Jagdmesser Test 2016

Die 7 besten Jagdmesser im Vergleich.

AbbildungTestsiegerBöker Leopard-Damast III 42 Collection 110239DAMCDS-Survival Celtibero CocoCDS-Survival Trapper-CocoPreis-Leistungs-SiegerED MAHONY Jagdmesser Elch Master IIICold Steel Master Hunter San Mai IIILinder Kentucky Bowie 101020G8DS® TACTICAL Bowiemesser 15364
ModellBöker Leopard-Damast III 42 Collection 110239DAMCDS-Survival Celtibero CocoCDS-Survival Trapper-CocoED MAHONY Jagdmesser Elch Master IIICold Steel Master Hunter San Mai IIILinder Kentucky Bowie 101020G8DS® TACTICAL Bowiemesser 15364
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
09/2016
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Bewertung1,4sehr gut
09/2016
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Bewertung1,5gut
09/2016
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,7gut
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Bewertung2,0gut
09/2016
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Bewertung2,1gut
09/2016
Kundenwertungnoch keinenoch keinenoch keine
53 Bewertungen
noch keinenoch keine
24 Bewertungen
KlingenmaterialDamast-Stahl
flexibel, bruchsicher
MoVa 58 Stahl
leicht zu schärfen
MoVa 58 Stahl
leicht zu schärfen
Edelstahl
hochwertig
VG-1 San Mai III-Stahl
rostfrei, langlebig
440 C Stahl
rostfrei
Edelstahl
hochwertig
GriffmaterialAmboina ist ein edles Wurzelholz aus den Tropen.

Cocobolo zählt ebenso zu den Tropenhölzern.

Pakka ist ein künstlich verleimtes Mehrschicht-Holz (Multiplex).
AluminiumCocoboloCocoboloPakkaholzKraton-KunststoffHirschhornrutschfester Kunstoff
KlingenlängeIn Deutschland gelten Klappmesser ab einer Klingenlänge von 8,5 cm als Waffe und sind daher gesetzlich verboten. Schweizer Taschenmesser zählen nach deutschem Recht nicht als Waffe. Die Klinge darf daher länger als 8,5 cm sein.9,7 cm14,5 cm11,5 cm10 cm11,6 cm20 cm22 cm
Klinge klappbarJaNeinNeinNeinNeinNeinNein
ink. MesserscheideNeinJaJaJaJaJaJa
Gewicht165 g327 g220 g133 g181 g362 g520 g
Vorteile
  • sehr gut verarbeitet
  • hochwertige Materialien
  • liegt gut in der Hand
  • Klinge sitzt präzise und fest
  • sehr gut schärfbar
  • liegt gut in der Hand
  • hochwertige Scheide
  • Wetzstahl inkl.
  • sehr gut schärfbar
  • liegt gut in der Hand
  • hochwertige Scheide
  • sehr gut schärfbar
  • schönes Griffholz
  • gut für kleinere Hände
  • liegt gut in der Hand
  • Griff sehr rutschfest
  • gut verarbeitet
  • hochwertige Materialien
  • sehr gut verarbeitet
  • liegt gut in der Hand
  • stabile Klinge
  • pulverbeschichtete Klinge
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Jagdmesser-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Jagdmesser ist ein stabiles Outdoor-Messer, welches auch für jagdliche Arbeiten verwendet werden kann
  • Als professioneller Jäger sollten Sie mindestens 120 Euro für ein Jagdmesser mit Drop Point Klingenform ausgeben. Dafür begleitet dieses Waidbesteck Sie vermutlich auch ein Leben lang.
  • Aber auch günstige Jagdmesser machen als Camping Messer oder Angler Messer eine gute Figur. Hier können sie guten Gewissens auch zu preisgünstigeren Modellen greifen und sind bezüglich der Klingenform weniger festgelegt.

