Das Wichtigste in Kürze
  • Nummer Eins in unserem Vergleich.org Instrumentenversicherungs-Test ist der Anbieter Musikversicherung.com. Für elektronische Instrumente hat der Versicherungsvermittler den Tarif I’M SOUND im Angebot, für klassische Instrumente gibt es den Schutz der Sinfonima-Police.
  • Die Instrumentenversicherungen, die wir untersucht haben, verstehen sich jeweils als sogenannte „All-Gefahren-Policen“. Das bedeutet, die Anbieter kommen für sämtliche Schäden auf, die bei Ihrem Musikinstrument entstanden sind und nicht durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden.
  • Eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung hilft Ihnen bei einem Transportschaden an Ihrem Musikinstrument nicht weiter. Wer sein Instrument also häufig auf Reisen bei sich hat, sollte daher unbedingt eine spezielle Instrumentenversicherung abschließen.

Instrumentenversicherung Test

Musiker sind immer viel unterwegs oder touren mit ihrer Band oder dem Orchester um die Welt. Schnell kann einem da der Koffer mit dem wertvollen Equipment aus der Hand rutschen oder ein Langfinger nutzt die Gunst der Stunde und vergreift sich an der Ausrüstung.

Bei einer Hobbyband können sich leicht Instrumente und zusätzliche Ausrüstungsgegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro im Gepäck befinden. Wenn da etwas zu Bruch geht oder gestohlen wird, handelt es sich um Verluste, die mitunter sehr schmerzhaft sind.

Versicherungen, die sich auf den Schutz von Musikinstrumenten spezialisiert haben, springen in einem solchen Fall ein und übernehmen die Kosten, die durch Reparatur, Ersatz oder Neuanschaffung der defekten Teile entstehen. Teilweise werden sogar Ersatzinstrumente für die Zeit einer Reparatur angeboten.

In unserem Instrumentenversicherungs-Vergleich 2020 haben wir die wichtigsten Anbieter genau unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, welcher Anbieter die besten Angebote für Hobby- sowie Berufsmusiker bereithält.

1. Instrumentenversicherung im Test: Wer sind die Sieger bei Vergleich.org?

1.1. Testsieger

Instrumentenversicherungs-Testsieger ist der Online-Makler Musikversicherung.com. Obwohl es preislich günstigere Angebote gibt, um sein Musikinstrument zu versichern, handelt es sich hierbei um die beste Instrumentenversicherung in unserem Test.

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Der Versicherungsvergleich für Musikinstrumente hat gezeigt, dass große Anbieter wie HUK, Zurich oder Ergo oftmals weniger Leistungen bieten als kleinere Makler, die online agieren.

Grund für die hohe Platzierung sind die umfangreichen Leistungen im Schadensfall, die wesentlich weiter gehen als bei der Konkurrenz. So werden bei Musikversicherung.com auch grob fahrlässig herbeigeführte Mängel bis zu einem Betrag von 2.500 Euro versichert.

Die Kosten für ein gleichwertiges Leihinstrument, für den Zeitraum einer Reparatur, sind in den Policen von Musikversicherung.com standardmäßig enthalten. Und auch wenn ein Familienmitglied eine Beschädigung am Instrument verursacht hat, springt die Police von Musikversicherung.com ein.

Dies leistet keine andere Versicherung in unserem Vergleich.

Musikversicherung.com vertreibt ausschließlich den Versicherungsschutz der Mannheimer Versicherungen, welche wiederum seit 2013 Teil der Continentale Versicherungsgruppe ist.

Im Tarif I’M SOUND können Sie und Ihre Band (beruflich oder als Hobby) Ihre elektronischen Musikinstrumente sowie sämtliches Equipment und Zubehör gegen die Gefahren des Alltags absichern.

Der Versicherungsschutz einer E-Gitarre im Wert von 1.400 Euro beläuft sich im Tarif I’M SOUND auf 71,40 Euro im Jahr.

Tipp: Zur genauen Bestimmung Ihrer jährlichen Beiträge sollten Sie eine Beitragsanfrage nutzen, die Musikversicherung.com zur Verfügung stellt.

Klassische Instrumente können bei Musikversicherung.com über den Tarif Sinfonima versichert werden.

