Das Wichtigste in Kürze
  • Stichsägen eigenen sich für flexible, kurvige Schnitte in Holz und anderen, weichen Materialien. Die Präzision des Schnittes hängt von der Qualität der Maschine und der Hand des Anwenders ab.
  • Ein Motor treibt das Sägeblatt an, welches mehrere tausend Mal pro Minute hinauf- und hinunterschnellt. Dieses Sägeblatt ist lang und schmal, an der Vorderseite hat es kleine Zähne, mit denen es sich ins Holz frisst. Mittels Pendelhubs wird es zudem vor- und zurückbewegt.
  • Dank des Akkus ist die Stichsäge auch außerhalb der Werkstatt einsetzbar. Zudem ist bei den Arbeiten kein Kabel im Weg. Achten Sie aber darauf, dass der Akku nicht zu klein ist, denn elektrische Sägen sind relativ stromhungrig.

Akku-Stichsäge Test
Sägen gibt es heutzutage in allen möglichen Formen und Ausführungen – bei Multisäge, Säbelsäge, Kreis- Handkreis-, Tischkreis- und Wippkreissäge bleibt kein Heimwerker-Wunsch offen. Und dann gibt es da noch einen Allrounder, der flexibel ist, angenehm in der Hand liegt und auch mit Kurven kein Problem hat: Die Stichsäge.

In ihrem Kopf sitzt ein Motor, welcher ein längliches Sägeblatt antreibt, das unten aus der Maschine herausschnellt. Vorne hat es eine Zahnung. Am Boden des Gerätes befindet sich eine Schiene, sodass es glatt auf dem Werkstück aufliegt. Durch eine sanfte Vorwärtsbewegung wird das Sägeblatt durch Holz, Metall oder Aluminium getrieben.

1. Akku-Stichsäge oder Kabel-Stichsäge?

Bevor Sie sich tiefer in den Akku-Stichsägen Vergleich einlesen, sollten Sie überlegen, ob eine akku- oder netzbetriebene Stichsäge besser für Sie geeignet ist. Im Folgenden erhalten Sie einen kleinen Vergleich der beiden Sägen-Typen. Die besten kabelgebundenen Stichsägen haben wir indes schon in einem eigenen Vergleich für Sie zusammengestellt:

Typ kabelgebundene Stichsäge Akku-Stichsäge
Bild Icon Stichsäge Netzbetrieb Icon Akku-Stichsäge
Kraft Grundsätzlich haben die Motoren von netzbetriebenen Stichsägen etwas mehr Kraft. Sie sägen schneller durch sehr harte Hölzer. Die Schnitttiefe ist allerdings bei beiden Geräte-Typen etwa gleich. Und die beste Akku-Stichsäge ist nicht zwingend die stärkste, sondern die genaueste.

Akku-Stichsägen müssen mit dem auskommen, was der Akku hergibt. Zwar verbrauchen sie auch etwas weniger Strom, doch die Leistungsaufnahme ist insgesamt so gering, dass sich der Unterschied kaum auf Ihrer Stromrechnung bemerkbar machen wird.

Gewicht Größter Nachteil der Akku-Stichsägen ist das Gewicht des Akkus selbst: Er wiegt in den meisten Fällen ca. 300 Gramm. Aus der Tabelle am Anfang des Ratgebers entnehmen Sie das genaue Gewicht.

Wer über einen längeren Zeitraum hinweg sägt und ein schweres Gerät in der Hand hält, dem wird bald der Arm schwer – insbesondere dann, wenn nicht auf einer Werkbank gesägt wird, wo die Stichsäge eher geschoben als gehoben wird, sondern ein Schnitt in einer stehenden Holzwand durchgeführt werden muss.

Flexibilität Hier punktet das Akku-Werkzeug am deutlichsten. Es kann überallhin mitgenommen werden. Eine kleinere Arbeit in der Gartenhütte ist so schnell erledigt. Verlängerungskabel oder gar Kabeltrommeln gehören dank der Akku-Stichsäge der Vergangenheit an.

Zudem ist kein lästiges Kabel im Weg, über welches der Nutzer stolpern oder das – im ungünstigsten Fall – sogar in den Lauf des Sägeblatts geraten könnte.