Jagdmesser Test

Das Taschenmesser als Verlängerung des Armes ist eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit. Und auch 2016 leistet ein gutes Jagdmesser beim Campen, Angeln oder eben der professionellen Jagd gute Dienste. Ein solches Messer ist wesentlich stabiler als ein Schweizer Taschenmesser. Während Jäger ganz spezielle Anforderungen an das für Sie beste Jagdmesser haben, sind alle anderen etwas freier bei der Auswahl vom eigenen Jagdmesser Testsieger. Worauf Sie achten müssen haben wir in diesem Jagdmesser Test zusammengetragen.

1. Was ist ein Jagdmesser?

Drop Point Klingenform, schlichtes Äußeres, gute Ergonomie: Das ist ein Jagdmesser.

Drop Point Klingenform, schlichtes Äußeres, gute Ergonomie: Das ist ein Jagdmesser.

Ein Jagdmesser kann eine feststehende, oder eine arretierbare Klappklinge aufweisen. In seiner eigentlichen Definition dient ein Jagdmesser dem Töten und anschließenden Aufbrechen des Wilds. Da Jäger prozentual nur einen sehr geringen Anteil der Gesamtbevölkerung ausmachen, stabile und gut verarbeitete Messer aber auch für Nicht-Jäger von Interesse sind, haben sich unter der Bezeichnung Jagdmesser im Laufe der Zeit auch einige andere Modelle versammelt. Diese genügen zwar vielleicht nicht dem Jäger in allen Belangen, dem versierten Camper, Angler oder Outdoor Liebhaber hingegen absolut. Daher haben wir in diesem Jagdmesser Test eine Kaufberatung rund um das Thema Jagdmesser für Sie aufgebaut.

Ein Jagd Messer sollte unabhängig von Verwendungszweck bestimmte Eigenschaften aufweisen:

  • eine belastbare Klinge von mindestens 8 cm
  • ein guter und sicherer Halt am Griffstück, auch mit feuchten Händen
  • eine gut schärfbare Klinge

Was spricht also dafür, ein Jagdmesser zu kaufen? Wir haben hier einige Vor- und Nachteile zusammengetragen:

  • verlässlicher Begleiter rund um Outdoor Aktivitäten
  • bei feststehender Klinge stabiler als Klappmesser
  • bei entsprechender Qualität auch zweckfremd einsetzbar
  • meist größer als ein Klappmesser
  • manche Modelle dürfen nicht öffentlich getragen werden (Siehe Punkt 6: Jagdmesser und das Waffengesetz)

2. Welche Jagdmesser-Typen gibt es?

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Form der Klinge. Diese beeinflusst die Eignung des Messers für verschiedene Aufgabengebiete. Die hier vorgestellten sind nur eine Auswahl aus den über 15 verbreiteten Klingentypen.

Klingenform Beschreibung
Drop Point Drop Point Klingen sind die typischen Jagdmesserklingen. Der Klingenrücken neigt sich zur Spitze hin der Schneide zu und verlagert die Messerspitze dadurch in Richtung Schneide. Durch diesen Konvexrücken wird bei verschiedenen Waidarbeiten das Fleisch unter dem Fell geschont.
Clip Point Clip Point Klingen sind das Gegenteil der Drop Point Variante: Der Klingenrücken nähert sich konkav der nach unten versetzten Messerspitze. Diese Messerform ist aus Film und Fernsehen sehr bekannt und wird häufig mit Survivalmessern assoziiert.
Skinner Der Typ Skinner hat eine sehr bauchige Klinge, wodurch die Schneidfläche bei gleicher Messerlänge stark vergrößert wird. Dieses Messer wird neben Drop Point Messern für Abhäutearbeiten benutzt (englisch: to skin = häuten). Ein Skinner weist manchmal zusätzlich einen Klingenrücken ähnlich den Drop Point Modellen auf.

2.1. Messer für die Jagd

Woran erkenne ich ein echtes Jagdmesser?

Messer, welche für die tatsächliche Jagd entworfen und gebaut wurden, lassen sich anhand einiger Kriterien relativ sicher als eben solche erkennen:

  • Klingenform ist meist Drop Point
  • schlichtes Design: keine martialischen Zacken, Stachel, oder Sonstiges
  • eine Klingenlänge zwischen 8 und 12 cm

Wenn das fragliche Messer eher an einen Klingonensäbel als an ein Werkzeug erinnert, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Werkzeug für die Jagd.