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Die Sinfonima Instrumentenversicherung der Mannheimer ist nicht nur eine einfache Transportversicherung, sondern eine günstige Allround-Versicherung für Cello, Geige usw..

Mitglieder eines Orchesters, einer Musikschule oder bestimmter weiterer Organisationen erhalten hier einen Sondertarif, der bis zu 70 % günstiger ist als gewöhnlich. Hierdurch können Sie und Ihre Kollegen erheblich bei den Kosten für die Instrumentenversicherung sparen.

Leider ist es in der Kategorie klassische Instrumente nicht möglich, eine sofortige Information bezüglich der voraussichtlichen Versicherungsbeiträge zu bekommen, da Wert und individuelle Gesichtspunkte hier eine wesentlich größere Rolle spielen als bei elektronischen Instrumenten.

Nachdem allerdings das Onlineformular auf der Webseite ausgefüllt und abgeschickt wurde, nimmt der Versicherer meist innerhalb von 24 Stunden Kontakt mit Ihnen auf und wird Ihnen ein individuelles Versicherungsangebot per E-Mail zusenden.

1.2. Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistungs-Sieger in unserem Instrumentenversicherungs-Test ist der Instrumentenschutz der SparkassenVersicherung.

Die Versicherung punktet vor allem durch ihre besonders günstigen Prämien.

Hier haben wir noch einmal die Vor- und Nachteile unseres Preis-Leistungs-Siegers für Sie zusammengefasst:

    Vorteile
  • unschlagbar günstige jährliche Prämien
  • weltweiter Versicherungsschutz unterwegs
  • empfehlenswert bei günstigeren Instrumenten
    Nachteile
  • kein Schutz bei Zerstörung durch Familienmitglieder
  • kein Schutz bei Schäden durch Witterung
  • keine Möglichkeit, den Neuwert zu versichern

Ansonsten handelt es sich bei der SparkassenVersicherung um eine solide Instrumentenversicherung, die allerdings eine leicht eingeschränkte Liste mit Fällen hat, in denen geleistet wird.

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2. Wer braucht eine Instrumentenversicherung?

Eine spezielle Versicherung für Musikinstrumente abzuschließen, ist oftmals eine sinnvolle Idee. Gerade Musiker, die ein teures Stück ihr Eigen nennen und damit häufig unterwegs sind, sollten eine solche Absicherung nutzen.

Achtung: Die größte Gefahr für Musikinstrumente besteht während des Transports von A nach B. Hier gehen die meisten Instrumente zu Bruch oder erleiden anderweitige Schäden.

Generell gilt jedoch: Wer ein Instrument spielt, dessen Verlust oder Totalschaden er im Zweifelsfall auch ohne eine Versicherung verschmerzen könnte, braucht nicht unbedingt eine Instrumentenversicherung abzuschließen.

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Die Allianz bietet keine eigene Instrumentenversicherung an. Sie können allerdings Ihre Hausratversicherung um den speziellen Schutz für Musikinstrumente erweitern.

Angesichts der jährlichen Kosten einer solchen Police, ist es oftmals ratsam, zunächst eine kleine Berechnung anzustellen, ob sich der Versicherungsschutz innerhalb eines bestimmten Zeitraums lohnen würde.

Für eine E-Gitarre im Wert von nur 300 Euro bezahlen Sie beim Anbieter Musikversicherung.com immerhin 71,40 Euro im Jahr. Über einen Zeitraum von drei Jahren sind das bereits 214, 20 Euro.

Wenn Ihnen die Gitarre nun kaputt geht oder abhandenkommt, bekommen Sie bei den meisten Anbietern zwar den Neuwert des Musikinstruments erstattet, Sie haben bis dato aber schon fast genau so viel in die Versicherung eingezahlt, wie die Gitarre ursprünglich wert war. Noch einmal zwei Jahre später haben Sie bereits mehr in die Versicherungspolice investiert als das eigentliche Instrument gekostet hat.

Hinweis: Entsprechend sollten nur Musiker eine Instrumentenversicherung abschließen, deren Instrument einen Wert von mindestens 600 – 1.000 Euro beträgt oder solche, die gleich mehrere günstigere Instrumente oder Teile ihres Equipments in einer Gesamtpolice versichern wollen.

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3. Wie hoch sind die Kosten einer Instrumentenversicherung?