Die Funktionsweise beider Elektrowerkzeuge ist im Grunde identisch. Stichsägen mit Netzversorgung haben etwas mehr Kraft und wiegen weniger, Akku-Stichsägen überzeugen dagegen mit höherer Flexibilität.

1.1. So wollen Hersteller Sie locken

Hersteller haben Akkus längst als eine Möglichkeit erkannt, Kunden an ihre Marke zu binden. Wer beispielsweise schon eine Bosch Akku-Stichsäge mitsamt teurem Ladegerät und Akkupack besitzt, wird nicht nochmal dieselbe hohe Ausgabe für ein anderes Elektrowerkzeug (wie etwa eine Bohrmaschine) tätigen wollen. Er greift dann automatisch wieder zu Bosch, weil das Einzelgerät (also ohne Akku und Ladestation) erheblich billiger ist.

Ladestation Makita

Eine gewöhnliche Ladestation für Akku-Stichsägen (hier von Makita) kostet bereits um die 50 €.

Die Hemmschwelle, eine andere Marke auch nur auszuprobieren, ist hoch. Ein schnelles Ladegerät mit starkem Akku kostet zusammen leicht über 100 Euro. Oft legen die Hersteller sogar zwei Akkus bei, was den Preis sogar noch weiter in die Höhe treibt. Wenn die Bohrmaschine dann nicht gefällt, ist viel Geld weg, denkt sich der Kunde, und bleibt lieber bei Bewährtem – das freut den alten Hersteller.

Wenn Sie sich also für ein Akku-Werkzeug entscheiden, treffen Sie damit potenziell eine Entscheidung auf lange Sicht. Es lohnt sich, über die Anschaffung künftiger Akkugeräte zu meditieren und anhand der Gesamt-Auswahl einen Hersteller auszusuchen.

Verzichten Sie auf nachgemachte Akkus von Billigherstellern, auch wenn der Preis verlockend sein mag. Bei mangelhafter Verarbeitung und nicht zertifizierten Produkten ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Akkus einen Kurzschluss verursachen und in Brand geraten.

1.2. Doch das Akku-System hat auch Vorteile

Und diese sind nicht unerheblich: Sie häufen nicht sinnlos Akkus und Ladegeräte an. Jeder hat bereits eine Schublade mit teils uralten Netzteilen und Kabeln, von denen er schon gar nicht mehr weiß, wozu sie gehören. Die muss nicht unnötig weiter gefüllt werden.

Bosch Akku 18 V 6,0 Ah

Für Stichsägen empfiehlt sich ein Akku mit mindestens 3,0 Ah. Der abgebildete Lithium-Ionen-Akku von Bosch kommt sogar auf 6,0 Ah.

Zudem genügt eine einmalige Investition, um immer einen sehr starken Akku mit 4 oder sogar 5 Ah parat zu haben. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus ist das keine Seltenheit und Sie werden noch lange über die beeindruckende Laufzeit jubeln – bei einem Akku mit 2 bis 3 Ah müssen Sie bereits nach der Hälfte der Zeit einen Wechsel vornehmen (und bei mangelndem Ersatz-Akku sogar warten, bis der Akku aufgeladen wurde). Sie finden die Kapazität der jeweiligen Akkus in unserem Vergleich ganz oben, in der Tabelle.

Nicht zuletzt lassen sich defekte Akkus leichter ersetzen, denn Zubehör einer ganzen Produkt-Serie ist länger verfügbar und leichter auffindbar als Zubehör eines Einzelproduktes.

In dieser Tabelle haben wir Vor- und Nachteile dieses Akku-Systems noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Weitere Elektro-Geräte desselben Herstellers lassen sich sehr günstig erwerben.
  • Ein oder zwei Akkus sowie eine Ladestation decken fast Ihren gesamten Bedarf ab.
  • Sie können immer zum stärksten Akku greifen und müssen die Arbeit so seltener unterbrechen.
  • Ein passender Akku lässt sich leichter nachkaufen.
  • Wenn Sie ein Gerät eines anderen Herstellers erwerben möchten, ist der erste Kauf extrem kostspielig.

Akku-Stichsäge Holz-Schnitt

2. Technische Aspekte der Stichsäge – kurz erklärt

Damit Sie mit den zahlreichen technischen Werten und Begriffen etwas anfangen können, erläutern wir im Akku-Stichsäge-Vergleich die wichtigsten von ihnen, die auch in Akku-Stichsägen-Tests untersucht werden.