Das wirkliche Jagdmesser wird oft als Aufbrechklinge verwendet. Aufbrechen und Zerwirken sind Vorgänge rund um das Ausnehmen, Ausbluten und Zerteilen des erlegten Wilds. Wichtig hierfür ist eine Form der Klingenspitze, welche das Muskelgewebe beim Häuten nicht beschädigt. Die Form Drop Point ist die am häufigsten genutzte Klingenspitzenart bei jagdlichen Messern. Als passendes Jungjägerwerkzeug kann auch ein Jagdmesser zum Aufbrechen im mittleren Preisbereich dienen. Nicht zu verwechseln ist das Jagdmesser mit dem Jagdnicker. Dieses Messer dient dem Abnicken und weist daher andere Eigenschaften auf.

2.2. Allzweckmesser

Auch Nicht-Jäger schätzen die Vielseitigkeit und Robustheit von Jagdmessern oder ähnlichen Messerarten. Hierbei ist eine größere Bandbreite an Klingenformen und Längen möglich, da nicht auf die speziellen Bedürfnisse von jagdlichen Arbeiten Rücksicht genommen werden muss. Auch wenn einige dieser Messer kein Jagdmesser im eigentlichen Sinne sind (ein Messer für die Jagd), hat man mit einem solchen Messer meist einen stabilen und verlässlichen Begleiter für den Angelurlaub, das Camping oder ähnliches. Ein gutes Jagdmesser kann, im Gegensatz zum Taschenmesser, auch zum Anspitzen und Zerteilen mittlerer Äste benutzt werden, ohne darunter zu leiden. Gerade letzteres ist äußerst praktisch, um im Regen an den trockenen Kern vom Brennholz zu gelangen. Auch Fahrtenmesser, Waldmesser, Überlebensmesser, Pfadfindermesser oder Anglermesser sind Bezeichnungen, die sich im allgemeinen Sprachverbrauch oft mit dem Begriff Jagdmesser vermischen. Allerdings sind diese Messer meistens auch für die Aufgabenbereiche der Allzweckjagdmesser geeignet.

2.3. Dekoartikel

Außerdem gibt es noch Fabrikate, welche vornehmlich als Blickfang gestaltet wurden. Manche dieser Messer sind dennoch hervorragend verarbeitet und erlauben auch belastende Holzarbeiten. So gibt es auch einige sehr aufwendig aussehende „Rambo-Messer“, die zwar diversen Aufgaben gewachsen wären, aufgrund ihres martialischen Äußeren aber eher an der Wand ihren Ehrenplatz einnehmen sollte, als beim Urlaub am Gürtel getragen zu werden.

Jagdmesser werden von sehr vielen Herstellern angeboten. Untenstehend finden Sie eine Auswahl:

  • Böker
  • Victorinox
  • Eickhorn
  • Cold Steel
  • Gerber
  • Opinel
  • Puma
  • EKA
  • Mora
  • Herbertz
  • Linder
  • CRKT
  • Walther

3. Kaufkriterien für Jagdmesser: Darauf müssen Sie achten

3.1. Stabilität entsprechend Einsatzzweck

Martialisches Äußeres und für waidmännische Arbeiten ungeeignete Klinge: Dieses Messer leistet als Outdoormesser sicherlich gute Dienste, ein Jagdmesser ist es aber nicht.

Martialisches Äußeres und für waidmännische Arbeiten ungeeignete Klinge: Dieses Messer leistet als Outdoormesser sicherlich gute Dienste, ein Jagdmesser ist es aber nicht.

Wer zum Beispiel sein Messer auch als Spaltkeil für dicke Äste benutzen möchte (sogenanntes „Batoning“), braucht ein gewisses Klingengewicht bei entsprechender Stabilität. Mit einem 120 Gramm Messer mit extrem schmalen Klingenrücken ist da kaum etwas zu machen. Wer hauptsächlich Fische ausnimmt, benötigt eben gerade eine schmale Klinge. Halbe Macheten sind hier fehl am Platze.

