Das Wichtigste in Kürze
  • Moving Heads sind Lichteffektgeräte aus der Veranstaltungstechnik. Ihren Namen verdanken Sie Ihrem beweglichen Kopf, in welchem die Lichtquelle sitzt und welcher durch Drehung und Neigung vielfältige Lichteffekte umsetzen und in den Raum projizieren kann. Die Lichtquelle besteht in den meisten Fällen aus einem Leuchtmittel oder LEDs. Auch Moving Heads mit Laser sind erhältlich. Ein Moving Head mit LED ist jedoch deutlich preiswerter. So sind günstige Moving Heads schon für unter 50 Euro erhältlich. Wirklich Spaß machen Moving Heads, wenn diese als Gruppe zusammengeschlossen werden. Dazu können Moving Heads auf einem Stativ oder an einer Traverse befestigt werden. Wählen Sie einen Moving Head mit mindestens 50 Watt Leistung, wenn Sie lichtstarke Projektionen wünschen. Wenn Sie stattdessen auf der Suche nach einem kleinen Gerät für Ihren Partykeller sind, greifen Sie besser zu Mini-Moving-Heads mit einer Leistung von 30 W oder weniger.

1. Wie werden Moving Heads angesteuert?

Im Normalfall werden Moving Heads über DMX-Signale gesteuert. Darunter versteht man ein entsprechendes Steuerprotokoll, welches zur Signal- bzw. Befehlsübertragung an verschiedene Scheinwerfer genutzt wird. Dazu zählt auch das im Moving-Head-Vergleich verbreitete DMX512.

Achten Sie zudem auf die Kanaloptionen, die der Moving Head mit sich bringt. Üblich sind Angaben wie 9/11 oder auch 9/14. Die Zahlen geben die Menge an Kanälen an, welche der Scheinwerfer in einer DMX-Kette benötigt, also in einer Reihe von DMX-Geräten.

Schaltet man mehrere Geräte hintereinander, die je 14 Kanäle belegen, so kann die zur Verfügung stehende Kanalmenge schnell aufgebraucht sein. In diesem Fall kann am Gerät der Modus gewechselt werden, d. h. einige der Kanäle werden zusammengelegt. Bei einem 9/14 Moving Head können Sie also von 14 auf 9 Kanäle umschalten und somit fünf Kanalplätze einsparen.

Über jeden Kanal werden bestimmte Informationen übertragen. Dies können Angaben zur Farbgebung oder auch zur Art der auszuführenden Bewegung sein. Wählen Sie daher ein Gerät mit einer Menge von mehr als 10 Kanälen aus der Vergleichstabelle, wenn Sie möglichst viele Parameter unabhängig voneinander steuern wollen.

Die Steuerung funktioniert übrigens auch ohne DMX. Weit verbreitet ist der Audiomodus, auch „Sound to Light“ genannt, bei welchem das Gerät seine Bewegungen durch ein integriertes Mikrofon auf den Takt der Musik abstimmt. Wählen Sie einen Moving Head mit Automatikmodus, wenn Sie ganz ohne Musik oder DMX-Steuerung ein Programm ablaufen lassen wollen.

2. Welche Effekte können mit einem Moving Head erzielt werden?

Der große Vorteil von Moving Heads ist neben den Steuerungsmöglichkeiten die Auswahl an Effekten und Bewegungen. Die Effektpalette besteht aus Farbwechseln in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Abdunkeln und Aufhellen der Lichtquelle oder auch Farbmischungen bis hin zu individuellen Lichtkegeln.

Ein ebenfalls beliebter Effekt, der nicht nur in den besten Moving Heads, sondern in fast allen Geräten verbaut ist, ist der Stroboskop-Effekt. Die schnellen Lichtwechsel sind besonders bei elektronischer Musik beliebt.

Wer einen Moving Head kaufen möchte, der noch etwas mehr kann, der greift zu einem Moving Head mit Gobo-Effekt. Gobos sind Motive und Muster, die per Scheinwerfer auf die Projektionsfläche übertragen werden können. Dazu zählen beispielsweise Sterne, Kreise, Herzen und weitere Formen. Moving-Head-Tests im Internet haben gezeigt, dass Gobo-Effekte individuelle Lichtkreationen entstehen lassen.

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