Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Wasserfilter dient dazu, Trinkwasser bzw. Dusch- und Leitungswasser zu filtern, um Kalk oder Schadstoffe zu entfernen bzw. zu reduzieren.
  • Bei Wasserfiltern für Zuhause können Sie zwischen Tischfiltern, Wasserfiltern für den Wasserhahn, Einbau-Filtern oder Osmose-Wasserfiltern wählen.
  • Entscheidend für die Auswahl ist die passende Filtertechnologie, da sie bestimmt, welche Stoffe reduziert werden und wie effektiv der Filter arbeitet.

Wasserfilter im Test: Frau gießt Wasser aus Kannenfilter in Glas.

Grundsätzlich ist die Wasserqualität in Deutschland so gut, dass sich der Einsatz von Filtern zum Schutz der Gesundheit eigentlich erübrigt. Falls Sie Ihr Leitungswasser aber dennoch aus dem einen oder anderen Grund reinigen möchten, bevor Sie es in die Wasserkaraffe füllen, stellen wir Ihnen in unserem Wasserfilter-Test bzw. -Vergleich 2026 die verschiedenen Wasserfiltersysteme vor, die hierbei zum Einsatz kommen. Auch geben wir Ihnen Tipps, worauf Sie achten sollten, um den für Sie besten Wasserfilter zu finden.

1. Sind Wasserfilter wirklich sinnvoll?

Woher kommt hartes Wasser?

Die Wasserhärte ergibt sich durch die Anzahl der Kalzium- und Magnesiumionen, die im Wasser enthalten sind. Sie werden aus dem Boden gelöst, wenn Regenwasser auf die Erde fällt und langsam bis ins Grundwasser versickert. Besonders hart ist das Wasser dort, wo der Boden aus Sandstein oder Kalkstein besteht, besonders weich ist es in Regionen mit Gesteinen wie Basalt, Granit oder Gneis. Ebenso weich ist Regenwasser, das beispielsweise in einer Regentonne aufgefangen wird.

Leitungswasser in Deutschland gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln und ist in der Regel einwandfrei trinkbar. Ein Wasserfilter ist daher aus gesundheitlicher Sicht meist nicht zwingend notwendig. Einer der Gründe, warum viele Menschen einen Wasserfilter für Leitungswasser dennoch verwenden, ist der hohe Kalkgehalt, den es in einigen Regionen Deutschlands hat. Wasser mit hohem Kalkgehalt nennt man hartes Wasser.

Viel Kalk ist zwar nicht ungesund, den Geschmack von Wasser ohne Kalk empfinden viele Menschen jedoch besser als den Geschmack von Wasser mit Kalk. Ein Wasserfilter für Leitungswasser lohnt sich also dann, wenn Sie gerne Wasser aus der Leitung trinken und nicht wegen eines unangenehmen Geschmacks darauf verzichten wollen – oder wenn Sie sehr alte Leitungen und Rohre haben.

Vor allem den Geschmack von Tee oder Kaffee empfinden viele Menschen als aromatischer mit weichem Wasser. Zudem können Sie mit gefiltertem Wasser Kalkablagerungen in Wasserkocher oder Kaffeemaschine verhindern.

Nicht zuletzt reagieren aber auch viele Zimmerpflanzen empfindlich auf kalkhaltiges Wasser, und auch Ihre Wäsche profitiert von weicherem Wasser: Die Kalk- und Magnesiumablagerungen können sich im Stoff absetzen und die Wäsche rau machen, auch die Farben können verblassen.

In Deutschland wird Wasser anhand folgender Tabelle in die Härtegrade weich, mittel und hart unterteilt:

Härtegrad Calciumcarbonat pro Liter ° dH (Grad deutscher Härte)

weich

weniger als 1,5 mmol/l

weniger als 8,4

mittel

1,5 bis 2,5 mmol/l

8,4 bis 14

hart

mehr als 2,5 mmol/l

mehr als 14

Tipp: Ehe Sie einen Wasserfilter im Haus installieren bzw. einen Wasserfilter kaufen, ist es sinnvoll, Ihre Trinkwasserqualität zu analysieren. Wenden Sie sich hierfür zunächst an Ihr örtliches Wasserwerk.

Wasserfilter im Test: Verpackung von Wasserfilter der Marke Brita wird in der Hand gehalten mit vier Wasserfilter darin.

Einige Wasserfilter-Kartuschen können bis zu 150 1-L-Flaschen Wasser filtern.

