Das Wichtigste in Kürze
  • Neoprenkleber ist meist schwarz, da auch Neopren- und Taucheranzüge häufig in relativ dunklen Farben gehalten sind. So können Sie kleine Löcher und Risse in Ihrem Anzug optimal und sehr unauffällig reparieren.

1. Wie wird Neoprenkleber angewendet?

Neoprenkleber ist ein relativ dickflüssiger Kleber, mit dem Sie Risse oder kleine Löcher in Neopren kleben und abdichten können. Meist wird Neoprenkleber zum Flicken von Neoprenanzügen, Taucheranzügen, Neoprenschuhen oder Ähnlichem verwendet, bei denen durch Abnutzung, aber auch Fingernägel oder andere scharfkantige Gegenstände kleine Risse ins Material gelangen.

Jeder Hersteller fügt seinem Produkt in der Regel eine Anleitung zum Neoprenkleber hinzu, in der die Verwendung und das Vorgehen genau beschrieben sind.

Bei einem Riss wird der Kleber beidseitig – also auf beide Risskanten – aufgetragen und dann bis zu fünf Minuten an der Luft getrocknet. Anschließend müssen Sie die mit Kleber versehenen Stellen fest aneinanderpressen.

Um ein Loch zu stopfen, kleben Sie auf der Außenseite Ihres Neoprenanzuges ein Klebeband über das Loch. Drehen Sie den Anzug anschließend auf Links und füllen Sie das Loch mit dem Kleber für Neopren. Lassen Sie diesen vollständig trocknen, bevor sie das Klebeband abziehen.

Beachten Sie, dass Sie vor der Anwendung von Neoprenkleber die zu behandelnde Stelle mit Aceton oder Ähnlichem komplett von Fett, Staub und Sonstigem befreien. Rauen Sie die Oberfläche dann mit einem Schmirgelpapier etwas an, so haftet der Neoprenkleber am besten.

2. Welche Materialien können mit Neoprenkleber geklebt werden?

Neben Neopren können Sie mit dem Kleber in der Regel auch andere, ähnlich beschaffene Materialien, die vor allem beim Wassersport häufig zum Einsatz kommen, kleben. Ein Beispiel wäre Gummi. Für genauere Informationen der Materialeignung empfehlen wir Ihnen die Herstellerangaben auf der Verpackung zu lesen.

Das Besondere am Neoprenklebstoff ist laut gängigen Neoprenkleber-Tests im Internet, dass dieser nach dem Trocknen elastisch und flexibel ist. Das ist aufgrund der Beschaffenheit des Materials Neopren auch erforderlich.

In der Tabelle unseres Neoprenkleber-Vergleichs finden Sie verschiedene Tubengrößen. In der Regel beinhaltet eine Tube zwischen 20 und 35 Milliliter beziehungsweise Gramm. Es gibt aber auch sehr kleine Tuben mit lediglich 5 g, die besonders gut zum Mitnehmen in den Urlaub geeignet sind.

Beachten Sie, dass Sie den Neoprenkleber nach dem Öffnen innerhalb von 3 Monaten verbrauchen sollten, denn danach sind die Lösungsmittel verdampft und die Klebeeigenschaften nicht mehr so gut. Es lohnt sich also nicht unbedingt, eine zu große Tube Neoprenkleber zu kaufen.

3. Was sagen Neoprenkleber-Tests im Internet zur Trocknungszeit?

Neoprenkleber fällt in den Bereich der Kontaktkleber und es gibt ihn als schnelltrocknenden und normal trocknenden Klebstoff.

Eine mit schnelltrocknendem Neoprenkleber geklebte Stelle ist bereits nach circa einer Stunde getrocknet und das Material wieder voll belastbar. Bei den nicht schnelltrocknenden Produkten sind die geklebten Stellen meist erst nach 24 Stunden wieder vollständig belastbar.

Beachten Sie, dass Sie Neoprenkleber nicht entfernen können, wenn dieser erst einmal getrocknet ist. Haben Sie aus Versehen zu viel Kleber auf die zu klebende Stelle gegeben und es breitet sich ein großer Fleck aus, dann können Sie mithilfe von Aceton versuchen den überschüssigen Kleber zu entfernen. Das ist allerdings nicht immer möglich. Denn da es sich um einen sehr starken und widerstandsfähigen Kleber handelt, lässt sich dieser auch nicht so einfach wieder lösen.

Neoprenkleber-Test

Bildnachweise: Shutterstock.com/Wonderful Nature (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)