Das Wichtigste in Kürze
  • Matratzen mit einem H3-Härtegrad zählen zu den mittelfesten Matratzen.
  • Besonders Rücken- und Bauchschläfer profitieren von den guten Stützeigenschaften von mittelfesten bis festen Matratzen.
  • Die besten H3-Matratzen verfügen über einen abnehmbaren und waschbaren Bezug.

Matratze-H3-Test: Eine Hand drückt eine vergleichsweise feste Matratze etwas ein.

Was bedeutet H3-Matratze? „H“ steht als Abkürzung für den Härtegrad und beschreibt, wie weich beziehungsweise hart sich eine Matratze anfühlt.

Dabei zählen Matratzen mit H3- bzw. H4-Härtegrad in Deutschland zu den meistgenutzten Matratzen. Aber welche Bedeutung hat der H3-Matratzen-Härtegrad genau? Für welches Körpergewicht H3-Matratzen geeignet sind und wann Sie lieber eine H2- bzw. H4-Matratze wählen sollten, erfahren Sie in unserem Kaufratgeber.

Darüber hinaus informieren wir Sie über gängige Arten von H3-Matratzen und für welche Schlaftypen sie sich besonders anbieten. Zudem gehen wir auf wichtige Kaufkriterien ein, die in gängigen H3-Matratzen-Tests im Internet berücksichtigt werden und klären Sie unter anderem über das Raumgewicht oder die Liegehöhe der besten H3-Matratzen auf.

1. Passt eine Matratze mit H3-Härte zu Ihrem Gewicht und Ihrem Körperbau?

Welchen Härtegrad hat H3? Eine Matratze mit H3-Härtegrad gilt als mittelfest bis fest, wobei die Angaben je nach Produkt und Hersteller variieren können.

Welcher Matratzen-Härtegrad ist bei welchem Gewicht zu empfehlen? Idealerweise sollten Sie den Matratzen-Härtegrad vorwiegend auf Ihr Körpergewicht abstimmen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, bis wie viel kg beispielsweise eine H3-Matratze optimal ist:

Härtegrad Liegegefühl Empfehlung
H1-Matratze sehr weich bis etwa 60 kg
H2-Matratze weich etwa 60 bis 80 kg
H3-Matratze mittelfest etwa 80 bis 100 kg
H4-Matratze fest etwa 100 bis 120 kg
H5-Matratze sehr fest ab etwa 120 kg

Hinweis: Härtegrad-Angaben sind nicht genormt, sie dienen als Orientierung beim Matratzen-Kauf. Die Angaben können je nach Körperbau und präferiertem Liegegefühl variieren.

Darüber hinaus spielen Faktoren wie der Körperbau oder die Größe eine Rolle beim Matratzen-Kauf. Beispielsweise liegen große Menschen mit einem schlanken Körperbau auf weicheren Matratzen oft angenehmer, da sie tendenziell weniger stark in die Matratze einsinken.

Hingegen üben schwerere Personen mit kleiner Körpergröße auf einer geringeren Fläche mehr Druck aus. In diesen Fällen kann eine festere Matratze mehr Stabilität bieten.

Zudem kann der Lattenrost das Liegegefühl beeinflussen.

2. Welche Schlaftypen können von den Vorteilen einer Matratze mit H3-Härtegrad profitieren?

Neben dem Körpergewicht beeinflusst auch Ihre Schlafposition, wie hart oder weich eine Matratze idealerweise für Sie sein sollte.

Tipp: Sie liegen ideal, wenn Ihre Wirbelsäule möglichst gerade ausgerichtet ist und Ihr Körper weder zu stark einsinkt noch zu hart aufliegt.

Rückenschläfern beispielsweise bieten H3-Matratzen gute Stützeigenschaften im Beckenbereich.

Matratze-H3-Test: Ein Mann liegt entspannt in Rückenlage auf einer vergleichsweise harten Matratze.

In Rückenlage sollten Sie nur so weit in die Matratze einsinken, dass die natürliche S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt und der untere Rücken sanft gestützt wird.

Bauchschläfern hingegen stützen H3-Matratzen die Körpermitte, um ein Durchhängen des Rückens zu vermeiden. Essenziell dabei ist, dass die Wirbelsäule in Bauchlage kein Hohlkreuz bildet. Aufgrund der notwendigen Stützwirkung empfehlen viele Online-Tests Matratzen mit H3- bzw. H4-Härtegrad für Bauchschläfer.

Matratze-H3-Test: Eine Frau liegt entspannt auf dem Bauch auf einer Matratze.

Besonders Bauchschläfer profitieren von festeren Härtegraden. Denn als Bauchschläfer sollten Sie ein Einsinken im Beckenbereich vermeiden.

Welcher Härtegrad ist für Seitenschläfer geeignet? Was zum Vorteil für Bauch- und Rückenschläfer ist, kann nachteilig für Seitenschläfer sein. Schlafen Sie vorwiegend seitlich, lohnt es sich zu überprüfen, ob Ihre Schulter- und Beckenpartie ausreichend in die Matratze einsinkt.

Matratze-H3-Test: Ein Mann liegt entspannt in Seitenlage auf einer vergleichsweise festen Matratze.

In Seitenlage sollten Sie soweit in die H3-Matratze einsinken können, dass Ihre Wirbelsäule eine möglichst gerade Linie bildet und Schultern sowie Hüfte druckentlastend liegen.

Was ist besser: H2 oder H3? Für Seitenschläfer sind oft weichere bis mittelharte Härtegrade ideal, je nach Körpergewicht, während Bauch- und Rückenschläfer von festeren Matratzen profitieren.

3. Welche Arten von H3-Matratzen gibt es?

H3-Matratzen kaufen Sie mit unterschiedlichen Materialien, die sich unter anderem hinsichtlich Liegegefühl, Stützkraft und Schlafklima unterscheiden können:

Art Merkmale
Kaltschaum
  • punktelastisch
  • gute Anpassung an den Körper
  • auch für unruhige Schläfer optimal
Taschenfederkern
  • atmungsaktiv
  • festeres Liegegefühl
  • sorgen für ein kühleres Schlafklima
  • auch für Menschen geeignet, die nachts zum Schwitzen neigen
Viscoschaum
  • wärmespeichernd
  • druckentlastend
  • optimal für Seitenschläfer geeignet
Latex
  • punktelastisch
  • formstabil
  • optimal für Seitenschläfer geeignet

4. Welche Größen gibt es bei H3-Matratzen?

4.1. Wie groß sollten H3-Matratzen für ein bzw. zwei Personen sein?

H3-Matratzen können Sie in zahlreichen Standardgrößen erwerben. Suchen Sie für Ihr Einzelbett eine neue Matratze, ist 90 × 200 cm für H3-Matratzen und auch andere Härtegrade ein gängiges Maß. Schmalere Modelle sind wahlweise 70 oder 80 cm breit, während beispielsweise 100×200-Matratzen Ihnen mehr Bewegungsfreiheit bieten.

Beliebt sind außerdem H3-Matratzen in 140 x 200 cm. Die auch als Queensize bekannte Matratzengröße ist unter anderem in kleinen Appartements, Jugend- oder Gästebetten zu finden.

Hinweis: Die Größe der Matratze entspricht dem Innenmaß des Bettrahmens, damit Sie die Matratze in den Rahmen einlegen können.

Ein Standardmaß für eine durchgängige Doppelbett-Matratze ist 180 × 200 cm. Dabei sollte die H3-Härte für beide Personen geeignet sein. Gleiches gilt für eine Matratze in 160 × 200 cm und H3-Härte. Alternativ können Sie mittels zwei Einzelmatratzen im Doppelbett unterschiedliche Härtegrade nutzen.

