Pulsuhr Test 2016

Die 7 besten Pulsmesser im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellTomTom Spark 3 Cardio + MusicGarmin Forerunner 235 WHRPolar FT7 Herzfrequenz-MessgerätSigma PC 25.10Polar Trainingscomputer M400 HRSigma Pulscomputer PC 3.11Mio Alpha 2
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
11/2016
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Bewertung1,5gut
11/2016
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,8gut
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Bewertung1,9gut
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,2gut
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Kundenwertung
19 Bewertungen
186 Bewertungen
68 Bewertungen
632 Bewertungen
951 Bewertungen
209 Bewertungen
90 Bewertungen
PulsmessungDie Pulsmessung mit Brustgurt ist die genaueste Methode. Punktuell und weniger genau ist die Messung mit Fingersensor. Optische Sensoren sind noch recht neu, gute Qualität kostet hier mehr als bei den anderen Methoden.Uhr mit SensorUhr mit SensorUhr mit BrustgurtUhr mit BrustgurtUhr mit BrustgurtUhr mit BrustgurtUhr mit Sensor
ÜbertragungsartBluetooth 4.0 Smart wird für die Verbindung mit Smartphones genutzt. Andere Funkstandards können auch mit Fitnessgeräten kommunizieren, wenn sie uncodiert sind.BluetoothBluetoothANT+ (codiert)ANT+ (codiert)BluetoothANT+ (uncodiert)Bluetooth
Smartphone-Kompatibilitätkompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Windows kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple
UhrJaJaJaJaJaJaJa
WeckerNeinJaJaJaJaNeinNein
DatumsanzeigeJaJaJaJaJaNeinNein
WasserdichtigkeitUm die Pulsuhr auch beim Schwimmen tragen zu können, sollte das Gerät mindestens eine halbe Stunde dem Druck bei einer Wassertiefe von 30 Metern standhalten können.bis 50 Meterbis 1 Meterbis 30 Meterbis 30 Meterbis 30 Meterbis 50 Meterbis 30 Meter
Distanzmessung (GPS)
Geschwindigkeit
Intervalltimer
Rundenzähler
Kalorienverbrauch
Alarm bei Verlassen des Trainingsbereichsakustisch, Vibrationakustischoptischakustischoptisch, akustischoptisch
Vorteile
  • großes, gut lesbares Display
  • für viele Sportarten geeignet (z.B. Bahnenzählen beim Schwimmen)
  • Speicher für Musikdateien
  • inkl. Bluetooth-Kopfhörer
  • Puls kann auf Fitnessgeräten angezeigt werden
  • auch für schmale Handgelenke geeignet
  • sehr leichte und intuitive Bedienung
  • großes, gut lesbares Display
  • Brustgurt angenehm weich
  • angenehm leicht
  • gute Übertragung
  • großes, gut lesbares Display
  • sehr leichte und intuitive Bedienung
  • Batteriewechsel einfach
  • sehr großes, gut lesbares Display
  • stabiles GPS-Signal zur Verfolgung der Strecke
  • großes, gut lesbares Display
  • inkl. Stoppuhrfunktion
  • für Einsteiger geeignet
  • einfache und intuitive Bedienung
  • durchgängige EKG-genaue Herzfrequenzmessung
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
  • Amazon
  • Ebay
  • Toms Car HiFi
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  • Ed-Sports - der günstige Fitness-Online-Shop
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  • Sport-Tiedje
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Pulsuhren-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Pulsuhr, oft auch als Fitnessuhr bezeichnet, kann neben der Herzfrequenz meist auch Uhrzeit, Trainingszeiten und die Anzahl der verbrauchten Kalorien anzeigen.
  • Grundsätzlich ermöglicht diese Art der Sportuhr ein pulsgesteuertes Training, welches eine gute Möglichkeit darstellt, um Kraftreserven zu vergrößern und Körperfett zu verbrennen.
  • Pulsmesser richten sich gezielt an engagierte Sportler und Menschen, die ihr Leistungsvermögen konsequent steigern möchten – wer jedoch nach Motivation sucht, um regelmäßig zum Sport zu gehen, ist mit einem Fitnessarmband häufig besser beraten.

ältere Frau trainiert mit Pulsuhr
Profisportler richten ihre Trainingseinheiten nach ihrer Herzfrequenz aus, um Spitzenleistungen zu erzielen. Doch was für Profis funktioniert, ist auch für Freizeit- und Gelegenheitssportler nicht verkehrt. Wer pulsgesteuert trainiert, kann seine Leistung optimal steigern – und erreicht so schnell das gewünschte Ergebnis, sei es, ein paar Kilo zu verlieren, oder generell die Fitness zu verbessern. Alles, was Sie zu Hause dafür brauchen, ist eine gute Pulsuhr und ein wenig Motivation. Im Pulsuhr Test 2016 und der dazugehörigen Kaufberatung haben wir uns die smarten Geräte genau angeschaut. Egal ob Sie auf der Suche nach einem Pulsmesser mit oder ohne Brustgurt sind, oder sich vielleicht nach einem Gerät umschauen, dass Sie mit Ihrem Smartphone koppeln können: In unserem Pulsuhr Vergleich erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

1. Was ist eine Pulsuhr und wofür braucht man sie?

Pulsuhren sieht man häufig bei Läufern oder im Fitnessstudio, aber auch beim Krafttraining kommen die smarten Geräte zum Einsatz. Die meisten sehen aus wie ganz gewöhnliche digitale Armbanduhren, doch das ist weit gefehlt. Auf dem Display wird Ihnen nämlich nicht die Uhrzeit angezeigt (obwohl Fitnessuhren in aller Regel natürlich auch über diese Funktion verfügen). Stattdessen sehen Sie dort, wie schnell Ihr Herz gerade schlägt. Gemessen wird die Herzfrequenz mit Hilfe eines separaten Brustgurtes, der direkt auf der Haut getragen wird. Es gibt aber auch andere Messverfahren, etwa die optische Pulsmessung am Handgelenk oder über Fingersensoren.