Motorleistung

Eins vorweg: Die Qualität einer Stichsäge ist nicht primär von ihrer Stärke abhängig. Wichtiger ist die Präzision: Bleibt das Sägeblatt auf der vorgegebenen Spur? Franst die Schnittkante aus? Zudem lässt sich die Kraft des Motors nicht so leicht feststellen: Hersteller werben nicht offen mit den entscheidenden Zahlen.

Interessant ist zunächst die Stromspannung. Beinahe alle hochwertigen Akku-Stichsägen kommen mit 18 Volt (V) Akkuspannung daher. Das definiert zwar noch nicht allein die Stärke der Säge, gibt aber einen Hinweis auf den Einsatzbereich. Zum Vergleich: Ein winziger Akkuschrauber kommt mit etwa 3 V Spannung aus. Die Leistungsaufnahme (gemessen in Watt und bei netzbetriebenen Geräten in der Regel offener angegeben) wäre hier der spannendere Wert.

Eine weitere Größe ist die Leerlaufdrehzahl bzw. Hubzahl, welche in Umdrehungen pro Minute (U/min) angegeben. Sie sagt aus, wie oft das Sägeblatt pro Minute hinauf- und hinunterbewegt wird. Die meisten Akku-Stichsägen schaffen um die 2.500 – 3.000 Hübe pro Minute, also etwa 40 – 50 pro Sekunde. So erfahren Sie, wie schnell die Säge ist, doch mit ihrer Stärke hängt das ebenfalls nur mittelbar zusammen.

Der beste Hinweis, welcher Ihnen der Hersteller an die Hand gibt, ist die Schnitttiefe. Nur eine starke Säge kann sich durch einen dicken Holzbalken fressen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie zwei Punkte weiter unten.

Pendelhub

Damit sich Stichsägen noch schneller durch das Werkstück arbeiten, verfügen sie über den sogenannten Pendelhub. Aus diesem Umstand ergibt sich auch das Synonym „Pendelhubstichsäge“. Dabei schnellt das Sägeblatt nicht nur hoch und runter, sondern pendelt auch leicht vor und zurück. Es beißt sich bei jedem Satz nach vorn, ins Material. Geräte ohne Pendelhub sind mittlerweile vom Markt so gut wie verschwunden.

Pendelhub-Regler

Ein Regler für den Pendelhub lässt den Anwender zwischen mehreren Stufen wählen.

Allerdings ist diese Art des Sägens eine deutlich gröbere. Wenn der Schnitt sehr sauber sein und wenig ausfransen soll, empfiehlt es sich, den Pendelhub aus- oder runterzuschalten. Pendelhubstichsägen haben in der Regel mehrere Stufen, um den Pendelhub zu regulieren.

Der Pendelhub erlaubt auch einen sogenannten Tauchschnitt. Dabei wird die Pendelhubstichsäge nicht an der Seite des Werkstücks angesetzt, sondern bohrt von oben ein Loch ins Material. Wir empfehlen allerdings, sich von einem Tischler eine Einweisung geben zu lassen. Der Tauchschnitt ist trickreich und die Maschine kann kräftigen Rückstoß entwickeln, wenn sie nicht fachgemäß angesetzt wird.

Hublänge und Schnitttiefe

Diese beiden Angaben werden gern verwechselt, bezeichnen aber gänzlich unterschiedliche Dinge.

Weißbuche Hainbuche Carpinus betulus

Die Weißbuche (Carpinus betulus), auch Hainbuche genannt, ist als eines der härtesten, heimischen Hölzer bekannt.

Die Schnitttiefe ist ein Hinweis des Herstellers darauf, wie dick die Materialien maximal sein dürfen, welche mit der Akku-Stichsäge angegangen werden. Solche Angaben finden sich für Holz und Metall, gelegentlich auch für Aluminium oder Kunststoff. Überlegen Sie bereits vor dem Kauf, wie dick die Bretter höchstens sein werden, die Sie bearbeiten möchten.

Viele Sägen schaffen ein wenig mehr als die angegebenen Dicken – da kommt es ganz auf das Holz an. Bei einer Fichte oder Erle ist sicher noch mehr drin, wohingegen eine Eiche oder Buche ohnehin schon einiges von dem Werkzeug abverlangt.