3.2. Länge

Auch hier gilt: Spätestens, wenn das Outdoormesser länger ist als der auszunehmende Fisch war die Werkzeugwahl falsch. Im Bereich der Jagd sind Längen von 8 bis 11 cm verbreitet. Darüber leidet die Führigkeit des Werkzeugs. Wer sein Messer allerdings die meiste Zeit dekorativ an der Wand hängen hat, ist diesen Beschränkungen nicht unterworfen und kann, je nach Geschmack, auch Klingen von über 20 cm wählen.

3.3. Griffgröße und Griffmaterial

Ärgerlich ist es, wenn Schnitthaltigkeit, Führigkeit und Optik des Messers überzeugen aber der Griff beim besten Willen zu klein für die eigene Hand ist. Nicht nur Krämpfe können dann aus dem Arbeiten mit dem Messer resultieren, auch steigt die Verletzungsgefahr an. Denn maximale Kontrolle ist nur gewährleistet, wenn das Messer sich gut in die eigene Handform und -größe schmiegt.

Auf häufig verwendetes Griffmaterial gehen wir in der nachfolgenden Tabelle ein

Material Eigenschaften
Micarta Micarta ist ein Faser-Kunststoff-Verbund, der sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit bei guter Bearbeitbarkeit auszeichnet. Es wird vorwiegend bei Messergriffen und Sportbögen eingesetzt. Micarta-Griffschalen weisen einen sehr guten Grip auf.
Cocobolo Cocobolo ist ein Hartholz, welches für Messergriffe, Musikinstrumente und Möbel verwendet wird. Es hat eine sehr angenehme Haptik und wird seit Langem für Messer verwendet. Leider ist der Abbau des Tropenholzes von Raubbau geprägt, umweltbewusste Käufer greifen zu anderem Holz.
Pakkaholz Pakkaholz ist, auch wenn der Name eher an einen tropischen Baum denken lässt, ein Multiplex Holz, welches immer mehr als Ersatz für Hirschhorn Verwendung findet. Viele Messer der unteren bis mittleren Preisklasse weisen Griffe aus Pakka auf.
weitere Hölzer Walnuss, Maserbirke, Jarrah, Amboina – es gibt viele Holzarten, die sich für Griffschalen anbieten. Manche Messer verwenden allerdings auch minderwertige Hölzer. Wenn der eigene Fingernagel ausreicht um deutliche Spuren im Holz zu hinterlassen, ist das Holz minderwertig und sollte getauscht werden.
Hirschhorn Die Griffschalen aus einem Stück Geweih, auch Hirschhorn genannt, sind wohl bekannt und waren früher sehr weit verbreitet. Auch wenn sich der Trend aktuell wohl von diesem Material wegbewegt, ist es dennoch ein sehr geeignetes Griffmaterial.
Kunststoff Kunststoff hat den Vorteil, dass es extrem widerstandsfähig ist. Wasser kann dem Griff auch bei längerer Exposition nichts anhaben, daher bietet sich Kunststoff besonders bei einem Anglermesser an. Schöner sind allerdings Holzgriffe, welche aber bei richtiger Fertigung auch mehr kosten.

4. Pflege und Reinigungstipps

Messerscheiden aus Leder sollten regelmäßig gepflegt werden.

Messerscheiden aus Leder sollten regelmäßig gepflegt werden.

Auch wenn Ihr Jagdmesser einen Griff aus Plastik haben sollte – in der Spülmaschine haben scharfe Messer nichts verloren. Die äußerst aggressive Umgebung eines Spülmaschinengangs macht die Klinge stumpf. natürlich könnten Sie dann die Klinge einfach nachschärfen. Ob dies dann allerdings schneller geht, als das Messer gleich von Hand zu Spülen ist zumindest fraglich. Jagdmesser mit Holz oder Hirschhorn Griff gehören sowieso nicht in die Spülmaschine, da diese Griffmaterialien ebenfalls angegriffen werden.

Ein Messer muss regelmäßig nachgeschärft werden. Es gibt verschiedene Methoden, um dies zu tun. Man könnte fast sagen, es hat sich eine richtige Wissenschaft zum Thema Messer schärfen entwickelt. Am Ende von diesem Jagdmesser Test geben wir Inspirationen für das Schärfen von Messern in Form eines How-to Videos.