Außerdem können Pulsuhren meist auch Trainingszeiten anzeigen, gelaufene Runden zählen und nicht zuletzt gibt es häufig auch eine Anzeige der verbrauchten Kalorien, die vor allem der Motivation dienen soll. Im Prinzip sind diese Fitnessuhren echte Minicomputer, die anhand der Messwerte die verschiedensten Information bereitstellen können, welche für ein optimales Training relevant sind. Denn: Wer im richtigen Pulsbereich trainiert und diesen beim Sport beibehält, der regt den Körper besonders stark an, seine Kraftreserven zu vergrößern und das unliebsame Körperfett zu verbrennen. Das Motto heißt also nicht, sich zu verausgaben, sondern konzentriert und gleichmäßig trainieren. Man bezeichnet diese Methode als pulsgesteuertes Training.

Verlassen Sie den optimalen Pulsbereich, warnt Sie die Pulsuhr durch ein akustisches oder optisches Signal, einige Modelle verfügen auch über einen Vibrationsalarm. So können Sie Ihre Trainingsintensität jederzeit anpassen.

2. Die Pulsmessung mit der Pulsuhr

Wenn man es ganz genau nimmt, messen die meisten Pulsuhren eigentlich nicht den Puls, sondern die Herzfrequenz. Doch wo genau liegt der Unterschied? Den Puls können wir beispielsweise an den Schlagadern ertasten. Dabei handelt es sich um die rhythmisch pulsierenden Wellen, mit denen das Herz das Blut in Schüben durch den Körper pumpt.

Bei der Herzfrequenz handelt es sich dagegen um elektrische Impulse, die den Herzmuskel dazu bringen, sich zusammenzuziehen und anschließend wieder zu erschlaffen. Diese elektrische Frequenz wird von der Pulsuhr ermittelt und über einen Sender an einen Empfänger – meist die Uhr am Handgelenk – übertragen. Der Empfänger errechnet aus den erhaltenen Daten den Puls pro Minute und gegebenenfalls weitere Werte, wie z.B. den Kalorienverbrauch.

Es gibt aktuell drei gängige Varianten der Herzfrequenzmessung, die bei Pulsuhren zum Einsatz kommen und die wir im Pulsuhr Test genauer vorstellen möchten:

  • Pulsuhr mit Brustgurtsensor
  • Pulsuhr mit Fingersensor
  • Pulsuhr mit optischem Sensor

2.1. Pulsuhren mit Brustgurt

Pulsuhr IIS 2014 von POWRX

Der Pulsmesser IIS 2014 von POWRX verfügt über einen separaten Brustgurt, der die Herzfrequenz EKG-genau messen kann.

Pulsuhren mit Brustgurt bestehen aus zwei Komponenten: Einem Empfänger, der meist wie eine Armbanduhr aussieht, und einem elastischen Band. An diesem befinden sich zwei Sensoren, die die elektrischen Impulse bei jedem Herzschlag messen. Ein Sender, der bei den meisten Brustgurten abgenommen werden kann, überträgt die Daten von den Sensoren an das Empfängermodul. Das geschieht entweder über den Funkstandard ANT+ oder – bei den neueren Modellen in unserem Pulsuhr Test – über eine Bluetooth-Verbindung.

Daneben gibt es Varianten, bei denen das Smartphone die Funktion des Empfängers übernimmt. Hier erhält man beim Kauf im Prinzip nur den Brustgurt mit dem Herzfrequenzmesser. Dieser kann sich über Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone verbinden. Der Brustgurt wird abhängig vom Modell von den verschiedensten Fitness-Apps erkannt und kann die übermittelten Daten auswerten. Meist bieten die Apps neben der Erfassung der Herzfrequenz noch zahlreiche andere Funktionen, mit deren Hilfe ein optimales Trainingsprogramm auf die Beine gestellt werden kann.

Pulsuhren mit Brustgurt sind die verbreitetste Form der Herzfrequenzmessgeräte. Da sie ganz ähnlich wie ein EKG (Elektrokardiogramm) zur Erfassung der Herzfrequenz im medizinischen Bereich arbeiten, liefern sie besonders genaue Daten. Die Sensoren liegen sehr nah am Herzen, sodass Pulsuhren mit Brustgurt im Pulsuhr Test 2016 durchschnittlich die besten Ergebnisse im Bereich Messgenauigkeit erreichten. Wenn Sie also die Bezeichnung „EKG-genau“ in der Produktbeschreibung finden, so bezieht sich dies auf die Messtechnik. Auch unser Pulsuhr Testsieger gehört dieser Kategorie an. Allerdings empfinden manche Menschen den Brustgurt als unbequem und störend, in Einzelfällen kann der Sender auf dem Brustbein schmerzhafte Druckstellen hinterlassen. Außerdem ist diese Form der Fitnessuhr auf die Qualität der Funkverbindung zwischen Sender und Empfänger angewiesen. Diese kann durch die Nähe zu Funkmasten, Starkstromleitungen oder auch durch Handysignale gestört werden.

  • sehr genau
  • große Produktauswahl
  • störanfällig
  • gegebenenfalls unbequem zu tragen

Tipp: Bluetooth 4.0 Smart ist eine besonders stromsparende Verbindung, mit der beispielsweise auch moderne Smartphones ausgestattet sind. Nur wenn Ihr Smartphone diesen Standard bereits unterstützt, lohnt sich die Anschaffung eines solchen Pulsmessers, wie beispielsweise der Multi-Sport Cardio GPS-Uhr von TomTom. Falls Sie nicht wissen, ob Ihr Smartphone geeignet ist, empfehlen wir Ihnen die Installation der gratis App BLE Heart Rate Monitor. Wenn sich die App nicht starten lässt oder eine Fehlermeldung erscheint, ist Ihr Android Smartphone nicht für Bluetooth 4.0 ausgerüstet.

2.2. Pulsuhren mit Fingersensor

 Beurer PM 15

Die Beurer PM 15 ist eine Pulsuhr mit Fingersensor.

Wenn der Brustgurt bei der Bewegung stört, greifen viele Menschen zu Pulsmessern, die ohne das separate Messgerät auskommen. Die Variante mit einem Fingersensor ist die unkomplizierteste Form, allerdings gibt es hier eine ganze Reihe Einschränkungen, mit denen man rechnen muss.

Bei diesen Modellen wird die Herzfrequenz nicht durchgängig erfasst, sondern immer nur punktuell, wenn der Träger den Sensor bedient. Dafür muss er in der Regel in der Bewegung innehalten, da sonst keine Messergebnisse geliefert werden können. Die Daten sind daher nicht immer genau, da – je nach Trainingszustand – die Herzfrequenz bei einer Pause sehr schnell wieder sinkt. Innerhalb einer Minute kann sich der Puls um 20 bis 40 Schläge verringern, bei Leistungssportlern sind auch 60 und mehr möglich.

Pulsuhren mit Fingersensor messen den Puls, indem der Finger auf eine dafür vorgesehene Sensorplatte am Uhrengehäuse gelegt wird. Je nach verbauter Technik sind diese Geräte unterschiedlich genau, reichen aber nie 100 % an die Messung mit Brustgurt heran. Diese Modelle eignen sich vor allem für geübte Sportler, die ihren Körper kennen und nur eine gelegentliche Überprüfung ihres Herzschlags benötigen. Ihnen reicht meist ein ungefährer Wert, an dem sie sich orientieren können.

  • bequem und einfach
  • nur ungefähre Messwerte
  • keine kontinuierliche Bestimmung der Herzfrequenz
  • Messung kann nur bei Unterbrechung des Trainings erfolgen

Hinweis: Die großen Markenhersteller von Fitnessuhren, wie z.B. Polar und Sigma, bieten ausschließlich Produkte mit Brustgurt an.

2.3. Pulsuhren mit optischem Sensor

 Mio Alpha

Die Pulsuhr Mio Alpha mit optischem Sensor kostet zwischen 120 und 300 €.

Pulsmesser, welche die Herzfrequenz mit Hilfe eines sogenannten optischen Sensors ermitteln, sind noch relativ frisch auf dem Markt. In der Rückseite des Uhrengehäuses sind zwei LEDs eingebaut, die die Adern am Handgelenk durchleuchten. Ein opto-elektrischer Sensor nimmt die Helligkeitsunterschiede der Haut wahr, die entstehen, wenn das Blut darunter pulsiert. Mittels eines speziellen Messverfahrens wird dann das Blutvolumen ermittelt, das bei jedem Herzschlag durch die Adern gepumpt wird. Die Fitnessuhr rechnet diese Daten in die entsprechende Herzfrequenz um.

Gerade die ersten Geräte galten als sehr ungenau, da die Technik noch unausgereift war. Mittlerweile gibt es aber durchaus Modelle, die mit der Brustgurtmessung mithalten können. Ein Beispiel hierfür ist die Mio Alpha. Im Schnelltest von Stiftung Warentest 06/2013 konnte diese bei der Messgenauigkeit sehr gut überzeugen. Einen groß angelegten Vergleich der Geräte gibt es bei Stiftung Warentest bisher nicht. Im Moment ist das Modell von Mio noch eine Ausnahme im Bereich der Fitnessuhren mit optischem Sensor. Wir prognostizieren jedoch, dass sich die Technik in den kommenden Jahren noch verbessern wird und rechnen fest damit, dass in Zukunft hier auch weitere Produkte im Pulsuhr Test bestehen werden.

Die Geräte sind insgesamt erfreulich unanfällig für störende Signale und Interferenzen in der Umgebung. Allerdings sind Pulsuhren mit optischem Sensor (noch) relativ teuer im Vergleich zu solchen mit Brustgurt.

  • bequem zu tragen
  • verbesserte Messverfahren liefern sehr gute Ergebnisse
  • kontinuierliche Überwachung der Herzfrequenz
  • arbeiten störungsfrei
  • vergleichsweise teuer
  • ungeeignet für Sportarten mit hoher Muskelspannung in den Armen

Hinweis: Für ein gutes Messergebnis müssen die Fitnessuhren dicht am Arm aufliegen. Auch sollte die Muskulatur nicht zu angespannt sein. Sie eignen sich daher für das Fahrradfahren nur bedingt. Auch im Kraftsport kann die Anwendung Probleme bereiten.

Pulsuhr Test

3. Für wen sind Pulsuhren geeignet?

Fitness- bzw. Pulsuhren eignen sich prinzipiell für alle Sportler – besonders dann, wenn sie ihre Trainingsintensität und –qualität optimieren möchten. Wer nur aus Spaß in der Freizeit Sport treibt, kann auf unseren Pulsmesser Testsieger dagegen auch verzichten. Empfehlenswert sind die Herzfrequenzmesser besonders für alle Ausdauersportarten, unabhängig davon, ob Sie nun im Fitnessstudio, oder in der freien Natur trainieren. Dazu zählen unter anderem Joggen, Walken und Fahrradfahren. Manche Fitnessgeräte, wie z.B. Laufbänder, Crosstrainer oder Fahrradergometer, verfügen auch über einen eigenen Pulsmesser, mit dem die Trainingsintensität automatisch an die jeweilige Herzfrequenz angepasst werden können. Diese sind allerdings im Vergleich zu externen Pulsuhren nicht so genau, wie unser Pulsuhr Vergleich gezeigt hat.

Tipp: Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein Fitnessgerät für zu Hause anzuschaffen, sollten Sie sich auch diese Tests anschauen: Laufband Test, Crosstrainer Test, Ergometer Test

Darüber hinaus empfehlen wir für die folgenden drei Personengruppen auf jeden Fall den Einsatz einer Pulsuhr beim Sport:

  • untrainierte Menschen
  • gesundheitlich vorbelastete Menschen
  • ältere Menschen

Mit Hilfe der Produkte in unserem Pulsuhr Test haben Sie Ihre Herzaktivität während des Trainings genau im Blick. So lassen sich gesundheitliche Probleme, Schmerzen und Muskelkater leichter vermeiden. Gerade Einsteiger, denen noch die Erfahrung fehlt und die noch nicht gelernt haben, die Signale ihres Körpers zu verstehen, werden dadurch vor einer Überlastung bewahrt. Wer mit seinen Kräften nicht richtig haushält, leidet schnell unter Muskelkrämpfen oder Atemnot. Im schlimmsten Fall muss man sogar mit ernsthaften Herzproblemen rechnen!

4. Unterschiede zwischen Pulsuhr und Fitnessarmband

Jawbone UP24

Das Jawbone UP24 ist unser Testsieger im Bereich Fitnessarmband.

Manch einer hat vielleicht auch schon einmal etwas von sogenannten Fitnessarmbändern oder Aktivitätstrackern (engl. ‚to track‘ = ‚verfolgen‘) gehört. Diese sammeln Daten zu Bewegung und Ausdauer ihres Trägers, darunter häufig auch die Herzfrequenz. Wo aber ist der große Unterschied zu einer Puls bzw. Fitnessuhr?

Die Modelle aus unserem Pulsuhr Test richten sich gezielt an Sportler und Menschen, die mittels sehr genauer Überwachung ihrer Herzfrequenz ihr Leistungsvermögen konsequent steigern möchten. Dafür sind die verbauten Sensoren vor allem bei der Pulsmessung mit Brustgurt sehr hochwertig. Die Daten, die die Pulsuhr anhand des Herzschlags liefern kann, sind reduziert auf notwendige Informationen, wie z.B. den Kalorienverbrauch.

Fitnessarmbänder haben ein anderes Funktionsspektrum. Sie können – in Verbindung mit den dazu gehörenden Fitness-Apps – meist sehr viel mehr als eine Pulsuhr: Sie zeichnen Dauer und Art der Bewegung auf, zählen Schritte, ermitteln den Kalorienverbrauch, erfassen Ernährungsdaten und, und, und. Die wohl wichtigste Funktion der Armbänder ist aber eine andere. Sie sollen ihren Träger motivieren, mehr Sport zu treiben und sich allgemein mehr zu bewegen. Damit richten sich die smarten Geräte vorrangig an Bewegungsmuffel, denen noch der richtige Antrieb fehlt. Mit bunten und stylischen Designs sprechen sie auch Technikbegeisterte und Modebewusste an.

Die Pulsmessung erfolgt – wenn überhaupt – bei den meisten Fitnessarmbändern über optische Sensoren. Damit diese richtig funktionieren, müssen sie eng am Arm anliegen. In der Regel haben sie aber die Form von losen Armbändern oder Armreifen und liefern daher im Vergleich zu den Geräten aus unserem Pulsuhr Vergleich nur sehr ungenaue Daten.

Tipp: Wir haben auch Fitness-Armbänder der Marken Garmin und Polar für Sie getestet. Die Ergebnisse finden Sie hier.

5. Pulsgesteuertes Training: richtig trainieren mit der Pulsuhr

5.1. Wie funktioniert pulsgesteuertes Training?

Das Herz ist die Triebkraft hinter dem menschlichen Blutkreislauf, es befördert sauerstoffreiches Blut zu den Zellen und versorgt sie mit Energie. Im Durchschnitt schlägt das Herz 60- bis 80-mal in der Minute und pumpt dabei einmal das gesamte Blutvolumen des Körpers durch unsere Adern. Beim pulsgesteuerten Training, welches in erster Linie einer Verbesserung der Kondition dient, geht es darum, die Trainingseinheiten in ihrer Intensität so an das eigene Leistungsvermögen anzupassen, dass eine bestimmte Herzfrequenz eingehalten werden kann. Dadurch wird der Stoffwechsel in den Muskeln bis zu einem gewissen Grad kontrolliert – ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, ob Fettsäuren oder Zucker für die Energiegewinnung genutzt werden.

5.2. Mythos „Fettverbrennungspuls“

Wer jetzt denkt, er müsse also nur im Bereich des Fettstoffwechsels trainieren, damit die Pfunde purzeln, der irrt jedoch. Denn einen „Fettverbrennungspuls“, wie landläufig oft zu hören ist, gibt es gar nicht. Vielmehr geht es bei dieser Trainingsform darum, dem Körper durch Langzeitbelastungen beizubringen, dass er für die Bewegung von Muskeln vorrangig Energie aus den entsprechenden Fettreserven des Körpers ziehen soll. Die Verbrennung von Glucose soll stattdessen als Energiequelle für höhere Belastungen genutzt werden. So wird der Energiehaushalt des Körpers im Alltag insgesamt ökonomisiert. Um effektiv abzunehmen, ist dagegen die gesamte Energiebilanz des Körpers von Interesse. Nur wenn diese negativ ist, der Körper also über die ganze Zeit mehr Fett verbrennt, als er aufnimmt, kommt es zum gewünschten Effekt.

5.3. Bevor Sie mit dem Training beginnen: Ruhepuls, Maximalpuls und Belastungspuls

5.3.1. Der Ruhepuls: Welcher Pulstyp sind Sie?
Faktoren, die die Herzfrequenz beeinflussen

Herzfrequenzsteigernde Einflüsse:

  • Hitze
  • Stress
  • Infektionen
  • niedriger Luftdruck
  • Höhe
  • Restalkohol

Herzfrequenzsenkende Einflüsse:

  • Kühle
  • Regen
  • hoher Luftdruck

Weitere Einflüsse:

  • Medikamente
  • Müdigkeit

Wer mithilfe einer Pulsuhr pulsgesteuert trainieren will, der braucht dafür zunächst eine Reihe von persönlichen Ausgangswerten, an denen sich das Training dann orientiert. Einer davon ist der Ruhepuls. Dieser beschreibt – wie ja der Name schon sagt – die Anzahl der Herzschläge pro Minute, wenn sich der Körper in Ruhe befindet.

Dies ist beispielsweise früh morgens nach dem Aufstehen der Fall, sofern Ihr Wecker Sie nicht gerade unerwartet aus einer Tiefschlafphase gerissen hat. Dann nämlich hätte Ihr Körper bereits das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet, welches die Herzfrequenz deutlich erhöht. Auch sehr hohe oder niedrige Umgebungstemperaturen könnten den Messwert verfälschen. Ist es sehr warm, liegt die Herzfrequenz automatisch etwas höher.

Der Ruhepuls ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Er ist von vielen Faktoren, unter anderem dem Alter und Geschlecht, in erster Linie jedoch von der genetischen Veranlagung abhängig. So ist es beispielsweise möglich, dass bei gleichem Leistungsvermögen und identischer Belastung zwei Sportler unterschiedliche Pulsfrequenzen erreichen. Manche Menschen haben insgesamt einen eher niedrigen Puls, während andere überdurchschnittlich hohe Werte erreichen – selbst in Ruhe.

Im Durchschnitt liegt der Ruhepuls bei untrainierten Menschen bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Freizeitsportler mit guter Kondition erreichen einen Ruhepuls von 50 bis 60. Bei Profisportlern sind auch Werte weit darunter möglich. Hieran zeigt sich bereits, dass der Ruhepuls ein guter Indikator für Ihren Trainingszustand bzw. Ihr Leistungsvermögen ist. Je besser Sie trainiert sind, desto mehr Blut kann das Herz mit einem einzigen Schlag durch den Körper transportieren – es braucht dementsprechend weniger Schläge, um alle Zellen ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.

5.3.2. Der Maximalpuls

Der zweite wichtige Wert, den Sie für ein optimales pulsgesteuertes Training benötigen, ist Ihr Maximalpuls. Das ist der Herzfrequenzbereich, den Sie nach extrem starker Belastung erreichen und nicht lange durchhalten werden. Er ist bei jedem Menschen unterschiedlich und genetisch festgelegt. Es gibt für seine Bestimmung eine Faustformel: 220 minus Ihr Lebensalter. Doch Vorsicht! Diese Formel orientiert sich an Durchschnittswerten – wenn Sie also generell einen niedrigen Puls haben, wird Ihr Maximalpuls unter diesem Wert liegen, bei hohem Puls ist es umgekehrt.

Auch der Maximalpuls ist nicht nur von Geschlecht und Alter abhängig, sondern auch von der jeweiligen trainierten Sportart. Beim Fahrradfahren ist die Herzfrequenz bei gleicher Belastungsintensität beispielsweise deutlich niedriger. Da beim Fahrradfahren nur die Beinmuskeln die Arbeit verrichten, muss die Oberkörper- und Armmuskulatur nicht so stark durchblutet werden, während beim Laufen sehr viel mehr Muskeln beteiligt sind. Ergo: die Belastungsgrenze wird schneller erreicht.

Den Maximalpuls können Sie entweder selbst messen – z.B. durch eine kurzzeitige, sehr hohe Belastung, die Sie an den Rand der Erschöpfung bringt. Eine Möglichkeit dafür bietet ein langgezogener Bergaufsprint. Sicherer und genauer ist jedoch die Ausbelastung beim Arzt. Dieser kann eine Ergometrie bei Ihnen durchführen und Ihren Maximalpuls bestimmen. Dabei sollten Sie auf jeden Fall sehr motiviert an die Sache gehen und darauf bestehen, sich wirklich auspowern zu dürfen, damit keine falschen Werte zustande kommen.

Der Maximalpuls dient dazu, die maximale Leistungsfähigkeit zu ermitteln und die Belastungsintensität für das Training festzulegen. So ergibt sich der Belastungspuls.

Frau macht Outdoor-Cardiotraining und überwacht ihren Puls

5.3.3. Der Belastungspuls / Trainingspuls

Hat man Ruhepuls und Maximalpuls ermittelt, kann der Bereich festgelegt werden, in dem man trainieren möchte. Dieser wird Belastungs- oder Trainingspuls genannt. Je nach gewünschtem Trainingseffekt und der bevorzugten Sportart sind verschiedene Werte möglich. Letztendlich wird durch den Belastungspuls die Art der Energiebereitstellung in den Muskeln beeinflusst. Hierbei ist zunächst zwischen aerober und anaerober Energiebereitstellung zu unterscheiden.

Bei aerober Energiebereitstellung werden alle Zellen in den Muskeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Energie wird sauerstoffbasiert durch die Verbrennung, entweder

  1. von Glykogen (eine spezielle Form des Traubenzuckers), oder
  2. von Fettsäuren

gewonnen. Nach den zum Einsatz kommenden Energieträgern kann daher zwischen einem Kohlenhydratstoffwechsel (Glykogen) und dem Fettstoffwechsel (Fettsäuren) unterschieden werden. Da die Glykogenspeicher in den Muskeln jedoch begrenzt sind, ist die erstgenannte Form der Energiegewinnung ebenfalls nur zeitlich begrenzt möglich. Nachteil bei der zweiten Form ist allerdings, dass diese nur sehr langsam abläuft. Aus diesem Grund wird für die Fettverbrennung beim Training auch eine eher niedrige, dafür lang anhaltende Belastungsintensität gewählt.

Bei der anaeroben Energiegewinnung ist das Herz nicht mehr in der Lage, ausreichend sauerstoffreiches Blut zu den Muskelzellen zu transportieren. Glucose wird dann ohne Sauerstoff in Energie umgewandelt. Diese wird zwar schnell bereitgestellt, reicht jedoch nur für einen kurzen Zeitraum (20 bis 40 Sekunden) aus. Viel wichtiger ist allerdings, dass bei dieser Art der Energiegewinnung Laktat (Milchsäure) in den Muskeln gebildet wird, welches die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Diese sinkt mit steigendem Laktatspiegel rasant ab – eine Schutzfunktion des Körpers, da die Säure sonst die Zellstrukturen angreifen und nachhaltig schädigen würde.

Je nach Pulsbereich, in dem trainiert wird, laufen unterschiedliche Stoffwechselvorgänge ab, die Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen können:

Trainingspuls
(in % des Maximalpulses)
Stoffwechselform geeignet für
60 – 75 % hauptsächlich Fettstoffwechsel, auch Kohlenhydratstoffwechsel
aerob
Einsteiger und Untrainierte:

  • Fettverbrennung
  • Ausdauertraining
75 – 85 % Kohlenhydratstoffwechsel
aerob
Trainierte:

  • Ausdauertraining
85 – 95 % Kohlenhydratstoffwechsel, auch Milchsäuregärung
aerob bis anaerob
nur Leistungssportler:

  • Wettkampfvorbereitung

Die DAK bietet in ihrer Broschüre zum Thema Ausdauertraining ausführliche Übersichten zur Wahl des richtigen Belastungspulses (S. 16-25).

Mann mit nacktem Oberkörper trägt einen Brustgurt

So sitzt der Brustgurt richtig: mittig, direkt unter dem Brustmuskelansatz.

5.4. Das müssen Sie beim Einsatz einer Pulsuhr beachten

Wenn Sie die für sich optimale Herzfrequenz für das Training ermittelt haben, heißt es, den Pulsmesser anzulegen. Die Uhr sollte fest am Handgelenk sitzen und nicht rutschen. Das ist besonders bei Geräten mit optischem Sensor von entscheidender Wichtigkeit, um ein zufriedenstellendes Messergebnis zu erreichen. Dennoch darf die Uhr nicht einschneiden.

Bei Modellen mit Brustgurt sollten Sie auf die richtige Platzierung der Sensoren achten. Nehmen Sie sich für die richtige Einstellung etwas Zeit. Beim ersten Anlegen sollten Sie noch nicht mit dem Gurt trainieren. Lassen Sie ihn stattdessen eine halbe Stunde umgelegt und gehen Sie alltäglichen Beschäftigungen nach. So merken Sie schnell, ob das elastische Band einschnürt oder rutscht.

Der Gurt sitzt dann richtig, wenn er beim vollständigen Ausatmen nur locker gespannt um den Körper liegt. Ist der Gurt zu locker eingestellt, führt das häufig dazu, dass man beim Training automatisch nicht richtig ausatmet, um ein Verrutschen zu verhindern. Flachatmung ist jedenfalls nicht erwünscht und bringt kein gutes Trainingsergebnis.

Tipp: Für Frauen gibt es auch spezielle Sport-BHs, die einen Brustgurt aufnehmen und an Ort und Stelle halten können oder sogar das Gummiband ersetzen, z.B. den TriAction Pulsecontrol N High für ca. 25 €.

Um eine optimale Messung der Herzfrequenz zu erreichen, kann es hilfreich sein, die Sensorkontakte des Brustgurtes leicht mit Wasser oder Speichel zu befeuchten. Dadurch wird der Hautwiderstand gesenkt und die Leitungsfähigkeit der Haut erhöht. Dies ist nur zu Beginn des Trainings notwendig, währenddessen übernimmt dann der entstehende Schweiß diese Aufgabe.

Ganz besonders wichtig ist darüber hinaus die richtige Position des Brustgurts. Er sollte ein kleines Stück unterhalb der Brustwarzen bzw. direkt unter dem Brustmuskel angebracht, der Sender mittig, eventuell leicht zum Herzen versetzt positioniert werden. Nur wenn der Brustgurt korrekt angebracht wurde, kann er korrekte Daten an den Empfänger senden!

Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Statur Probleme mit einem Brustgurt haben. Dazu zählen:

    • übergewichtige Menschen (Brustgurt zu kurz oder schlechte Signalstärke)
    • sehr schlanke Menschen mit wenig Muskeln (Brustgurt rutscht oder reibt)
    • Menschen mit besonders trockener Haut (Brustgurt rutscht oder schlechte Signalstärke)

Hier hilft gegebenenfalls ein Modell mit optischem Sensor aus unserem Pulsuhr Vergleich oder ein Modell mit Fingersensor.

Wenn Sie Ihre Pulsuhr richtig eingestellt und gegebenenfalls den Brustgurt angelegt haben, steht einem erfolgreichen Training nichts mehr im Wege.

