochwertigen Materialien inkludieren, wie es beispielsweise bei der Hepster-E-Bike-Versicherung, der Ammerländer-E-Bike-Versicherung oder auch beim Anbieter Wertgarantie der Fall ist.

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Versicherungen für Ihr Pedelec sichern Sie nicht nur im Schadensfall ab, sondern versichern Ihr E-Bike auch gegen Verschleiß und damit einen zu hohen Wertverlust.

4.1. Welche Vorteile bietet Ihnen eine Vollkaskoversicherung fürs Pedelec?

Möchten Sie Ihr hochwertiges E-Bike vollständig absichern, raten wir von Vergleich.org Ihnen zu einer E-Bike-Versicherung mit Vollkasko. Denn wie Internet-Tests von E-Bike-Versicherungen zeigen, sind diese E-Bike-Vollkasko-Versicherungs-Tarife in der Regel nur geringfügig teurer als solche mit einem Teilkasko-Schutz (bei gleichbleibendem E-Bike-Modell und Wohnort). Zu Anbietern solcher Vollkasko-Versicherungen für E-Bikes zählen unter anderem Debeka, Blanket, GVO, VPV oder auch die ADAC-E-Bike-Versicherung.

Um darüber hinaus von möglichst vielen Vorteilen einer Vollkaskoversicherung zu profitieren, achten Sie beim Abschluss der Versicherung vor allem auf:

  • Einen Diebstahl-Schutz der E-Bike-Versicherung, der alle Teile – inklusive Akku – absichert. Tipp: Fragen Sie auch nach einer E-Bike-Versicherung mit GPS-Tracking: Damit kann die Position Ihres E-Bikes mittels GPS-Signal geortet werden.
  • Einen Versicherungsschutz auch bei Unfallschäden – gegebenenfalls sogar eine E-Bike-Versicherung, die den Verschleiß absichert.
  • Eine E-Bike-Versicherung mit Wartung, bei der auch die Kosten für Service und Reparaturen – inklusive Akku – inbegriffen sind.
  • Schutzbriefleistungen bei Pannen: Mit einem Schutzbrief für Ihr Pedelec steht Ihnen im Schadensfall sogar Pannenhilfe vor Ort oder ein Abschleppdienst zu.

Tipp: Möchten Sie mehr als ein E-Bike versichern, fragen Sie außerdem nach E-Bike-Versicherungen für zwei oder mehrere Räder. Denn häufig können Sie in einer Police mehrere E-Bikes versichern und profitieren von einem Rabatt bereits ab dem zweiten Rad, wie es beispielsweise bei der E-Bike-Versicherung von Wertgarantie der Fall ist.

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Vollkaskoversicherungen für Ihr E-Bike lohnen sich vor allem bei hohen Investitionsgütern – dazu zählen Modelle über 1.500 €.

4.2. Wann sollten Sie eine Teilkaskoversicherung für Ihr E-Bike abschließen?

Möchten Sie Ihr E-Bike möglichst günstig versichern, setzen Sie auf ein E-Bike-Modell mit einem Kaufpreis von 500 bis 1.500 Euro und entscheiden Sie sich für einen abgestuften Leistungsumfang der Versicherung, wie Internet-Tests von E-Bike-Versicherungen empfehlen. Außerdem können Sie vor Abschluss einer Versicherung prüfen, als wie stark für Fahrrad-Diebstähle gefährdet Ihr Wohnort eingestuft wird. Denn auch daran berechnen sich Ihre späteren Kosten der E-Bike-Versicherung grundlegend.

Entscheiden Sie sich für einen Teilkasko-Schutz bei Ihrer E-Bike-Versicherung, vergewissern Sie sich, dass neben durch Diebstahl entstandene Schäden auch möglichst ein Schutz gegen Vandalismus besteht, damit Sie auch vor Sachschäden an Ihrem E-Bike abgesichert sind.

Möchten Sie hingegen einen flexiblen Dienst nutzen und Ihr E-Bike nicht dauerhaft, sondern nur über kürze Zeiträume versichern – zum Beispiel, wenn Sie es gerade in der Stadt nutzen –, so können Sie alternativ auch die E-Bike-Versicherung des ADAC „Click & Go“ nutzen. Wichtig: Dafür muss Ihr E-Bike als Fahrrad gelten (Maximalgeschwindigkeit bis zu 25 km/h). Dann können Sie Ihre E-Bike-Versicherung per ADAC-App bequem verwalten und zahlen stundenweise zwischen 0,22 Euro (bei einem Zeitwert Ihres E-Bikes von 500 Euro) und 1,46 Euro (bei einem E-Bike-Zeitwert von 6.000 Euro) – und das für eine maximale Versicherungsdauer von 24 Stunden am Stück.

4.3. Wann müssen Sie für Ihr E-Bike eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen?

Im Vergleich zu einer E-Bike-Versicherung, die Sie vor Schäden und Diebstahl schützt, ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung auch für E-Bikes rechtlich geregelt. Hierbei gilt:

  • Ist Ihr E-Bike oder Pedelec mit einem bis zu 250-Watt-Motor ausgestattet, ist keine Haftpflichtversicherung erforderlich. Denn mit diesem Elektroantrieb fahren Sie maximal 25 km/h und Ihr elektronischn unterstütztes Gefährt gilt als Fahrrad.
  • Verfügt Ihr E-Bike oder sogenanntes S-Pedelec über einen 500-Watt-Motor, gilt es als Fahrzeug und wird mit einem Mofa – mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h – gleichgestellt. Damit erfordert Ihr E-Bike eine KFZ-Haftpflichtversicherung sowie zum Fahren einen Mofa-Führerschein und ein Mindestalter von 15 Jahren.

5. Was sagen Stiftung Warentest und andere E-Bike-Versicherungs-Tests im Internet?

Unabhängige Stellen wie Stiftung Warentest oder Finanztest betrachten E-Bike-Versicherungen kritisch: Nicht jede E-Bike-Versicherung muss sinnvoll sein. Denn was eine E-Bike-Versicherung kostet und Ihnen bringt, unterscheidet sich stark von Anbieter zu Anbieter, wie Internet-Tests von E-Bike-Versicherungen zeigen.

Wenn Sie Ihr Pedelec über eine spezielle Fahrradversicherung versichern wollen, können Sie – wie auch Stiftung Warentest berichtet – eine günstige E-Bike-Versicherung bereits ab etwa 35 Euro pro Jahr abschließen (bei einem E-Bike mit einem Wert von 2.500 Euro). Dies ist allerdings unter anderem von Ihrem Wohnort, der dortigen Gefahrenstufe, Ihrem E-Bike-Wert sowie dem gewünschten E-Bike-Versicherungs-Tarif abhängig. Von Stiftung Warentest dahingehend getestet – im Fahrradversicherungs-Test aus 06/2021 – wurden unter anderem E-Bike-Versicherungen der Ammerländer Versicherung, Waldenburger Versicherung, von Hepster oder auch Neodigital. Der Preis der E-Bike-Versicherung variiert dabei zwischen 35 und 800 Euro jährlich – je nach E-Bike-Modell und Wohnort.

Tipp: Um die für Sie beste E-Bike-Versicherung zu finden, lohnt es sich, gezielt auf Ihr E-Bike-Modell zu schauen. Mittels unseres Tarifrechners erhalten Sie einen Überblick über günstige E-Bike-Versicherungen für Ihr Pedelec-Modell und Sie finden so Ihren persönlichen E-Bike-Versicherungs-Testsieger.

Ergänzend zu unserem Vergleich empfehlen wir Ihnen folgende E-Bike-Versicherung Tests: