Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Winkelschleifer können die verschiedensten Werkmaterialien geschnitten, geschliffen und voneinander getrennt, des Weiteren auch gebürstet, gehobelt oder poliert werden. Einige Schleifmaschinen vollziehen diese Höchstarbeit im Akkubetrieb, andere jedoch beziehen ihre Energie über einen externen Druckluftkompressor, der mit dem Gerät über einen Schlauch verbunden wird. Diese Eigenschaft unterscheidet den Druckluft-Winkelschleifer von herkömmlichen, elektrischen Modellen und erweitert zugleich sein Einsatzgebiet, da somit bspw. auch die Arbeit in feuchter Umgebung ohne problematische Risiken möglich wird. Außerdem hebt sich der pneumatisch betriebene Trennschleifer durch sein geringeres Gewicht, sowie seine beschränkte Anfälligkeit für technische Defekte von der akkubetriebenen Variante ab. Dennoch darf bei Kauf und Anwendung keine Unkenntnis vorherrschen, kann man mit einem Druckluft-Winkelschleifer doch einiges falsch machen und im schlimmsten Falle gar schwere Verletzungen riskieren.
druckluft-winkelschleifer-teaser

Für die unterschiedlichen Situationen, in denen Druckluft-Winkelschleifer zur Anwendung kommen, werden diverse Ausführungen der Geräte angeboten; von Modellen mit oder ohne Schalldämpfer bis zu solchen, wie abgebildet, in Standardgrößen oder Mini-Format.

1. Warum einen Druckluft-Winkelschleifer kaufen? – Eine kurze Einordnung

Schleifmaschinen im Allgemeinen sind auf Baustellen, ob auf der Straße oder zu Hause, keine Seltenheit, lassen sich doch die verschiedensten Arbeiten mit ihnen tätigen. Doch wussten Sie, dass sich innerhalb der Familie der Schleifgeräte die unterschiedlichen Maschinentypen für teils nur ganz bestimmte Einsätze eignen? Dies macht eine Auswahl des passenden Modells, auch hinsichtlich des breiten Angebots an diversen Schleifern, für Ihr Werkvorhaben nicht gerade einfach.

Was ist eine Flex?

Umgangssprachlich hat sich der Begriff Flex allgemein für Winkelschleifer durchgesetzt – ohne Unterscheidung in bspw. elektrisch oder pneumatisch betriebene. Zurück geht dies auf den renommierten Werkzeughersteller Ackermann und Schmitt, der seine beliebte, hauseigene Handschleifmaschine nach der zugefügten flexiblen Welle benannte.

Soll etwa eine große, runde oder unebene Oberfläche mit hoher Abtragleistung bearbeitet werden, dann wäre wohl ein Exzenterschleifer die richtige Wahl des Schleifgeräts. Haben Sie dagegen eher kleineres Schleifgut, womöglich auch mit Ecken, zu bearbeiten, oder möchten Sie etwa ganze Materialstücke durchtrennen, dann sollten Modelle aus der Kategorie der Schwingschleifer, wie zum Beispiel Winkelschleifer bzw. Trennschleifer, dieser Aufgabe besser gerecht werden. Doch falls Sie bei jener Anwendung ganz besonderen Wert auf Leistung, Stabilität und Feuchtigkeitsresistenz legen, dann sind Sie hier beim Druckluft-Winkelschleifer-Vergleich bestens aufgehoben. Und auf den Fall, dass das Gerät Ihrer Wahl besonders feine Arbeit in schwer zugänglichen Bereichen leisten können muss, ist der Markt sogar mit Mini-Winkelschleifern vorbereitet.

2. Lassen sich die gegebenen Sicherheitsrisiken von vornherein vermeiden?

Die Arbeit mit einem Druckluft-Winkelschleifer erfordert Konzentration und einen ruhigen Umgang mit der Maschine, vor allem aber Sicherheitsvorkehrungen, auf die bereits vor Inbetriebnahme geachtet werden muss. Dazu gehören u. a. das Aufsetzen von Schutzbrille und Gehörschutz, um sich gegen umherfliegende Werkpartikel und den enormen Schalldruck sichern zu können. Möchten Sie also einen Druckluft-Winkelschleifer kaufen, dann kann mit einer wohlüberlegten Entscheidung einiges an Sicherheitsrisiken minimiert werden.

Die große Mehrheit an Druckluft-Winkelschleifern verfügt mindestens über eine Schutzhaube, einige Modelle können zudem mit einem integrierten Schall- bzw. Vibrationsdämpfer aufwarten. Beide Ausstattungsmerkmale unterstützen nicht nur die Funktionen von Brille und Gehörschutz, sondern erweitern diese in relevantem Ausmaß. So sorgt der Betrieb mit Haube dafür, dass Sie neben Augen und Gesicht auch die Hände, die mitunter relativ nah an der Trennscheibe gehalten werden müssen, vor schmerzhaften Verbrennungen bewahren können.

Warnung: Auch wenn Ihnen eine gute Schutzhaube vieles an heißen Spanpartikeln vom Auge halten wird, darf während des Benutzens der Maschine niemals auf eine Schutzbrille verzichtet werden! Bereits ein verirrter Span im Auge kann schmerzhafte Beschwerden verursachen. Als arbeitsrechtliche und hygienische Maßnahme ist der Gebrauch von Augen- und Schallschutz Pflicht!

Ähnlich verhält es sich mit der Verminderung des Schalldrucks durch einen integrierten Dämpfer. Oftmals liegt dieser im Betrieb über 85 Dezibel und somit in einem potentiell gesundheitsschädlichen Bereich, vor allem, wenn man dieser Belastung über einen längeren Zeitraum ausgesetzt bleibt. Eine Reduktion dessen tut darüber hinaus nicht nur Ihren Ohren gut, sondern senkt gleichzeitig die Lärmbelästigung in der Umgebung: gute Voraussetzungen also, möchten Sie mit einem Druckluft-Winkelschleifer zum Beispiel zu Hause in der Wohnung arbeiten. Das Tragen eines Gehörschutzes bleibt dennoch weiterhin zu empfehlen.

3. Druckluft-Winkelschleifer im Dreh-Test: Was lässt meinen Trennschleifer optimal arbeiten?

Sie ist das Herzstück jeder Winkelschleifmaschine, trägt das Material ab oder schneidet es im Ganzen durch: die Schleif- bzw. Trennscheibe. Jegliche Kraft, die durch Druckluftkompressor und Maschinenrotor erzeugt wird, gelangt auf diese Scheibe, weshalb ihre Eigenschaften wesentlich über den Erfolg des Schleifprozesses entscheiden und Sie diese beim Kauf des besten Druckluft-Winkelschleifers stets berücksichtigen sollten.

Dabei käme es zunächst darauf an, mit welcher Umdrehungsgeschwindigkeit eine Trennscheibe an das zu bearbeitende Material herangeführt wird, wobei 10.000 Umdrehungen pro Minute für einen guten Druckluft-Winkelschleifer das Minimum darstellen sollte. Oftmals lassen sich Modelle mit größeren bzw. doppelten Werten finden, was sich theoretisch in einer höheren Schnittgeschwindigkeit bemerkbar macht. Allerdings kann diese Drehzahlsteigerung durch ein ebenfalls erhöhtes Vibrationspotential begleitet werden, das den Schalldruck erhöhen und die Handhabung erschweren kann.

Von nicht minderer Bedeutung ist die sogenannte Trennscheibenbohrung, deren Durchmesser maßgeblich über die Kraftübertragung von der Maschine zur Scheibe bestimmt. Hierbei gilt, dass ein größerer Durchmesser eine höhere Übersetzung ermöglicht, dementsprechend sich vor allem für die Arbeit mit härterem und dickerem Material Trennscheiben mit einem Aufnahmedurchmesser von unter 10 mm nicht eignen würden. Während der Durchmesser der Trennscheiben selbst je nach konkretem Anwendungszweck variieren kann – Trennscheiben somit in dieser Hinsicht in bestimmten Maßen ausgetauscht werden können –, ist die Scheibenaufnahme über die Bohrung bei jedem Druckluft-Winkelschleifer fix und kann nicht (oder nur schwer) verändert werden. In dieser Hinsicht sollte Ihnen also beim ersten eigenen Druckluft-Winkelschleifer-Test bewusst sein, welche Festigkeit das zu bearbeitende Material aufweist und wie viel Kraft ungefähr von Schleifmaschine auf Trennscheibe übertragen werden muss.