Umgekehrt geht’s besser

Die Zähne des Sägeblatts sind so geformt, dass sie die Späne nach oben abtragen – dementsprechend Sie die Schnittkante oben oft zerfranster aus als unten. Drehen Sie das Werkstück beim Bearbeiten auf die Rückseite, damit später die oben befindliche Kante sauberer aussieht.

Die Hublänge wird manchmal auch als Hubhöhe bezeichnet. Sie gibt an, um wie viele Millimeter die Stichsäge das Sägeblatt innen hinaufzieht und wieder zurückstößt. Handelsübliche Akku-Stichsägen verfügen über eine Hublänge von 20 bis 25 Millimetern, also etwa 2,0 bis 2,5 Zentimetern. Das klingt erstmal nicht nach viel – doch im Kopf der Säge ist nicht mehr Raum und die Kraft hinter dem Hub genügt, um auch längere Sägeblätter anzutreiben.

Beinahe alle Stichsägen haben um die 25 mm Hubhöhe. Für Sie als Verbraucher ist das kein entscheidendes Kauf-Kriterium. Die Grundlagen für eine starke oder schwache Säge sind stattdessen im Motor zu suchen. Nur bei besonders geringen Hublängen kann dies ein Hinweis darauf sein, dass auch die maximale Schnitttiefe gering ausfällt.

Gehrungsschnitte

Gehrungsschnitt Fuß Stichsäge

Auf diesem Halbrund wird die Stichsäge zur Seite geneigt, damit ein Schnitt im Holz darunter möglich ist. Die Einschnitte zeigen, wie weit der Maschinen-Rumpf auf dem Fuß gekippt werden kann – in der Regel 45° in beide Richtungen.

Beim Gehrungsschnitt sitzt die Säge schief auf ihrem eigenen Metallfuß. Sie wird nach links oder nach rechts gekippt und so durch das Arbeitsmaterial geführt. Dabei entsteht ein schräger Schnitt.

In der Regel lassen sich Stichsägen um bis zu 45° neigen. Nutzt man dieses Maximum beim Sägen eines Brettes aus und hält man anschließend die beiden entstanden Stücke mit den Kanten aneinander, entsteht genau ein rechter Winkel von 90°.

Bedenken Sie, dass bei einem Gehrungsschnitt mehr Material durchsägt werden muss. Liegt die Säge mit 45° an, ist das Werkstück für sie ca. 41% dicker, also beinahe eineinhalb Mal so dick. Je nach Hublänge der Akku-Stichsäge und Dicke des Bretts überfordert der Gehrungsschnitt die Säge.

Gehrungsschnitt Brett Black+Decker

Ist die Säge dann gekippt, kann schräg geschnitten werden.

Von der Qualität der Stichsäge ist abhängig, wie exakt dieser Schnitt gelingt. Einige Sägen liegen hier um mehrere Grad daneben. Dieser Fehler wirkt sich später doppelt so stark aus, wenn durch das geschnittene Brett ein rechter Winkel entstehen soll. Grund dafür ist der Umstand, dass das Sägeblatt nur an einer Seite von der Maschine gehalten wird – so wird die Stichsäge zwar zum Alleskönner, aber nicht zum Perfektionisten.

Generell sind Geräte aus dem höheren Preissegment bei der Präzision der Schnitte verlässlicher. Eine günstige Akku-Stichsäge bewältigt diese Aufgaben zwar auch zufriedenstellend, aber wer einen exakten Schnitt benötigt, wird damit kaum glücklich.

3. Zubehör – kurz erklärt

Auch Zusatz- und Ersatzteile sind für alle möglichen Sägen erhältlich. Ein paar Teile haben wir aus verschiedenen Akku-Stichsägen-Tests herausgepickt und für Sie erläutert.

Spanreißschutz

Spanreißschutz Splitterschutz

Der Spanreißschutz sorgt für eine saubere Schnittkante.

Auch Splitterschutz genannt. Hierbei handelt es sich um ein kleines Plastikteil, welches am Vorderteil der Maschine eingesetzt wird. Es umrandet gewissermaßen das Sägeblatt und sitzt (so wie der ganze Fuß) direkt auf dem Arbeitsmaterial auf. Dabei drückt es dieses nach unten und verhindert, dass die Schnittkante ausfranst.

Ein Spanreißschutz ist hilfreich, aber auch kein Allheilmittel. Wenn der Schnitt nicht sauber ist, sollten Sie zunächst den Pendelhub ausschalten und die Hubzahl reduzieren (sofern das bei Ihrer Akku-Stichsäge möglich ist). Dann geht es zwar etwas langsamer, aber auch sauberer vorwärts.

Gebläse & Absauger

Eine Spänblasfunktion pustet permanent die anfallenden Späne weg, sodass Sie genau sehen, wohin Sie sägen. Das ist besonders wichtig, wenn auf dem Brett eine Linie aufgezeichnet ist, welcher Sie folgen möchten.

Absaugstutzen Metabo

Ein Absaugstutzen für eine Akku-Stichsäge von Metabo.

In der Regel verfügen Akku-Stichsägen auch über einen Staubsaug-Anschluss. An ihm lässt sich das Saugrohr eines gewöhnlichen Staubsaugers anbringen, sodass alle Späne direkt abgesaugt werden, sich nicht in der Werkstatt verteilen und der Staub nicht in die Luft gewirbelt wird.

Für diese Funktion wird ein Adapter benötigt, der sogenannte Absaugstutzen. Er ist nur etwa bei der Hälfte der Stichsägen im Lieferumfang enthalten uns muss gegebenenfalls hinzubestellt werden. Kostenpunkt: Etwa 15 Euro.

Der größte Vorteil der Akku-Stichsäge, die kabellose Freiheit, ist durch die Staubabsaugung natürlich dahin: Während Sie diese in Anspruch nehmen, haben Sie ein klobiges Rohr an der Maschine hängen. Das schränkt in der Bewegung – wie auch in der Ortswahl – spürbar ein. Viele Anwender verzichten daher lieber auf diese technische Raffinesse.

Beleuchtung

Beliebt ist eine kleine Leucht-Diode (LED) an der Halterung des Sägeblatts, welche den Bereich darunter ausleuchtet. So können Sie besser erkennen, was Sie gerade sägen – vorausgesetzt, es wird nicht alles durch Späne verdeckt.

Transportkoffer

Makita MAKPAC Transportkoffer

Ein kompakter Gerätekoffer lässt sich besonders gut stapeln. Das sorgt für Ordnung in Ihrer Werkstatt und dem Werkzeugschrank.

Damit sie nicht zwischen Akkuschrauber, Bohrhammer, Elektrohobel, Bandschleifer und anderen Elektrogeräten im Schrank versinkt, sollte die Akku-Stichsäge in einem passenden Koffer aufbewahrt werden. Unserer Produkttabelle am Anfang dieses Ratgebers können Sie auf einen Blick entnehmen, auf welche Stichsägen das zutrifft. Falls es sich um ein bewährtes Koffer-Modell des Herstellers handelt, haben wir das extra vermerkt – diese passen oft aufeinander und sind so noch besser stapelbar.

Alternativ können Sie sich auch nach einem geeigneten, leeren Werkzeugkoffer umsehen und in diesem neben der Säge noch anderes Werkzeug unterbringen.

Sägeblätter

Stichsägeblätter für Holz

Bei weichen Holzsorten sind Sägeblätter mit großen Zähnen, die viel Abstand zueinander haben, besser geeignet.

Die Wahl des richtigen Sägeblatts ist nicht schwer. Damit der entsprechende Schnitt gelingt, sollten Sie sich die Mühe machen, das Sägeblatt dem Holz entsprechend auszuwählen und jeweils ein passendes einzusetzen. Fast alle modernen Akku-Stichsägen erlauben einen werkzeuglosen Sägeblatt-Wechsel: Mit einem einfachen Handgriff wird das Blatt durch ein anderes ausgetauscht.

Sägeblätter unterscheiden sich hauptsächlich durch Dicke, Breite und Zahnung. Ein dickes Sägeblatt hält länger als ein schlankes. Dafür muss es auch mehr Material abtragen und braucht dementsprechend mehr Kraft und Zeit beim Sägen. Ein breites Sägeblatt (großer Abstand zwischen den Zähnen und dem Rücken des Blatts) läuft besser geradeaus als ein schmales. Dafür ist es bei Kurvenschnitten weniger geeignet.