Die Beiträge zu einer Instrumentenversicherung setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Am entscheidendsten für die Höhe Ihrer späteren Prämien ist die individuelle Versicherungssumme, die Sie für Ihr Instrument angegeben.

Zeitwert als Vorteil

In Einzelfällen ist die Versicherung des Zeitwerts sogar von Vorteil. Sollten Sie beispielsweise ein Musikinstrument besitzen, dessen Wert mit zunehmendem Alter voraussichtlich steigen wird (Meistergeige), so ist es durchaus ratsam, bei Abschluss der Police den aktuellen Zeitwert zu vereinbaren und diesen in regelmäßigen Abständen anzupassen.

Hierbei haben Sie teilweise die Wahl, ob Sie den Zeitwert oder aber den Neuwert Ihres Instruments versichern möchten. Musikversicherung.com und andere Versicherungen in unserem Test leisten im Falle eines Totalschadens oder Verlusts immer den jeweilig vereinbarten Versicherungswert, sodass es weniger wichtig ist, wofür Sie sich hierbei entscheiden.

Soweit möglich sollten Sie bei einem Musikinstrument, dessen Kaufpreis sich noch über einen Händler in Erfahrung bringen lässt, immer den Neuwert des Instruments versichern lassen. Bei einem Verlust erhalten Sie so genau diesen Betrag ausgezahlt und können sich damit dasselbe Instrument noch einmal nachkaufen.

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Das Versichern einer Geige ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich teuer. Für ein Streichinstrument im Wert von 2.000 € kostet die Harmonia Instrumentenversicherung knapp 60 € im Jahr.

Beim Zeitwert gibt es gravierende Unterschiede: Während Anbieter wie Musikversicherung.com auch bei Vereinbarung des Zeitwerts bei einem späteren Totalschaden oder Verlust keine Abschläge bei der Auszahlung der Versicherungssumme machen und sogar Wertsteigerungen berücksichtigen, verringern andere Anbieter in einem solchen Fall die Auszahlung prozentual jedes Jahr.

So erstattet die SparkassenVersicherung bei einem Diebstahl nach drei Versicherungsjahren lediglich den aktuellen Zeitwert, also nur den Betrag, den Ihr Musikinstrument zum Zeitpunkt der Entwendung noch wert war.

Zur Berechnung dieses Werts wird jährlich ein bestimmter Prozentsatz vom einstigen Wert des Instruments abgezogen, sodass Sie nach drei Versicherungsjahren bei Schutzklick nur noch 60 % des damaligen Kaufpreises bei einem Totalschaden erhalten.

4. Welche Schäden werden von der Police übernommen?

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Nutzen Sie den Preisvergleich der verschiedenen Musikinstrumentenversicherungen in der obigen Tabelle. Orchester sowie Musikschulen erhalten bei unserem Testsieger einen satten Rabatt.

Wie oben bereits kurz erwähnt, verstehen sich die Instrumentenversicherungen in unserem Test jeweils als „All-Gefahren-Policen“. Entsprechend werden die Tarife damit beworben, sämtliche Schäden und Kosten zu übernehmen, die bei einem Musikinstrument anfallen können.

Entsprechend ist auch das Fallen- oder Liegenlassen des Instruments (durch Vergesslichkeit/Unachtsamkeit) abgesichert.

Voraussetzung hierfür ist, dass das versicherte Instrument entweder:

  • persönlich genutzt oder transportiert wird (oder einer berechtigten Person anvertraut wird)
  • in einem Raum eines bewohnten und festen Hauses aufbewahrt wird
  • unbeaufsichtigt in einem geeigneten und verschlossenen Proberaum (oder anderen Raum dieser Art) aufbewahrt wird oder
  • einem Beförderungsunternehmen oder einer Gepäckaufbewahrung anvertraut wird

5. Welche Schäden werden nicht übernommen?

Schäden, die durch mutwillige Zerstörung oder grob fahrlässiges Handeln entstanden sind, werden vom Versicherungsschutz generell ausgeschlossen.

Auch werden von einer Musikinstrumentenversicherung keine Kosten übernommen, die lediglich durch die normale Abnutzung des Instruments entstanden sind und entsprechend die Verwendung des Instruments nicht weiter beeinträchtigen.