2. Welche Arten von Wasserfiltern unterscheiden Tests im Internet?

Wenn Sie für Ihren Kaffee bzw. Ihr Trinkwasser einen Wasserfilter suchen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen fest verbauten Wasserfiltern am Hausanschluss und Wasserfilter-Kannen:

  • Tisch-Wasserfilter (Kanne): Mobile Filtersysteme mit Wasserfilter-Kartuschen (z. B. von Brita), bei denen das Wasser manuell eingefüllt wird.
  • Wasserfilter für Wasserhahn: Montage am Wasserhahn, filtert das Wasser vor dem Austritt (z. B. von Waterdrop). Meist kann zwischen gefiltertem und ungefiltertem Wasser umgeschaltet werden.
  • Untertisch-Wasserfilter: Einbausysteme, die fest unter der Spüle installiert werden. Leistungsstärker und komfortabler, erfordern jedoch Installation und höhere Anschaffungskosten.
  • Osmose-Wasserfilter: Spezielle Form des Untertischfilters mit besonders feiner Filterleistung. Osmose-Wasserfilteranlagen benötigen mehr Platz und Technik, liefern dafür sehr reines Wasser.
  • Reise- bzw. Camping-Wasserfilter: Speziell dazu gemacht, um Wasser aus unsicheren Quellen trinkbar zu machen. Outdoor-Wasserfilter gibt es als Filterflaschen oder Pumpfilter, die Bakterien und Keime entfernen sollen – sie haben also eine andere Funktionsweise als Filter für den Haushalt.
Wasserfilter-Test: Ansicht von oben auf ein transparentes Kunststoff-Gefäß der Marke Brita.

Einen schmalen Kannenfilter können Sie problemlos in der Kühlschranktür aufbewahren.

3. Wie funktionieren Wasserfilter?

Die Bauform bestimmt den Komfort – die eigentliche Filterleistung hängt jedoch von der eingesetzten Technologie ab. Welches System für Sie am sinnvollsten ist, hängt davon ab, welche Stoffe Sie im Wasser reduzieren möchten. Unsere Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Filter-Typen:

Filtertyp Beschreibung
Aktivkohle
  • Schadstoffe bleiben an der Oberfläche der Aktivkohle hängen
  • filtert v.a. Gerüche, Geschmacksstoffe, teilweise organische Verbindungen
  • entfernt keine Mineralstoffe
Ionentauscher
  • Austausch von Kalzium/Magnesium gegen Natrium
  • gut gegen Kalk, verändert die Mineralzusammensetzung
Umkehrosmose / Osmose
  • Wasser wird durch sehr feine Membran gepresst
  • filtert Mikroverunreinigungen, Schwermetalle, Nitrat
  • extrem gründlicher Filter, aber sehr hohe Anschaffungs- und Installationskosten
UV-Filter
  • filtert Wasser ohne Chemie
  • UV-C-Licht wird zur Abtötung von Keimen genutzt
Wasserfilter-Test: Verpackung von Wasserfilter wird in der Hand gehalten vor einem Regal mit Hinweisen in verschiedenen Sprachen.

Einige Hersteller setzen auf Aktivkohle aus Kokosnussschalen, die Stoffe extrem gut binden kann.

4. Worauf ist beim Kauf eines Wasserfilters zu achten?

4.1. Filter-Geschwindigkeit und Filterleistung

Die Filter-Geschwindigkeit spielt im Alltag eine eher untergeordnete Rolle, beeinflusst jedoch den Komfort. Bei Tisch-Wasserfiltern dauert der Filtervorgang in der Regel etwa 1 bis 2 Minuten pro Liter. Wer regelmäßig größere Mengen Wasser benötigt, sollte auf eine möglichst zügige Durchlaufzeit achten.

Wichtiger ist die Filterleistung. Wasserfilter-Tests im Internet zeigen, dass viele gängige Tisch-Wasserfilter diese Stoffe zumindest teilweise herausfiltern können. Modelle mit zusätzlichen Mikrofiltern oder speziellen Membranen können darüber hinaus auch Keime oder feine Partikel zurückhalten.

Wasserfilter getestet: Verpackung von Wasserfilter wird in der Hand gehalten mit Hinweisen zum Produkt.

Achten Sie vor dem Kauf darauf, nach wie vielen Litern Wasser ein Wasserfilter verbraucht ist.

4.2. Volumen bei Kannenfiltern

Bei Tisch-Kannenfiltern spielt das Füllvermögen eine zentrale Rolle. Üblich sind Filtervolumen von etwa 1,4 bis 2 Litern und ein Gesamtvolumen von rund 2 bis 3 Litern. Für Haushalte mit mehreren Personen kann ein größeres Modell sinnvoll sein.

Die meisten Wasserfilter-Kannen bestehen aus Kunststoff und sind leicht zu reinigen. Viele Modelle lassen sich (zumindest teilweise) in der Spülmaschine reinigen, was den Alltag erleichtert.

Praktische Zusatzfunktionen, die Ihnen zudem den Alltag erleichtern, sind:

  • Filterwechsel-Anzeige oder elektronischer Timer
  • Datumsanzeige für Kartuschen-Wechsel
  • Umschaltfunktionen oder spezielle Filtermodi
  • Mineralisierung, z. B. Anreicherung von Magnesium (bei einigen Modellen)
Im Test: ein Brita Wasserfilter mit transparentem Kunststoff-Gefäß, inklusive weißem Filter und Deckel, gefüllt mit Wasser steht auf einer weiß-braun karierten Tischdecke.