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4.2. Wie hoch sollte eine gute H3-Matratze sein?

Kaufen können Sie H3-Matratzen mit Matratzenstärken zwischen etwa 16 und über 30 cm. Grundsätzlich gilt: Je höher die Matratze, desto komfortabler ist häufig das Liegegefühl.

Wie hoch eine Matratze idealerweise sein sollte, unterscheidet sich aber auch je nach Material. Während Online-Tests Latex- oder auchKaltschaummatratzen mit mindestens 20 bis 25 cm aufgrund ihrer oft besseren Druckentlastung empfehlen, können Federkernmatratzen flacher aufgebaut sein.

Tipp: Matratzen mit einer Höhe über etwa 25 bis 30 cm gelten für gewöhnlich als Komforthöhe.

Matratze-H3-Test: Eine vergleichsweise hohe Matratze liegt auf einem weißen Bettrahmen.

Betten mit einer Liegehöhe von etwa 45 bis 55 cm können Ihnen zudem das Hinlegen und Aufstehen erleichtern.

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5. Worauf sollten Sie beim Kauf von H3-Matratzen diversen Tests im Internet zufolge außerdem achten?

5.1. Wie wichtig ist das Raumgewicht bei Matratzen mit H3-Härte?

Das sogenannte Raumgewicht ist eine Kennzahl, die die Materialdichte pro Kubikmeter angibt. Je höher das Raumgewicht, desto mehr Material wurde bei der Herstellung der Matratze eingesetzt. Viele Online-Tests bewerten H3-Matratzen mit hohem Raumgewicht oft als formstabiler und langlebiger.

Als Faustregel für ein gutes Raumgewicht bei der H3-Matratzenstärke bei täglicher Nutzung der Matratze gilt:

Material Empfohlenes Raumgewicht (RG)
Kaltschaum
  • bis etwa 100 kg Körpergewicht mindestens RG 35 bis 40
  • über 100 kg idealerweise RG über 40 für mehr Stabilität
Viscoschaum
  • bis ca. 90 kg Körpergewicht mindestens RG 40 bis 50
  • darüber idealerweise RG über 50 für mehr Stabilität
Latex
  • bis etwa 120 kg Körpergewicht mindestens RG 60 bis 75
  • darüber idealerweise RG über 75 bzw. 80

Hinweis: Bei Federkernmatratzen bezieht sich das Raumgewicht auf die zusätzlich enthaltene Polsterschicht. Von größerer Bedeutung bei Federkernmatratzen sind die Federanzahl und der Aufbau.

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5.2. Wann sollten Sie H3-Matratzen mit Liegezonen wählen?

Viele Online-Tests empfehlen H3-Matratzen mit Liegezonen, um bestimmte Körperbereiche besonders zu entlasten.

Tipp: Bei Matratzen mit 7 Zonen beispielsweise wird diese in sieben Bereiche eingeteilt. Neben 7-Zonen-Matratzen erhalten Sie auch solche mit fünf, neun beziehungsweise elf Zonen.

Welche Anzahl an Liegezonen für Sie optimal ist, beeinflusst Ihre Körpergröße und Ihr Schlafverhalten maßgeblich. Denn entscheidend ist, dass sich die Zonen an den für sie vorgesehenen Körperbereichen befinden, um diese optimal stützen zu können.

7-Zonen-Matratzen sind für viele Menschen geeignet, da sie meist für eine Körpergröße zwischen etwa 170 und 200 cm konzipiert sind. Sind Sie größer, kann sich eine Matratze mit mehr als 7 Zonen für Sie eignen.

Besonders Seiten- und Rückenschläfer profitieren von Matratzen mit Liegezonen, da Schultern und Hüfte besser einsinken können. Für kleinere Personen hingegen oder Bauchschläfer sind Zonen oft weniger geeignet. Zum einen stimmen die Zonen hierbei häufig nicht optimal mit den Körperbereichen überein, zum anderen sollte insbesondere ein Einsinken des Beckens vermieden werden.