6. Pulsuhr Test: Das sind die Kaufkriterien, auf die Sie achten sollten

Sie wollen eine Pulsuhr kaufen? Dann können wir Ihnen den Kauf im Internet empfehlen. Dieser hat viele Vorteile gegenüber dem Kauf im Ladengeschäft, etwa bei Media Markt, Saturn oder in einem Sportfachgeschäft. Die Auswahl ist z.B. bedeutend größer, während Sie vor Ort immer nur jene Modelle finden werden, die gerade auf Lager sind. Auch können Sie bei den meisten Online Shops Kundenbewertungen zu den Produkten finden. So können Sie sich leichter ein Bild von der Qualität der Pulsuhr machen. Der größte Unterschied zwischen dem Kauf vor Ort und im Geschäft besteht aber beim Preis: Dieser ist im Internet meist deutlich günstiger. Mit Hilfe von Preisvergleichen, wie idealo.de, lässt sich leicht der handelsübliche Preis recherchieren und das günstigste Angebot finden. Gerade wenn Sie eine Pulsuhr günstig kaufen wollen, empfiehlt sich daher die Suche im Internet. Ein Nachteil gegenüber dem Ladengeschäft kann es jedoch sein, dass Sie das Produkt vor dem Kauf nicht anfassen oder ausprobieren können. Auch auf eine persönliche Beratung müssen Sie im Internet in der Regel verzichten.

6.1. Gerätetyp

Wenn Sie eine Pulsuhr kaufen möchten, müssen Sie sich zunächst für einen Gerätetyp entscheiden. Ihre Wahl ist unter anderem davon abhängig, was Sie von der Pulsuhr erwarten: Suchen Sie ein Modell, das besonders genaue Daten liefert? Dann empfehlen wir Ihnen ein Modell mit Brustgurt wie beispielsweise eine Pulsuhr aus der Forerunner Serie von Garmin.

Sind Sie bereits ein trainierter Sportler und wollen nur punktuell Ihre Herzfrequenz überprüfen? Dann reicht auch ein Modell mit Fingersensor. Wenn Sie auf einen Brustgurt verzichten möchten, aber dennoch kontinuierlich Ihre Herzfrequenz im Auge behalten wollen, sollten Sie sich vielleicht alternativ nach einer Pulsuhr mit optischem Sensor umsehen. Greifen Sie dabei lieber zu einem neueren Produkt, auch wenn diese meist etwas teurer sind. Die Technik steckt noch in der Entwicklung, so dass Neuerscheinungen in der Regel eine höhere Messgenauigkeit erreichen.

 Sigma PC 3.11

Die Sigma PC 3.11 hat ein großes und übersichtliches Display.

6.2. Displayanzeige

Ein besonders wichtiger Punkt beim Kauf einer guten Pulsuhr ist auch das Display. Schließlich bringen Ihnen die beste Messgenauigkeit und der größte Funktionsumfang nichts, wenn Sie die Anzeige nicht lesen können. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn unnötig viele Informationen zugleich wiedergegeben werden. So wirkt das Display schnell überladen und die eigentlich wichtige Information – nämlich die Herzfrequenz – geht unter. Das ist nicht Sinn der Sache! Achten Sie daher darauf, dass im Display genau die Daten angezeigt werden, die Sie benötigen.

Auch ein Wechsel zwischen verschiedenen Anzeigen sollte schnell und unkompliziert möglich sein. Schließlich muss die Uhr auch während des Trainings bedient werden können. Die Darstellung sollte groß genug sein, damit Sie auch bei einem kurzen Blick auf Ihre Pulsuhr schnell alles erfassen können.

Ebenso sollte das Display möglichst bei allen Lichtverhältnissen gut erkennbar sein. Dafür ist es unabdingbar, dass die Oberfläche nicht spiegelt, sonst werden Sie an sonnigen Tagen selbst mit der besten Pulsuhr keine Freude haben. Wenn Sie häufig in den Abendstunden trainieren, ist auch eine Hintergrundbeleuchtung empfehlenswert.

6.3. Funktionen

Neben dem Messen der Herzfrequenz verfügen die Pulsuhren aus unserem Pulsuhr Test je nach Modell über die verschiedensten Zusatzfunktionen. Hier ist entscheidend, welche dieser Funktionen Sie wirklich benötigen – denn je umfangreicher die Ausstattung, desto teurer sind die Modelle meist auch.

Eine mehr oder minder genaue Anzeige des Kalorienverbrauchs gehört bei Pulsuhren mittlerweile zum Standard. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, dass es sich bei dem Wert immer nur um ungefähre Schätzungen handelt: Der tatsächliche Kalorienverbrauch ist unter anderem von der Sportart abhängig und kann daher sowohl über als auch unter dem angezeigten Wert liegen.

die Polar RC 3

Mit GPS ausgerüstet ist die Polar RC 3.

Besonders sinnvoll auch für Einsteiger ins Cardiotraining ist definitiv die Möglichkeit, eigene Trainingszonen festzulegen. Bei vielen Pulsuhren aus unserem Pulsuhr Vergleich müssen nur Alter, Geschlecht und der persönliche Maximalpuls eingegeben werden, mit Programmen wie „Fit“ (= Ausdauertraining) oder „Fat“ (= Fettverbrennung) errechnet das Gerät dann automatisch einen optimalen Trainingspuls. Besser ist es dagegen, wenn Sie Ihre Trainingszonen auch manuell festlegen können. Hier geben Sie dann den Pulsbereich ein, in dem Sie trainieren möchten. So haben Sie einen besseren Überblick über Ihre tatsächliche Leistung.

Eine gute Pulsuhr sollte Sie dann während des Trainings möglichst mit einem gut hörbaren, akustischen Signal darauf aufmerksam machen, wenn Sie den festgelegten Pulsbereich verlassen. Einige Modelle arbeiten auch mit optischen Signalen, diese können allerdings leicht übersehen werden, wenn Sie die Uhr nicht ständig im Blick haben.

Stoppuhrfunktion und Rundenzähler benötigen Sie nur dann, wenn Sie Ihre Bestzeiten im Blick behalten und gegebenenfalls verbessern wollen.