Außerdem werden noch die folgenden, eher selten eintretenden Gefahren, meist ausgeklammert:

  • Krieg, Terror
  • Streiks, Unruhen
  • Beschlagnahme durch Polizei oder Gericht
  • Zerstörung durch Familienmitglieder

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6. Worauf sollte man bei einer Musikinstrumentenversicherung achten?

Nicht jede Instrumentenversicherung übernimmt dieselben Schäden. Obwohl häufig die gleichen Leistungen beworben werden, verstecken sich zum Teil Einschränkungen im Kleingedruckten der jeweiligen Versicherungsbedingungen, die besser vor Vertragsschluss bekannt sind.

Entsprechend ist es ratsam einige dieser Punkte bei der Auswahl Ihrer Versicherung beachten:

Wollen Sie beispielsweise das Musikinstrument eines Ihrer Sprösslinge versichern, so kann es ratsam sein, einen Anbieter zu wählen, der auch die mutwillige Zerstörung durch Familienmitglieder abdeckt. Denn ein wütender Bruder kann im Zorn schnell zur Geige der Schwester greifen und damit kurzen Prozess machen.

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Wer online eine Instrumentenversicherung abschließt, kann diese bei fast jeder Versicherung mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls von Bedeutung, ob die Versicherung zwischen der Kompensation von Schäden, die durch Kinder verursacht wurden, und solchen, die ein Erwachsener zu verantworten hat, unterscheidet. So müssen Sie bei der Harmonia Instrumentenversicherung einen Selbstbehalt zwischen 100 und 150 Euro bezahlen, wenn ein unter 14-jähriges Kind das Instrument irgendwo liegen lässt.

Auch beim Transport der Musikinstrumente gilt es einiges zu beachten. Bei einem Diebstahl des Instruments aus dem Kfz kommt es zum Beispiel entscheidend darauf an, ob das Auto während des Diebstahls beaufsichtigt war oder das Instrument in einem von außen nicht einsehbaren und abschließbaren Behältnis (Kofferraum) verstaut war.

War dies nicht der Fall, verweigern die Assekuranzen zum Teil die Auszahlung einer Entschädigung. Auch eine sogenannte „Nachtklausel“ ist in manchen Instrumentenversicherungen Teil der Versicherungsbedingungen. Diese besagt, dass der Versicherungsschutz ausgeschlossen ist, wenn das Instrument in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr morgens gestohlen wird.

Dieses Video zeigt Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer Geige achten sollten:

7. Instrumentenversicherungen bei der Stiftung Warentest

Auch Finanztest (08/2013) hat spezielle Versicherungen für Musikinstrumente getestet. Im Ergebnis rät das Tochtermagazin von Stiftung Warentest Musikern, die vermehrt mit Ihrem Instrument unterwegs sind zum Abschluss einer derartigen Police.

Musikanten, die hauptsächlich in Ihren eigenen vier Wänden musizieren, können laut dem Verbrauchermagazin größtenteils auf den Schutz ihrer Hausratversicherung vertrauen. Diese übernimmt regelmäßig Schäden, die zuhause oder in anderen verschlossenen Gebäuden auftreten und durch Gefahren wie Feuer, Wasser, Wetter oder einen Einbruch entstanden sind.

Allerdings bezahlt die Hausratversicherung nicht bei jedem Schadens-Typ die entstandenen Kosten. So sind Transportschäden, das Abhandenkommen durch Liegenlassen oder das versehentliche Fallenlassen des Instruments bei fast keiner Hausratversicherung geschützt. Hier empfiehlt sich der Schutz einer Instrumentenversicherung.

Achtung: Berufsmusiker haben bei der Hausratversicherung ebenfalls meist das Nachsehen. Die Hausrat zahlt in der Regel nur für Schäden, die an Hobbyinstrumenten aufgetreten sind.

Hier finden Sie weitere Ratgeber und Vergleiche zum Thema Musikinstrumente:

cello überversicherung

Bildnachweise: 32 pixels/shutterstock, Petr Malyshev/shutterstock, VTT Studio/shutterstock, Trodler/shutterstock, Stokkete/shutterstock, Alenavlad/shutterstock, holbox/shutterstock, bonzodog/shutterstock, CWB/shutterstock, g-stockstudio/shutterstock, Elnur/shutterstock (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)