Ein weiterer, oft unbeachteter Punkt ist die Pflege der Messerscheide. Gerade eine Lederscheide bedarf gewisser Pflege, da es sich hierbei um einen organischen Werkstoff handelt. Eine Behandlung mit Lederfett beugt Brüchigkeit vor und erhält die wasserabweisenden Eigenschaft einer Lederscheide. Gerne vergessen werden die Nieten, welche die Messerscheide zusammenhalten: Hier setzt besonders gerne und schnell Flugrost an. Dieser kann sich leicht auf die in der Scheide steckenden Messerklinge übertragen. Und Rost hat an einer Klinge nichts verloren, gerade, wenn sie im jagdlichen Umfeld eingesetzt wird. Pflegen Sie die Nieten mit einem leicht eingeölten Läppchen, um dem Rost vorzubeugen.

5. Darauf sollte man bei der Jagdmesser Nutzung achten

Was ist Damaststahl?

Damast wird durch die mehrfache Faltung zweier unterschiedlicher Stahlsorten erreicht. Bei richtiger Verarbeitung resultiert daraus eine sehr widerstandsfähige und gut schärfbare Klinge. Charakteristisch für ein Damastmesser ist die Maserung des Metalls. Manches sehr günstige Damast Jagdmesser täuscht die Damast Musterung durch Ätzungen mittels Säure vor, was der Qualität nicht förderlich ist.

Halten Sie Ihr Messer scharf! Das gilt für jeden Anwendungszweck. Egal ob als Outdoormesser, Jagdmesser, Angelmesser – scharfe Klingen müssen für dasselbe Schnittergebnis mit weniger Kraft geführt werden, was die Kontrolle erhöht und die Verletzungsgefahr verringert.

Allerdings geht von unkontrolliert ausgeführten, oder versehentlich fehlgeleiteten Schnitzbewegungen bei einer geschärften Klinge auch eine deutliche Gefahr für Verletzungen aus. Befolgen Sie daher eine der grundlegende Regeln fürs Schnitzen: Schnitzen Sie niemals auf ihren Körper zu! die Klinge muss immer so am Werkstück geführt werden, dass sie, sollte sie abrutschen, vom Körper weg rutscht. Dies ist wesentlich angenehmer.

Ein solches Messer kann mittels der richtigen Schleiftechnik dicht an Rasiermesserschärfe gebracht werden. Ein sehr scharfes Messer sollte grundsätzlich als Waffe gesehen werden und entsprechend vorsichtig sollte auch der Umgang damit sein. Lagern sie geschärfte Messer nicht frei zugänglich! Gerade bei Dekomessern, die an der Wand hängen, ist für Besuch die Versuchung oft groß, das eindrucksvolle Waidgerät einmal in die Hand zu nehmen.

Geschärfte Messer werden in der Scheide und zusätzlich in Schublade, Vitrine oder ähnlichem gelagert. Frei zugängliche Showmesser hingegen werden niemals so scharf geschliffen, wie dies bei einem Werkzeug der Fall wäre!

6. Jagdmesser und das Waffengesetz

Für den Kauf und das Tragen von Jagdmessern gilt das Waffengesetz.

Für den Kauf und das Tragen von Jagdmessern gilt das Waffengesetz.

In Deutschland ist der Erwerb und Besitz von Messern erst ab dem 18. Lebensjahr erlaubt. Für Erwachsene gilt seit 2008 zusätzlich ein Trageverbot: Bis zur einer Klingenlänge von weniger als 12 cm dürfen Sie Ihr feststehendes Outdoormesser an sich tragen. Klappmesser, die als Einhandmesser genutzt werden können, müssen sich stets in einer Messerscheide, besser zusätzlich in einem Rucksack oder einer Gürteltasche befinden. Der begriff Einhandmesser bezeichnet Klappmesser, die unter Zuhilfenahme nur einer Hand geöffnet werden können.