Auch auf eine Distanzmessung und Schrittzähler kann man als Anfänger gut verzichten. Es gibt Modelle, so genannte GPS-Uhren, wie beispielsweise die Polar RC3, die über GPS die gelaufene Strecke aufzeichnen und beispielsweise Höhenunterschiede mit erfassen. Damit können Sie auch den Einfluss der unterschiedlichen Druckverhältnisse auf Ihre Herzfrequenz beurteilen. Dafür lassen sich die gesammelten Daten speichern und nach dem Training auswerten. Für ein einfaches Cardiotraining reicht aber auch eine Pulsuhr ohne diese Funktion.

Ähnlich sieht es mit einem Intervalltimer aus. Dieser ermöglicht es, zeitliche Intervalle für Ihr Training festzulegen, in denen Sie jeweils mit unterschiedlicher Intensität trainieren. Diese Trainingsform ist nichts für Anfänger, sondern eher für trainierte Läufer geeignet, die ihre Kondition weiter verbessern wollen.

Frau macht Fitnessübungen bei Sonnenuntergang

6.4. Größe

Sowohl bei Pulsuhren, die am Handgelenk getragen werden, als auch bei dem gegebenenfalls dazu gehörenden Brustgurt ist es wichtig, dass diese auch passen. Ein zu kleines Modell schneidet ein, führt zu Druckstellen oder schnürt das Blut ab.

Ist die Pulsuhr zu groß, kann sie am Arm hin und her rutschen oder sich so drehen, dass Sie das Display nicht einsehen können. Wenn der Brustgurt sich nicht eng genug einstellen lässt, wird er zwangsläufig rutschen, wenn Sie sich bewegen, oder Sie dazu verleiten, flacher zu atmen. Selbst die beste Pulsuhr wird so keine glaubwürdigen Messergebnisse liefern können.

Achten Sie daher auf die Herstellerangaben zu Größe und Umfang, wenn Sie sich eine Pulsuhr aus unserem Pulsuhr Test kaufen wollen.

Der Herzfrequenzmesser Polar H7

Der Herzfrequenzmesser Polar H7 arbeitet mit Bluetooth und kann mit dem Smartphone gekoppelt werden.

6.5. Verbindung

Von besonderem Interesse bei Pulsuhren mit zwei Komponenten ist es, eine stabile und sichere Verbindung aufbauen zu können. Moderne Pulsuhren, die mit dem Smartphone verbunden werden können, arbeiten meist mit einer Bluetooth-Verbindung. Daneben gibt es in unserem Pulsuhr Test auch noch andere Funkstandards, wie z.B. ANT+, die sehr verbreitet sind.

Pulsuhren, die diesen Funkstandard nutzen, können gegebenenfalls auch mit einigen Fitnessgeräten, z.B. Ergometern oder Crosstrainern, verbunden werden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass dies nur mit uncodierten Brustgurten funktioniert. Im Unterschied zu codierten Brustgurten werden die Daten zur Herzfrequenz nicht so verschlüsselt, dass sie nur von einem Empfänger (also der zugehörigen Pulsuhr) gelesen werden können.

Uncodierte Herzfrequenzmesser eignen sich daher nicht, wenn Sie in einer Gruppe mit anderen Sportlern trainieren oder an einem Wettkampf teilnehmen, wo viele weitere Pulsuhren in der Nähe sind. Die Pulsuhr kann dann nicht zwischen eigenem und fremdem Signal unterscheiden und zeigt falsche Werte an.

Wer zu Hause auf dem eigenen Ergometer trainieren will, kann aber durchaus auf ein uncodiertes Modell aus unserem Pulsuhr Test zurückgreifen.

6.6. Wasserdichtigkeit

Jede Pulsuhr sollte zu einem gewissen Grad wasserdicht sein. Das ist wichtig, schließlich werden die Uhren beim Sport getragen und sind dabei aggressivem Schweiß dauerhaft ausgesetzt. Gleiches gilt auch für den Sender am Brustgurt. Wer seinen Pulsmesser auch beim Schwimmtraining tragen will, sollte sich für ein Modell entscheiden, dass für mindestens eine halbe Stunde einem Wasserdruck von bis zu 30 Metern Tiefe standhält. Wichtig ist dabei, dass Sie beim Schwimmen die Knöpfe der Pulsuhr nicht betätigen, da sonst Wasser ins Gehäuse eindringen kann.

Das Elastikband bei Modellen mit Brustgurt sollte außerdem waschbar sein und regelmäßig desinfiziert werden. In Kombination mit Schweiß und Wärme bietet es sonst einen optimalen Nährboden für Bakterien oder Pilze. Diese können Ursache sein für unangenehme und juckende Hautreizungen.

6.7. Kompatibilität

Die Frage der Kompatibilität stellt sich nur für Herzfrequenzmesser, die mit einem Smartphone verbunden werden können. Hier ist nicht nur darauf zu achten, dass der Sender mit dem jeweiligen Betriebssystem wie iOS, Android, Blackberry OS oder Windows 8 kompatibel ist. Es gibt darüber hinaus auch Einschränkungen, die das jeweilige Smartphone-Modell betreffen. Diese ergeben sich vorrangig durch die notwendige Bluetooth 4.0 Verbindung. Nicht alle Smartphones unterstützen diesen Standard bereits. Achten Sie also vor dem Kauf auf die Angaben des Herstellers oder fragen Sie gegebenenfalls nach, wenn Sie ein solches Modell im Blick haben.

7. Beliebte Fitness Apps mit Pulsüberwachung

Fitness-App Kompatibilität
Runkeeper iOS / Android
Runtastic iOS / Android
Endomondo iOS / Android
miCoach iOS / Android
iMapMyRun Android

8. Wichtige Hersteller von Pulsuhren

  • Polar
  • Suunto
  • Ciclosport
  • Sigma
  • Beurer
  • Garmin
  • Runtastic
  • Asics
  • Oregon Scientific
  • TomTom
  • Ultrasport

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