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5.3. Über welchen Bezug verfügen die besten H3-Matratzen?

H3-Matratzen erhalten Sie mit unterschiedlichen Arten von Bezügen. Zu den gängigen zählen:

Art Materialeigenschaften
Kunstfaser + pflegeleicht

+ strapazierfähig

+ schnelltrocknend

- geringere Atmungsaktivität

Naturfaser + atmungsaktiv

+ feuchtigkeitsregulierend

+ hautfreundlich

- oft pflegeintensiver

Tipp: Gewebemischungen kombinieren die Materialeigenschaften von Kunst- und Naturfasern wie Polyamid oder Polyester und Baumwolle oder auch Tencel Lyocell.

Achten Sie bei Matratzen auf einen abnehmbaren und waschbaren Bezug. Idealerweise lässt sich dieser bei 40 bzw. 60 °C in der Waschmaschine reinigen. Für Allergiker ist eine Waschbarkeit bei mindestens 60 °C oder besser noch 95 °C sinnvoll, um Hausstaubmilben zuverlässig zu reduzieren.

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5.4. Welche Zertifizierungen bei H3-Matratzen sind sinnvoll?

Wenn Sie eine H3-Matratze kaufen, können Zertifizierungen unabhängiger Prüfinstitute helfen, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit zu bestätigen. So werden beispielsweise nach Oeko-Tex 100 geprüfte Textilien auf enthaltene Schadstoffe wie Pestizide oder Formaldehyd getestet.

Viele Matratzen-Hersteller wie Ruf, Vitalis und andere setzen auf die Oeko-Tex-Zertifizierung. Darüber hinaus testen auch beispielsweise das Eco-Institut oder der TÜV Matratzen auf Schadstoffe, Emissionen oder Sicherheit.

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6. Fragen und Antworten rund um das Thema H3-Matratzen

6.1. Braucht man bei einer H3-Matratze einen Topper?

Nutzen Sie einen Topper in H2, H3 oder H4, um Ihren Liegekomfort leicht zu verändern. So können Sie das Liegegefühl etwas fester oder weicher machen, ohne Stützeigenschaften der Matratze einzubüßen. Zudem schonen Sie Ihre Matratze vor erhöhter Abnutzung.

Hinweis: Ein Topper kann keine ungeeignete Matratze ersetzen oder ein bereits durchgelegenes Exemplar ausgleichen.

Nutzen Sie zwei Einzelmatratzen in einem Doppelbett, kann ein Matratzen-Topper außerdem den Spalt zwischen den Matratzen überdecken.

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6.2. Was wiegt eine H3-Matratze?

Das Gewicht einer Matratze mit Härtegrad H3 kann stark variieren. Es hängt besonders vom Material sowie von der Größe der Matratze ab. Beispielsweise fallen 90×200-Kaltschaummatratzen oft leichter aus als Federkernmatratzen gleicher Größe, die im mittleren Gewichtsbereich liegen. Zu den vergleichsweise schweren Varianten zählen unter anderem Latexmatratzen.

Das Gewicht größerer Matratzen mit Härtegrad H3 steigt mit zunehmender Matratzengröße entsprechend an.

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6.3. Gibt es spezielle Kindermatratzen?

Matratzen für Kinder sind idealerweise auf die Bedürfnisse von Babys beziehungsweise Kindern abgestimmt. So sind die besten Kindermatratzen auf die sich noch entwickelnde Wirbelsäule von Kindern ausgelegt.

Welchen Härtegrad sollte eine Matratze für Kinder haben? Der Härtegrad ist bei vielen Kindermatratzen nicht einheitlich gekennzeichnet. Entscheidend ist eine feste und sichere Liegefläche, die das Kind stützt und ein zu starkes Einsinken verhindert.

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Quellenverzeichnis