Das deutsche Waffenrecht verbietet die Kategorien Butterflymesser, Faustmesser und Fallmesser. Ebenso Springmesser, die sich nach vorne öffnen, deren Klinge länger als 8,5 cm oder zweischneidig ist. Andere Springmesser bleiben unter dem sogenannten Taschenmesser Privileg erlaubt. Verboten sind außerdem alle Messer, die als Gegenstand des täglichen Gebrauchs getarnt sind, z. B. Gürtelmesser.

Achtung: Dieser Absatz bezieht sich nur auf die wichtigsten Richtlinien zur im Vergleich behandelten Messerart.

7. Jagdmesser bei der Stiftung Warentest

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Jagdmesser Vergleich durchgeführt. Allerdings wird in der Ausgabe 12/2014 explizit darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, das die Schneide eines Küchenmessers gut geschärft sein muss, um seine Aufgabe zu erfüllen. Dies gilt unserer Auffassung nach mindestens ebenso stark für Jagdmesser.

teaser-crop

8. Fragen und Antworten rund um das Thema Jagdmesser

8.1. Gute Jagdmesser – welche Marken?

Zu den bekanntesten Marken von Jagdmessern zählen Hersteller wie Walther, Böker, Linder, Herbertz, Puma, Eickhorn, Micarta und Victorinox. Wenn Sie ein Messer der mittleren Preisklasse bei diesen oder ähnlich renommierten Herstellern wie z.B. eben Linder erwerben, können Sie von einer hohen Qualität und langer Haltbarkeit ausgehen. Gerade Puma Jagdmesser erfreuen sich großer Beliebtheit.

8.2. Jagdmesser schärfen?

Jagdmesser werden prinzipiell genauso geschärft wie andere Messer auch. Es gibt zwar empfohlene Winkel, in denen Messer eines bestimmten Typs geschliffen werden sollten. Generell gilt: Je stärker das Messer belastet wird, umso weniger spitz darf der Winkel der Schneide angeschliffen werden. Am besten ist es hierbei, selber ein Gefühl zu entwickeln, wie dünn die Schneidfläche bei den eigenen Aufgaben gerade noch sein darf. Auch wenn viele Videos den Eindruck vermitteln wollen, Messer schärfen ist keine Raketenwissenschaft. Messer für die Küche können auch gut mit einem Wetzstahl geschärft werden.

8.3. Was zeichnet ein gutes Jagdmesser aus?

Ein gutes Jagdmesser sollte folgendes bieten:

  • eine stabile Klinge von mindestens 8 cm
  • gut in der Hand liegende Griffschalen, auch bei Feuchtigkeit
  • eine absolut sichere Verbindung zwischen Messer und Griffschalen

8.4. Was für Messerschärfer für Jagdmesser?

Für ein Jägermesser bietet sich besonders ein typischer Schleifstein an. Aufgrund der ebenen Schleifoberfläche ist es auch Anfängern mit etwas Übung vergönnt, stumpfe Messer wieder zu schärfen. Messerschärfer, wie man sie oft in Küchenmesser Sets findet sind auch verwendbar, jedoch weniger geeignet.

Kommentare (2)
  1. ralf bothert sagt: 18. Februar 2016, 17:37 Uhr

    Ich will mir ein Messer kaufen, nicht für die Jagd, aber es sollte was aushalten.
    sollte ich da eher auf Böker oder Puma zurückgreifen? Herbertz und Walther habe ich bereits in meiner sammlung

    vielen dank im voraus!

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt: 18. Februar 2016, 17:42 Uhr

      Sehr geehrter Herr Bothert,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Jagdmesser Test!

      Leider können wir diese Frage so pauschal nicht beantworten – Alle von Ihnen genannten Hersteller, egal ob Walther, Herbertz, Böker oder Puma stellen sehr gute Messer her. Besonders Puma Messer sind im Moment sehr gefragt. Böker bietet eine breite Produktpalette, auch mit exotischeren Klingenformen. Wenn Sie auch der Suche nach einem klassischen Jagdmesser sind, werden Sie bei beiden Herstellern fündig und zufrieden werden.

      Viel Spaß beim Erweitern der Messersammlung wünscht Ihnen
      Ihr Vergleich.org Team

      Antworten
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