1,5 Liter Fassungsvermögen sind in der Regel ausreichend für einen Zwei-Personen-Haushalt.

4.3. Folgekosten

Beim Kauf eines Wasserfilters sollten Sie nicht nur den Anschaffungspreis betrachten, sondern vor allem die laufenden Kosten. Gerade bei günstigen Tisch-Wasserfiltern sind die Geräte selbst oft preiswerter als Wasserfilter für den Hausanschluss, die Filterkartuschen verursachen jedoch regelmäßige Folgekosten.

Diese können sich je nach Modell und Nutzung schnell summieren. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf zu prüfen:

  • Preis der Ersatzkartuschen
  • Reichweite pro Kartusche (Literangabe)
  • Verfügbarkeit (Standardgröße oder herstellerspezifisch)

Untertischfilter oder Wasserfilter-Osmoseanlagen sind in der Anschaffung deutlich teurer, können sich aber bei hoher Nutzung langfristig rechnen, da ihre Filtereinheiten oft länger halten.

Rückseite des weißen Deckels eines Brita Wasserfilters im Test.

In der Regel haben Tisch-Wasserfilter wie dieser von Brita eine praktische Klappe, die den Ausgießer abdeckt, solange die Kanne geradesteht.

5. Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Wasserfilter

Unser letzter Abschnitt klärt die häufigsten Fragen aus Wasserfilter-Tests im Internet.

5.1. Wie oft sollte man einen Wasserfilter wechseln?

Wasserfilter im Test: Eine weiße Kanne von oben betrachtet.

Eine Wasserfilter-Kanne, mit der man Leitungswasser reinigen kann.

Es ist empfehlenswert, die Kartusche nach ca. vier Wochen zu wechseln. Was die Nutzungsdauer angeht, geht es nicht darum, wie viel Wasser Sie mit der Kartusche gefiltert haben, sondern wie lange die Filterpatrone im Einsatz ist. Dabei ist es egal, ob Sie 10 oder 100 Liter Wasser gefiltert haben.

Selbst wenn Sie also nur wenig Wasser filtern, sollte die Kartusche nach rund einem Monat getauscht werden, um das Entstehen von Keimen zu verhindern. In der Regel liegt die Kapazität eines Aktivkohlefilters bei etwa 100 bis 180 Litern. Danach lässt die Filterwirkung nach und die Kartusche sollte ausgetauscht werden.

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5.2. Welcher Wasserfilter hilft am besten bei Kalk?

Am effektivsten gegen Kalk sind hier Ionenaustauscher, da sie Calcium und Magnesium gezielt aus dem Wasser entfernen. Diese Technik steckt in vielen Tischfiltern und Enthärtungsanlagen.

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5.3. Wie sinnvoll sind KI-basierte Wasserfilter?

KI spielt aktuell kaum eine echte Rolle bei Wasserfiltern. Meist handelt es sich um Marketing – sinnvolle Funktionen sind eher Sensoren oder Anzeigen, die den Filterwechsel überwachen.

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5.4. Müssen Wasserfilter gereinigt werden?

Ja, insbesondere Kannen und Gehäuse sollten regelmäßig gereinigt werden, um Keimbildung zu vermeiden. Zusätzlich müssen Filterkartuschen rechtzeitig gewechselt werden.

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5.5. Wo kann ich Wasserfilter günstig kaufen?

Es gibt die Möglichkeit, Wasserfilter günstig zu kaufen. Discounter bieten von Zeit zu Zeit Wasserfilter an, aber vor allem im Online-Handel können Sie von speziellen Angeboten profitieren. Achten Sie beim Kauf eines Wasserfilters auch auf die Anzahl der Kartuschen, die im Lieferumfang enthalten sind. Die Hersteller bieten oft Sets an, die aus einem Wasserfilter und Kartuschen für ein halbes oder ganzes Jahr bestehen. Diese Sets sind oft günstiger als der Einzelkauf.

Bekannte und in Online-Tests von Wasserfiltern häufig hervorgehobene Marken sind neben den bereits erwähnten Brita und waterdrop u. a. BWT, Grünbeck, Grayl und Lotus Vita.

Tipp: Wenn Sie nicht nur Wert auf sauberes Wasser legen, sondern auch gerne Sprudelwasser trinken, finden Sie in unseren Wassersprudler- und Soda-Stream-Vergleichen wichtige Informationen dazu.

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Videos zum Thema Wasserfilter

Das Video erklärt die Anwendung des Brita Marella Wasserfilters, vom Einsetzen des Filters bis zum Befüllen und Filtern des Wassers.

In diesem YouTube-Video wird ein umfassender Test verschiedener Wasserfilter durchgeführt. Dabei gibt das Labor wichtige Warnungen und Tipps, um gefährliche Verunreinigungen im Leitungswasser zu vermeiden. Der Zuschauer erhält somit wertvolle Informationen über die Wirksamkeit und Effektivität der getesteten Wasserfilter.

Quellenverzeichnis