Tragen Sie beim Arbeiten immer angemessene Schutzkleidung. Besonders wichtig ist eine Schutzbrille, da Sägespäne und Staub in die Augen geraten können. Auch Schutzhandschuhe sind dringend zu empfehlen, insbesondere beim Wechsel der Sägeblätter. Bedenken Sie auch: Ein Sägeblatt kann durch die Reibung stark erhitzt werden.

Die Zahnteilung beschreibt den Abstand zwischen den einzelnen Zähnen. Bei weichen Materialien sollten die Zähne großen Abstand zueinander haben, ansonsten kann die Säge aufgrund des vielen Holzes quasi „verstopfen“.

Nach längerem Gebrauch wird ein Sägeblatt stumpf und muss ersetzt werden. Sie bemerken das daran, dass es irgendwann im Holz stecken bleibt. Erfahrene Handwerker können auch über die Zähne streichen und so erkennen, das sie stumpf geworden sind. Es lohnt sich, ein paar Euro mehr für vernünftige Sägeblätter in die Hand zu nehmen. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Sägeblatt nicht überhitzt, denn daran geht es schnell zugrunde.

Die meisten Hersteller setzen bei Sägeblättern auf einen T-Schaft (Einnockenschaft). Andere setzen auf den sogenannten Universalschaft. Halten Sie nach einem kompatiblen Sägeblatt Ausschau.

Akku-Stichsäge Kreisschnitt

4. Hersteller

In unserem Akku-Stichsägen Vergleich 2020 haben Sie bereits einige Marken kennengelernt. Damit Sie neben einem Testsieger der Akku-Stichsägen und den übrigen Rängen auch andere Hersteller kennenlernen, haben wir diese kurz aus verschiedenen Akku-Stichsägen-Tests für Sie zusammengefasst:

  • AEG
  • Black & Decker
  • Bosch
  • DeWalt
  • Einhell
  • Fein
  • Festool
  • Hitachi
  • Matika
  • Metabo
  • Milwaukee
  • Ryobi
  • Varo

5. Häufige Fragen

Falls unsere Kaufberatung noch Fragen offen gelassen haben sollte, werden Sie vielleicht hier fündig.

5.1. Welche Akku-Stichsägen empfiehlt Stiftung Warentest?

Ihren letzten Produkttest von Stichsägen veröffentlichte Stiftung Warentest in der März-Ausgabe 2016. Darin testete sie vornehmlich netzbetriebene Stichsägen, aber auch drei Akku-Modelle fanden Eingang. Einen separaten Akku-Stichsägen-Test gab es allerdings noch nicht.

Unter ihnen kam die Akku-Stichsäge Bosch PST 18 LI auf die beste Wertung. Etwas schlechter gingen Einhell und Ryobi aus dem Test hervor. In puncto Winkelgenauigkeit und Präzision konnten alle mit den Netzgeräten mithalten und auch in Sachen Haltbarkeit schnitten sie gut bis sehr gut ab. bei der Schnittgeschwindigkeit waren sie etwas langsamer – zum einen ist das der Natur der schwächeren Akku-Elektrowerkzeuge geschuldet, zum anderen waren die Testsieger der Kabelgeräte teils aus einer höheren Preis-Kategorie.

5.2. Kann ich auch eine Akku-Stichsäge leihen?

Das ist im örtlichen Hornbach, Obi oder sonstigem Baumarkt gegen eine gewisse Leihgebühr möglich. Mit mehr als zehn Euro pro Tag müssen Sie rechnen. Wenn Sie das Gerät nur für einen einzelnen Schnitt benötigen, ist das sicherlich die günstigere Variante. Sind Sie allerdings in Ihrer heimischen Werkstatt öfters mit Holz zugange, ist es sinnvoller, eine Akku-Stichsäge zu kaufen.

5.3. Wie bediene ich eine Stichsäge?

Ein Rundum-Kurs würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Anfängern empfehlen wir jedoch einen Blick in dieses anschauliche Video:

5.4. Welchen Untergrund benötige ich für den Einsatz der Stichsäge?

Ohne vernünftigen Tisch läuft in der Heimwerkstatt gar nichts, und das Sägen bildet da keine Ausnahme.

Wir empfehlen einen Blick in unseren Werkbank Vergleich, welcher das Thema in der nötigen Tiefe behandelt.